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Titel:

Entstehung von Krebs


  Note: 2   Klasse: 11







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Arbeit: 1. Wie Krebs entsteht

1.1 Riskofaktoren


Fast täglich erfahren wir es aus den Zeitungen: Krebs durch Kosmetika, durch Elektrosmog, Krebs im Fleisch und im Kaffee.... Krebs holt man sich im Verkehr und an der Tankstelle. Selbst Haustiere kommen als Überträger sog. krebserregender Mikroorganismen in Frage. Sogar das Küssen soll ein Krebsrisiko sein - so hieß es zumindest einmal in der Presse. Überall stecken krebserregende Stoffe es scheint deshalb fast unmöglich, der Gefahr zu entgehen. Aber: Selbst wer all diese Faktoren vermeiden könnte, würde sein Krebsrisiko kaum verringern. Denn es gibt nur zwei bedeutende Auslöser von Krebs: Rauchen und falsche Ernährung sind zu jeweils 30 - 35 % Ursachen für den Krebstod. Im Vergleich dazu fallen andere Krebserreger wie beispielsweise Strahlung (z. B. das Sonnenlicht oder auch Röntgenstrahlung) oder auch die Umweltverschmutzung (Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden, z. B. organische Halogenverbindungen, Pestizide etc.) mit je 2 % kaum ins Gewicht. Wie Sie in der Grafik auf der nächsten Seite erkennen, sind in unseren Breiten Viren zu 5% vertreten. Es handelt sich dabei vor allem um die Papillomviren, die Krebs im Genitalbereich verursachen können, am häufigsten den Gebärmutterhalskrebs. In großen Teilen Afrikas und Asiens sind Viren allerdings ein schlimmeres Übel. Neben Papillomviren sind auch Hepatitis B- und C-Viren relevant, als Verursacher von Leberkrebs. Breitangelegte Impfungen könnten helfen. Eine genetische Veranlagung (bei Brustkrebs erwiesen und bei Prostatakrebs vermutet) macht wohl weniger als 5 % der tödlichen Krebsfälle aus. Krebserregende (Karzinogene) Stoffe wie Asbestfasern, Chemikalien und Ruß etc. am Arbeitsplatz sollen ebenfalls 5 % der Krebs Todesfälle verursachen. Noch nicht bis ins Detail ist geklärt, wie sich Ernährung auf die Krebsentstehung auswirkt. Allerdings schätzt man, daß 30 %der Krebstodesfälle auf eine falsche Ernährung zurückgehen. Falsche Ernährung heißt: besonders hoher Konsum an tierischen Fetten und gleichzeitig eine vitamin- und ballaststoffarme Kost. Tierische Fette sind deshalb ungünstig, weil bei der Verdauung der gesättigten Fettsäuren aggressive Moleküle entstehen können. Man nennt diese Moleküle "Radikale". Radikale aber auf die Erbsubstanz.


1.2 Entstehung einer Krebszelle



Normalerweise durchläuft eine gesunde Zelle von ihrer Entstehung bis zu ihrer ersten Teilung eine Art Zyklus. Das gilt für alle Zellarten, auch wenn je nach Zellart der Zyklus unterschiedlich schnell durchlaufen wird.

