1060 Tage im Kinderlandverschickungslager. - schulnote.de 
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Titel:

1060 Tage im Kinderlandverschickungslager.


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: 1060 Tage im Kinderlandverschickungslager.
„Deutscher Knabe, vergiss nicht, dass du ein Deutscher bist!“
von Hans Horn

Vorwort:
In unmittelbarer Wohnnähe von Vater „Zille“ erblickte ich am vorletzten Oktobertag des Jahres 1929 die Welt. Meine erste Kutschfahrt, vorbei am Schloss Charlottenburg, endete im Haus Kaiserin-Augusta-Allee 79 in der Gartenhaus-Parterrewohnung bei der Hausmeisterfamilie Julius und Anna Horn, meinen Großeltern. Drei Wochen zuvor ehelichten sich meine Eltern, der Porträtmaler Herbert Horn und die Kinderfrau Irene.
Der plötzliche Tod meiner Großmutter Anna am 23. März 1931, sie starb an Schwindsucht, die instabilen Wirt-schaftsverhältnisse und familiäre Differenzen veranlassten meine inzwischen geschiedenen Eltern, mich zusammen mit meiner ein Jahr jüngeren Schwester Ruth im April 1933 ins Waisenhaus zu stecken; Berlin SW 68, Alte Jakobstraße 33/35. Im Juli 1935 erlöste mich mein Vater aus diesem seelenlosen Dasein. Im Wedding, Bellermannstraße 93, fand ich eine neue Familie, lernte meine „neue Mutti“ Cilli schätzen und lieben. Der „Ernst des Lebens“ begann für mich am 17. April 1936 mit der Einschulung in die 140. Volksschule, Gotenburger Straße 8-10. Zwei Jahre später brachte meine „neue Mutti“ ein eigenes Kind zur Welt – Horst. Eifersüchteleien, Missstimmungen stellten sich ein.
Der 26. August 1940 löste eine Entscheidung aus. In dieser Nacht fielen durch Bombenschäden im Wedding die ersten Häuser zusammen.
___________________

Wer ahnt als Kind von knapp elf Jahren seine Zukunft voraus? Zwar entging es mir nicht, dass sich Vater und Cilli im angrenzenden Schlafzimmer nach dem Zubettgehen oftmals lange unterhielten, doch der Inhalt blieb mir ungewiss. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt: „Du darfst auch fahren.“
Mit dieser höflichen Bemerkung meines Vaters in den ersten Oktobertagen 1940 endete quasi mein 5-jähriges Zuhause, meine Kindheit, das Erleben einer elterlichen Geborgenheit; zu schätzen, zu fühlen und zu begreifen, was Familie bedeutet. Nur in den wenigen Tagen, als ich mit meiner Schwester Ruth beieinander sein durfte, animierte sie mich mit ihren Puppen zu dem Spiel: Vater - Mutter - Kind. Wir ahmten, jeder für sich, phantasievoll nicht nur stimmlich unsere Vorbilder nach, mühten uns um die Genauigkeit von Gesten der Erwachsenen, spiegelten im Kind das eigene Ich wider; Cilli, die ich ins Herz geschlossen hatte, nicht nur wegen der Bananen mit dem Schokoladenmaikäfer zu Pfingsten 1935 - meinen Vati! Und aus dessen Mund dann im Monat, der meinen 11. Geburtstag einschloss, die Bemerkung: „Du darfst auch fahren.“ „Du darfst auch fahren“ hieß für mich, Teilhabe an der Kinderlandverschickung nehmen zu können, zu sollen, oder zu müssen?
„KLV“ - plötzlich ein Schlagwort in der Schule und in der Fa-milie. Fast gleichwertig mit diesen Begriff nistete sich das Wort „Granatsplitter“ in unseren Sprachschatz ein, denn nach jenem Augustmontag gerieten in unserer Wohnnähe mehr und mehr Straßenzüge ins nächtliche Fadenkreuz der Royal Air Force, schossen die deutschen Flakstellungen wilder um sich. Wir nahmen im Luftschutzkeller akustisch das Fortissimo durchaus wahr. Ängste drängten sich zunehmend im Halbdunkel der Kellergewölbe auf, häufiger flackerten die schwachen Glühlampen, die ohnehin Konturen schemenhaft verwischten, leises Wimmern, verhaltenes Jammern begleiteten das dumpfe Knallen, das trotz der Sandsäcke vor den Fenstern hörbar blieb. Mitten hinein in die beinahe andächtige Stimmung der Geduckten wieder das Gebrüll des Blockwarts: „Schnauze halten!“
Blicke kreuzten, verständnisvolle, vorwurfsvolle, verzeihende. Und jeder hoffte insgeheim, oder betete gar verborgen, einen Schutzengel bei sich haben zu können. Aber sind Schutzengel sprachgewandt?
Hoffte der Pilot in der englischen Maschine nicht auch auf einen Schutzengel, auf Erbarmen, den Granaten der deutscher Flak ohne Blessuren enteilen und dennoch seine todbringende Bombenlast zielgenau über den Wohnhäusern Berlins ausklinken zu können?

Da mir meine Eltern das Beten niemals nahe brachten, empfand ich schon ein mir bislang unbekanntes, beklemmende Gefühl angesichts der Stimmung im Luftschutzraum. Püppi zum Beispiel, die jüngere Tochter von Raudis, parterre rechts wohnhaft, schluchzte unaufhörlich vor Angst vor sich hin, obwohl ihre Mutter, eine Frau, die ich wohl nie mit zurechtgemachten Haaren zu Gesicht bekommen hatte, sie eng umarmte. Püppis Kopf lehnte an Mutters Schulter, das Dunkelblond beider zotteligen Haarschöpfe vermengte sich ineinander.
„Ein Glück! Wieder heil davon gekommen!“, raunte es verhalten beim Hinaufsteigen nach Beendigung des Fliegeralarms. „Na! Auf unsere Flak ist doch Verlass!“, tönten forschere Ty-pen lautstärker.

