- Grenzen sind fließend, Blüte liegt zwischen 1170 und 1270
Hintergrund:
- ca. 375 Völkerwanderung
- 800 kaiserkrönung Karls des Großen
- 1096- 1204 Kreuzzüge
Geprägt durch:
- das rechtliche und gesellschaftliche System des Lehenswesens
- das Zusammenwirken und die Auseinandersetzung von Staat und Kirche
- die lateinische Sprache als literatur und Gelehrtensprache
Merkmale/ Vertreter/ Schwerpunkte:
- Klosterschulen als kulturelle Träger
- Ritterdichtung seit etwa 1150
- 1170 - 1270 Heldenepen z.B. Parzival, Walter von der Vogelweide
- nach 1270 Niedergang des Ritterstandes, Verfall der höfischen Welt und ihrer Ideale; bürgertum als literarischer Hintergrund (z.B. Oswald von Wolkenstein)
2. Renaissance und Hummanismus (1470 - 1600)
- Renaissance bezeichnet vor allem die Wiedergeburt der antiken Kultur, im engeren sinne wird er angewandt auf die Kunst der zeit zwischen 1350 und 1600
- Hummanismus bezieht sich mehr auf die Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Geisteswelt; Arbeit der Hummanisten ist geprägt von intensiver Auseinandersetzung mit dem Denken und der literatur der Antike
Merkmale:
- Aufnahme römischer und neuitalienischer Dichtung
- geistige Erneuerung als Ziel
- Bewußtsein der menschl. Kraft und Größe
- Individualismus
- Interessen an formalen Fragen der Literatur
- Bemühungen um die deutsche Sprache
- satirische, teilweise derbe dichtung mit Späthumanismus
3. Barock (1600 - 1720)
Hintergrund:
Epoche des Barock stark geprägt durch die Glaubensspaltung (Reformation) und durch den Dreißigjährigen Krieg; Mensch wird sich der Vergänglichkeit bewusst; Wendet sich der religion, Gott und dem Jenseits zu - sieht den Tod teilweise als erlösung an
Kennzeichen:
- gegenüberstellung von Lebenslust und Diesseitsfreude (2 dinge, die im gegensatz stehen)
- Diesseitsflucht
- Vergänglichkeit als Grundgedanke der Dichtung
- Reinigung der deutschen Sprache von lat. und mittelalterlichen Einflüssen
- teilweise gehäufte Verwendung von bildhaften Stilmitteln, wie Metapher, Allegorie, Emblem
Vertreter:
Martin Opitz (1597 - 1639)
Andreas Gryphius (1616 - 1664)
Grimmelshausen (1622 - 1676)
4. Aufklärung (1720 - 1785)
- geistige Bewegung im 18. Jhd.
gekennzeichnet durch:
- Betonung der Vernunft
- Befreihung des Denkens von Bevormundung
- Zurückkehren zum natürlichen
- Betonung von Toleranz und Humanität
"habe Mut dich deinen eigenen verstandes zu bedienen" Kant
Hintergrund:
-2. Hälfte des 18 Jhd. = stabilisierung der pol. Verhälnisse
- Absolutismus in frankreich und dtl. erscheinen dauerhaft zu sein
- Aufklärung vorbereitet durch John Locke (1632 - 1704) und Descartes (1596 - 1650)
Kennzeichen:
- klare Linie, einfache Struktur
- verstandesbetonte und lehrhafte Dichtung
- Diesseitsbezogenheit
- Strikte Trennung der Gattungen
- Einhaltung der aristotelischen Einheiten
aber: erste Infragestellung durch Lessing
- Dichtung, um Sitte und Moral zu verbessern
- Gesetze und Regeln als wichtige Elemente der Dichtkunst
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