Zwischen den einzelnen Phasen entscheiden Wächterenzyme, ob die Zelle sich in die nächste Phase des Zyklus begeben soll. Genau diese Kontrolle aber fehlt den Krebszellen. Warum ist diese Kontrolle so wichtig? Bei einer Zellteilung wird die gesamte Erbsubstanz an beide Tochterzellen weitergegeben. In der Erbsubstanz sind alle Informationen enthalten, die eine Zelle, ja ein gesamter Organismus benötigt. Es entstehen aber ständig Schäden an der DNA, zum Beispiel durch schädliche Einflüsse von außen (Strahlung, Chemikalien, aggressive Moleküle wie z. B. Radikale) oder auch von innen (so können z. B. bei der Atmung in jeder Zelle kurzzeitig Radikale entstehen. Auch beim Kopieren der DNA können Fehler unterlaufen). Ist die DNA in geringem Umfang geschädigt, so wird ein Reparaturmechanismus alarmiert, der aus einer Vielzahl von Proteinen besteht. Sie sorgen dafür, daß der Schaden ausgebessert wird. Erst dann kann eine Zelle weiter wachsen und sich weiter teilen. Der Schaden kann aber auch unbemerkt bleiben: Bei einer Zellteilung wird er an die Tochterzellen weitergegeben, man nennt eine solche permanente Schädigung dann Mutation. Eine solche Mutation muß sich nicht unbedingt negativ auswirken. Treten aber zu viele Mutationen auf, so wählt die Zelle eine radikalere Antwort. Sie leitet einen Selbstmordmechanismus ein, die sogenannte Apoptose. Das ist biologisch sinnvoll, damit größere Erbschäden nicht an die Nachkommen weitergegeben werden und damit die Tochterzellen immer so gesund sind wie die Ausgangszellen. Was heißt eigentlich ,,entartet"? Die Ursachen für entartetes Wachstum liegen im Erbgut der Zelle, der DNA. Im Laufe des Lebens einer Zelle sammelt diese immer mehr Mutationen an, also Schäden an der DNA. Je stärker die Erbsubstanz im Laufe der Zeit geschädigt wurde, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, daß irgendwann die DNA eines "Wächterproteins'' geschädigt wird. Genau aus diesem Grund tritt Krebs im Alter häufiger auf. Wächterproteine überprüfen die Erbsubstanz zwischen den verschiedenen Phasen des Zellzyklus. Sie können also die Verdopplung der DNA ( in der G1-Phase) blockieren, den Zyklus sozusagen bremsen, oder aber die Teilung einleiten und den Zyklus damit vorantreiben. Das am besten untersuchte Wächterprotein ist das sogenannte P53. P53 leitet, je nach "Gesundheitszustand" der Erbsubstanz, verschiedene Maßnahmen ein: Es sorgt dafür, daß die DNA repariert wird, oder es leitet im schlimmsten Fall den programmierten Selbstmord (Apoptose) ein. Wenn die Erbinformation für dieses Protein beschädigt ist, dann kann es seine Kontrollfunktion nicht mehr oder nur ungenügend ausüben - und dann kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum der Zelle. Wenn Zellen sich aufgrund einer oder mehrerer solcher Mutationen unkontrolliert vermehren, also häufiger teilen, nennt man sie "entartet".





1.3 Metastasen



Solange eine entartete Zelle sich schneller vermehrt als die umliegenden Zellen, spricht man noch von einer gutartigen Erkrankung. In diesem Stadium erkannt, läßt sich der sogenannte Primärtumor meist operativ entfernen. Fast alle Tumore haben jedoch die Eigenschaft, irgendwann einmal Tochterzellen in andere Organen zu entsenden, die sich dort wiederum vermehren und Tochtergeschwulste bilden. Diese nennt man Metastasen. Ein Tumor ist bösartig, wenn er in angrenzendes Gewebe hineinwächst und wenn er metastasiert. Hat es ein Tumor geschafft, sogenannte Sekundärtumore an anderen Stellen des Körpers zu bilden, dann ist es sehr wahrscheinlich, daß noch weitere, nicht diagnostizierbare Krebsherde existieren - zum Beispiel im Blut oder in der Lymphe. Die Erkrankung ist dann sehr schwer zu therapieren, denn wo und wieviele Kleinsttumoren entstanden sind, kann man nicht wissen. Mit einer Operation lassen sich nur die großen Wucherungen entfernen. In einem solchen Fall ist man gezwungen, mit Chemo-, Strahlentherapie oder mit einer Kombinationstherapie zu behandeln. Der Ausgangstumor ist selten der todbringende Tumor. Man stirbt an einem Organversagen, das durch Metastasen beispielsweise in der Lunge oder in der Leber verursacht wurde. Wie entstehen Metastasen? Eine bereits entartete Zelle und ihre Tochterzellen (siehe Grafik, Phase l) können sich durch eine Reihe genetischer Unfälle weiter verändern - sie ,,mutieren". Dadurch können Zellen entstehen, die sich immer noch schneller teilen. In diesem Stadium sprechen Mediziner von Hyper- bzw. Dysplasie (Phase2). Auch wenn ein Tumor noch nicht in andere Gewebe eindringt, so kann er durch seine Größe schon andere Organe einengen. Nach weiteren Mutationen können die Zellen auch neue Eigenschaften zeigen: Zum schnellen Wachstum kommen dann eine andere Form und die Fähigkeit, bestimmte Enzyme zu produzieren - der Tumor wird bösartig. Nun ist er in der Lage, die angrenzende Bindegewebsschicht (Basalzellschicht) zu durchdringen (Phase 3) und in das angrenzende Gewebe hineinzuwachsen (Phase 4). Eine Krebszelle kann sich dann aus dem Zellverband lösen, um sich an einer anderen Stelle des Körpers festzusetzen und sich dort weiter zu vermehren. Bei dieser Metastasierung (Phase 5) wendet sie mehrere Kniffe an. Trick Nummer 1: Im Gegensatz zu nicht-metastasierenden Zellen produzieren maligne (bösartige) Tumorzellen weniger Cadherin. Das ist ein Stoff, der wie Klebstoff zwischen gleichartigen Zellen funktioniert. Tumorzellen sind flexibler - sie können sich sogar mit Hilfe von "Scheinfüßchen" ganz gezielt in eine Richtung bewegen, zum Beispiel in Richtung eines Blutgefäßes. Trick Nummer 2: Die Tumorzelle bildet Proteasen und andere Enzyme. Sie helfen dabei, das Blutgefäß zu durchdringen. Jetzt kann die Reise durch den Körper losgehen. Wohin eine Tumorzelle getrieben wird, hängt natürlich von ihrem Ausgangspunkt ab. Viele Tumorzellen passieren erst das Herz und werden dann mit dem Blut in die Lungenkapillaren gepumpt. Damit ist die Lunge das Organ, in dem sich die meisten Metastasen bilden. Auch die Leber wird häufig metastasiert, und zwar ausgehend von Krebszellen im Dickdarm.