Mit den engeren Freunden, zu denen zählten weiterhin Imre und Karli aus der Stettiner Straße, trafen wir uns, um unter den Gleichaltrigen mitreden zu können, die emsig Granatsplitter sammelten. Wohl begannen im Humboldthain unter Speers Leitung die Ausschachtungsarbeiten für zwei mächtige Bunkeranlagen , so begnügten wir uns weiterhin mit den „Abfallprodukten“, die die Flakeinheit vom Dach des Großkinos „Lichtburg“ fallen ließ. Freilich, auch bei Imre schrumpfte die Freizeit dafür mehr und mehr. Er wurde von seiner alleinstehenden Mutter weit öfter im Haushalt gefordert als ich. Dennoch, zu dritt gingen wir endlich auch auf Suche, erfolg-reich. Doch schon mein allererster heimgebrachter Fund löste beim Präsentieren in einer ausgedienten Zigarettenschachtel einen Sturm der Empörung aus. Schließlich beendete Vaters Machtwort abrupt den Sammelgedanken. Bei ganz emsigen Sammlern reichte eine Zigarettenschachtel schon nicht mehr aus, sie schleppten ihre Beute in Zigarrenschachteln mit sich umher. Tauschgeschäfte wurden in der Schule kurzzeitig zur Mode. Die größten, meist gemessen an der Länge der scharfkantigen Eisensplitter, und besondere Formen eigneten sich zum Tauschen. Doch auch die Schulbehörde setzte gegen dieses Treiben schnell ein striktes Verbot durch. Taschenkontrollen schreckten wirksam ab.
Das Sammeln von Eisen an sich blieb eine nationale Aufgabe, mit der wir Schüler und Pimpfe uns diese oder jene Anerkennung verdienen konnten. Obligatorisch, von oben verfügt, fehlten inzwischen nicht nur allenthalben die eisernen Zaungitter, selbst im Schlosspark Niederschönhausen hatte man zum Einschmelzen die Raseneinfriedungen, „meine Balanciergitter“, herausgerissen.
Deutschland brauchte nicht nur Soldaten, für die Soldaten brauchte es Wehrhaftes aus Eisen - „Der Gott, der Eisen wach-sen ließ“. In den „Verfügungen“, die dem Sitzungsprotokoll der Leh-rerschaft am 16. Oktober 1940 vom Parteigenossen, Herrn Rektor Koschker, u.a. zugefügt worden sind, hieß es: „03.07. Altmaterial, 03.07. Sidolflaschen, 23.07. Erfassung von Alteisen usw., 10.09. Knochensammlung,
16.10. Altstofferfassung, 31.10. Erfassung von Gummi u. Gummiabfall,
16.11. Erfassung von Schallplatten.“
Mein Vater hatte schon einen berechtigten Grund, ab und wann, wenn das Thema darauf kam, leise jenen Refrain zu summen:
„Lumpen, Flaschen, Eisen und Papier, ausgeschlag’ne Zähne sammeln wir. Lumpen, Flaschen, Eisen und Papier - ja das sammeln wir - für Hermann.“
Hauptthema in der besagten Konferenz der Lehrerschaft am Mitt-woch - 16. Oktober 1940:
“Herr Rektor Koschker referierte über „Die Landverschickung von schulpflichtigen Kindern in luftgefährdeten Gebieten - also auch Berlin (Erlass des Herrn Ministers, datiert vom 2. Oktober d. Js.).“
Die zunehmende Bedrohung der Reichshauptstadt seit dem 26. August durch britische Bomber löste, fast willkommen, hintergründig eine Welle von Entscheidungen aus, deren ausplätschernden Wogen mich mit der väterlichen Zusage erreichten. Sondermeldungen im Großdeutschen Rundfunk informierten am 13. August 1940 ununterbrochen, dass „seit heute Kampfverbände der deutschen Luftwaffe in pausenlosen Großeinsätzen die britische Insel angreifen.“
Die vorbereiteten Pläne dazu liefen unter dem Decknamen „Ad-lertage“. Mit der Übermacht von 2.355 deutschen Flugzeugen suchte das Oberkommando der Wehrmacht zunächst militärische Ziele auf der Insel zu zerstören, konzentrierte sich im September schließlich auf den Großraum London, der zunehmend auch nachts angeflogen wurde.
Das Kriegsgeschehen wechselte in eine grausamere Dimension hinüber. Eine Entscheidung Hitlers als Folge auf den 26. August bestand darin, innerhalb von „drei Monaten 1.000 Luftschutzbunker errichten zu lassen“ . Der Humboldthain ließ grüßen.
Eine andere Entscheidung Hitlers fiel auf den 28. September 1940 , nachdem tags zuvor Deutschland, Italien und Japan, den Dreimächtepakt unterzeichnet hatten, mit der Anordnung über die „erweiterte Kinderlandverschickung.“ Der Durchlauf in den Behörden brauchte seine Zeit, wer, wie und wann was die Organisation zu verantworten hatte. Die plötzlichen Aktivitäten beruhten auf einem Führerbefehl vom 27. September 1940, Kinder und Jugendliche aus den luftkriegsgefährdeten Gebieten in andere, ruhigere, meist ländliche Gegenden zu evakuieren.
Protokolltext::
„Es sind hauptsächlich 2 Gründe, die zu diesen Maßnahmen der Landverschickung der Schulkinder führen: 1. Bewahrung vor Epidemien. 2. Vorbeugung vor Gefährdung der Gesundheit, besonders der Nervenkräfte“ , hieß es begründend im Sitzungsprotokoll vom 16.10.1940.
Demgemäss zelebrierte uns unser Klassenlehrer, Parteigenosse Weigel, die Fürsorge unseres Führers um uns. Wie schön hätten wir es doch, als Kinder auf dem Lande verschickt zu sein, weit ab vom Krieg, Naturerlebnisse genießen, der Mutter manche Sorge ersparen zu können. Viele Väter wären ohnehin schon nicht mehr Zuhause. Das überzeugendste Argument unseres Klassenlehrers bewegte wohl auch mich: „Ihr verliert doch eure Schulfreunde nicht, wenn ihr geschlos-sen als Klasse aufs Land fahrt.“ Die mir genannten Gründe für die Zustimmung meiner Eltern zu meiner Teilnahme an der Kinderlandverschickung, alsbald unter der Hand als „Kinderlandverschleppung“ bezeichnet, deckten sich mit Herrn Lehrer Weigels Argumentation. Meine Zu-friedenheit, dass mit Sicherheit auch Imre und andere gute Klassenkameraden mitfahren würden, akzeptierten die Eltern, also unterschrieben sie die Teilnahmebestätigung. Am Sonntag, 27. Oktober 1940, drei Tage vor meinem 11. Geburtstag, begann mein KLV-Lebensabschnitt. In den frühen Morgenstunden des nasskalten Tages trug Vater einen Koffer, dessen Gewicht ich am Abend zuvor sowohl linkshändig als auch rechtshändig prüfen musste. Seine Fürsorge, wird der Junge den auch allein schleppen können? Ich hatte können. Cilli schob meinen Bruder Horst im Sportwagen vor sich her, der noch einen Umhängebeutel von mir mit seinen Händen festklammerte. Die vierköpfige Karawane Horn aus der Bellermannstraße 93 überschritt die Stettiner Straße und bog nach rechts in die Grüntaler Straße ein. Je näher wir dem Zielpunkt kamen, mehrten sich gepäcktragende Gruppen und manchmal gab es lange vor dem Ziel schon ein schüchternes Winken zwischen uns Jungen mit dem erklärenden Satz zu meinen Eltern: „Das ist ...“ „Ach so...“, kam die karge Antwort. Als festgelegter Treffpunkt zum Start in die „KLV“ war allen das langgestreckte graue Gebäude in der Grüntaler Straße 5 be-nannt worden. Auf dem einstigen Gelände einer alten Markthalle an der Plumpe entstand 1913 ein Gebäudekomplex für die Berufsschulausbildung. Schon beim Einbiegen in die Grüntaler Straße sahen wir etliche Doppelstockbusse unmittelbar vor der Kreuzung zur Badstraße stehen. Je näher wir dem Treffpunkt kamen, desto mehr überschlugen sich meine Gedanken, meine Empfindungen. Wie lange dauert es bis zum Wiedersehen? Was erwartet dich? Was wird Ruth machen? Die Gefühle schwankten zwischen Neugier und Ungewissheit auf das Kommende. Allein tröstend mochte darauf die Überlegung wirken, dass auch Imre Abschied nahm, der wohl Ähnliches empfand. Frau Reschke und meine Eltern kannten sich flüchtig. Mehr als hundert Schüler unserer Altersgruppe tummelten sich mit Angehörigen und Offiziellen in Zivil und Uniform auf dem rechteckigen Hof zwischen den grauen Fassaden. Wir brauchten nicht die Pimpfenkleidung anzulegen, sollten sie aber mit uns nehmen. Lautes Rufen, ungeduldiges Warten, bestimmten die Atmosphäre. Endlich postierte sich Herr Rektor Koschker in der Hofmitte und begann, nach und nach die Namen der Reisewilligen aufzuru-fen. Nicht alle aus unserer Klasse hatten sich für die Teilnahme an der „KLV“ entschieden. So vermisste ich Karli aus der Stettiner Straße schon sehr. Aus organisatorischen Gründen gesellten sich zu unserer Klasse noch einige andere Schüler aus Parallelklassen hinzu. Und unserem Haufen wurde das Reiseziel genannt: Stoberau bei Brieg.
Der Abschied nahte mit dem Aufruf, nun gruppenweise den Hof zu verlassen, die vor der Schule parkenden Doppelstockbusse zu besteigen. Ich hing an meinem Vater wie eine Klette, Tränen liefen. Er bückte sich zu mir herunter und in meine Umarmung legte ich wohl die ganze Sympathie und Dankbarkeit hinein, die ich für ihn zu dieser Stunde empfand. Nicht anders bei Cilli. Blieb doch im Innern die allseitige Ungewissheit, wann man sich wiedersehen würde. Eigenartigerweise, und es blieb ein Leben lang so, stand mir gefühlsmäßig meine Schwester Ruth näher als Horstl. Mein Halb-bruder blieb zeitlebens für mich ein Wesen, das neben mir existierte. Ein Halbfremder? Am Ende der Busfahrt, am Schlesischen Bahnhof, gab es für manche Kinder noch einmal ein Wiedersehen mit den Angehörigen, die das Kofferschleppen sogar bis auf den Bahnsteig hinauf ü-bernommen hatten. Es war eine erste Enttäuschung, dass meine Eltern nicht unter ihnen zu finden waren.
Alles ging trotz des scheinbar unbeherrschbaren Durcheinanders auf dem Bahnsteig wie geschmiert. In manchen Waggons lugten schon Kinderköpfe aus den Fenstern, uns lotste man durch das Gewirr von noch wartenden Schülergruppen bis hin zu den ange-wiesenen Abteilen. Als der Zug anruckte, die Fahrt in das Unbekannte begann, beschlich die meisten Schüler nach und nach ein Gefühl der Beklommenheit. Charaktereigenschaften lagen blank wie vielbefahrene Schienen. Tränen, gekünsteltes Lachen, gieriges Essen, verkrampftes Witzeln. Es dauerte schon etliche Zeit, bis sich die Gemüter beruhigt hatten. Ihren Anteil daran hatten Frauen und Mädchen vom Roten Kreuz oder der NSV. Am frühen Nachmittag, nach dem Passieren von Breslau, erzeugte die Aufforderung zum Aussteigen Unruhe. In Karlsmarkt war es dann so weit. Ein winziger Kleinbahnhof, der mich an den Haltepunkt Quolsdorf erinnerte. Koffer schleppen? Nein - ein Pferdegespann harrte auf uns. Der Kutscher stapelte das Gepäck in den Kastenwagen und trabte alsdann ab. Wohl kaum einem von uns Jungen ist im wirren Trubel auf dem Schulhof in der Grüntaler Straße aufgefallen, dass sich ein uns unbekannter Mann häufig in unmittelbarer Nähe von uns umtat, hier und da ein Gespräch mit Erwachsenen führte, auch einmal mit unserem Herrn Direktor Koschker Papiere austausch-te.
Im Zug stolzierte er ab und wann den Gang entlang und warf prüfende Blicke in unsere Abteile. Nun, hier auf dem kleinen, unbefestigtem Bahnhofsvorplatz der Station Karlsmarkt, gab sich der zivilgekleidete Mann zu er-kennen, nachdem wir seiner Aufforderung gefolgt waren, anzutreten. Vor uns stand ein mittelgroßer Mann, etwa 35 Jahre alt, sportlich in seiner Gestalt. Er trug einen Lodenmantel über seinem schwarzen Anzug, Schlips und weißes Hemd. Der etwas ins Genick geschobenen Filzhut gab ein wenig von seinem tiefschwarzen Haar frei. Eine markige Stimme tönte: „Ich bin von nun an euer Lehrer. Mein Name ist Altenkirch. Wie grüßt ihr euren Lehrer?“ „Heil Hitler, Herr Lehrer!“
Nur die Schnelldenker reagierten prompt, rissen den Arm zum Gruß hoch. Die meisten, auch ich, zappelten und brabbelten hinterher. Beim Jungvolkappell in der Prinzenallee hätte dieser „Sauhaufen“ wenigstens drei Strafrunden drehen müssen. So aber hieß es hier nur „Rechts rum!“ Von Gleichschritt konnte keine Rede sein, wenngleich keiner von uns auch nur ein einziges Stück Gepäck mit sich trug. Schon bald nach dem Bahnhofsvorplatz umsäumte uns beiderseitig ein herbstlicher Laubwald. Auf der geraden Flucht des scheinbar unendlich langen Sandweges sahen wir vor uns das Gespann mit unserem Gepäck immer weiter entschwinden. Im Gegensatz zu uns hockte der Kutscher gemütlich auf dem Fuhrwerk. Herr Lehrer Hans Altenkirch wies eine Pause an, weil zunehmend quengelnd an ihn die Frage gestellt worden ist „Wie weit müssen wir denn noch laufen?“ „Wir haben es bald geschafft!“, tröstete er uns. Immerhin waren es dann doch noch 35 Minuten, bis sich der Wald nach einer Biegung plötzlich lichtete und wir linkerhand, an dem nun breiter ausladenden Weg, ein erstes Haus erblickten. Tatsächlich, vor dem Grundstück stand das Fuhrwerk. Der Kutscher schleppte die letzten Gepäckstücke emsig in das Anwesen hinein. Herr Altenkirch hieß uns, neben dem Fuhrwerk zu warten. Einige wollten sich vor Erschöpfung auf die den Weg säumende Grasnarbe niedersetzen, andere fanden Gefallen an den beiden strammen braunen Pferden. „Die ham’s jut, die ham vier Beene. Dit hat di nischt ausgemacht, so weit zu loofen. Aber wir mit unsre zwee Beene!“
Heinz Wickert, ein schlaksiger Kerl aus unserer Klasse, hatte die Lacher auf seiner Seite. Doch die meisten musterten das vor uns stehende Haus - die Jugendherberge. Ein sehr gepflegter Vorgarten, angelegte Rabatten mit herbstlich verwelkten Blumen, ließ eine geübte Hand erkennen. Mich erinnerte der Bau an Lietzen. Ähnlich wie dort stand eine Kate vor uns. Beidseitig Fensterreihen, links gleichmäßig drei, rechts vom Eingang fünf Fenster, von denen das äußerst rechte vor dem Giebel zugemauert worden war. Genau über dem Vorbau, aus dem Ziegeldach hervorspringend, ein spitzer Erker mit einem Fenster, ebenfalls zur Straße hin. Das neue Zuhause?

