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Titel:

Das Sexualverhalten von Tieren


  Note: 1   Klasse: 8







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Arbeit: Für Tiere ist das Erzeugen von Nachkommen überlebenswichtig um die Fortexistenz ihrer Art zu sichern . Die Evolution hat verschiedene Wege ausgebildet um sicherzustellen , dass die Gene bzw. Erbanlagen ( der Eltern ) weitergegeben werden .
Sexualverhalten ist allen anderen Verhaltensweisen übergeordnet und sehr stark ausgeprägt .Tiere mit entsprechen hoher sexueller Handlungsbereitschaft erkämpfen und verteidigen ihre Partner auch durch negative Erfahrungen ( wie zum Beispiel Zurückweisungen oder Verletzungen ) . Auffällig ist , dass sich die Partner stark von einander unterscheiden , z.B. ist der männliche Fasan viel schöner und vor allem auffälliger geschmückt , als das Weibchen , die weiblichen Tiere sind oft besser getarnt
( vor allem um ihre Jungen und sich besonders effektiv schützen zu können ) ; man nennt das Sexualdimorphismus .
Männliche Tiere verhalten sich oft auch völlig anders als die weiblichen Tiere , z.B. singen bei den Singvögeln nur die Männchen . Viele Insekten und Säugetiere haben geschlechtsspeziefische Duftstoffe , mit denen sie Sexualpartner anlocken . Angeborene Verhaltensweisen und Organe , die die männlichen oder weiblichen Tiere einer Art kennzeichnen nennt man sekundäre Geschlechtsmerkmale .
Das Werben um den Geschlechtspartner nennt man auch Balzverhalten ( z.B. "streiten" sich Hirsche um die Gunst der Weibchen durch Kämpfe , oder lautes Röhren ) .

Das Balzverhalten gliedert sich in vier Stufen :
1.) das Anlocken des Partners ( z.B. schlägt der Pfau ein Rad , Spechte trommeln )
2.) der angelockte Partner reagiert mit ( angeborenem ) Erkennen , wenn er sexuell
gestimmt ist , darauf folgt ein ritualisiertes Balzverhalten
3.) der Abbau der Kontaktscheue ( viele Tiere reagieren mit aggressiver Abwehr oder
Flucht auf das Unterschreiten der Individualdistanz - Abstand zum Artgenossen )
4.) die Synkronisation des weiteren Balzverhaltens ( gemeinsame Balz , zu der oft eine Art Leistungsfähigkeitstest gehört - bei Rehen z.B. eine Scheinflucht )
Viele Geschlechtspartner trennen sich schnell wieder , z.B. fast alle Fische und Reptilien , einige Tiere bleiben jedoch mitunter ein Leben lang zusammen ( z.B. Kraniche ) .
Viele Vogelarten betreiben gemeinsame Brutpflege , die erfolgreiche Aufzucht hält die Partner zusammen , während der Verlust der Jungen zur Trennung führt .
Natürlich hat die Evolution auch Mechanismen geschaffen die Inzucht vermeiden , z.B. wirken Tiere mit artverwandten Sexualduftstoffen abstoßend aufeinander , in vielen Rudeln müssen die Jungen , wenn sie alt genug sind , die Gruppe verlassen
z.B. * bei Löwen die männlichen Jungtiere
* bei Primaten die weiblichen Jungtiere .
Wie es unterschiedliche Balzverhalten gibt , so gibt es auch unterschiedliche Paarungs - und Besamungsverhalten . Wir unterscheiden zwischen vier Arten der Besamung :