2. Krebsarten



2.1 Warum gibt es so viele Krebsarten?



Theoretisch kann sich aus jedem Zelltyp eines Organismus eine entartete Zelle und daraus ein Tumor entwickeln. Am häufigsten, zu 9o %, entwickeln sich Tumoren bei den epithelialen Zellen, d. h. den obersten Schichten des Haut- und Schleimhautgewebes, die man dann Karzinome nennt. Ausgangsgewebe sind Zellen der Schleimhaut von Darm, Magen, Lunge, Gebärmutter, Blase, Brustdrüsenzellen, Leber- und Hautzellen. Die "Sarkome" entstehen aus Bindegewebszellen wie Knochen, Knorpel oder Muskeln. Bei ,,Lymphomen'' und Leukämien

entarten Zellen des blutbildenden Systems und des Knochenmarks. Auch Nervenzellen des Rückenmarks und des Gehirns können sich verändern und zu einer Geschwulst (Neuroblastom , Gliom, etc.) werden.



2.2 Einteilung der Krebsarten



Es gibt viele verschiedene Krebsarten, die nach dem Gebiet, wo sie entstehen bezeichnet werden.

Z.B. die Hauptgruppen Karzinome, Sarkome, Melanome, Glioblastome, Leukämien und maligne Lymphome.




3. Diagnostik – Krebs erkennen


3.1 Symptome



Es gibt einige Anzeichen, die möglicherweise auf eine Krebserkrankung hindeuten. Wenn ungewöhnliche Schwellungen auftreten, eine Veränderung an einem Hautmal oder eine ungewöhnliche Blutung, zum Beispiel aus Mund, Darm, Harnröhre oder Geschlechtsorganen, sollte ein Arzt die Ursache klären. Andauernde Beschwerden wie chronischer Husten oder Heiserkeit, dauerhafte Auffälligkeiten bei der Verdauung oder ein ungeklärter Gewichtsverlust können auf einen Tumor hindeuten. Wenn solche Symptome auftauchen, ist das kein Grund, in Panik zu verfallen. Man sollte aber so bald wie möglich einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären.





3.2 Untersuchungsmethoden



Viele Menschen meiden den Arztbesuch aus Angst vor der medizinischen "Mühle", in die man bei der Verdachtsdiagnose Krebs geraten kann. Die Untersuchungen sind aber notwendig, um folgende Fragen zu klären: Handelt es sich wirklich um einen Tumor?

Wo sitzt der Tumor?

Um was für einen Tumor handelt es sich?

Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?

Hat sie sich auf die Lymphknoten ausgedehnt?

Gibt es Fernmetastasen?

Welche Behandlung wird den größten Erfolg

bringen?



Die diagnostischen Möglichkeiten sind von Krebsart zu Krebsart verschieden. Die wichtigsten Verfahren sollen hier kurz vorgestellt werden. In den meisten Fällen führt erst die Kombination mehrerer Methoden zu einer eindeutigen Diagnose.

3.2.1 Röntgen



Bei einer Röntgenuntersuchung wird der Körper mit elektromagnetischer Strahlung durchleuchtet. Er befindet sich dabei zwischen Strahlungsquelle und einem lichtempfindlichen Film. Verschiedene Gewebe reagieren unterschiedlich auf die Strahlung; man sagt, sie "absorbieren" die Strahlen unterschiedlich stark. Tumore ab einem Zentimeter Größe bilden sich als Schatten auf dem Röntgenbild ab - aber nur dann, wenn sie sich hinsichtlich ihrer Strahlenabsorption ausreichend von ihrer Umgebung unterscheiden. Röntgenuntersuchungen werden vor allem bei Verdacht auf Lungen- oder Brustkrebs durchgeführt. Aufnahmen von anderen Körperregionen können im Rahmen der Metastasensuche notwendig sein.



