Unter Selektion versteht man eine natürliche Auslese, bei welcher bestimmte Individuen einer Population durch Umweltfaktoren in ihrer Entwicklung und Fortpflanzung eingeschränkt, andere Individuen jedoch gefördert werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Individuen einer Population unterschiedliche Merkmale bzw. Eigenschaften besitzen, aus denen ausgelesen werden kann.
Definition Anpassung
Anpassung (Evolution) oder Adaptation, scheinbar zielgerichtet entwickelte Eigenschaft eines Lebewesens sowie ihre Entstehung in der Evolution durch natürliche Selektion im Laufe vieler Generationen. Lebewesen stehen mit ihrer Umwelt in Wechselbeziehungen, Anpassungen ermöglichen es ihnen, diese Beziehungen zu gestalten. Durch Anpassung werden Probleme hinsichtlich Überleben und Fortpflanzung überwunden, mit denen die Vorfahren zu kämpfen hatten.
Ursache der Anpassung
Nach Darwins Theorie der Evolution durch natürliche Selektion:
- Aus der gewaltigen Menge von Nachkommen müssen viele vor Erlangen der Geschlechtsreife zugrunde gehen
- Nachkommen weisen positive oder auch negative Unterschiede auf
- Im Konkurrenzkampf überleben nur die, die besser an die vorherrschenden Bedingungen angepasst sind
- Durch Isolation bilden sich besondere neue Rassen, die möglicherweise nicht mehr untereinander fortpflanzungsfähig werden können
- Durch Zufall kann das biologische Gleichgewicht innerhalb eines bestimmten Lebensraums erheblich gestört werden
Selektionsfaktoren
- Trockenheit
- starker Wind
- lange Kälteperioden
- Feinde
- Parasiten und Krankheitserreger
- Konkurrenz
- Rekombination: Wechselseitigen Austausch von Genen zwischen zwei Gesamtheiten von Genen eines Organismus‘
- Mutation: sind sprunghafte, spontan auftretende Änderungen des Erbgutes, die zur Änderung äußerlicher Merkmale führen
- Symbiose: Kooperation mit gegenseitigem Nutzen zwischen Tieren und Pflanzen
- Man kann nicht mit Vollkommenheit rechnen
- Man kann nicht erwarten, dass alle Eigenschaften auf Anpassung beruhen
- Anpassung bringt auch Nachteile mit sich
- Zeitliche Verschiebungen
Quelle: - Biologie heute, Schroedel-Verlag, S. 62f
- MS Encarta 2003
- Duden Grundwissen Biologie, Brockhaus AG
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