Dann ging alles ziemlich plötzlich. Der Kutscher verschwand schon mit seinem Gespann, Herr Altenkirch forderte uns auf, in Reihe in das Haus einzutreten. Ohne uns einen Blick im Hausflur zu gönnen, stiebten wir weisungsgemäß durch die erste Tür links in einen großen Raum hinein, den Speiseraum.
Ein gutes Dutzend quadratischer Tische mit je vier Stühlen be-herrschte die Fläche. Nachdem wir zum ersten Male Herrn Altenkirchs Stimme in voller Lautstärke wahrnehmen mussten: „Ruhe jetzt!“, endete jäh unser Schnattern.
Doch einer meldete sich: “Ich muss mal!“
Zwei oder drei Jungen kicherten verhalten. Neben Herrn Altenkirch stand eine wesentlich ältere Frau im Türrahmen, schlicht gekleidet, in blauer Kittelschürze. „Gut,“ sagte der Herr Lehrer, „das ist Frau Emma Fischeder . Sie ist die Hausmeisterin und wird euch die Toiletten zei-gen.“

Natürlich drückten nun nicht nur Blasen, sondern auch die Neu-gier, wo und wie sind die Toiletten. Folglich brüllte Herr Altenkirch in das Stühleschurren und Gewirr der Kinderstimmen erneut laut hinein: „Ruhe bitte! Anstellen!“ Wir parierten und flüsternd stellte sich dann heraus, dass dieser und jener gar noch „knöken“ musste. Die natürlichsten Bedürfnisse von 40 Landverschickten verzögerten den strammen Beginn eines geordneten Lagerlebens, hemmten am Sonntagnachmittag des 27. Oktober 1940 in Stoberau, nahe der Mündung der Stober in die Oder, den hiesigen Anlauf des „größten Sozialwerkes für die Jugend in unserer Geschich-te“ .
Es begann bereits draußen zu dämmern, als die letzten kleinen Scheißer wieder ihre Stühle im Speiseraum an den Tischen zurechtgerückt hatten. Nicht so sehr die schwarze Pisswand, wie wir sie aus unserer Schule her kannten, sondern nur drei Plumpsklos, waren dem augenblicklichen Ansturm nicht gewachsen und dehnten zwangsläufig das „Ich muss mal“ aus. Das betref-fende Areal befand sich in einem ebenerdigen Anbau nach hinten heraus, vom Flur aus zugänglich durch den Waschraum. Zum Plumps-Klo: zweimal Türen klappen.
Das Warten auf die vollständige Anwesenheit aller bot Gelegenheit, den Speiseraum rundum zu inspizieren. Neben den drei Fenstern zur Straße hinaus waren in die Giebelseite zwei weitere Fenster eingebracht. Schlichte helle Vorhänge umrahmten die einheitlichen Fenster - ohne Scheibengardinen. Etliche weißgestrichene Heizkörper erinnerten an das Waisenhaus. Alle Tische waren mit einem Wachstuch abgedeckt. Ich saß an dem Tisch, der in der äußersten Ecke zwischen Front- und Giebelfenster stand, hatte so den gesamten Raum vor mir im Blick. Ein Autogeräusch unterbrach die Visite. Das Tuckern eines Die-selmotors ebbte ab, eine Tür schlug zu, dann sah ich einen Landbus in der Dunkelheit vorbeihuschen.

Nichts Bewegendes, weiter ging es mit der räumlichen Muste-rung. An der freien Wand zwischen Flurtür und Fensterfront stand ein dunkelbraunes Vertiko. Der Aufsatz bot Platz für ein Radiogerät. Darüber hing ein Führerbild. In der mir diagonal gegenüberliegenden Ecke standen im rechten Winkel zueinander zwei längliche Abstelltische. Links begrenzt von der Tür zur Küche, rechts von der Flurtür. Herr Altenkirch informierte uns gut 20 Minuten lang über die vorrangigsten Ordnungsgrundsätze, die fortan unseren Alltag bestimmen würden. Der wichtigste Informationspunkt sei ab morgen früh das „Schwarze Brett“ auf dem Flur. „Dort ist der Tagesplan für jeden ersichtlich“, und im Befehlston, erinnernd an unseren Jungzugführer Rolf Bertram, nur mit männlich tieferer Stimme, endete sein Hinweis zum Tagesplan: „Der ist von jedem, jedem Einzelnen von euch strikt ein-zuhalten. Pünktlichkeit ist oberstes Gebot!“
Hier und da nickten manche der Angesprochenen mit den Köpfen angesichts der Strenge, mit der Herr Altenkirch das Gebot vortrug, andere blickten sich gegenseitig an, verzogen leicht die Mundwinkel, wie etwa „Mensch Meyer - Vorsicht!“ oder „Au weia!“ Und deshalb ging die folgende Bemerkung bei fast allen unter: „Es kommt noch jemand.“

Sofort folgte eine Auslese davon, was so ein Tagesplan alles enthalten könne, wann und warum zeitliche Abweichungen mal vorkommen könnten.
„Und morgen gibt es von 15 - 16 Uhr eine Schreibstunde. Da könnt ihr nach Hause schreiben, dass ihr alle gut angekommen seid.“ Den sofortigen Einwand einiger Mitschüler, sie hätten aber nichts zum Schreiben mit, tröstete der Lagerleiter mit dem Versprechen, man werde genügend Bildpostkarten von der hiesigen Jugendherberge morgen spendieren. Es folgte die Zimmeraufteilung. Sie dezimierte sich auf den einfachen Nenner, die Gesamtzahl zu halbieren, denn es gab im Dachgeschoss zu beiden Giebelseiten hin je einen großen Schlafraum. Die Zuweisung erfolgte nicht nach persönlichen Wünschen, wer mit wem schlafen wolle, sondern der schwarzhaarige Leiter stellte sich in die Mitte des Speiseraumes: „Diese 5 Tische Zimmer 1, und ihr alle in Zimmer 2.“ Basta! Da die für das Zimmer 1 Zugewiesenen dichter an der Flurtür saßen, erhielten sie die Aufforderung, sich ihr Gepäck auf dem Flur zu greifen und nach oben abzuziehen. Frau Fischeder ver-schwand mit ihnen. Indes nutzten die Verbliebenen, unter denen auch ich mich befand, die Gelegenheit, sozusagen ganz persönliche Fragen an den Lehrer zu stellen.
„Kann man sich hier auch mal was alleine einkaufen?“ „Wer wäscht die Wäsche?“ „Was machen wir in der Freizeit?“ „Gibt’s hier auch Kino?“ „Kann Vati uns mal besuchen?“ „Gibt’s hier Telefon?“ Außer einem strikten „Nein“ auf die letzte Frage gab es im Grunde genommen auf keine der Fragen eine plausible, klare Antwort, dafür aber eine Überraschung. Plötzlich öffnete sich die Tür, ein junger Mann in HJ-Winteruniform trat herein und grüßte zackig:
„Heil Hitler!“ Der wartende Rest war sich absolut uneinig im Verhalten, einige standen blitzartig auf und antworteten, wie beim Jungvolkappell, mit ausgestrecktem Arm grüßend zurück: „Heil Hitler!“.
Es klang wie ein Kanon, denn die Unaufmerksamsten lallten ver-hallten nur noch
„Hitler“. „Das ist Konrad Wenske. Er ist von nun an euer Lager-mannschaftsführer!“, stellte Lagerleiter Altenkirch mit einer Freundlichkeit fest, die hätte verheißen können, wie gut wir es künftig mit ihm haben würden. Was wussten wir, wozu dieser HJ-Führer im Lagerleben erforder-lich war?
Vati raunte mir noch beim Hofzeremoniell in der Grüntaler Straße zu, dass wir Sprösslinge sicherlich auch im Lager „Dienst“ haben werden. „Dienst“, das galt allgemein als Ver-ständigungswort unter uns Pimpfen, wenn wir zum Heim-, Singe- oder Spielabend in die Prinzenallee 8 zogen, oder eben einen Ausmarsch unternahmen, Wettkampfsport betrieben.

