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Titel:

Ökologische. Belastungen d. Tourismus


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Ökologische Belastungen durch touristische Aktivitäten

1. Sport und dessen artverwandte Freizeitbeschäftigungen:

Beispiel Skitourismus:
Jeden Winter der selbe Anblick:

Zur Hochsaison tummeln sich sonnenhungrige In- und Ausländer Körper an Körper vor den Kassen unserer rund 200 Skistationen. Die Menschenmassen lassen sich mit den zahlreichen Skiliften oder Sesselbahnen auf unsere extra präparierten Kunstschneepisten bringen oder sie vertreiben sich ihre Zeit in einem der vielen Restaurants. «Früher sind wir morgens hierauf gefellt, haben uns in der Berghütte Käse und Most genehmigt und sind dann abends gemütlich ins Tal gefahren. Was heute hier geschieht, ist einfach ein Auswuchs, den es zu stoppen gilt», meint ein Bergbauer, angesprochen auf den Massenandrang.

Es ist längst keine Bergidylle und Erholung mehr. Auch nicht für die Tiere und schon gar nicht für die gesamte Natur. Jahr für Jahr werden im Sommer ganze Alpen von Steinen gesäubert und plattplaniert um neue Pisten zu bauen und so den drohenden Kollaps der zu schmalen anderen Abfahrten zu verhindern. Um diese neuen Pisten nun auch optimal auszunutzen, sprich rentabel zu machen, müssen nun die Kapazitäten der Lifte erhöht werden. Ob ein Neubau einer Sesselbahn mit tonnenschweren Masten oder schmalen und langsamen Schleppliften: Gefragt ist der kürzeste Weg zum Gipfel und selbstverständlich nicht auf der Piste, denn das würde ja wieder ein Platzverschleiss bedeuten. Also muss eine Schneise in den dichten Wald, der den Abhang sichert, geschlagen werden. Schlussendlich werden ganze Berggebiete, die von Natur aus nicht für den Skisport geeignet sind, für Touristen erschlossen.


Textfeld: Durch den Skitourismus verursachte Eingriffe, Veränderungen und Folgen im Gebirgsökosystem: bauliche Einrichtungen: Transportanlagen, Zufahrtswege, Strassen, Parkplätze/-häuser, Skipistenplanien direkte Eingriffe ins Zerstörung der Boden-/Vegetationsdecke, Rodungen (Beeinträchtigung Schutzwaldfunktion) Gebirgsökosystem: funktionale Folgen: Auslösung von Erosionen, Veränderung Abflüsse von Bächen, intensivierte Lawinentätigkeit, Wildverbiss (Schädigung Jungwuchs) natur-/landschafts- Zerstörung des Landschaftsbildes und optische Belastung, Bedrohung Pflanzen- und Tierarten schützerische Aspekte:



Immer schneller, höher, riskanter und schädlicher...



Den Blick starr geradeaus, wie in Hypnose, nur ein Ziel vor Augen. Die riskante Steilabfahrt mit dem Extrem-Mountain-Bike ist kein Zuckerschlecken, aber was ist das Leben schon ohne Risiko. Ausstaffiert mit dicksten Stollenpneus, ultraharten Aluminiumrahmen und Stossdämpfern, eingekleidet mit aerodynamischen Anzügen und beinahe gepanzert wie ein Hockeyspieler rasen die wagemutigen Off-Road-Biker den Berg hinunter. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ob Blumen, junge Bäumchen, Eidechsen oder sonstiges Getier, diese Extrem-Sportler kennen keine Gnade, denn wer bremst schon gerne und lässt sich von den anderen besiegen? Was macht eine Blume weniger schon aus? Wen kümmert es, wenn die schönen Bergwiesen mit Gräben durchzogen sind?

Und was nicht den Berg runterrast, das klettert eben rauf. Free-Climbing nennt sich diese andere gefährliche Trendsportart. Unter dem Motto "ohne Netz und doppelten Boden" wagen sich wagemutige Hobbybergsteiger an immer schwierigere Felsen ran. Wenn bei ihren Kletterkünsten mal ein Vogelnest zerstört wird, kümmert das sie wenig bis gar nicht. Hauptsache ist, es ist "in", es ist gefährlich und es schiesst einem genügend Adrenalin durch die Adern...