1.) äußerliche Besamung ohne körperlichen Kontakt
Eine große Anzahl männlicher und weiblicher Keimzellen werden ins wasser abgegeben , es kommt zu keinem sexuellen Kontakt . Die weitere Fortpflanzung regeln Umwelteinflüsse , wie Temperatur des Wassers , Tageslänge , etc. Die abgabe der keimzellen muß etwa gleichzeitig erfolgen . Diese Art der Besamung finden wir z.B. bei Muscheln , die sich so gesehen nicht fortbewegen können , sie sind daher auf das Zusammentreffen der Keimzellen angewiesen .
2.) äußere Besamung mit Begattung
Die äußere Besamung mit Begattung ist geprägt durch einen direkten Kontakt der Sexualpartner , jedoch ähnlich wie bei der äußerlichen Besamung ohne körperlichen Kontakt werden Keimzellen ins Wasser abgegeben , es werden aber weniger Keimzellen abgegeben , da durch die Nähe der Sexualpartner die wahrscheinlichkeit höher ist , dass die Keimzellen zusammentreffen . Oft gibt es einen direkten Körperkontakt zwischen männlichen und weiblichen Tieren ( z.B. bei Fischen ) .
3.) Innere Besamung mit indirekter Begattung
Die Spermien gelangen mit Hilfsorganen der Männchen in die Geschlechtsöffnungen der weibchen , es gibt einen direkten Körperkontakt ( z.B. beim Tintenfisch , der als Hilfsorgan einen Begattungsarm hat ) .
4.) Direkte Begattung
Die Spermien werden direkt von der männliche in die weibliche Geschlechtsöffnung eingeführt . Die direkte Begattung erfolgt in drei Schritten :
a.) Balzverhalten
b.) enger Körperkontakt
c.) Kopulation
( Die direkte Begattung tritt vor allem bei Vögeln und Säugetieren auf . )
Beispiel : Das Paarungsverhalten von Nashörnern
Die Paarung dauert oft 20 - 40 Minuten im Durchschnitt , manchmal auch länger . Während der gesamten Zeit bleibt der Bulle "aufgereizt" und alle 2 - 3 Minuten erfolgen Samenergüsse .
Das Sexualverhalten von Tieren in Gefangenschaft ist oft stark zurückgebildet und oft haben die Tiere eine Art Verweigerungshaltung gegenüber der Fortpflanzung und ihren Artgenossen ( z.B. Pandas ) Andere Tiere entwickeln gerade in Gefangenschaft ein starkes Sexualverhalten , jedoch aggressiver und brutaler als normal üblich
( z.B. Tiger , Wölfe ... )

Tierisches - und menschliches Sexualverhalten im Vergleich


Ausgangsthese :
Die Vögel in unseren Gegenden brüten im Frühjahr und Sommer , Hirsche haben ihre Brunft im herbst . Dadurch ist bei den Jungtieren eine optimale Möglichkeit zur Entwicklung gegeben . Männchen und Weibchen sind nur während der Paarungszeit sexuell gestimmt .
Dagegen kommt es beim Menschen das ganze Jahr hindurch zur Spermienbildung und Eiproduktion .
Gemeinsamkeiten :
* Sexualverhalten kommt bei Mensch und Tier vor
* es besteht aus Balz , Paarbildung und Kopulation
* es dient der Erhaltung der Art
Unterschiede :
Merkmal Mensch Tier

Begattung können stattfinden , ohne führen fast imer zur Befruchtung
zur Befruchtung zu führen

Anzahl der eine geringe Anzahl meist führt jede Begattung zur
Begattungen führt zur Befruchtung Befruchtung

Befruchtungszeit ganzjährig an bestimmte Fortpflanzungs -
perioden gebunden

Orgasmusfähigkeit vorhanden kein Nachweis möglich

Kopulationsposition verschieden artspezifisch

Sexualität vorhanden nicht vorhanden
während der
Schwangerschaft

Alterssexualität vorhanden nicht vorhanden
Logische Schlussfolgerung :
* es gibt Gemeinsamkeiten , aber auch Unterschiede im Sexualverhalten von Mensch und
Tier
* Beim Menschen dient das Sexualverhalten kaum noch der Fortpflanzung , sondern
haupsächlich hat es partnerbindende Funktionen











Quelle: www.zum.de www.freenet.de/freenet/wissenschaft/natur www.freenet.de/freenet/wissenschaft/natur/meere/riesenkraken www.biologie-lexikon.de www.hausarbeiten.de / www.referate.de



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