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Titel: Die Wasserpfeife (Shisha) Note: 1
Klasse: 9
Arbeit:
Einleitung und Geschichte
Die Shisha ist eine Wasserpfeife indischem Ursprungs.
Im Gegensatz zur Bong wird in der Shisha spezieller Shisha-Tabak mit Frucht und anderen Geschmacksrichtungen geraucht.
Das Prinzip stammt aus Indien. Damals bestand sie aus einer Kokosnuss und einem Bambusstock, der in sie gesteckt wurde.
Ab dem 16. Jahrhundert gelangte die Shisha zu den Osmanen. Um die Shisha entwickelte sich eine Gemeinschaftskultur, die bis heute Bestand hat. Die Popularität der Shisha verbreitete sich ebenfalls im Iran und übertrug sich von dort in weite Teile der arabischen Welt.
Die Shisha wurde in vielen arabischen Länder ein fester Bestandteil der Kultur; Das gemeinsame Rauchen wurde und wird bis heute als Symbol der Gastfreundlichkeit angesehen. In der Türkei wurde die Shisha in ihrer heutigen Erscheinungsform verbreite. Von dort aus wurde sie in die westliche Welt exportiert, wo sie im 20. Jahrhundert als Alternative des Tabakrauchens akzeptiert wurde.
Speziell in den arabischen Ländern wird sie Nargileh genannt. Diese Bezeichnung wird abgeleitet vom alten persischen Wort für Kokosnuss – Nargil.
Vor allem in Europa steigt die Beliebtheit der Shisha. In vielen Städten gibt es bereits Cafe´s und Bars, in denen Wasserpfeifen bestellt werden können.
Auch in Parks und anderen öffentlichen Freizeitseinrichtungen gehen vor allem junge Menschen dem Shishakonsum nach.
Aufbau
Die vier wichtigsten Teile einer Shisha sind Glaskörper, Rauchsäule, Tabakkopf und Schlauch.
Der Glaskörper wird auch Bowl genannt. Er ist kräftig verziert.
Auf die Bowl wird die hohle Rauchsäule gesteckt. Die Säule besteht im allgemeinen aus Metall, welches mit Chrom oder Messing beschichtet wird. Sie enthält an der Unterseite zwei Löcher, welche den Rauch in den Schlauch weitergeben.
Auf die Rauchsäule wird der Tabakkopf gesetzt. Es handelt sich dabei um ein kleines Gefäß aus Ton, Metall, oder Keramik, das an seiner Unterseite Löcher aufweist. An der Rauchsäule befindet sich meistens ein Rauchanschluss für einen Schlauch. Man befestigt den Schlauch mit einem Dichtungsring am Rauchanschluss.
Am anderen Ende des Schlauches befindet sich ein Mundstück, an dem man den Rauch inhaliert.
Es gibt auch Wasserpfeifen mit bis zu vier Rauchanschlüssen. Moderne Wasserpfeifen besitzen außerdem noch ein einfaches Druckventil an der Rauchsäule. Mit ihnen kann man durch einblasen des Schlauches den überflüssigen Rauch ausstoßen. Der Schlauch einer Shisha besteht aus Leder, Kautschuk oder Kunststoff. Die Rauchsäule ist meist durch Verzierungen verschönert. An ihr werden Ablageteller befestigt um beispielsweise Asche aufzufangen.
Die Größe der zusammengesetzten Shisha ist sehr unterschiedlich. Sie fängt bei ca. 30 cm an und hört bei der Luxusklasse, bei 160cm auf. Mini – Shishas eignen sich nur bedingt zum regelmäßigen Tabakkonsum - der Rauch
wird oft als zu stark empfunden. Bei großen Shishas wird der Rauch milder und der Geschmack angenehmer.
Funktionsweise
Um eine Shisha zu rauchen, füllt man das Wassergefäß und steckt die Rauchsäule auf die Öffnung des Glasgefäßes.
