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Titel:

Sturm und Drang


  Note: 2   Klasse: 4







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Arbeit: Sturm und Drang

Der Name war der Titel eines Dramas von Friedrich Maximilian Klinger. Der Sturm und Drang war eine Protestbewegung und zugleich eine Jugendbewegung. Der Protest richtete sich gegen:
• die absolutistische Obrigkeiten in den deutschen Staaten sowie die höfische Welt des Adels,
• das bürgerliche Berufsleben, das man für eng und freudlos hielt, ebenso wie die bürgerlichen Moralvorstellungen,
• die überkommene Tradition in Kunst und Literatur.
Hauptorte des Sturm und Drang waren Straßburg, Göttingen, Frankfurt am Main. Die Stürmer und Dränger kamen aus dem Mittel- und Kleinbürgertum. Ihr Vorbild war Shakespeare. Die Probleme der Zeit spielen in ihrer Dichtung eine große Rolle. Für die Stürmer und Dränger genügt die herkömmliche Form des Dramas. Sie zerbrachen den Aufbau und setzten an die Stelle der Verssprache eine Prosa. Das Drama war die wichtigste Gattung der Dichtkunst. Die Ballade erlebte eine erste Blüte bei Gottfried August Bürger. Stürmer und Dränger verkündeten die Rechte des Gefühls- Phantasie und die Rechte des Künstlern, des “Genies“. Jeder fühlte sich als Genie= “Geniezeit“ das seinen eigenen Gesetzen folgen kann. Auch Goethe gehörte diese Bewegung an.
Und nun zur Klassik:
Wenn man von der Klassik spricht, meint man hauptsächlich die Werke Goethes und Schillers. Die Bezeichnung "Klassik" ist vieldeutig. Es gibt:
Klassische Themen: Eine Vorliebe für Personen, Mythen, Kunst und Landschaften der Antike.
Klassische Formen: Im Drama herrscht eine Vorliebe für die Tragödie im Sinne Shakespeares, der für die Klassiker den Geist der griechischen Tragödie am besten verstanden hat. Im Gedicht herrscht eine Vorliebe für klassische Strophenformen wie die Ode, Hymne, und Elegie.
Klassische Ideale: Humanität, Maß, Ruhe, Klarheit, Gleichgewicht zwischen Vernunft und Gefühl, Gesetz, und Ordnung. Diese Ideale zeigen das einseitige Perspektiv der Klassiker, die die dunklere Seite der Antike ignorierten.
Die Ideen der Klassik wurden von zwei Dichtern entwickelt und verbreitet: Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller. Ort deren Zusammenarbeit war Weimar. Dort regierte Herzog Karl August über das Fürstentum Sachsen Weimar und Eisenach. Der Fürst war "aufgeklärt", d.h. er war bestrebt, für das Wohl seiner Untertanen zu regieren, obwohl er ein absolutistischer Fürst war. Sein Interesse galt der Kunst und Wissenschaft. Karl August lud 1775 Goethe ein, den er ein Jahr zuvor kennen gelernt hatte ein. Goethe war damals v.a. als Autor des Romans "Die Leiden des jungen Werthers" bekannt. Am Hof zu Weimar wurde Goethe Vertrauter und Ratgeber des Herzogs, bald Minister. Neben seiner politischen Tätigkeit fand er viel Zeit zum Dichten und Forschen, er leitete das Hoftheater und unternahm Reisen. Einige davon führten ihn nach Italien. Die Italienreise gehörte zum Bildungsprogramm Adeliger und Bürgersöhne. Goethe lernte in Italien die Antike mit eigenen Augen kennen, sie wurde von da an zu seinem Vorbild.
Schiller, der aufgrund häufiger Krankheiten, politischer Verfolgung und Geldsorgen ein weniger geordnetes Leben als Goethe führen musste, wurde auf Betreiben Goethes als Professor für Geschichte nach Jena berufen. Freundschaft und Zusammenarbeit mit Goethe begann. Schiller siedelte nach Weimar um.
Weimar stellte neben Leipzig und Hamburg eines jener geistigen Zentren aus Einzelstaaten bestehenden Deutschland dar. Reiche Bürger oder Fürsten ermöglichten es Künstlern, ohne materielle Sorgen und ohne Rücksicht auf den Geschmack ihre Ideen zu verfolgen. Deutschlands provinzieller Charakter hatte wenig zu bieten, so nahmen die Gebildeten an den kulturellen und politischen Ereignissen der Welt teil. Dies führte zu einer geistigen Weite, für die man den Begriff "Weltbürgertum" prägte.








Seit der Renaissance galten das griechische und römische Altertum als „klassische“ Zeit, Latein und Griechisch als „klassische“ Sprachen. Andererseits bezeichnet der Begriff eine kurze Zeitspanne, etwa die Zeit des Perikles oder des Augustus. In der Neuzeit grenzten die Völker Europas auf die Blütezeit ihrer Dichtung ein. Später werden Höhepunkte in Literatur und Kunst an die Antike als „Klassik“ herausgehoben. Doch als eigentlicher Gipfel der Literatur wird die „Weimarer Klassik“ angesehen, weil dort die meisten „klassischen“ Werke entstanden.
Die deutsche Klassik war eine unter verschiedenen literarischen Richtungen, sie hat nur zwei Vertreter: Goethe und Schiller, beschränkt auf die Zeit ihrer engen Zusammenarbeit, die zur Freundschaft führte. Beide hatten sich mit der Aufklärung auseinandergesetzt und den Aufstand der Protestbewegung des Sturm und Drang geprobt. Die Anklage gegen die ungerechte Weltordnung fiel. Goethe versuchte seine Aktivitäten in der Politik im Dienst des Herzogs Karl August zu verwirklichen.
Den entscheidenden Punkt zur Ausprägung der Weimarer Klassik gab die Auseinandersetzung mit der Antike. Der Vorreiter dieser Bewegung war Johann Winckelmann. Er schärfte die Blicke seiner Zeitgenossen für eine neue Sicht der griechischen Kunst.
Goethe bricht 1786 nach Italien auf um den Spuren der Antike nachzugehen und aus Altertümern den Geist ihrer Schöpfer aufzunehmen. Das Ergebnis dieses Italienerlebnisses ist die Umarbeitung seines Schauspiels Iphigenie auf Tauris. Goethe fasst in seinem Gedicht das Wesentliche zusammen: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!“
In Gesprächen, Briefen und Aufsätzen erarbeiten und vertiefen beide Klassiker das neue Menschenbild, für das das Gute, Wahre und Schöne Wegweiser sein sollten. Im so genannten Balladenjahr entstanden: Goethes Der Zauberlehrling und Schillers Bürgschaft. Als „Ideendramen“ bezeichnet man: Schillers Wallenstein und Goethes Faust.
Es geht um Grundfragen menschlichen Daseins, um die Würde des Menschen und um seine Freiheit. Beherrschend ist der Glaube an eine freie Selbstbestimmung des Menschen und die Möglichkeit seiner Selbstvollendung.












Quelle:



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