Während der „LMF“ noch irgendetwas über seine Absichten im Lagerleben plapperte, öffnete die Herbergsmutter, Emma Fischeder, die Tür und gab dem Lagerleiter zu verstehen, dass jetzt die Kinder auf das Zimmer 2 hinaufgehen könnten. Nun schurrten auch wir unsere Stühle flugs zurück, um voller Neugier mit unserem Gepäck das Zimmer 2 zu entdecken. Konrad erwies sich beim Hinaufschleppen des Gepäcks lautstark hilf-reich: „Ist das deiner? Na gib’s her.“ Zimmer 2, ein großer Dachraum mit schrägen Wänden, 14 Doppelstockbetten, 7 Schränken mit Doppeltüren, einem Giebelfenster, dass in der Dunkelheit den Blick freigab auf einige unbekannte Lichter. Alle Betten waren bezogen: Laken, Kopfkissen, eine im Bettbezug eingefasste Wolldecke und eine bloße Wolldecke, zusammengefaltet, am Fußende. Drei Matratzen ruhten auf unge-hobelten Brettern. Innerhalb weniger Minuten klärten wir allein mit spontanen Zurufen die Nachbarschaften:
„Willst du hier schlafen?“ „Willst du oben liegen?“ „Willst du neben mir liegen?“ Unmerklich keimte damit zwar die Hackordnung auf, demzufolge auch die Inanspruchnahme der Schrankhälften, ohne überhaupt ahnen zu können, in welche verfänglichen Situationen wir schon tags darauf durch die Spontaneität unserer Entscheidungen geraten sollten. Indes wir uns nun sozusagen erstmalig, für die allermeisten jedenfalls, selbständig einrichteten, vollzog sich uns gegenüber in Zimmer 1, dem kleineren Schlafraum, die Vorstellung von Konrad Wenske. Jedoch klang hier der Gruß schon markiger und einheitlicher, denn, wie wir beim Abendessen vernahmen, trat Lagerleiter Altenkirch in den Schlafraum 1 ein mit: „Achtung!“ Dies nicht zu beachten, hätte böse Folgen haben können. Pluspunkte für Zimmer 1. Jeder verstaute das Mitgebrachte, je nach häuslichem Vorbild, im Schrank. Und schon begann dabei unmerklich das Ausstechen: „Guck mal, was mein Vater mir mitgegeben hat.“ Er protzte mit einem Fahrtenmesser, obwohl zur Einweisung ausdrücklich die Mitnahme verneint worden war. Ein anderer prahlte mit seinem „Blatt“ - deutsche Skatkarten. Auch ein kleiner Teddy lag schon auf einem Kopfkissen. Inmitten des Treibens zwischen Tisch und Schränken. einem dauernden Schubsen in den doch recht engen Gängen zwischen den Betten, mischten sich Scharführer Konrad und Lehrer Altenkirch. Obgleich einige „Achtung!“ beim Eintritt der Erzieher brüllten, manche auch „Haltung“ sofort einnahmen, winkte Herr Altenkirch lässig ab:
„Weitermachen!“
„Na? Jungs? Kommt ihr zurecht?“ Das klang fast väterlich und wurde überwiegend bejaht. „Wer macht denn morgens die Betten?“, piepste eine Stimme aus der hinteren Ecke. Scharführer Konrad fühlte sich angesprochen und lenkte seine Schritte zum Fragesteller hin. „Hast du gefragt?“ Arno Vigola, der gerade ein Nachthemd unter seinem Kopfkissen ablegte, dachte überhaupt nicht daran, Haltung anzunehmen, stramm zu stehen, als der Neue direkt vor ihm stand. Er drehte nur seinen Kopf dem Uniformierten zu, ohne ihm in das Gesicht sehen zu können. Jeder, der das untere Bett als das seine in Anspruch nahm, musste sich stets irgendwie mit dem Kopf in den Freiraum zum Oberbett hinein- und wieder herauswinden. Konrad stieß den Fragesteller überraschend in die Rippen und fragte zugleich: „Wie heißt du?“
Bums - alle im Zimmer nahmen den dumpfen Stoß wahr. Die erste Beule. Nun, nach dem Arno aufrecht vor Konrad stand, rieb er sich am Hinterkopf. „Müssen wir wohl noch allerhand lernen, was?“ Pause. „Wie heißt du?“ „Arno Vigola.“ „Ab morgen kannst du bestimmt dein Bett am besten bauen von euch allen im Zimmer.“ Herr Altenkirch und Konrad verschwanden aus dem Zimmer. Ich äffte einen Vers nach: „Hei! da schreit der Konrad sehr.“
In das Gewirr von lachenden und fast protestierenden Stimmen, „Is ja een jans scharfer. Vorsicht Männekinns!“, tönte der schrille Laut einer Trillerpfeife an unsere Ohren. Das kannten wir alle vom Dienst beim Jungvolk: sammeln, antre-ten. Eigentlich, so fanden wir schnell heraus, führte jede der vier Türen in der oberen Etage in einen Schlafraum. Neben unseren großen Giebelräumen nutzte man auch die sich gegenüberliegen-den Erkerzimmer als solche, nur mit je 2 Betten darin. Dadurch gab es auch keinerlei Verteilungsprobleme bei unseren Erziehern mit dem kleinen Unterschied, dass Konrads Türrahmen direkt an den Treppenpfosten anstieß. Da stand er nun wie ein Aufseher, sperrte mit seiner gesamten Erscheinung jeglichen Zugang zur Treppe: „15 Minuten Zeit, Hände waschen im Waschraum und Hausschuhe anziehen! Beim nächsten Pfeifen sammeln zum Abendbrot! Zum Abendbrot antreten in Reihe. Zimmer 1 vorweg! Warten vor dem Speiseraum!“
Uns empfingen eingedeckte Tische. In der Tischmitte ein Frühstücksteller mit etwa 12 - 15 Schwarzbrotscheiben, für jeden eine Tasse, Messer und Teller, den ein Würfel Butter, Wurst- und Käsescheiben bedeckten. Zwei ältere Frauen in weißen Schürzen trugen große weiße Kannen hinein, verteilten sie auf den Tischen. Den heißen Hagebuttentee gossen wir uns dann selbst ein. Herr Altenkirch und Konrad saßen zu zweit am Tisch vor der Abstellmöglichkeit und besaßen so einen idealen Überblick auf unser aller Verhalten. „Aufstehen!“ lautete der Befehl vom Lehrer. Wieder das Geschurre etlicher Stühle, einer flog gar um. Die Erziehung im Lager nahm ihren strikten Anfang. „Das habe ich zum letzten Male gehört. Das hält ja keiner aus! Man kann auch leise aufstehen. - Hinsetzen!“ Brav folgten wir, wobei verschiedene Techniken je nach Größe der Person erkennbar wurden, wie man einen Stuhl geräuschlos unter den Hintern schiebt.

„Aufstehen!“ Diese Lektion dauerte etliche Minuten und wir begriffen, wie relativ lautlos 40 Kinderbeine 160 Stuhlbeine zum Zwecke des Sitzens bewegen konnten. Die Erziehung nahm ihren Fortgang. „Jede Tischgemeinschaft fasst sich an den Händen. Wer von euch kennt einen Tischspruch?“ Zwei oder drei Arme gingen hoch. „Wie heißt du?“ „Horst Wildenhain, Herr Altenkirch.“ „Na, dann leg mal los, Horst.“ „Komm Herr Jesus! Sei unser Gast, und seg’ne, was du uns be-scheret hast.“ Wir alle sahen, dass Konrad sofort zu grienen anfing, als Horst loslegte.
Tatsächlich, in der Gesamtzeit meiner Landverschickung ist der Herr Jesus nie wieder als Gast beim Essen erbeten worden. „Sagobrei mit Himbeersaft, gibt uns allen dolle Kraft!“ gehörte alsbald zu den Reimeinfällen am Tische. Und endlich, nach einem gemeinsam gerufenen „Guten Appetit!“ durften wir uns setzen und zubeißen.
Zu 21 Uhr 30 war Nachtruhe angesagt. Schon bald stellten wir fest, dass die räumliche Aufteilung der Schlafräume geradezu ideale Voraussetzungen für die Aufpasser bot, jederzeit Herr der Situation sein zu können. „Na! Wird’s bald!“, mahnte eine der Stimmen.
Cilli gab mir eine Hoffnung mit auf den Weg: „Was man in der ersten Nacht in der Fremde träumt, geht in Er-füllung.“ Manch einer weinte still in die Kissen, manch einer wälzte sich auf dem ungewohnten Lager hin und her, jener hustete, dieser pupste, ich träumte. Es mochte die Berliner Straße in Charlottenburg gewesen sein, in der ich stand. Sie war nur nicht ganz so breit, doch schmückte auch sie beidseitig an den Gehwegen Bäume mit frühlingsgrünem Blattwerk. Einige Passanten liefen an mir vorbei, ohne mich zu beachten. Ich blickte nach oben in den Himmel, in dem sich weit verstreut wenige weiße Wolken tummelten, und fing an, ganz tief durchzuatmen. Wie automatisch wiederholte ich das tiefe Atmen und spürte, wie sich mein Brustkorb mehr und mehr dehnte, die Schulter-blätter die Atembewegung auffingen, sich mit meinen beiden Armen zugleich hoben und senkten. Plötzlich schien es mir, als würde ich vom Erdboden abheben können, wenn ich nur weiter so intensiv ein- und ausatmen würde. Den Gedanken des Fliegens unterstützte ich augenblicklich, breitete die Arme aus und begann, sie wie ein Vogel seine Flügel, langsam auf und ab zu bewegen - mit Erfolg.

Wirklich hob ich ab vom Bürgersteig, suchte den Weg zwischen zwei Baumkronen und entdeckte, nicht weit weg von mir, die Spanndrähte für die Oberleitung der Straßenbahn. „Nur nicht daran kommen“, ängstigte ich mich und orientierte mich über den Baumkronen in die Richtung eines Parks. Ein unbeschreiblich glückliches Gefühl beherrschte mich, den Panoramablick genießen zu können, die Vielfalt der Blumenpracht in Rabatten im Garten des Charottenburger Schlosses, das Sprühen von winzigen Wasserperlen an einem Springbrunnen, das Staunen von großen und kleinen Leuten, die mich entdeckt hatten und nun zu mir aufblickten. Meine Flugrichtung konnte ich beliebig durch einen kräftigeren Schlag mit dem jeweiligen Arm bestimmen. Das Gleiten war das angenehmste, nur, so bemerkte ich bald, das gleichmäßige Durchatmen blieb allein die Gewähr für das wahrlich erhebende Gefühl des Fliegens. Sobald ich die Atemtechnik vernachlässigte, sackte ich ab, drohte abzustürzen. Es war ein wunderbarer Kindheitstraum, aus dem mich jäh das Schrillen einer Trillerpfeife riss.

Ganz im Sinne Hitlers Vorsehung, die Schule als eine „Pflanzstätte der kommenden Generation“ zu werten, befanden wir uns nun, von der Parteiführung der NSDAP gewollt, als „Berliner Pflanzen“ im Gewächshaus der Bewegung. Sinnbildlich hätte ein Hinweis vorhanden sein müssen:
„Zutritt für Fremde verboten!“
Der Alltag im KLV-Lager Stoberau entmündigte Eltern, Freunde und Bekannte. Von nun an konnten Tag für Tag, 24 Stunden unun-terbrochen, die beauftragten Pflanzenzüchter beweisen, was sie fachlich vom Pikieren verstanden.
Das Zuchtziel blieb trotz Luftveränderung einheitlich, wie es Hitler schon in seinem Hauptwerk formuliert hatte:
„Der völkische Staat hat in dieser Erkenntnis seine gesamte Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten.“

Plötzlich stach dem LFM der Teddy ins Auge.
Vor mir stand ein einzelnes Doppelbett, das mit seiner Kopfseite direkt gegen unsere Fußseite lehnte. Es war eigentlich jenes Möbelstück, dem man beim Eintreten in unser Zimmer nach dem Öffnen der Tür nach rechts hin etwas ausweichen musste. Und auf dem oberen Bett schlummerte, wie Wuschke es wohl von daheim gewohnt war, sein Teddybär, ein zwar abgegriffenes, recht zausiges Schmusetier. Er brummte sich sozusagen zwischen Kopfkissen und Zudecke in den Tagesschlaf hinein.
„Nein! Was haben wir denn da?“
„Das ist meiner!“, meldete sich Wuschke sofort und stand un-vermittelt vor dem LMF.
Eine Kinderseele zerbrach innerhalb der nächsten Sekunden.
Konrad hielt das Kinderglück in seiner rechten Hand, streckte seinen Arm mit dem Teddybären hoch und drückte sichtbar für uns alle, seinen Daumen und Zeigefinger so eng zwischen Rumpf und Kopf zueinander, dass der Kopf wie leblos nach einer Seite abhing.