Das Rohr muss dabei zwei bis drei cm in die Flüssigkeit hineinragen und mit der Gefäßöffnung mit Hilfe eines Dichtungsring luftdicht abschließen. Danach befüllt man den Tabakkopf mit Wasserpfeifentabak und deckt diesen mit
einem speziellen Sieb oder gelochter Alufolie ab. Oben auf das Sieb oder die Alufolie legt man ein glühendes Stück Wasserpfeifenkohle.
Durch die glühende Kohle wird die im feuchten Wasserpfeifentabak enthaltene Feuchtigkeit mit
den Aromastoffen erhitzt und verdampft.
Wenn man nun am Mundstück zieht, entsteht ein Unterdruck, der blubbernd durch Rauch aus dem Rohr ausgeglichen wird.
Der Tabak wird also nicht direkt verbrannt, sondern eher gedünstet. Aufgrund des langen Weges durch das Metallrohr, das Wasser und den Schlauch ist der aromatisierte Rauch sehr kühl und viel angenehmer als der
Tabakrauch einer Zigarette. Der Effekt kann noch verstärkt werden, in dem man Eis in das Wasser legt.
Das Gefäß kann auch mit anderen Flüssigkeiten wie Whiskey oder Rotwein gefüllt werden.
Bei alkoholhaltigen Füllflüssigkeiten gelangt der Alkohol durch das Inhalieren über die Lunge sehr schnell in den Blutkreislaus.
Die Schädlichkeit der Shisha
Die Schädlichkeit und Auswirkung der Shisha auf die Gesundheit sind umstritten. Da die Wasserpfeife grundsätzlich zum Tabakrauchen dient, besitzt der Shishakonsum die für Tabakprodukte typischen Gefahren. Durch Zusatzstoffe im Tabak können diese noch verstärkt werden.
Die Mehrheit der Schadstoffe werden zum Teil vom Wasser zurückgehalten.
Das im Tabak enthaltene und selbst zur Befeuchtung hinzugefügtes Glycerin kann bei Erhitzen unter Sauerstoffmangel zum hochgiftigen Propenal entfallen, welches allerdings nur in sehr geringen Mengen im Shisharauch enthalten ist, und zudem polar, also wasserlöslich ist.
Der Rauch einer Shisha mit einem großen Tabakkopf entspricht der Nikotinmenge von zwei gefilterten Zigaretten, daher etwa 2 mg.
Er besteht aus ca. 95 % Wasserdampf. Der viele Rauch kann also nicht mit dem Rauch von
Zigaretten verglichen werden.
Der Dampf entsteht durch die Feuchtigkeit im Tabak. Je trockener er ist, desto weniger rauch produziert die Shisha.
Daher empfiehlt es sich, einen sehr feuchten Tabak zu benutzen. Durch den hohen Wassergehalt bindet der Rauch allerlei "Fremdmoleküle" an sich. Der Teergehalt deswegen nicht mit den konventionellen
Methoden gemessen werden. Aufgrund der optischen Erscheinungen der Filter nach dem Rauchen der Shisha lässt sich jedoch sagen, dass die Shisha wesentlich weniger Teer produziert als Zigaretten.
Unser eigener Filtertest ergab folgendes:
- Das Rauchen einer Zigarette über 4 Minuten hinterlies einen dunkelbraunen Filter
- Das Rauchen eines großen Tabakkopfes ca. 20 g in einer Shisha über eine Stunde hinterlies einen fast sauberen Filter.
Untersuchungen der Universität Jeddah (Saudi Arabien) zufolge ist Wasserpfeifentabak fast so gesundheitsgefährdend wie das Rauchen von Zigaretten. Hier ist aber zu erwähnen, dass in arabischen Ländern hauptsächlich sehr starker
Tabak mit neutralem Geschmack (Salloumtabak) geraucht, und die Kohle direkt aufgelegt wird.
Wasserpfeifentabak
Der Wasserpfeifentabak ist ein spezieller Tabak, der aus einer Mischung von Tabak, Melasse und Glycerin besteht.
