In den Jahren 1861 und 1877 fand man in den Kalksteinbrüchen des Altmühltals bei Solnhofen und Eichstätt je einen versteinerten Vogel von der Größe einer Elster. Die beiden Stücke erregten gewaltiges Aufsehen unter den Gelehrten und erreichten einen Handelswert von 20.000 DM für jede Platte, handelte es sich doch um die ältesten bisher bekannten Vögel, die vor 120.000.000 bis 150.000.000 Jahren gelebt haben und inzwischen natürlich längst ausgestorben sind. Man nannte sie Urvögel (griechisch ARCHAEOPTERYX). Ihre Federn sind eindeutig erkennbar. Auch das Skelett zeigt viel vom Bau eines Vogels, andererseits aber auch Eigentümlichkeiten, die kein Vogel unserer Zeit besitzt: Richtige Zähne im Kiefer, Krallen an den drei aus dem Flügel herausragenden Fingern und eine lange, knöcherne Schwanzachse, die aus mindestens zwanzig Wirbeln besteht. Das alles erinnert eher an eine Eidechse und das machte die Funde so bemerkenswert. Die beiden Kalktafeln wurden bald weltberühmt. Weitere, meist weniger gut erhaltene Versteinerungen von Vögeln stammen aus jüngeren Schichten der Erdrinde. Auch diese Tiere vorgeschichtlicher Zeiten sind heute natürlich ausgestorben.
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