„Sind wir hier im Kindergarten?“
Währenddessen drückte er dem Bären buchstäblich die Kehle zu und ich befürchtete, der Kopf könne abreißen.
Wie immer in solchen Situationen, konnte ich in manchen Gesichtern meiner Mitschüler deutliche Reaktionen ablesen; Schadenfreude, Mitempfinden, Ängstlichkeit.
Konrad wiederholte seine Frage provozierend:
„Na was? Sind wir hier nun im Kindergarten!?“
Manche quälten sich ein „Nein!“ heraus, andere wiederum ant-worteten prompt:
„Nee! Sind wa nich!“
„Wie ist dein Name?“
„Bruno! Bruno Wuschke! Lagermannschaftsführer!“
„Und wie alt bist du?“
„Im Januar, da werd’ ick elfe, Lagermannschaftsführer.“
„Dann wirst du ja auch aufhören zu nuckeln und kannst auf das Fell verzichten!“
Etliche feixten laut über Konrads Erniedrigung und Bruno durf-te seinen Trostspender wieder in die Hand nehmen. Im Hinausgehen hinterließ er an Bruno die Bemerkung:
„Ab morgen sieht er keine Sonne mehr. Packst ihn eben in dei-nen Koffer.“

Noch war die Tür nicht zugeschlagen:
„Ihr habt nach dem Frühstück Zeit, eure Betten vorschriftsmä-ßig, also ordentlich zu bauen.“
Aha! Daher auf dem ausgehängten Tagesplan für Montag, den 28. Oktober, von 8 bis 10 Uhr „Einweisung in die Lagerordnung“. Schule erst ab 10 Uhr.
Konrad schloss nun endlich die Tür hinter sich.

Ein wildes Durcheinander von Meinungen erfüllte akustisch sofort den Schlafraum und inmitten brüllte eine bekannte Stimme hinein:
„Und es stinkt bei euch hier wie im Saustall. Beim Wecken werden sofort die Fenster geöffnet!“

„Licht, Luft und Sonne fördern die Gesundheit“, diese Weisheit kannte ich aus Vaters Ansichten. Doch wie oft nahmen mich meine Eltern in die Verantwortung, Morgens ein Fenster zu öffnen?

Pünktlich um 8 Uhr 15 saßen wir an gedeckten Frühstücks-tischen. Konrads Trillerpfeife regulierte und garantierte den vorschriftsmäßigen Ablauf des Tagesplans.
Das Ritual bei jeder Mahlzeit blieb einheitlich: Aufstehen; Hände fassen; Tischspruch; gemeinschaftlich: „Guten Appetit“; Setzen.

Nun aber auch ein Ritual zum Ende, das allein zeitlich dadurch bestimmt worden war, wann die Lagerleitung, Lehrer Altenkirch und LMF Wenske, mit dem Essen fertig wurden.
Aufstehen; Hände fassen; gemeinschaftlich:
„Es hat uns allen gut geschmeckt!“

Nach dem Montagsfrühstück, ausreichend mit Milch oder Muckefuck, Brötchen, Butter und Marmelade, sollten wir sitzen bleiben.
„Es gehört zum Lagerleben, einen Küchendienst aus eurer Mitte zu bestimmen“, äußerte sich Herr Altenkirch.
Was war zu tun?
„Der Tischdienst, sagen wir 4 Mann von einem Tisch, hat nach jedem Essen das Geschirr, sortiert, auf den Abstelltischen zusammenzutragen und die Tische abzuwischen, die Stühle ordentlich anzurücken. Tisch 1 fängt heute an.“

Am Tisch 1, in der Ecke, saß auch ich. Folgerichtig, von links nach rechts, und von oben nach unten, nummerierte der Lagerleiter die Tischreihen bis in seine Reihe durch.
Anschließend erläuterte er, wie wir uns auf dem Lagergelände zu verhalten hätten. Natürlich trieb die Neugier alle von uns, was tut sich so um das Herbergshaus?

Die Jungen aus Zimmer 1 blickten durch das Giebelfenster auf den Wirtschaftshof des Anwesens, den eine querstehende Scheune begrenzte, über abgeerntete Äcker bis hin zum Waldsaum, wir aus Zimmer 2 auf die entfernt liegenden Häuser des Bauerndorfes Stoberau.

Nach der Tischdiensteinteilung schwor uns Herr Altenkirch in weiteren Erläuterungen darauf ein, dass wir weder das Grundstück zur Straße hin allein verlassen durften noch etwas ohne Erlaubnis auf dem Wirtschaftshof zu suchen hätten.
„Und außerdem, der kleine Aufenthaltsraum gleich neben der Treppe, darf nur benutzt werden, wenn der Tagesplan darauf besonders hinweist.“
Ein Leben zwischen Angeboten und Verboten.
Ein Tagesplan wurde von „oben“ vorgegeben. Nur in bestimmten Fällen erlaubte es die Verordnung, auf Grund von Tagesereignissen davon abzuweichen. Der Kernzeiten eines Tageablaufs:

7.00 Uhr wecken, waschen, Betten bauen, Stubendienst, Gesundheitsappell
(LMF)
8.00 Uhr Flaggen bzw. Morgenappell (LL und LMF)
8.15 Uhr erstes Frühstück (LMF)
8.45 Uhr Unterricht (LL)
10.45 Uhr zweites Frühstück (LL)
13.00 Uhr Mittagszeit: Mittagessen, Bettruhe und Freizeit (LMF)
15.00 Uhr Sport (LMF)
16.00 Uhr Kaffeetrinken (LMF)
16.15 Uhr Schulaufgaben (LL)
18.00 Uhr Putz- und Flickstunde, Schuhappell (LL, LMF)
19.00 Uhr Abendessen (LMF)
19.30 Uhr politische Wochenberichte (LMF, LL) und Dienst-unterricht (LMF)
21.00 Uhr Zapfenstreich
LL= Dienst wird von Lagerleiter selbst geleitet,
LMF= Dienst wird vom Lagermannschaftsführer geleitet,
LL und LMF= beide sind an Gestaltung und Durchführung betei-ligt, LL leitet.

Die Tür öffnete sich und der ziemlich breite Hintern der Hausmeisterin Fischeder zwängte sich rückwärts durch den Rahmen, gefolgt vom Kutscher. Beide trugen eine Kohlenwaage in den Speiseraum, wie ich sie von meinem freundlichen „Arbeitgeber“ aus der Bellermann 94 schon kannte.
Tisch 10 und 9 wurden aufgefordert, zum Fenster hin zu-sammenzurücken, Platz für das Wiegegerät zu schaffen.

Konrad besaß eine vorbereitete Namensliste und rief uns nach-einander auf.
„Schuhe ausziehen!“, forderte Herr Altenkirch vom Retzlaw An-tebach.
Die Kilogewichte auf dem von vier Ketten gehaltenen schaukelnden Quadrat mussten fast bei jedem ausgetauscht werden, noch mehr Zeit benötigte das Hin- und Herschieben des messingfarbenen Tariergewichtes. Nach der Schwergewichtsprüfung, die „olle Stolle“ (Hans-Joachim Stoll) mit etwas über 40 kg gewann, Arno Vigola mit knapp 10 kg weniger verlor, hatte jeder bei der Hausmeisterin zu erscheinen.
Die stand vor der geöffneten Küchentür.

Im Türrahmen hing ein gelbes Schneidermaßband herab, wie ich es von Cillis Näharbeiten her kannte, befestigt mit einer Reißzwecke. Ohne Schuhe, so die Anweisung, musste sich jeder vorsichtig, darauf lag die Betonung, mit dem Rücken in kerzengerader Haltung gegen das Bandmaß lehnen.
Die präzise Länge der 40 Zöglinge stellte Herrn Altenkirchs Messdienerin dadurch fest, dass sie eine kurze hölzerne Wasserwaage auf die Häupter auflegte. Konrad notierte auch diese Werte auf der vorbereiteten Liste.
Der Längste: Günter Peuleke 1,37 Meter. Der Kürzeste: Hans Horn 1,24 Meter.
Am Schluss der Erfassung von Größe und Gewicht deutscher Kna-ben hieß uns der Lehrer, zum Unterricht ab 10 Uhr je ein Schreib- und Rechenheft nebst Federkasten mitzubringen.

Konrad gewährte uns im Einvernehmen mit Herrn Altenkirch eine Pinkelpause von 5 Minuten und erwartete uns dann auf den Zim-mern.
Da das Zimmer 2, mit den Giebelfenstern nach Süden gelegen, zur Morgenstunde des freundlichen Oktobertages wohl heller schien, waren die von „drüben“ bei uns eingeladen.
In beiden Räumen war die Frage der Stubenältesten durch Bestimmen geklärt, nicht aber die Aufgaben, die der Stu-bendienst wahrzunehmen beauftragt war. Aber eben so, wie beim Tischdienst, galt auch hier das Prinzip: von links nach rechts, von oben nach unten - immer aus der Sicht der Zimmertür. Den Stubendienst, Auffegen, Mülleimer leeren, Lampe säubern, Staub wischen, ordentliches Aufstellen von Tischen und Stühlen, teilte sich stets die 2-Mann-Belegung eines Doppelbettes.
Eine demokratische Wahl erübrigte sich nach Konrads Prinzip.
„Noch Fragen?“
„Wenn nun einer mal nicht da ist, mal fehlt oder so. Muss dann der andere das allein machen?“
„Warum sollte denn einer fehlen?“, fragte Konrad zurück.
„Wen der Führer verschickt, den bringt er auch wieder gut zu-rück.“
Und auch hier gilt das wie Zuhause: Einer für alle, alle ...“
Schon Paul von Beneckendorff und von Hindenburg predigte am 12. Mai 1925 anlässlich seiner Vereidigung zum Reichspräsidenten den Satz, „dass Pflicht vor Recht geht, dass jederzeit, einer für alle und alle für einen stehen müssen“

Der Uniformierte blickte sich um und erwartete, in dem er mit dem Zeigefinger schnell die vor ihm im Halbkreis Stehenden quasi abtastete, die Vollendung der Losung, wiederholte sich:
„Na? Alle ...!“
Nun klappte es: „ ... für Einen!“, riefen wir stolz.
Die personelle Verantwortlichkeit für den Stubendienst am jeweiligen Tag sollte der Stubenälteste schriftlich festhal-ten.

Konrad trat an einen Schrank. Die korrekte Bezeichnung der schmalen Möbelstücke, in denen wir unsere Sachen aus den Kar-tons, Koffern und Beuteln verstaut hatten, hießen eigentlich Spinde. Auch auf Vatis Feuerwehrwache in der Linienstraße standen solche, nicht einmal übergelackten Holzspinde. Da es aber keinen Spindappell nach Konrads Erfahrungen gab, sondern nur einen Schrankappell, erläuterte er uns beispielhaft die vorschriftsmäßige Ordnung in einem Schrank.