3.2.2 Ultraschall



Dieses Verfahren steht heute in allen Kliniken und zahlreichen Praxen zur Verfügung. Es hat den Vorteil, daß es beliebig oft wiederholt werden kann, da es den Patienten keiner schädlichen Strahlenbelastung aussetzt. Mit der Ultraschalldiagnostik lassen sich herdförmige Veränderungen in den inneren Organen sichtbar machen. Dies gilt vor allem für Organe wie Leber, Niere, Milz, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Hoden, Vorsteherdrüse, sowie für die weibliche Brust. Die Methode erfordert allerdings eine große Erfahrung des Arztes. Die meisten Tumoren, die man im Bauchraum entdecken kann, liegen im Größenbereich von ein bis zwei Zentimeter, bei hautnahen Organen sogar im Millimeterbereich. Grundsätzlich ist aus dem Ultraschallbild eine Tumorerkrankung nicht immer von anderen, gutartigen Veränderungen zu unterscheiden. Mit einer sehr feinen Nadel kann der Arzt den verdächtigen Bereich punktieren. Der Ausstrich dieses Gewebetropfens wird dann zur Klärung der Diagnose unter dem Mikroskop nach Krebszellen abgesucht.


3.2.3 Computertomographie



Die Computertomographie ist ein aufwendiges "Röntgen" verfahren, mit dem Schnittbilder von allen Körperregionen hergestellt werden können. Anders als das normale Röntgenbild zeigen sie den Körper im Querschnitt. Dieses Verfahren wird angewendet, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Im Computertomogramm kann die Ausdehnung des Tumors oft genauer dargestellt werden. Der Arzt erhält dadurch z. B. wichtige Hinweise darüber, ob der Tumor operativ entfernt werden kann und wie umfangreich die Operation sein wird. Metastasen und vergrößerte Lymphknoten werden durch die Computertomographie ebenfalls

dargestellt.


3.2.4 Skelettszintigramm



Mit dieser Suchmethode können Tumorabsiedlungen in den Knochen dargestellt werden. Dazu wird dem Patienten ein schwach radioaktives Kontrastmittel gespritzt, das sich auf charakteristische Weise in den Knochen anreichert.



3.2.5 Darmspiegelung



Eine Darmspiegelung oder Koloskopie führt der Arzt bei einem Verdacht auf Dickdarmkrebs durch. Der Arzt untersucht dabei den Dickdarm von innen mit einem flexiblen Endoskop. Das ist ein biegsames Instrument aus Fiberglas, das unter anderem mit einer Lichtquelle und einer kleinen Optik ausgestattet ist. Damit kann der Arzt innen gelegene Organe auf einem Bildschirm sichtbar machen. Erkennt er verdächtige Veränderungen an der Darmschleimhaut, kann er direkt während der Spiegelung kleine Gewebeproben entnehmen. Die mikroskopische Untersuchung der Probe liefert dann die eindeutige Diagnose. Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) wird ähnlich wie die Darmspiegelung durchgeführt. Üblicherweise erhält der Patient zuvor ein Beruhigungsmittel, um die Untersuchung zu erleichtern.



3.2.6 Bronchoskopie



Die Bronchoskopie dient in Kombination mit Röntgenuntersuchung und Computer- tomographie zur Diagnose von Lungenkrebs. Sie funktioniert nachdem gleichen Prinzip wie die Koloskopie. Das Bronchoskop wird unter örtlicher Betäubung durch die Nase in die Atemwege eingeführt. Verdächtige Veränderungen der Lungenschleimhaut werden ebenfalls durch eine Gewebeprobe untersucht.



3.2.7 PET (Positronen- Emissions- Tomographie)



Bei dem PET werden mit Positronenmittern (kurzlebige Radionuklide z.B. F18) Stoffwechseluntersuchungen auf dem Gebiet der Tumor-, Hirn-, und Herzdiagnostik durchgeführt. Die Radionuklide werden mit Glucose vermengt und lagern sich im Körper bei Tumoren, welche einen erhöhten Stoffwechsel aufweisen, an. Die Strahlung dieser radioaktive Markierung (Tracer) wird dann mit dem Ringtomographen lokalisiert und der Computer ist dann in der Lage den Tumor dreidimensional darzustellen.



3.3 Früherkennung



Warum ist eine frühzeitige Diagnose so wichtig? Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Wie wichtig die rechtzeitige Diagnose ist, zeigt die Tabelle am Beispiel von Darmkrebs. In einem sehr frühen Stadium, wenn ein Tumor noch auf die Schleimhaut begrenzt ist, kann die Krankheit bei 8o-95 Prozent der Patienten geheilt werden. Haben sich dagegen schon Fernmetastasen gebildet, überleben nur weniger als 10 % Prozent der Patienten die nächsten fünf Jahre. Der Nutzen einiger Früherkennungsuntersuchungen ist bislang noch umstritten. Dazu gehören das Abtasten der Brust und die Vorsorgeuntersuchung für Prostata-Krebs. Bislang gibt es keine stichhaltigen Beweise dafür, daß damit die Rate der tödlich verlaufenden Krebserkrankungen in der Bevölkerung gesenkt werden kann. Der Nutzen anderer Früherkennungsuntersuchungen ist dagegen erwiesen.






