1.
-Fachbegriff:Bulimia nervosa
-griechisch: bulimos = Ochsenhunger
-Berichte über Krankheit schon aus der Antike bekannt
2.
-verlässliche Angaben über Verbreitung gibt es nicht, weil Krankheit oft geheimgehalten wird
-etwa 95% der Betroffenen sind Frauen, davon 2-4% Frauen zwischen 18 und 35 Jahren
3.
-wiederholte Fressattacken, gefolgt von selbst herbeigeführten Erbrechen -> geschieht heimlich
-meist fett- u. kohlenhydratreiche Nahrungsmittel -> bis zu 50.000 Kalorien pro Fressattacke
-Ess-/Brechattacken führen zu negativen Empfindungen wie:
Selbstekel
Schuld- u. Schamgefühle
-Angst vor Entdeckung der Krankheit und Gefühl, dass niemand einen mag führt zur Isolation
-Leben wird von zwei sich abwechselnden Gefühlen bestimmt: dringendes Bedürfnis, etwas zu essen und der Wunsch, dünn zu werden bzw. zu bleiben
-beschäftigen sich permanent mit allem, was mit Essen, Kalorien, Köpergewicht, Diät und Figur zu tun hat
4.
-hohe Bdeutung am Schönheitsideal
-Familienprobleme
-aus Magersucht heraus entwickelt: ständiges Hungerbemühen bricht zusammen -> Fressattacke = Schwäche -> Ausgleich durch Erbrechen
-häufige Charaktereigenschaften:
starke Leistungsorientierung
geringes Selbstbewusstsein
instabiles Selbstwertgefühl
Perfektionsstreben
Angst vor Nähe -> größere Anfälligkeit für psychische Erkrankungen
5.
-begleitende Umstände könne Entwicklung von Drogen-, Alkoholsucht oder Borderline-Persönlichkeitsstörung (Selbstverletzung, z.B. durch Schnitte in Haut) sein
-Störungen des Elektrolythaushalts -> Kalium-, Magnesiummangel durch Erbrechen, Abführmittel, Fehlernährung
-Depressionen
-Herzrhytmusstörungen
-Muskelschäden
-bleibende Nierenschäden
-starke Karies (durch Magensäure)
- Durchfall und Verstopfung -> oft im Wechsel
Verletzungen und Schwellungen der Speiseröhre
6.
-gerötete, geschwollene Augen
-auffallend starke Karies
-"Verschwinden" von Nahrungsmitteln im Haushalt
-Aufsuchen der Toilette nach jeder Mahlzeit
7.
-ertserund wichtigster Schritt ist Krankheitseinsicht des Betroffenen
- es gibt verschiedene Therapieformen:
Einzeltherapie:
-direkte Beziehung zum Therapeuten
-verstehen, warum Bulimie einziges Mittel war, um Problem zu lösen
-man sucht neue Wege zur Bewältigung
-Häufigkeit häng von Schwere der Essstörung ab
Gruppentherapie:
-man weiß, dass man nicht alleine ist
-Gruppenmitglieder unterstützen und helfen sich gegenseitig
Familientherapie:
-Menschen, die einem sehr nahe stehen, werden mit einbezogen
-Probleme der Familie werden diskutiert
-Problemlösung nur dann, wenn alle damit einverstanden sind
Selbsthilfegruppen:
-meist sind Leiter Menschen, die eigene Erfahrungen mit Essstörungen haben
-Mitglieder helfen und unterstützen sich gegenseitig
Was sehr wichtig für die Betroffenen ist:
Medizinische Behandlung:
-Gesundheit muss vom Arzt überwacht werden
-wenn man körperliche Komplikationen unbehandelt lässt, kann es zu ernsten gesundheitlichen Problem oder sogar zum Tod führen
Ermährungsberatung:
-ein qualifizierter Berater kann helfen, wieder ein gesundes Essmuster zu entwickeln
Medikamente:
-Unterstützung -> weniger Anfälle
-sollten mit allen Bereichen der Behandlung kombiniert werden
Stationäre Aufnahme:
-nötig, wenn sehr geringes Gewicht, mehrmals am Tag Ess-/Brechanfälle, Depressionen
-hilft, Essverhalten zu kontrollieren
-in manchen Krankenhäusern gibt es Abteilungen, die spezialisiert auf Essstorungen sind ->psychologische und physiologische Hilfe
Quelle: -Broschüre der "Barmer"
-www.bulimie-online.de
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