Ausgerechnet Imres verstautes Eigentum diente zur De-monstration. Ebenso wie ich, brauchte auch er sich nie in seinem Zuhause um das Verstauen, das Ab- oder Einlegen von Wäschestücken bekümmern.
Woher wusste Imre, woher wusste ich, woher wussten die meisten anderen, dass die Hoseninnennähte erfahrungsgemäß für ein ordentliches Ablegen oder Aufhängen Orientierungshilfen bieten?
Konrad erklärte uns die „vorschriftsmäßige Ordnung“ durchaus peinlichst genau. Selbst alle Schlüpfer Imres, der Begriff Unterhosen war seinerzeit noch nicht gängig, nahm Konrad auseinander und stapelte sie zusammengelegt, Kante auf Kante.
Absolut - darin lag die Erfüllung der Vorschriftsmäßigkeit: Kante auf Kante.

Bevor Konrad uns von Zimmer 1 aus der Lehrstunde entließ, um uns in der verbleibenden halben Stunde bis zum Beginn des Un-terrichts Gelegenheit zu geben, den Inhalt der Schränke „Kante auf Kante“ und die Betten umzubauen, verfügte er noch, dass Kartons und Koffer, außer Brotbeutel und Rucksäcke, abgeholt und in einem Schuppen verstaut werden würden. Noch lagen diese Verpackungen entweder unter den Betten, in oder auf den Schränken.

„Manometer“, stöhnte es allenthalben, „kannst du dit?“
„Det schaff ick schon, is doch popelleicht“, meinte ein ande-rer.
„Findste deine Sachen einfach schneller!“
„Sieht doch jut aus mit ’ne Büjelfalte!“
Jeder ging an seine Habe im Schrank, packte um.

Pünktlich um 10 Uhr saßen die 40 Schüler der 5. Klasse an den Tischen im Speiseraum, um, laut Tagesplan, in zwei Stunden Unterricht unser Wissen bereichern zu können.
Die gewohnte Tafel fehlte noch, lediglich zwei Bücher lagen auf dem Tisch, an dem Herr Altenkirch auch zu den Mahlzeiten saß.

„Schlagt euer Schreibheft auf! Sind die Bleistifte ange-spitzt?“
Was nun?
Manch einer musste erst den Bleistiftsanspitzer benutzen.
„Hast du einen mit?“
Gleich losschreiben konnten wir also nicht, was uns von Herrn Altenkirch als Lehrstoff zugedacht worden war.

Den ausgesuchten Lehrern, die die NSDAP in die „Erweiterte Kinderlandverschickung“ eingliederte, standen die „Lehr und Arbeitspläne für die Großdeutsche Volksschule“ zur Verfügung.
„Hauptträger der politischen Erziehung in der Volksschule ist der Geschichtsunterricht.
Seine Aufgabe ist:
Erziehung zur Ehrfurcht vor unserer großen Vergangenheit.
Erziehung zum Glauben an die geschichtliche Sendung und die Zukunft unseres Volkes.
Weckung des Verständnisses für die politischen Aufgaben unseres Volkes in der Gegenwart.
Dadurch hat er die Jugend zum aktiven Mitkämpfer unseres Großdeutschen Reiches zu erziehen.“

Unser Quartier befand sich in schlesischen Landen. So galoppierte unser Quartiermeister in der Eröffnungsstunde des Lagerunterrichts ein Stück durch deutsche Geschichte.
„Seit 1742 ist dieser Landstrich wieder deutsch, preußische Provinz beiderseits der Oder“, die Betonung lag auf dem Wort „wieder“, “denn schon 1250 erhielt die nahegelegene Großstadt, Brieg, deutsches Stadtrecht.“
Wir erfuhren etwas über die fruchtbare Gegend an der Oder, deren Flusslauf nur etwa 4 km von uns entfernt läge, dass hier bei Stoberau die Wasserläufe der Stober, der Brinitze und der Murow zusammenflößen, um vereint in die Oder zu münden.

„Hat denn jemand von euch Verwandte in Schlesien?“
Einige meldeten sich brav und Herr Altenkirch stellte die Erwartung an uns, dass jeder seinen Vor- und Nachnamen zu sagen hatte, wenn er zur Antwort von ihm aufgefordert wird. Aufstehen dabei blieb, wie in der Gotenburger Straße, eine Selbstverständlichkeit.

Da ich Zibelle in der Oberlausitz aus Unkenntnis nicht zu Schlesien einordnete, schwieg ich.
„Du!“, bestimmte der Lehrer. Der eben noch mit dem Teddybären gepeinigte stand auf.
„Bruno Wuschke. - Ich habe ’ne Tante in Gleiwitz. Die war schon ’n paar Mal bei uns in Berlin zu Besuch.“
„Na. Das ist ja interessant“, fing Herr Altenkirch sofort den Faden auf, „wer weiß denn
von euch, was in Gleiwitz passiert ist?“

Jetzt konnte auch ich mich melden, wie die meisten von uns. Meine Eltern erwähnten den Städtenamen nach dem 1. September 1939 derart oft, dass ich als zehn Jahre alter Knirps schon manche Fragen an meine Erzieher dazu gestellt hatte. Die Rundfunk-Sondermeldungen boten schließlich zusätzliche Informationen zum siegreichen Vormarsch.

„Hans Horn:
In Gleiwitz hat der Krieg begonnen.“
„Helmut Hecht:
Ja, weil die Pollaken den Rundfunksender in Jleiwitz jekapert ham.“

Das NSDAP-Mitglied, der treue Anhänger Hitlers, Hans Al-tenkirch, kam direkt ins Schwärmen, dass „seine Jungs“ so vieles wussten.
Er wusste mehr.

Die Morgenausgabe vom „Berliner Lokal-Anzeiger“ am Freitag, 1. September 1939, schrieb auf der Titelseite:
„Sender Gleiwitz besetzt
Polen drangen in Senderaum ein
Telegraphische Meldungen
DNB Breslau, 31. August
Etwa um 20 Uhr heute abend wurde der Sender Gleiwitz durch einen p o l n i s c h e n Ü b e r f a l l besetzt. Die Polen drangen mit Gewalt in den Senderaum ein. Es gelang ihnen, einen polnischen Aufruf in polnischer und zum Teil in deutscher Sprache zu verlesen. Sie wurden aber schon nach wenigen Minuten von der Polizei überwältigt, die von Gleiwitzer Rundfunkhörern alarmiert worden war. Die Polizei musste von der Waffe Gebrauch machen, wobei es auf Seiten der Eindringlinge Tote gab.

DNB Oppeln, 31. August
Über die Vorgänge in Gleiwitz wird noch folgendes bekannt:
Der Überfall auf den Sender Gleiwitz war offensichtlich das S i g n a l zu einem a l l –
g e m e i n e n A n g r i f f polnischer Freischärler auf deutsches Gebiet.
Etwa zur gleichen Zeit haben polnische Aufständische, wie bisher festgestellt werden konnte, an z w e i w e i t e r e n S t e l l e n die deutsche Grenze überschritten. Es handelt sich wieder um schwerbewaffnete Abteilungen, die anscheinend von regulären Truppenteilen unterstützt werden. Abteilungen der im Grenzdienst stehenden Sicherheitspolizei haben sich den Eindringlingen entgegengestellt. Die heftigen Kampfhandlungen dauern noch an.“

Und die Abendausgabe meldete dann auf der Titelseite:
„Gegenschlag gegen Polen
DNB Berlin, 1. September
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf Befehl des Führers und Obersten Befehlshabers hat die Wehrmacht den aktiven Schutz des Reiches übernommen. In Erfüllung ihres Auftrages, der polnischen Gewalt Einhalt zu gebieten, sind Truppen des deutschen Heeres heute früh über alle deutsch-polnischen Grenzen zum Gegenangriff angetreten. Gleichzeitig sind Geschwader der Luftwaffe zur Niederkämpfung militärischer Ziele in Polen gestartet. Die Kriegsmarine hat den Schutz der Ostsee übernommen.“

Im Rausch des Schwärmens über seine Jungs musste zwangsläufig seine Frage kommen:
„Na. Und kennt ihr einen von den tapferen Soldaten?“

Es gingen bedeutend weniger Hände hoch, als bei der ersten Fragestellung.
„Günter Dittberner. Mein Papa ist noch in Warschau.“
„Bei welcher Einheit dient dein Vater?!
„Bei“n Fliegern.“
„Ja, Jungs. Nicht einmal 50 Kilometer von hier entfernt überschritt unsere Wehrmacht die Grenze und holte deutsches Land wieder zurück, das uns durch den Versailler Vertrag geraubt worden war.“

Dann las er aus einem Buch vor:
„Im Zuge der Völkerwanderung hatten die germanischen Stämme ihre alten Wohnsitze im Osten aufgegeben und waren west- und südwärts gewandert. Erst nach Jahrhunderten waren in den menschenarmen Raum Slawen nachgedrungen. Nach seiner Krönung zum König im Jahre 919 begann Heinrich I. wieder zielbewusst, verlorenes Land durch die Unterwerfung der Slawen zurückzugewinnen. Schließlich drangen im 12. und 13. Jahrhundert die deutschen Siedler ostwärts, auch hierher, nach Schlesien. Die polnischen Städte sind ebenso wie die meisten Städte der Ukraine und Weißrußlands deutsche Gründungen.
Im ganzen wurde der deutsche Volksboden durch die Ostsiedlung etwa verdoppelt.
Auch im 19. Jahrhundert wurde die Ostsiedlung noch fort-geführt. Deutsche Kaufleute und Handwerker bauten in und um Lodsch die polnische Tuchindustrie auf.
1918 brach die bisherige deutsche Stellung im Osten zusammen. Vor allem in Polen, aber auch in den anderen Oststaaten wurde das Deutschtum mit allen Mitteln gewaltsam unterdrückt.

Im Jahre 1919 übernahmen die Polen von Preußen ein in jahrhundertelanger Arbeit mühselig entwickeltes, ja geradezu blühendes Land. Was fand unsere Wehrmacht 1939 davon noch vor? Verwahrloste Städte und Dörfer. Straßen mit geringsten Ausnahmen verlottert und verkommen. Das alles bezeichnet man zurecht als „Polnische Wirtschaft“ .

