Auftreten & Konsumform
· Weißes (manchmal buntes) Pulver- schniefen/schnupfen mit einem Papierröhrchen durch die Nase
· Tabletten- schlucken, in Wasser aufgelöst oder in Zigarettenpapier eingepackt („Bömbchen“)
· Spritzstoff- gefährlichste Konsumform
· Was sind die Risiken des Spritzens?
Ø Die Dosis erreicht das Hirn nahezu direkt, was die Möglichkeit einer Überdosierung erhöht.
Ø Unreinheiten werden direkt in den Blutkreislauf eingebracht, was zu verschiedenen Infektionskrankheiten und Blutvergiftungen führen kann.
Ø Wiederholte Injektionen zerstören die Venen, was zu Thrombosen (Blutgerinnseln) und Abszessen führen kann.
Ø Das Herumreichen von Kanülen und Spritzen kann zu Hepatitis in all ihren Formen und zu HIV (AIDS) führen.
Ø Saubere Injektionsbestecke sind bei einigen Chemikern, Ärzten und Nadelaustauschstellen erhältlich. Das Bereitstellen von Injektionsbesteck an Betäubungsmittelnutzer ist nicht strafbar im Sinne des BMG, dort ist dies extra aus den Missbrauchsunterstützenden Handlungen herausgenommen worden.
Hintergrundinfos
· Amphetamin wurde erstmals 1887 synthetisiert und zur Behandlung von Schnupfen eingesetzt. Es ist in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts für medizinische Zwecke, vor allem als Asthmamittel (unter dem Namen Benzedrin) entdeckt und eingesetzt worden.
· In der Vergangenheit wurden Amphetamine vor allem im Krieg konsumiert, um die körperliche Leistungsfähigkeit der Soldaten zu steigern.
· In der Party- und Technoszene findet die illegale Droge Speed als Aufputschmittel und "Fittmacher" Anwendung.
Amphetamine als Medikament
· Werden wegen ihrer ähnlichen mit dem Hormon Adrenalin verschrieben. Der Blutdruck wird erhöht, das Herz schlägt schneller, die Darmbewegungen werden gehemmt und die Bronchien erweitert.
Auswirkungen & Risiken
· Euphorie
· Bei Überdosierung: Zittern, Brechreiz, hohe Temperatur, Hirnblutungen mit plötzlichen halbseitigen Lähmungen, starke Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit, Herzstillstand.
Folgen
· Auszehrung des Körpers und Schwächung des Immunsystems
· Gewichtsverlust als Folge von vermindertem Hungergefühl, Magenprobleme bis hin zum Magendurchbruch
· Gliederschmerzen
· Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
· Teilnahmslosigkeit, depressive Entwicklung
· Wahnvorstellungen und Realitätsverlust
Entzug
· Der Entzug von Amphetaminen ist leichter als von Opiaten.
· Die Symptome der psychischen Störung lassen schnell nach
· Die psychische Abhängigkeit kann jedoch länger anhalten und im Extremfall nur durch eine psycho-sozial Therapie überwunden werden.
· Typisch ist das große Schlafbedürfnis von 12-14 stunden am Tag, häufig noch Monate nach dem Entzug.
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