Facility Manager kommt eigentlich von facility = Einrichtungen, Anlagen und von Management = Handhabung, Verwaltung.
Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Facility Managerinnen und Managern steigt international stark an. Auf sie warten die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. So benötigt etwa ein Fussballstadion genauso Facility bezogenes Management wie ein Bürogebäude oder ein Flughafen. Der Facility Manager unterstützt dabei mit seinem Team das Kerngeschäft des jeweiligen Unternehmens durch Planung, Umsetzung und sorgfältige Steuerung der Gebäude bezogenen Prozesse und der Personen bezogenen Dienstleistungen.
2. Tätigkeit
Facility Managerinnen und Facility Manager und ihr Team befassen sich mit dem ganzheitlichen Management von Gebäuden, Einrichtungen und Dienstleistungen und unterstützen so das Kerngeschäft wirtschaftlicher Einheiten. Je nach Vertiefung sind varieren die Tätigkeiten.
3. Richtungen
Hospitality Management
Hospitality Management befasst sich mit den infrastrukturellen und personenbezogenen Dienstleistungen, die in verschiedenen öffentlichen und privaten Unternehmungen und Institutionen erbracht werden. Ziel ist es, optimale Wohn-, Aufenthalts- und Arbeitsplatzverhältnisse zu gestalten und zu vermarkten.Sie übenehmen die Planung, Organisation und Führung von Dienstleistungsbereichen. Facility Manager managen diese nachhaltig nach ökonomischen, sozialen und ökologischen Grundsätzen. Im Zentrum stehen dabei immer die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden und des Kerngeschäftes. Diese Vertiefung benötigt es zum Beispiel in Spitälern, Heimen, Hotels, Beratungs- und Planungsunternehmen, Grosswäschereien, Banken, Versicherungen und anderen Dienstleistungsunternehmen.
Immobilienmanagement
Immobilienmanagement befasst sich mit dem Management und der Verwaltung von räumlichen und baulichen Infrastrukturen, sei es für den Eigenbedarf oder als Renditeobjekt. Beim Immobilienmanagement steht die Optimierung des gesamten Lebenszykluses einer Immobilie im Vordergrund. Strategische Zielsetzungen werden dabei ebenso verfolgt wie die Optimierung des laufenden Betriebes. Die meisten grösseren Unternehmungen haben zunehmend Bedarf an professionell ausgebildeten Facility Managern. Einsatzfelder sind beispielsweise Banken, Versicherungen, Immobilienfirmen, Bauunternehmen, Wohnbaugenossenschaften, Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfe, Planungsbüros und Beratungsunternehmen.
Consumer Science
Consumer Science befasst sich mit der Prägung des Konsumenten durch die ihn umgebende ökonomische, soziale und politische Umwelt. Facility Manager mit der Fachrichtung Consumer Science werden zum Beispiel in Beratungsunternehmen, Produkt-Entwicklung und Anwendungstechnik, Test- und Kundenservices, Markt- und Meinungsforschung, Dienstleistungsunternehmen, Erwachsenenbildung
Auch Organisationen wie Spitex, Wohnbaugenossenschaften und Immobilienfirmen sowie Anbieter von Einzeldienstleistungen im hauswirtschaftlichen Bereich stellen Arbeitgeber dar, da diese in engem Kontakt zu den Konsumenten stehen.
4. Vorraussetzung
Eine der folgenden Vorbildungen wird verlangt:
a) abgeschlossene berufliche Grundbildung und Berufsmatura oder
b) gymnasiale Matura, Fach- oder Handelsmittelschulabschluss sowie 12 Monate Berufspraktikum oder
c) Bei Personen mit anderer Vorbildung entscheidet die Studiengangleitung ""sur dossier"".
Interesse für Betriebs- und Hauswirtschaft. Analytisches und logisches Denkvermögen, Organisationstalent, rasche Auffassungsgabe, Kreativität, Selbständigkeit, Initiative, Kommunikationsfähigkeit, Ausdrucksvermögen, Verhandlungsgeschick, Führungsfähigkeit.
5. Ausbildung
3 1/2-jähriges Bachelorstudium (BSc), inkl. Praxissemester. Mögliche Vertiefungsrichtungen sind: Immobilienmanagement, Hospitality Management, Consumer Science. Im Studium werden Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaft, Architektur, Ingenieurwissenschaft, Haushaltswissenschaft und Ernährungswissenschaft unterrichtet.
Der Abschluss lautet: BSc in Facility Management.
6. Weiterbildungen
Man kann Diplome in den verschiedenen Bereichen anbschliessen. Es gibt auch laufen Weiterbildungskurse, z.B. kann man Leiter/in Facility Management (HFP) oder Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in (FA) werden.
Quelle: http://www.ifm.zhaw.ch/nc/de/science/ifm.html und Wikipedia
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