Einst lebte neben einer gewissen Gemeinde ein ungeheurer Drache, der das Volk, das sich oft gegen ihn bewaffnet hatte, vertrieb und den Bürgern mit seinem Hauch Unheil beibrachte.
Deshalb geschah es, dass die Bürger dieser Bestie täglich einen Menschen anboten, der durch das Los ausgewählt worden war; so erreichten sie, dass sie deren Raserei beruhigten.
Irgendwann aber geschah es schlechterweise, dass die einzige Tochter des Königs dem Drachen durch das Los bestimmt wurde. Auf jede erdenkliche Weise versuchte der König zu verhindern, dass die Tochter auf diese schreckliche Weise sterben würde. Das Volk aber fürchtete, dass alle Bürger durch den Hauch des Drachens umkämen, und erlaubten dem König nicht, dass er seine Tochter rettet. Als er das Mädchen unter vielen Tränen umarmte, klagte der Vater:"Wehe mir, meine liebste Tochter, was soll ich tun? Wenn ich doch nur schon tot wäre!" Dann ging jene aus der Stadt hinaus.
Sobald der gesegnete Georg, der zufällig vorüberging, diese sah, fragte er, was sie habe. Und jene antwortete:"Guter junger Mann, fliehe schnell, damit du nicht mit mir stirbst!" Georg zu ihr:"Fürchte dich nicht, Tochter, weil ich dir im Namen Christi helfen werde! Ich werde von hier an nicht weggehen, bis du mir sagt, was du hast." Und jene sagte:"Guter Soldat, es genügt, wenn ich alleine sterbe. Und du handelst nicht klug, wenn du mir hilfst. Sieh also zu, dass du nicht mit mir umkommst." Aber sie hat Georg nicht überzeugt zu fliehen.
Während sie so redeten, erschien plötzlich der Drache. Georg besteigt sofort sein Pferd und greift den Drachen, der auf ihn zukommt, mutig an, während er sich mit dem Kreuz schützt und sich Gott anvertraut.Es gelingt ihm, die Bestie mit der Lanze schwer zu verletzen und zu Boden niederzuwerfen. Dann führte er den Drachen in die Gemeinde und sagte den Bürgern:" Fürchtet euch nicht; denn der Herr hat mich zu diesem geschickt, damit ich euch von dem Drachen befreie! Glaubt an Christus und jeder von euch soll getauft werden, und ich werde diesen Drachen töten."
So bewegte er den König und alle Bürger dazu, dass sie getauft werden; den Drachen aber hat der gesegnete Georg mit dem Schwert getötet.
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