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Titel:

Der Mond


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Arbeit: Mond

Die Entstehung des Mondes

Die Frage nach der Entstehung des Mondes ist auch heute noch umstritten. Vermutlich ist er aber praktisch (fast) ebenso alt wie die Planeten, nämlich ungefähr 4,5 bis 4,6 Milliarden Jahre. In der Gegenwart entfernt sich der Mond von unserer Erde, so dass er in seiner frühen Geschichte unserem Heimatplaneten sehr nahe gestanden haben muss. Ob allerdings der Mond damals von der Erde ausgeschleudert wurde, kann daraus allein noch nicht bewiesen werden. Möglicherweise ist der Mond unabhängig von unserer Erde entstanden und von dieser später eingefangen worden. Oft wird auch angenommen, dass Erde und Mond zusammen eine Art "Doppelplanet" darstellen.
Neuerdings zieht man aber wieder die Möglichkeit in Betracht, dass der Mond nach dem Zusammenstoß eines anderen jungen Planeten mit der Erde gebildet wurde. Dies geschah zu einer Zeit, in der sich im Innern dieser Planeten bereits eine Differentiation vollzog: Das schwerere Material sank zum Zentrum ab, das leichtere Material stieg auf. Die Kollision riss nun die äußeren, leichteren Schichten beider Planeten auf. Ein Teil des weggerissenen Materials sammelte sich darauf in Gestalt unseres Mondes. Das schwerere Material des fremden Planeten sank dagegen zum Erdkern und vereinigte sich mit diesem. Computersimulationen unterstützen diese Theorie. Dieses Ereignis müsste höchstens einige hundert Millionen Jahre nach der Entstehung der Erde stattgefunden haben. Es erklärt gut, warum der Mond fast nur aus Gesteinen besteht und eine im Verhältnis zur Erde so geringe Dichte besitzt.


Bereits mit bloßem Auge können auf dem Mond Oberflächeneinzelheiten wahrgenommen werden, vor allem die "Maria", die von den Menschen zu allen Zeiten in unterschiedlichster Weise fantasievoll ausgedeutet wurden, z. B. als ein Mann im Mond, eine Spinnerin am Spinnrad, ein aus einem Gebüsch herausspringendes Kaninchen, zwei einen Wassereimer tragende Kinder, alter Mann und Frau usw. Der Mond ist der einzige natürliche Satellit oder Trabant unserer Erde. Im strengen wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist "Mond" der Name unseres Satelliten. In einem etwas weniger deutlichen Sinne bezeichnet man gelegentlich aber auch die Satelliten oder Trabanten anderer Planeten als "Monde".

Im Vergleich zu ihren jeweiligen Heimatplaneten sind die anderen Satelliten bedeutend kleiner als der Mond (mit der Ausnahme des Satelliten Charon von Pluto). Er stellt damit innerhalb unseres Planetensystems eine fast einmalige Erscheinung dar, die vermutlich auch ein Hinweis auf seine etwas andersartige Entstehung ist. Nach der Erfindung des Fernrohrs gelang es Galileo Galilei, aber auch anderen Astronomen, Berge und Krater auf der Mondoberfläche zu beobachten. Bereits wenige Jahre später entstanden die ersten einfachen Mondkarten, vor allem von Hevel und Riccioli. So wurden die Krater nach bedeutenden Naturforschern, Philosophen, vor allem aber Astronomen benannt. Die dunklen Flächen wurden als "Maria" (Einzahl: "Mare", aus dem Lateinischen: Meer) bezeichnet.

Die Methode der Namengebung wurde später auch auf die von der Erde abgewandte Seite übertragen, nachdem die Internationale Astronomische Union die entsprechenden Entschlüsse gefasst hatte. Insgesamt können von der Erde 59% der Mondoberfläche eingesehen werden. Die restlichen 41% waren erst mit Hilfe der neueren Mondsonden, insbesondere der unbemannten Sonden vom Typ Lunar Orbiter erforschbar.

Da der Mond etwa einen Monat für die Drehung um sich selbst benötigt und nicht 24 Stunden wie die Erde, liegt ein Teil des Trabanten rund 14 Tage im Schatten, der andere Teil ist 14 Tage dem Sonnenlicht ausgesetzt. Tagsüber kann sich das Mondgestein auf 110° C erhitzen, während der langen Nacht gehen die Temperaturen schon einmal auf -170° C herunter.

Krater und Maria

Die Maria haben z.T. einen beachtlichen Durchmesser. Am größten ist das Mare Imbrium mit einem Durchmesser von 960 km. Es ist wahrscheinlich durch den Aufsturz eines Planetesimals oder Kleinplaneten mit einem Durchmesser von etwa 130 km entstanden. Später füllte sich das Innere dieses Beckens, genau wie bei vielen anderen Maria, durch Lavaströme auf, die an die Oberfläche emporstiegen, als das Mondinnere sich durch radioaktive Prozesse aufheizte. Teilweise sind die Maria von beachtlichen Gebirgszügen umgeben, was gerade wieder besonders beim Mare Imbrium beobachtet werden kann. Dazu gehören hier vor allem die Gebirge Karpaten, Apenninen, Kaukasus, Alpen und Jura. Diese so genannten Kettengebirge haben eine Höhe bis zu etwa 6000 oder 10000 m.

Die größeren Krater werden auch als Ringgebirge oder Wallebenen bezeichnet. Doch gibt es keine exakte Definition für diese Benennungen. Die größten Wallebenen haben einen Durchmesser von 200 bis 300 km. Grundsätzlich ist kein Unterschied zwischen den größten Wallebenen und kleinsten Maria zu erkennen. Auch die Entstehungsursachen dürften dieselben sein: Das Auftreffen von Planetesimalen, Kleinplaneten oder Meteoriten. Die Krater sind verhältnismäßig flach. Steht man im Zentrum der größeren Gebilde, so kann man wegen der Mondkrümmung die Wälle meist nicht mehr erkennen. Das Verhältnis zwischen der Wallhöhe und dem Durchmesser der Krater beträgt im Mittel etwa 1:15 bis 1:20. Bei den größten Wallebenen beträgt das Verhältnis nur 1:50 bis 1:100, bei den kleinsten 1:5 bis 1:7. Die Neigungswinkel der Wälle liegen im Mittel zwischen 10° und 12°.







Quelle: Bücher, Dokumente des Unterrichtes, Zeitschriften (National Geographic)



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