The neverending Story: Trendsportarten



Das Wort „Trend“ kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „(wirtschaftliche) Entwicklungstendenz“. Unter Trendsportarten verstehen wir alle diejenigen „Disziplinen“, die bei den meist jungen Leuten „in“, oder in Mode sind und die eine immer grösser werdende Anzahl Menschen anzieht. River Rafting, Canyoning, Free-Climbing, Mountain-Biking, Paragliding (Gleitschirmfliegen) und Bungeejumping, so heissen die wohl bekanntesten und auch gefährlichsten Trendsportarten. Man kann hier von einer unendlichen Geschichte sprechen, denn jedes Jahr kann man der Liste mindestens eine neue Art hinzufügen, dem Einfallsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt. Für die meisten genannten Sportarten gibt es keine gesetzliche Einschränkung und kaum ist ein Gesetz nach langem Streit zwischen Sportlern und Gemeinden oder Kantonen verabschiedet worden, erfindet jemand etwas neues und die nun gesetzlich erwähnte Sportart gerät wieder grösstenteils in Vergessenheit.

Textfeld: Immer beliebter in der freien Natur: Trend-sportart Free-Climbing



Der Trendsport-Boom



«Was, schon wieder Skifahren?» - «Ich habe vom Wandern die Nase voll!» - «Mein Leben ist ja so langweilig!»

Trendsportarten haben in den letzten Jahren einen gewaltigen Boom erlebt. Jedes Jahr wagt sich eine neue Gruppe Wahnsinniger mit einem neu erfundenen Gerät in die Berge oder ins Wasser, um dem Tod so lange wie möglich in die Augen zu schauen. Gründe dafür sind u.a. folgende:



— Für immer mehr junge Leute stellen Sportarten wie Skifahren und Tennis keine Herausforderung mehr dar. In der Freizeit muss etwas her, das riskant ist, das den Blutdruck steigen und das Adrenalin durch den Körper pumpen lässt.



— Das private bzw. berufliche Leben wird immer langweiliger. Man spricht von einer Automatisierung des Lebens, in dem der Mensch eine immer kleinere Rolle spielt. Die Trendsportler treiben ihre "Extrem-Disziplin" als Kompensation zu ihrem meist tristen Leben.



— Die Mentalität der jungen Leute hat sich in den letzten 10 Jahren extrem geändert. Die Risikofreude ist viel grösser geworden. Gründe dafür ist unter anderem die heutige fortschrittliche Technik, durch die sich viele abgesichert fühlen (z.B. Medizin, Sicherheitstechnik).



Diese Faktoren führten schliesslich zu der immer noch zunehmenden Anzahl „Risikosportler“. Die teils gefährlichen Sportaktivitäten öffnen den jungen Leuten das Tor zum Himmel, sie fühlen sich frei und unbesiegbar.





Belastung durch Trendsportarten



Allgemeine Problematik:



Das grösste Problem für die Umwelt stellen nicht die Trendsportarten an sich dar, sondern die Rücksichtslosigkeit der Sportler und die teils gleichgültigen Behörden. Ob jetzt die Vögel in Ruhe brüten können oder nicht, ob jetzt eine Blume weniger auf der Wiese blüht, das kümmert keinen Sportler. Hauptsache es macht Spass. Viele Probleme wären durchaus lösbar, doch drehen sich die Mühlen der Justiz hier wieder einmal zu langsam.

Die grössten Umweltprobleme verursachen die Trendsportler in den Alpen. Diese sind durch verschiedene menschliche Einflüsse bedroht. Zu diesen Einflüssen gehört neben der Industrie, dem Militär und dem Verkehr auch der Tourismus. Neben den normalen Tätigkeiten wie Wandern, haben sich zahlreiche neue Sportarten entwickelt. Die damit verbundene Neuerschliessung zahlreicher Gebiete haben dazu geführt, dass die Alpen von einer immer grösser werdenden Zahl Trendsportler besucht werden. Diese rege Nutzung stellt eine massive Bedrohung für die alpine Flora und Fauna dar.