Nein. Keineswegs überforderte uns Herr Altenkirch mit der Erwähnung von geschichtlichen Jahreszahlen.
Mindestens 17 markante Jahreszahlen hatte sich ein 5-Klässler einzuprägen, locker abzuspulen:
„20.04.1889 - Geburtstag des Führers.
01.08.1914 - Ausbruch des Weltkrieges.
09.11.1918 - Zusammenbruch Deutschlands.
1919 - Adolf Hitler wird 7. Mitglied der NSDAP.
09.11.1923 - Marsch zur Feldherrenhalle.
1923 - Erschießung Schlageters.
1925 - Adolf Hitler gründet zum zweiten Male die NSDAP.
1930 - Ermordung Horst Wessels.
30.01.1933 - Der Führer wird Kanzler.
Jan. 1935 - Rückkehr des Saargebietes.
März 1938 - Heimholung der Ostmark.
Okt. 1938 - Befreiung des Sudetenlandes.
Sept. 1939 - Feldzug in Polen.
April 1940 - Besetzung Dänemarks und Norwegens.
Mai 1940 - Einmarsch in Belgien und Holland.
Juni 1940 - Einmarsch in Paris.
Juni 1940 - Frankreich legt die Waffen nieder.“

Das Lernen fiel mir im Leben niemals schwer. So brauchte ich mich im Unterricht nicht zu fürchten, irgendwie mit einer Frage überrascht zu werden, so weit sie Themen anbelangte, die wir schon behandelt hatten.

Für uns Knirpse verlief die erste Stunde keineswegs an-strengend, außer der Tatsache, dass wir kurz vor 11 Uhr angehalten worden sind, in das Schreibheft die genaue Lageradresse einzuschreiben: „HJ-Jugendherberge, Stoberau Kr. Brieg, Ablage“ .
Nach zehn Minuten Pause begann die 2. Stunde, um 11 Uhr 05, überraschend jedoch in Anwesenheit von Konrad. Doch der blieb die gesamte Unterrichtsstunde auf seinem angestammten Stuhl sitzen. Seine Mimik reagierte höchstens mal zwischendurch auf komische Situationen in der nun von Herrn Altenkirch angesagten Singestunde.
Einleitend nahm er etwas vorweg, was uns auf dem Tagesplan ab 14 Uhr 30 ohnehin bevorstand - den bevorstehenden Ausmarsch betreffend.
„Nach dem wir in der ersten Stunde uns so interessant über die deutschen Siege unterhielten, wollen wir heute am Nachmittag den Einwohnern von Stoberau zeigen, dass wir, die wir aus der Hauptstadt des Reiches kommen, ebenso stolz auf unseren Führer sind, wie die fleißigen deutschen Bauern von Stoberau.“
Herr Altenkirch nahm nun eines von den beiden vor ihm liegenden Bücher in die Hände. Ich, nein alle erkannten es sofort an der Umschlagseite wieder. Sowohl Musiklehrer Pantke als auch Klassenlehrer PG Weigel und Jungzugführer Rolf Bertram verfügten über das Liederbuch: „Mit unseren Fahnen ist der Sieg.“

„Welche Lieder kennt ihr denn?“
Zwar verbot Lehrer Poltersdorf grundsätzlich beim Melden das Schnipsen mit den Fingern, von dessen auffälligem Geräusch sich Schnelldenker eine Anerkennung vom Lehrer erhofften, doch Lehrer Weigel ließ diese Übung meistens durchgehen, ohne je einen ernsthaften Einwand dagegen vorgetragen zu haben. Und um ganz vortrefflich von dem auf dem erhöhten Pult stehenden Lehrer gesehen zu werden, stützte der auf der Schulbank aufgelehnte linke Arm in der Handfläche den Ellenbogen des rechten Armes mit dem schnipsenden Fingern. Man bildete sich ein, dadurch als erster mit seinem Wissen aufzufallen.

Es schnipsten vermutlich auf die Frage des Lagerleiters im Speiseraum: „Welche Lieder kennt ihr schon?“ ebenso viele Finger, wie die meisten von uns Marschlieder beherrschten. Äußerst zackig vergingen die ersten Minuten der 2. Stunde.
“Du!“ - „Du!“
Und die Titel flatterten zur sichtlichen Zufriedenheit von Lehrer Altenkirch in den Raum. Nicht jeder nannte zuerst sei-nen vollen Namen.
„Aus grauer Städte Mauern.“
„Wenn die bunten Fahnen wehen.“
Ich meldete mich:
„Hans Horn. Das Engelandlied: „Denn wir fahren ...“
Bis gegenwärtig ist mir dieser Glockendreiklang, der den drei Worten folgte, nicht aus dem Gedächtnis verschwunden.

„Und du?“
„Ich hatt’ einen Kameraden.“
Der Vorschlagende wurde regelrecht abgemustert:
„Danach wird nicht marschiert. Setzen. - Weiter.“
„Durch Groß-Berlin marschieren wir.“
„Die Fahne hoch.“
„Märkische Heide.“
„Unsre Fahne flattert uns voran.“

Unvermittelt hakte Herr Altenkirch ein.
„Lasst uns das mal singen. - Aufstehen!“

Dass das Aufstehen weitmöglichst geräuschlos ablief, darum be-mühte sich nun ein jeder von uns.
Das Stehen beim Singen an sich hatte man uns schon über Jahre beigebracht. Erst Musiklehrer Herr Pantke, dann aber auch die Jungvolkführer in der Prinzenallee 8 mit der Begründung, der Brustkorb und die Lunge sind dann voller belastbar.

Wie aus heiterem Himmel öffnete sich beim Aufstehen plötzlich ein geistiger Vorhang, der eine Gesprächssituation zwischen meinem Vater und mir in Erinnerung brachte, als ich wieder einmal gerade von einem Jungvolk-Liederabend aus der Prinzenallee heimkehrte.
Vater ließ sich das detailliert schildern, schmauchte an seiner Pfeife, stieß dabei seine berühmten grauen Ringe aus dem Mund. In seinen Augen entdeckte ich immer deutlicher, dass Ironie von ihm Besitz ergriff. Und wirklich.
„Tja Hans. In der Kirche ist das nicht anders. Man lernt Kirchenlieder und auch dort ist vorab festgelegt, welche Lieder nacheinander gesungen werden und die Lämmer, ich meine die Frommen, haben dazu pflichtgemäß aufzustehen.“
„Und warum singen die solche Lieder und wir solche?“
„Die einen glauben an Gott als den Retter, die anderen rettet Hitler.“

Glaubte ich an Hitler?
„Die Größe eines Staatslenkers ermisst man am sichersten an der Liebe, die ihm sein Volk schenkt. Und wer wäre da reicher als unser Führer? Möge der Herrgott das ewige Deutsche Reich und unseren Führer schützen und segnen.“

Meine Empfindungen hätte niemand mit dem Begriff Euphorie kennzeichnen können. Wohl begeisterten mich kurzweilig Tagesereignisse. Welcher Zehnjährige geht absichtlich im Alltag Geschehnissen aus dem Weg, in denen er sich beweisen könnte? Hitler als Retter?
Millionenfach hoben sich in Deutschland die Hände am ge-streckten Arm zur Lobpreisung „Heil Hitler“, allein schon wegen der Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Inzwischen benutzten manche Grüßende die Arme nur noch, um sich Tränen von den Augen zu wischen - „Gefallen für Führer, Volk und Vaterland“.
Alle waren Helden - vollbrachten Heldentaten, bewährten sich in heldenhaften Kämpfen! Wie lautete doch einer der Fahnensprüche, die wir bei Appellen jederzeit beherrschen sollten:
„Wer auf die Fahne des Führers schwört,
hat nichts mehr, was ihm selber gehört.“

Fünf Jahre erlebtes Elternhaus trugen doch manche Früchte. Ich bewahrte mir die Fähigkeit, über Manches anders zu denken. Und diese Fähigkeit saß im Kopf, der mir gehörte.

Angesichts der Erfolge schwoll die Propaganda allseits an: „Unsere Wehrmacht überlegen“, „Das Volk siegessicher“, „Der Führer weist Europa den Weg zum Frieden.“
Was stimmte daran nicht?
„22. Juni; Frankreich besiegt - Waffenstillstand; 13. August; Beginn der Luftschlacht um England; deutscher U-Boot-, Minen- und Hilfskreuzerkrieg gegen britische Seeverbindungen.“
„Im ersten Halbjahr 1940 versenkten deutsche U-Boote rund 900.000 BRT.“

Mit dem aus Thüringen stammenden U-Boot-Kommandanten, Kapitänleutnant Günther Prien, schuf sich Großdeutschland eine bleibende Stele des glorreichen Ruhmes deutschen Heldentums, weil er am 14. Oktober 1939 in die Bucht von Scapa Flow, dem Hauptsitz der englischen Heimatflotte, eindrang und dort das Schlachtschiff „Royal Oak“ versenkte.
Adolf Hitler würdigte die Großtat Priens mit der Verleihung des Ritterkreuzes. Der Kommandant von U 47 „rächte“ damit eine unvergessene Demütigung der deutschen Marine, die sich auf Grund des Waffenstillstandes 1918 in Scapa Flow zur Internierung einfinden musste, sich am 21. Januar 1919 in der Bucht auf Befehl des Konteradmirals v. Reuter zwischen den Orkney-Inseln aber selbst versenkte.

Hunderttausende Berliner füllten, vier Tage nach Priens Heldentat, am 18. Oktober 1939 , jubelnd die Straße Unter den Linden, nachdem der Held und seine Mannschaft eben im Winter-garten von Goebbels persönlich dekoriert worden sind. Und schon bald lasen wir am Heimabend in seinem Buch:
„Mein Weg nach Scapa Flow.“

Log der Rundfunk? Logen die Zeitungen?
Der Führer beabsichtigte im Jahr 1950 eine „Weltausstellung“ in Berlin zu präsentieren, im Zusammenhang damit die Umbenennung in „Welthauptstadt Germania“ zu vollziehen.
„Nach dem militärischen Sieg über Frankreich setzte eine Planungseuphorie ein. Hitler bestimmte in einem Erlass vom 25. Juni 1940 die Beschleunigung der Arbeiten und befahl ihren Abschluss für das Jahr 1950.“
„Das Zentrum dieser gigantischen Hauptstadt sollte nach dem Willen ihres Planers, des Generalbauinspektors (GBI) Albert Speer, im Bezirk Tiergarten liegen. Die vom „GBI“ geplanten >Neugestaltungsmaßnahem< mussten zwangsläufig zur Vernichtung ganzer Stadtviertel führen. Bereits 1938 begannen die ersten Abrissarbeiten – unterstützt von der Abbruchabteilung des „GBI“ – im Spreebogen, nordwestlich des Reichstages sowie am Kemperplatz. Dafür war es notwendig, die betroffenen Wohnungen zu räumen.“
„Monumentalstes Objekt war jedoch die geplante „ Halle des Volkes“ mit ihren gigantischen Ausmaßen und einer riesigen Kuppel. Auf ihrer Spitze war eine mehrere Meter hohe gläserne Laterne vorgesehen, über der ein Adler auf einem Hakenkreuz saß. Hitler selbst verwarf diese Version. „Hier soll nicht mehr der Adler über dem Hakenkreuz stehen, hier wird er die Weltkugel beherrschen.“

Im ersten Jahr nach dem Kriegsende plante das Regime den Bau von 300.000 Wohnungen, fortan sollten jährlich 600.000 erstellt werden unter der Verantwortung vom Reichsorganisator für sozialen Wohnungsbau Robert Ley.
Natürlich nicht für Juden, denen wurde schon im Jahr zuvor der Mieterschutz entzogen.