3.3.1 Früherkennung bei Brustkrebs



Achtzig Prozent aller Brustkrebse treten bei Frauen auf, die über 50 Jahre alt sind. Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren ergeben, daß in dieser Altersgruppe mit Hilfe der Mammographie (einer Röntgenaufnahme der weiblichen Brust) Tumore in einem frühen Stadium aufgespürt werden können. Bei jüngeren Frauen wird dagegen ein Viertel der Tumore übersehen. Das hängt damit zusammen, daß das Brustgewebe jüngerer Frauen relativ dicht strukturiert ist. In Deutschland gehört die Mammographie leider noch nicht zum gesetzlichen Vorsorge - Programm der Krankenkassen, obwohl zahlreiche Experten für eine jährliche Untersuchung ab dem 50. Lebensjahr plädieren. Eine Mammographie wird nur von der Krankenkasse bezahlt, wenn der Arzt einen Verdacht bescheinigt. Es liegt also im Ermessen des behandelnden Arztes, ob er die Untersuchung veranlaßt. In Ländern, in denen die Mammographie bereits als Vorsorgeuntersuchung angeboten wird (z. B. Schweden), konnte die Sterblichkeit an Brustkrebs gesenkt werden.





3.3.2 Früherkennung bei Lungenkrebs



Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache durch Krebs in Österreich. Die Krankheit wird meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Überlebensrate beträgt, wie vor 30 Jahren, rund 15 %. Der Schlüssel zur Verbesserung dieser Situation liegt in der Früherkennung. Aber alle bisherigen Früherkennungsstudien schlugen fehl. An der Klinik für Pneumologie der Augusta - Krankenanstalt in Bochum werden derzeit zwei neue Verfahren getestet, die es ermöglichen sollen, Veränderungen in den Atemwegen schon in einem sehr frühen Stadium zu entdecken. Das erste Verfahren, die sogenannte automatische Sputumzytometrie, ermöglicht es, Tumore der Lunge oder ihre Frühstadien anhand einer Hustenschleimprobe zu erkennen. Dabei wird die DNA-Dichte, Form und Struktur der Zellkerne im Speichel (Sputum) bestimmt. Aus den Daten läßt sich dann bestimmen, ob es sich um eine normale oder eine krebsverdächtige Zellansammlung handelt. Durch das automatisierte Verfahren wird es erstmals möglich, eine große Zahl von Sputa zu analysieren, um aus der großen Zahl der Risikopatienten diejenigen herauszufiltern, die weiter untersucht werden sollen. Proben, die in der automatisierten Zytometrie auf Veränderungen in der Schleimhaut hindeuten, werden nach einem speziellen Verfahren angefärbt und mit dem Mikroskop weiterführend untersucht. Findet der Arzt auch mit dieser Untersuchung Auffälligkeiten, werden weitere Untersuchungen veranlaßt. Dazu gehören Röntgenuntersuchung, Computertomographie und eine Bronchoskopie. Eine weitere Methode, die Autofloureszenz-Bronchoskopie, wird derzeit ebenfalls in Bochum getestet. Sie basiert auf dem Prinzip, daß unter Einwirkung von Licht einer bestimmten Wellenlänge die Schleimhaut Licht reflektiert, d.h. zur Fluoreszenz angeregt wird. Diese Autofluoreszenz ist bei gesundem Gewebe mindestens zehnmal höher als bei einer krebsigen Veränderung. Die Vorteile des neuen Verfahrens gegenüber der konventionellen Bronchoskopie werden derzeit in zwei großen Studien in Nordamerika und Europa überprüft. Vorläufige Ergebnisse zeigen, daß mit der Autofluoreszenz-Bronchoskopie mehr als doppelt so viele Frühstadien festgestellt werden als mit der konventionellen Bronchoskopie.




