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Titel:

Ökosystem Hochgebirge


  Note: 1   Klasse: 10







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Arbeit: Ökosystem Hochgebirge



Hochgebirge: Gebirge mit großen absoluten (über 1000/2000 m) und relativen (>1000m) Höhen, meist über die Baum- und sogar die Schneegrenze aufragend, mit schroffen, steilen Formen.

Klima: - extreme Wetterbedingungen und schneller Wetterwechsel



- mit zunehmender Höhe: sinkt die Temperatur um 0,5°C pro 100m


nehmen die Windstärken zu
nimmt der Niederschlag zu und Luftfeuchtigkeit sinkt
(ab gewisser Höhe sinkt jedoch auch wieder die Niederschlagsmenge)
steigt die Strahlungsintensität der Sonne
sinkt die Sauerstoffkonzentration der Luft


- Hangneigungen bestimmen: Einfallswinkel der Sonne (es entstehen Mikroklimate)


Windströmungen
Vegetationsfläche , Bodenarten und -vorkommen
Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens/ des Gesteins


- Licht- und Schattenseiten der Berge bestimmen die Sonneneinstrahlungsdauer und somit die Zeit, die den Pflanzen für die Photosynthese zur Verfügnung steht
- Flora ist jedoch Klimaabhängiger als Fauna, da sie Standortgebundener ist


Flora: - passt sich den Höhenstufen und dessen Klimate an



- Vegetationsstufen siehe Abbildung
- Anpassungsstrategien sind: große Stoffwechselamplitude (von -8 bis 45°C)


dicke Epidermis und Pigmente (wegen UV-Strahlung)
dicke, schwer wasserdurchlässige Baumrinde (Frostschutz)
großes, weites Wurzelwerk (wegen Boden/Gestein)
Wasseraufnahme auch durch Blätter (Luftfeuchtigkeit)
Vermehrung vegetativ und durch Selbstbestäubung (Wind)
Rasenbildung (Windunanfälliger, Wasser/Lichtaufnahme)
Kleinwuchs (Windunanfälligkeit)
geringer Nährstoffbedarf (aufgrund der armen Böden)



Fauna: - ist nicht an Vegetationsstufen gebunden, außer sie ist auf bestimmte Pflanzen spezialisiert



- jedoch auch mit zunehmender Höhe abnehmende Individuenzahlen
- sind im Gegensatz zu Flora stärker an Luftdruck gebunden (Atmung)


- gleicht in vielen Merkmalen der der Fauna in den polaren Landschaftsgürteln (Taiga, Tundra)
- doch genau wie Flora muss auch Fauna sich an Klimate anpassen
- Anpassung: starke Behaarung (Windschutz, UV-Schutz, Kälteschutz)


Hohle Haare (Isolation durch die Luftkammern)
dicke Haut (Isolationswirkung, UV-Schutz)
teilweise dunkle Haut (Wärmeaufnahme durch Sonne, UV-Schutz)
in der Schneezone weisses Fell (Tarnung, z.B. Schneehase, UV-Schutz)
große Pfoten (in der Schneezone, gegen Absinken in den Schnee)
Augenschutzhaut (bei Schneestürmen)
Blutkreislauf (abgekühltes Blut geht in Pfoten, um weitere Abkühlung zu meiden)


- Vertreter: Schneehuhn, Schneehase, Alpenkrähen, Mauerläufer, Murmeltier


Böden: - da Hanglagen überwiegen sind Böden oft sehr flachgründig



- selten feinkörnig, wegen Windabtragung
- sowohl kalkhaltiges als auch kristallines, saures Silikatgestein
_ wichtig für Vegetation, da es kalkliebende Arten auf neutral-basischen wie als auch kalkfliehende, auf sauren Böden gibt
- jedoch auch Wassergehalt ausschlaggebend: Grünerle (feucht) Latsche (trocken)
- überwiegend Rohböden vorhanden (Felsböden, Schuttböden)
- tiefgründige Böden in lokalen Verebnungen oder Senken
- mit Höhe und steigender Humidität werden braune Waldböden zuerst lessiviert und dann zu
nährstoffarmen, podsolierten Böden mit Rohhumusauflage (vor allem in Fichtenstufe)
- mit Höhe sinkt Temp., damit auch Humusabbau kleiner als Humusbildung
- somit in Hochlagen stärkere Ausbildung des Humushorizontes (Alpenhumusböden)


Probleme: - Schädigung der Bergwälder (60 % sind geschädigt, durch sauren Regen)



- hohe Schadstoffkonzentration durch Industrie und Verkehr
- Bau von Forst- und Almwegen, sowie Siedlungsvordringen bewirken Hanglabilitäten
- damit verstärkte Lawinengefahr
- Erderwärmung bewirkt Gletscherschmelze, damit vermehrte Bergstürze, Änderung
des Wasserhaushaltes und veränderte Flora und Fauna


Begriffserklärung:

Waldgrenze: Höhe, bis zu der geschlossene Baumbestände vordringen
Baumgrenze: Höhe, bis zu der freistehende Bäume vordringen
Krüppelgrenze: vereinzelte Bäume dringen unter Schneeschutz oder an sonnenexponierten Felsen als langsam wachsende Zwerge noch höher vor
Lessivierung : bodenbildener Prozess der Tonverlagerung, Tonverarmung im Oberboden und



Tonanreicherung im Unterboden. Geringe bis mäßige Versauerung des Bodens


Podsol: Bleicherde, sauer, carbonatarm, sandig, vorwiegend in humiden Misch- und



Nadelwaldgebieten. Tonzerstörung durch Versauerung, sehr nährstoffarm









Quelle:



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