Arbeit: Die Bovine Spongforme Enzephalophatie (BSE) ist eine bei Rindern (Rinderwahn) auftretende Infektionskrankheit des Zentralen Nervensystems, die erstmals im Jahr 1984 beobachtet wurde. Verursacht wird sie durch die 1987 entdeckten Prionen (PrPSc), die lange Zeit unwissentlich durch die Verfütterung von Tiermehl von Rind zu Rind übertragen wurden. Daher wurde die Fütterung von Tiermehl in den letzten Jahren sukzessive verboten.
Die Rinder erkranken in der Regel im Alter von vier bis fünf Jahren und sterben innerhalb weniger Monate am Rinderwahn, da es bisher keine wirksame Therapie gibt. Die Erkrankung kann mithilfe eines BSE – Schnelltests diagnostiziert werden, der bis jetzt jedoch nur am toten Tier durchführbar ist. Insgesamt sind bisher mehr als 185.000 Rinder an BSE erkrankt, wesentlich mehr sind infiziert.
Die Bovine Spongiforme Enzephalophatie (BSE) ist eine Erkrankung, die ursprünglich nur bei Rindern auftritt (Rinderwahn). Wird sie auf den Menschen übertragen, führt sie zu einer Variante der Creutzfeldt – Jakobs – Krankheit (CJD).
BSE gehört wie andere Erkrankungen dieser Art zu den übertragbaren, schwammartigen Hirnerkrankungen.
Prionen (PrPSc) sind keine Krankheitserreger im klassischen Sinne. Sie unterscheiden sich wesentlich von Viren und Bakterien, da sie kein eigenes Erbmaterial (Gene) enthalten. Sie überstehen Hitze von 100° C, Chemikalien und viele Desinfektionsmittel. Im Boden können sie sogar Jahre überdauern.
Prionen (PrPSc) sind Eiweiße, die möglicherweise durch Genveränderungen oder Infektion aus den körpereigenen Prion-Eiweißen (PrPC) gebildet werden. Sie wurden erstmals Mitte des 20. Jahrhunderts von Stanley Prusiner beschrieben. Der Begriff Prionen ist eine Kurzform für den englischen Begriff „proteinaceous infectious particle“, (eiweißartiger ansteckender Partikel).
Prionen (PrPSc) unterscheiden sich von den natürlichen Prion-Eiweißen (PrPC) durch eine zum Teil veränderte Abfolge von Aminosäuren. Dadurch besitzen sie eine andere Faltung und eine abweichende räumliche Struktur. Diese fehlgeformten Prionen können in weiterer Folge zur Schädigung des Hirngewebes führen. Dort entstehen schwammartige Löcher, die bei Betroffenen zu degenerativen Erscheinungen führen.
Prion-Eiweiße (PrPC) werden von jedem menschlichen Körper gebildet. Sie kommen vor allem in Geweben des Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) und des Abwehrsystems (Lymphknoten und Milz) vor.
Sukzessiv bedeutet so etwas wie allmählich oder nach und nach.
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