4. Behandlung


4.1 Heilungschancen bei Krebs



Die drei wichtigsten Therapieformen, die heute bei Krebs eingesetzt werden, sind die Operation, die Chemotherapie und die Bestrahlung. Häufig werden mehrere Methoden kombiniert. Wie erfolgreich die Therapie ist, hängt von der Art des Krebses und vor allem auch vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Solange ein Tumor auf ein bestimmtes Organ begrenzt ist und noch keine Metastasen gebildet hat, kann er meist erfolgreich behandelt werden. Je später er entdeckt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sich Tochtergeschwulste in anderen Körperregionen gebildet haben. Dann reichen lokale Behandlungsformen wie Operation und Bestrahlung nicht mehr aus, um die Krankheit zu heilen. In diesem Fall wird die Chemotherapie eingesetzt, die bei den verschiedenen Tumorerkrankungen unterschiedlich erfolgreich ist. Bei einigen Erkrankungen des Lymphsystems, bei Hodenkrebs oder bei Tumoren im Kindesalter kann in vielen Fällen eine dauerhafte Heilung erzielt werden. Bei anderen Krebsarten gelingt es zumindest, die Tumormasse zu verkleinern und damit die Lebenszeit des Patienten zu verlängern.


4.2 Operation



Die Operation ist die älteste und noch immer die häufigste Behandlungsmethode bei Krebs. Und sie kann zudem die meisten Heilungen verbuchen. Manchmal hat der Krebs allerdings Strukturen benachbarter Organe erfaßt, die sich nicht chirurgisch entfernen lassen. Die größte Schwäche dieser Therapieform ist, daß ein Krebs, der schon überall im Körper Metastasen gebildet hat, sich damit nicht behandeln läßt.


4.3 Strahlentherapie



Bei dieser Therapie wird die erkrankte Körperregion energiereicher Strahlung (z. B. elektromagnetische Strahlen oder ionisierende Strahlen) ausgesetzt. Die Krebszellen werden dadurch so geschädigt, daß sie schließlich absterben. Die Reaktionen im Tumorgewebe sind grundsätzlich dieselben wie im gesunder Gewebe. Das gesunde Gewebe wird deshalb durch Blenden so weit wie möglich vor der Bestrahlung geschützt. Mit Hilfe bildgebender Verfahren wie der Computertomographie kann sich der Arzt ein genaues Bild von der Lage des Tumors verschaffen und die Therapie gezielt darauf ausrichten. Denn noch muß häufig auch normales Gewebe mitbestrahlt werden. Es kann sich jedoch mit Hilfe von Reparaturmechanismen besser von den Schäden erholen als Krebszellen. Meist wird die Bestrahlung von außen durch die Haut durchgeführt. Sie wird z. B. mit kleinen Einzeldosen vier- bis fünfmal pro Woche durchgeführt. In den Pausen dazwischen erholt sich normales Gewebe wesentlich schneller als Tumorgewebe. Im Durchschnitt sind insgesamt zwischen 25 und 35 Bestrahlungen nötig, die genaue Zahl hängt von der Art und Beschaffenheit des Tumors sowie von der Höhe der Strahlendosis ab. Die Bestrahlung erfolgt meist ambulant,

wobei der Patient pro Tag etwa eine halbe Stunde in der Klinik verbringen muß. Bei einer neuen Form der Strahlentherapie erfolgt die Bestrahlung während einer Operation direkt auf den Tumor. Das umliegende Gewebe wird dabei nahezu vollständig ausgespart. Deshalb ist es hier möglich, die gesamte tumorzerstörende Dosis in nur einer Sitzung zu verabreichen. Die Methode wird derzeit nur an wenigen Tumorzentren durchgeführt und ist noch in der klinischen Prüfung. In den meisten Fällen wird die Bestrahlung gut vertragen. Unangenehme Nebenwirkungen können jedoch auftreten. Sie sind sehr verschieden, je nachdem welche Körperteile bestrahlt werden und welche Strahlendosis verwendet wird. In jedem Fall sollte man sich beim behandelnden Arzt über mögliche Nebenwirkungen informieren, um rechtzeitig etwas dagegen tun zu können. So kann zum Beispiel bei der Bestrahlung des Bauchkarzinoms Durchfall auftreten, der sich aber durch eine geeignete Diät lindern läßt.