Bedrohung der natürlichen Lebensräume:



Mit dem Lärm, der Bodenerosin (z.B. verursacht durch Mountain-Biking) und der Zerstörung von Brut- und Futterplätzen haben Trendsportler schon viele Bergtiere aus ihren natürlichen Lebensräumen vertrieben:



— Bungee-Jumper, Gleitschirmflieger und Free-Climber stören die Vögel bei ihrer Fortpflanzung. Die Folge ist ein massiver Artenrückgang in den letzten fünf Jahren.

— Mountain-Biker zerstören bei ihrer Abfahrt viele natürliche Futterplätze: Sie reissen mit ihren Stollenpneus tiefe Narben in den Boden, die der Erosion jenen Spalt öffnen, die sie braucht, um ganze Geländeabschnitte anzuknabbern.

— Beim River Rafting und beim Canyoning werden die Fische in ihrer natürlichen Umgebung gestört. Der Lärm und die Erschütterungen des Paddelns stören sie bei der Fortpflanzung. Ebenso werden ihre Laichplätze mitsamt dem Laich zerstört. Auch hier ist ein grosser Artenrückgang zu verzeichnen.



Die Artenvielfalt in den Schweizer Alpen nimmt immer mehr ab. Diese erschreckende Tatsache ist ganz klar auf die immer grösser werdende Touristiknutzung zurückzuführen. Viele Tiere müssen sich zurückziehen und sich neue Brutplätze suchen.



Zerstörung der Alpenflora:



— Immer mehr Steinrutsche zerstören die wunderschönen Alpenlandschaften: Verursacht durch rücksichtslose Biker (Bodenerosion, siehe oben) oder unvorsichtige Kletterer.

— Rodung von grossen Waldflächen für die Touristikbranche, z.B. für die Errichtung von Restaurants, Riesenrutschen, Gondelbahnen oder einfach nur als Startfläche für Paraglider.

— Umweltverschmutzung durch Abfälle, Gewässerverschmutzung v.a. durch Wassersportler.



Immer mehr Pflanzen sind vom endgültigen Verschwinden bedroht und können schon seit Jahren nicht mehr in den Schweizer Bergen gefunden werden.

Der Eingriff der Kantone ist nur mässig, da die neuen Sportarten in den Gesetzen nicht erwähnt sind. Umweltschutzorganisationen stehen hier vor einer noch unlösbaren Aufgabe, nämlich der, den Trendsportlern einmal Rücksicht und Vorsicht beizubringen.



Textfeld: Teil C: Entlastung der Konflikte von Matthias Schneeberger„Die heutige Generation hat die Pflicht, den Schatz der Natur an die kommenden Generationen weiterzugeben.“ Dieses Zitat stammt vom deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl, anlässlich der Eröffnung der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Solch eine altbekannte Standardfloskel hört man oft von Politkern. Doch allein mit Sprüchen ist es nicht getan. Der Konflikt zwischen grenzenlosem Freizeitvergnügen einerseits und Umweltschutz andererseits ist zu einem grossen Problem geworden. Und solange die Reiseveranstalter und Ferienorte immer noch um fast jeden Preis Touristen anzulocken versuchen, bleibt das Problem weitgehend ungelöst.

Natürlich gäbe es etliche Möglichkeiten, freizeitbedingte Umweltschäden auf ein tolerierbares Mass zu senken:





1. Verzicht oder Einschränkung



Nicht, weniger oder weniger weit reisen entlastet die Umwelt. Anstatt zweimal pro Jahr in die Karibik zu reisen eben nur noch einmal. Das Seltenere wird auch mehr geschätzt. Auch der Verzicht auf stark umweltbelastende Trendsportarten wie etwa das Fliegen mit Wasserflugzeugen würde die Umwelt entlasten.

Natürlich könnten auch die beliebten Ferienziele etwas zum Verzicht beitragen. Indem zum Beispiel von der Erschliessung neuer Skigebiete, dem Anbieten von immer neuen umweltbelastenden Sportmöglichkeiten oder dem Verbauen von Land abgesehen wird.

All dies funktioniert natürlich nur mit der freiwilligen Zusammenarbeit der Schadensverursacher.