Er ist deutlich feuchter als Pfeifen- oder Zigarrentabak. Vor allem im europäischen Raum wird aromatisierter Tabak geraucht, welcher in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist. Die wohl bekannteste davon
ist Doppelapfel; es gibt jedoch neben weiteren Apfelsorten noch viele andere Sorten, wie zum Beispiel Kirsche, Minze, Orange, Zitrone, Mango, Vanille, Banane, Cappuccino, Karamell, Kokosnuss, Multifrucht, Apfel, Rose,
Traube, Erdbeere, Pfirsich, Melone und auch Cola. In arabischen Ländern, im Iran und in Aserbaidschan wird mehrheitlich nicht aromatisierter Tabak geraucht. Teilweise wird der Tabak dort durch die Zugabe von
Orienttabaken und Honig selbst aromatisiert.
Seltener ist die Zugabe von Rosenwasser in der Bowl oder spezieller Hölzer zur Kohle.
Wasserpfeifentabak ist von seiner Konsistenz her nicht mit gewöhnlichem Tabak zu vergleichen und hat wegen seinem viel höheren Feuchthaltemittelanteil (ca. 27 Prozent) eine klebrige, teigartige Konsistenz.
Auf Grund dieser Feuchtigkeit tritt Wasserpfeifentabak derzeit mit geltenden Qualitätsmerkmalen der deutschen
Tabakverordnung von 1977 in Konflikt, wonach Rauchtabak nur maximal fünf Prozent Feuchthaltemittelanteil enthalten darf. Seitdem der Zoll 2004 begann, die Einfuhr von gegen diese Richtlinie verstoßendem Tabak zu
unterbinden, gibt es speziellen Tabak für den deutschen Markt. Dieser wird von den Rauchern meist nachträglich mit Glycerin aus der Apotheke oder extra im Laden oder Internetversand erhältliche Melasse befeuchtet, was
aber meist nicht dieselbe Qualität hervorbringt wie Tabak, dem bereits bei der Produktion Feuchthaltemittel zugegeben wird.
Einige Raucher versuchen sich seither auch an der Eigenproduktion von Shishatabaken und bedienen sich hierzu zum Beispiel Anleitungen aus dem Internet. Meist führt dies aber nur zu geringem bis keinem Erfolg,
da viel Übung und geeignete Zutaten benötigt werden.
Wasserpfeifenkohle
Die Wasserpfeifenkohle (auch Fachma genannt) ist meist Holzkohle ohne Zusätze wie Petrolium, die zum Rauchen einer Shisha verwendet wird. Man unterscheidet zwei Arten: Es gibt zum einen selbstzündende Kohletabletten,
die geringe Mengen Schwarzpulver enthalten und so mit Hilfe eines Feuerzeugs angezündet werden können und je nach Art etwa 30 bis 60 Minuten glühen. Diese Kohletabletten besitzen in der Regel einen Einheitsdurchmesser
von 33 oder 40 Millimetern.
Als Alternative kann so genannte Naturkohle verwendet werden. Diese besteht häufig aus gepressten Kokosnussschalen (Cococha) mit einem sehr hohen Heizwert. Andere Arten von Naturkohle werden aus Orangen- oder
Olivenbaumholz gewonnen. Diese Kohlearten sind meist schwefelfrei und besitzen eine Stabform.
Status der Shisha in Deutschland
Die Wasserpfeife hat in Deutschland bei manchen Leuten keinen guten Status.
Viele verbinden eine Shisha gleich mit dem Einstieg in die Drogenwelt.
Für uns ist die Shisha mehr ein Anlass sich zu treffen und zu chillen. Man sitzt gemütlich um die Shisha,
hört gute Musik und unterhält sich.
Außerdem schmeckt eine gute Shisha
fantastisch!
Man muss schon mal an einer guten Shisha gezogen haben darüber zu urteilen.
Quelle:
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