4.4 Chemotherapie



Die Chemotherapie unterscheidet sich von der Operation und der Bestrahlung dadurch, daß sie den gesamten Organismus erfaßt. Bei der Chemotherapie werden sogenannte Zytostatika eingesetzt. Das sind Medikamente, die die Zellteilung hemmen. Sie werden direkt in die Blutbahn verabreicht oder als Tabletten eingenommen. Die Medikamente hemmen das Wachstum der Krebszellen oder töten sie ab. In manchen Fällen kann man eine Chemotherapie zusätzlich zur Operation einsetzen, um das Rückfallrisiko zu senken. Auch vor der Tumoroperation kann eine Chemotherapie bei einigen Krebsformen die Behandlungsergebnisse verbessern, indem die Tumormasse vor dem Eingriff verkleinert wird - beispielsweise bei Eierstockkrebs bei Osteosarkom (ein bestimmter Knochenkrebs, der am häufigsten bei Kindern auftritt) und bei Speiseröhrenkrebs. Chemotherapeutika wirken nicht ausschließlich auf Krebszellen. Auch gesunde Zellen, vor allem solche, die sich besonders schnell teilen, werden geschädigt. Die Behandlung erfolgt deshalb in Intervallen. Auf eine Behandlungsphase folgt eine Behandlungspause. Zur Durchführung der Therapie können kurzfristige Krankenhausaufenthalte notwendig sein, damit der Arzt die Wirksamkeit der Therapie überprüfen und gleichzeitig die Nebenwirkungen unter Kontrolle halten kann. Die Nebenwirkungen sind für die Patienten unterschiedlich belastend. Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Haarausfall treten auf. Das hängt damit zusammen, daß vor allem sich schnell teilende Zellen geschädigt werden - neben den Krebszellen sind das auch gesunde Körperzellen zum Beispiel der Mund- und Magenschleimhaut oder der Kopfhaut. Besonders betroffen sind auch die weißen Blutkörperchen. Sinkt ihre Zahl stark ab, dann sind die Patienten vor Übergehend anfällig für Infektionen. All diese Nebenwirkungen können von Patient zu Patient verschieden stark ausgeprägt sein. Heute stehen speziell gegen die Übelkeit wirksame Medikamente zur Verfügung. Auch die Schädigung des Knochenmarks kann man durch gentechnologisch hergestellte blutbildende Hormone mildern. Nach Absetzen der Therapie erholen sich auch die Zellen der Haarwurzeln wieder und die ausgefallenen Haare wachsen in der Regel wieder nach.



4.5 Neue Methoden



4.5.1 Angiogenese



Als Angiogenese bezeichnet man den Vorgang der Blutgefäßneubildung. Im erwachsenen Körper entstehen neue Blutgefäße nur in wenigen Ausnahmen, zum Beispiel bei der Heilung einer Wunde oder während des monatlichen Zyklus der Frau. In allen anderen Geweben sorgen bestimmte Hemmstoffe dafür, daß keine neuen Blutgefäße gebildet werden. Bei der Entstehung von Krebs ist diese Hemmung jedoch aufgehoben. Ab einer Größe von drei Millimetern braucht der Tumor Blutgefäße, die ihn mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Er produziert deshalb bestimmte Substanzen, die das Wachstum der Blutgefäße auslösen. Gleichzeitig sinkt die Konzentration der Hemmstoffe. Eine neue Perspektive in der Krebsforschung besteht nun darin, das Wachstum der Blutgefäße zu verhindern und den Tumor so - mit von seinen Lebensadern abzuschneiden.



4.5.2 Immuntherapie



Die meisten Tumoren haben Mechanismen entwickelt, um dem körpereigenen Abwehrsystem zu entkommen. Bei der Immuntherapie soll dem Abwehrsystem des patienten geholfen werden, gegen Krebszellen vorzugehen. Das körpereigene Abwehrsystemsoll beispielsweise trainiert werden, den Tumor zu vernichten. Dazu wird der Patient mit Krebszellen geimpft, die ihm zuvor entnommen und im Reagenzglas verändert wurden. Die Krebszellen sollen durch die Behandlung für das Immunsystem besser erkennbar werden. Das Ziel: das Abwehrsystem soll die veränderten Krebszellen und auch den restlichen Tumor vernichten. Das Verfahren wurde im Rahmen klinischer Studien vor allem bei Dickdarm- und Nierenkrebs eingesetzt, zeigte bislang jedoch wenig Wirkung. Größeren Erfolg mit diesem Ansatz verspricht man sich durch den Einsatz der Gentherapie. In die entnommener Krebszellen wird die genetische Information für einen Botenstoff eingebracht. In den Körper zurückgegeben, soll die Krebszelle diesen Botenstoff produzieren, der dann das Immunsystem zur Tumorbekämpfung stimuliert. In den bisherigen Studien wurden lediglich Nebenwirkungen des Verfahrens ausgeschlossen. Die Wirksamkeit des Ansatzes wird noch untersucht. In einem weiteren Ansatz sollen Bestandteile des Immunsystems, die dem Patienten verabreicht werden, den Tumor bekämpfen. Dieses Verfahren wird derzeit an der Universität München entwickelt. Patienten mit Dickdarmkrebs erhalten direkt nach der Chirurgischen Entfernung des Tumors besondere Antikörper, die sich an Dickdarmkrebszellen anheften. Erste klinische Studien haben positive Ergebnisse gebracht: Bei Patienten, die damit behandelt wurden, trat der Krebs nach der Therapie seltener wieder auf. Diese Antikörper sind mittlerweile für die Behandlung des Dickdarmkrebses zugelassen.