2. Verbote



Wenn alle Appelle nichts fruchten, muss man Verbote aussprechen. Vor allem, wenn man merkt, dass die Belastung der Umwelt einfach zu gross wird oder durch Erfahrungswerte eventuell schon im voraus eine zu grosse Belastung voraussehbar ist. So etwa wurden Betretungsverbote von Naturschutzgebieten oder das Verbot von Ultraleichtflugzeugen in der Schweiz und in Österreich erlassen. Allerdings ist es schwierig, Verbote gegen die vielfach schon entstandene Lobby durchzusetzen. Das Geld zählt eben immer noch mehr als der Umweltschutz.



3. Lenkung bzw. Beschränkung



Durch räumliche und zeitliche Begrenzungen lassen sich Störungen der Flora und Fauna oft auf ein tolerierbares Mass senken. So wäre es wünschenswert, bei Kerngebieten von Vegetationen besonders Rücksicht zu nehmen und nur die Randgebiete eines wichtigen Lebensraumes der Tiere und Pflanzen für sportliche oder andere Freizeitaktivitäten zu nutzen. Viele Gemeinden sind jetzt daran, in dieser Hinsicht etwas zu unternehmen. Beispielsweise eine Landegebieteinschränkung für Gleitschirmflieger.





Alle drei aufgeführten Punkte sind eigentlich keine idealen Varianten. Viel besser wäre es, wenn der Mensch sich selbst hinterfragen würde, ob der Spass, den er bei seinem Freizeit-, und Tourismusverhalten hat, wichtiger ist als die Umweltschäden, die er dabei anrichtet.

Im Prinzip sollte jeder (denkende) Mensch auf das selbe Resultat kommen. Denn wenn die Umwelt zerstört ist, macht das ganze wohl keinen Spass mehr.

In diesem Punkt hat auch die Schule eine Aufgabe zu erfüllen. Da heutzutage viele Schüler schon sehr früh weit reisen und viele (Trend)Sportarten ausüben, ist eine frühe Aufklärungsarbeit in dieser Hinsicht notwendig. Die Jugendlichen sollen die Möglichkeiten umweltverträglichen Freizeitverhaltens kennen und möglichst praktizieren.



Beispiel eines Interessenausgleichs



In Graubünden konnte ein beispielhafter Kompromiss zwischen Trendsportlern, den Riverraftern, und den Interessen der Umweltschützer gefunden werden. Da an einem schönen Sommerwochenende vielfach über 1000 Personen den Vorderrhein zwischen Ilanz und Reichenau befahren, ist es unerlässlich, Bestimmungen und Einschränkungen aufzustellen, soll die Natur nicht zu stark gestört werden.

Bestimmungen die in diese Richtung zielen, stellten die Schlauchbootfahrtenanbieter selbst schon im April 1993 auf. In dieser freiwilligen Vereinbarung einigten sich die sechs wichtigsten Anbieter auf zeitliche und räumliche Beschränkungen für Riverrafting auf dem Inn, dem Vorderrhein und dem Hinterrhein.

Diese Massnahmen hatten Erfolg. Doch es gab noch immer ein Problem: Natürlich hatte diese Vereinbarung nur für diese sechs Anbieter Gültigkeit. Andere, zum Beispiel sogenannte nicht gewerbsmässige Fahrten konnten so nicht eingeschränkt werden. Aus diesem Grunde entschied sich die Bündner Regierung auf das Jahr 1997 eine verbindliche Verordnung über die Benützung der Flüsse aufzustellen. In dieser Verordnung stehen folgende zeitlichen Beschränkungen: Das letzte Ausbooten hat bis 17 Uhr zu erfolgen; ferner wurde die Raftingsaison auf die Periode zwischen dem letzten Wochenende im Mai und dem dritten Wochenende im September beschränkt

Es wäre wünschenswert, dass sich noch viel mehr Konfliktparteien im Bereiche Tourismus und Ökologie auf einen vernünftigen Kompromiss einigen könnten. Ansonsten müssen eben Verbote ausgesprochen werden. Doch Verbote sind wie schon gesagt nicht wünschenswert. Ausserdem erfordern sie viel Geld, um die Überwachung zu gewährleisten.
Textfeld: > Quellenverzeichnis/Bibliographie: - Regelung des River Raftings in Graubünden; in NZZ vom 11. Juli 1995 - Härle Josef: Freizei und Umwelt. März 1991 - Härle Josef: Freizeitspass und/oder Naturerhaltung?








Quelle:




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Tipp:







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