4.5.3 Gentherapie



Binnen kürzester Zeit ist die Gentherapie zum neuen Hoffnungsträger für Krebspatienten geworden. Das Prinzip klingt denkbar einfach: Gene in Körperzellen von Patienten einzuschleusen oder die vorhandenen Gene zu korrigieren, um so die krebsverursachende Störung im Erbgut der Zellen zu beheben. Die Krankheit wird also praktisch an der Wurzel gepackt. Diese Genübertragung funktioniert zum Beispiel direkt durch sogenannte "Genkanonen" oder indirekt, indem man Viren als "Gentransporter" einsetzt. Doch die Praxis der Gentherapie steckt noch voller Schwierigkeiten. Die Genübertragung gelingt bislang nur bei einigen Zelltypen. Und von diesen Zellen schalten viele die eingeschleuste fremde bleibt unwirksam. Die Ansätze, Krebs mit Genen zu heilen, sind sehr verschieden: die eingeschleusten Gene sollen das Tumorwachstum stoppen, das Immunsystem stimulieren oder die Krebszellen zum Selbstmord bringen. Meistens werden die Zellen außerhalb des Körpers umprogrammiert und dann dem Patienten gespritzt, seltener werden die Zellen direkt im Körper des Patienten verändert. Welche Methode von allen die wirksamste ist und wie sich Krebsleiden durch Gentherapie heilen lassen, ist völlig offen. Unbekannt ist auch, welche Nebenwirkungen die "Genmedizin" mit sich bringt. Daher werden die Verfahren meist zuerst an Patienten erprobt, denen eine andere Behandlung nicht mehr hilft.




4.6 Alternative Heilverfahren



Die klassischen Krebstherapien Operation, Strahlen- und Chemotherapie sind häufig reich an Nebenwirkungen. Sie sind allzu oft erfolglos und verlängern das Leben der Patienten nur wenig. Daher nutzen viele Betroffene in ihrer Hoffnungslosigkeit alternative Behandlungsmethoden, die in großer Zahl angeboten werden. Die Verfahren reichen von pflanzlichen Mitteln über Diäten oder Ernährungsumstellungen bis hin zu Entspannungsmethoden. Jedoch konnte die Wirksamkeit der unkonventionellen Methoden in anerkannten klinischen Studien nicht nachgewiesen werden. Zudem sind manche alternative Heilverfahren sehr teuer (für die meisten unbewiesenen Methoden kommen die Krankenkassen nicht auf), nutzlos oder verkürzen gar das Leben der Betroffenen. Der französische Arzt Olivier Jallut hat mehr als 80 unkonventionelle medizinische Methoden dokumentiert. Sein Fazit: Kein alternatives Verfahren führte zur Rückbildung eines Tumors. Besonders häufig verwenden Krebspatienten Mistelpräparate, die meist als Pflanzenextrakt zur Injektion unter die Haut angeboten werden. Erste wissenschaftliche Überprüfungen deuten auf ähnliche Auswirkungen durch den Verzehr großer Mengen an frischem Gemüse und durch den Verzicht auf Fleisch.



4.7 Spontanheilung



Als Spontanheilung bezeichnet man das plötzliche Verschwinden des Tumors ohne eine Behandlung. Es gibt Spontanheilungen auch bei Krebs, aber sie sind sehr selten. Nur einer von 100000 Krebspatienten erfährt so eine Heilung seines Kreblseidens ohne eine Therapie. Wie es zur Spontanheilung kommt, ist ungeklärt. Wissenschaftler machen das körpereigene Abwehrsystem der Patienten dafür verantwortlich.







5.Krebsprophylaxe



Der Begriff Krebsvorsorge hat eigentlich zwei Bedeutungen. Einerseits versteht man darunter, die bekannten Risikofaktoren zu vermeiden, z. B. durch konsequentes Nichtrauchen ("primäre Vorsorge"). Auch durch eine ausgewogene Kost betreiben Sie eigentlich Krebsvorsorge. Zum anderen heißt Krebsvorsorge, den Krebs möglichst früh zu erkennen, in einem Stadium, in dem er noch ohne aufwendige Behandlung heilbar ist. Gute Erfolge konnte man beispielsweise durch das Vorsorgeprogramm bei Gebärmutterhalskrebs verzeichnen. Vorsorge durch Früherkennung bezeichnet man auch als "sekundäre Vorsorge".

Literaturnachweis:



WDR: Wissenswertes zum Krebs, 1997

BROCKHAUS: Krebs, 1985

PROF. DR. P.E. PETERS: Kampf dem Krebs, München 1985






Quelle:



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