Nein, noch war ich nicht imstande, allein wissentlich zu filtern, wem dient was? Noch bestimmte die durch Abhän-gigkeiten anerzogene Gehorsamkeit überwiegend das Denken und Handeln, wirkte die Autorität der Erwachsenen fesselnd. Doch ein ausgeprägtes Gespür für Gerechtigkeit empfand ich schon.

„Lied - „Unsre Fahne flattert uns voran“ - drei, vier!“
Und vierzig Kinderstimmen, dieser und jener im Stimmbruch begriffen, wollten sich nicht vor dem Duett der Befehl-sgewaltigen blamieren.
Es schmetterte:
„Vorwärts! Vorwärts! schmettern die hellen Fanfaren.
Vorwärts! Vorwärts! Jugend kennt keine Gefahren.
Deutschland, du wirst leuchtend stehn,
mögen wir auch untergehn.“

Dass wir die vier Strophen ohne jegliche Klippe textlich bewältigten, begeisterte geradezu die zwei Erwachsenen an Tisch 11. Natürlich kritisierte Herr Altenkirch manchen nebenliegenden Brummton, doch erfüllten wir offensichtlich seine Erwartungen, den Stoberauern zeigen zu können, wer wir sind.

„Und nun lasst uns die „Märkische Heide“ singen.
Im Stehen ebbten unsere kindlichen Brustkörbe auf und ab und ließen den „Roten Adler“ stimmgewaltig über Sumpf, Sand und Kiefernwälder hochsteigen.

„Und wo lebt der rote Adler?“
Bislang wusste keiner von uns, wo ein roter Adler lebt? Parteigenosse Altenkirch klärte uns auf, warum Gustav Büchsenschütz, der den Text verfasst 1923 hatte, in dem Refrain einen „roten Adler“ hochsteigen ließ.

„Im Wappen der Provinz Brandenburg dominiert seit eh und je „in Silber ein mit Kurfürstenhut gekrönter, goldbewehrter roter Adler, mit goldenen Kleestengeln, Zepter und Schwert in den Fängen.
Nun fliegt der „Rote Adler“ auch wieder über deutsches Land, das unsere tapfere Wehrmacht von den polnischen Slawen befreit hat.“

Mit der Kommentierung zum „roten Adler“ endete Herrn Al-tenkirchs merkliche Freundlichkeit.
„Heute wollen wir ein neues Lied lernen. Schlagt die Schreib-hefte auf und schreibt mit:
„Der Gott, der Eisen wachsen ließ,...!“
Eine Tafel stand dem Lehrer noch nicht zur Verfügung. So schritt er, das Liederbuch in der Hand, zwischen den Tischen hin und her und beobachtete das Tun seiner ihm anvertrauten Zöglinge.
„Habt ihr’s?
... der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
dem Mann in seine Rechte.“
Zwei Strophen diktierte er uns ins Schreibheft, dann verriet ihm ein Blick auf seine Armbanduhr: Unterrichtsschluss.

Uns blieb eine viertel Stunde bis zum Antreten zum Mittagessen vor der Speiseraumtür, die wir zum Weglegen des Schulzeugs und Händewaschen nutzen sollten.
Einige stürmten samt der Hefte nach links weg zur Toilette, andere nahmen gleich zwei Stufen auf einmal aufwärts in die Schlafräume. Das Geschnatter nahm kein Ende:
„Wie findst’ den als Pauker?“
„Möchte wissen, warum Konrad die ganze Stunde dabeigesessen hat?“
„Musikunterricht ham wa denn wohl ja nich mehr!“
„Und Sport?“, fragte ein anderer zurück.
„Konrad wird uns schon noch scheuchen!“, konterte irgendwer.

Was hatte mir








Quelle: Bernd Schimmler: Der Wedding. Verlagsbuchhandlung Kroll; Berlin; 1985; S. 92. Verfügungen: Berichte der Sitzungen der Lehrerschaft; 140. Volksschule; Berlin N 20. 16.10.1940. ebenda Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 228ff. Laurenz Demps u.a. in: Geschichte Berlins von den Anfängen bis 1945. Dietz Verlag Berlin; 1987; S. 686. Arbeitsgruppe Pädagogisches Museum in: Heil Hitler, Herr Lehrer. Rowohlt Verlag GmbH; Reinbeck bei Hamburg; 1983; S. 221. Was geschah am ...?; Harenberg Verlag; Dortmund 1996; S.767. Koschker: Landverschickung von schulpflichtigen Kindern in luftgefährdeten Gebieten. Berichte der Sitzungen der Lehrerschaft; 33. (140.) Volksschule; Berlin N 20. 16.10.1940. Marion Melk-Koch in: Schulen im Wedding. Bezirksamt Wedding, Berlin; 1995; S. 109. Reichs-Herbergsverzeichnis 1939. Hrsg: Reichsverband für deutsche Jugendherbergen, Bln. NW 87, Klopstockstr. 47; Deutscher Heimat-Verlag Ernst Giesekind, Bielefeld; 27. Ausgabe; 1939; S. 247. Dr. Jutta Rüdiger: Die Hitler-Jugend und ihr Selbstverständnis im Spiegel ihrer Auf-gabengebiete. Lindhorst; 1983; S. 279f. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 10. ebenda: S. 452. Kinderlandverschickung 1940 - 1945. Texte zur Ausstellung des Kulturamtes Steglitz. Rat-haus Charlottenburg 11.04. - 09.05.1997; S. 1. Oskar Karstedt: Die Hindenburg-Spende in: Reichspräsident Hindenburg. Herausgegeben von der Hindenburgspende; Otto Stollberg Verlag; 1927; S. 11. Lehr- und Arbeitspläne für die Grodeutsche Volksschule. Gemeinschaftsverlag Ferdinand Hirt / Hermann Schroedel Verlag; Breslau / Halle (Saale); 1940; Titelblatt. ebenda: S. 10. Taschen-Brockhaus zum Zeitgeschehen; F.A. Brockhaus; Leipzig; 1940; S. 227. Der Neue Brockhaus; F.A. Brockhaus Leipzig; 1942, Bd. 1; S. 376. Anrdee“s Handatlas. Herausgegeben Geographische Anstalt von Velhagen & Klasing in Leipzig; 1881; S. 33. Berliner Lokal-Anzeiger. Organ für die Reichshauptstadt; Morgenausgabe, Freitag 1. September 1939; 57. Jg.; Nummer 209; Titelseite. ebenda: Nummer 209a; Titelseite. Taschen-Brockhaus zum Zeitgeschehen; F.A. Brockhaus; Leipzig; 1940; S. 52f.. Aus der Rede Adolf Hitlers am 06.10.1939. In: Berliner Illustrierte Nachtausgabe; 2. Aus-gabe; Nr. 234; S. 3. Reichs-Herbergsverzeichnis 1939. Hrsg.: Reichsverband für deutsche Jugendherbergen, Bln. NW 87, Klopstockstr. 47; Deutscher Heimat-Verlag Ernst Giesekind, Bielefeld; 27. Ausgabe; 1939; S. 247. Deutsche Illustrierte; 14. Jg.; Nr. 16; 16.04.1938; S. 15. Frank Grube, Gerhard Richter: Alltag im Dritten Reich. Hoffman und Campe: Verlag, Hamburg; 1982; S. 86. Aus der Rede Adolf Hitlers am 06.10.1939. In: Berliner Illustrierte Nachtausgabe; 2. Aus-gabe; Nr. 234; S. 1 - Schlagzeile. Hellwig/Linne: Daten der Weltgeschichte. Wilhelm Goldmann Verlag; München; 1995; S. 416. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 659. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a.: Der 2. Weltkrieg. Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh 1968; S. 102. Taschenbrockhaus zum Zeitgeschehen. F.A. Brockhaus; Leipzig; 1940; S. 226. Brigitte Esser, Michael Venhoff: Chronik des Zweiten Weltkrieges. Chronik-Verlag Bertels-mann; Gütersloh / München; 1994; S. 25. ebenda Autoren u. Ltg. Ingo Materna: Geschichte Berlins von den Anfängen bis 1945. Dietz Verlag Berlin 1987; S. 686. Rosemarie Baudisch, Michael S. Cullen: Tiergarten. Colloquium Verlag Berlin; 1991; S. 93. ebenda: S. 94. Der Neue Brockhaus; F.A. Brockhaus Leipzig; 1942, Bd. 4; S. 754. Frank Grube, Gerhard Richter: Alltag im Dritten Reich. Hoffman und Campe: Verlag, Hamburg; 1982; Anhang; 17.01.1939. Dr. Gebhard Falk: Die Mark. In: Die Mark Brandenburg; Zeitschrift für die Mark Bran-denburg; Verlag Lucie Großer; Nr. 1; 1991; S. 6. Meyers Kleines Konversations-Lexikon; Bibliographisches Institut; Leipzig u. Wien; 1898; Bd. 3; S. 80b. Gerhard Kock: Die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg. Verlag Ferdinand Schö-ningh; Paderborn; S. 125. Reichsband-Adressenwerk der Dienststellen der NSDAP. Verlag Heinrich Scheuer; Berlin NW 7; 3. Ausgabe; 1941/42. Fotopostkarte im Familienbesitz: Jugendherberge Stoberau. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 189. Was geschah am...? Harenberg Verlag Hamburg; 1996; S. 262. ebenda: S. 456. Annemarie Lange: Berlin in der Weimarer Republik. Dietz Verlag Berlin; 1987; S.587. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 10 Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Aufbau-Verlag GmbH; Berlin 1995, S. 559. Geographische Karte: Grad Abteilung 51/50 der Breite 35º / 36º der Länge; Bande IX, Blatt 2. Stoberau. Gerhard Kock: Die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg. Verlag Ferdinand Schö-ningh; Paderborn; S. 122. Knaurs Konversations-Lexikon; Verlag von Th. Knaur Nachf.; Berlin 1934; S. 597. ebenda. Die bürgerlichen Parteien in Deutschland. VEB Bibliographisches Institut Leipzig. 1968, Bd. II; S. 64. Julian Bartosz: Ressentiments schon abgebaut? In: Tageszeitung: Neues Deutschland; 16./17.06.2001; S. 7. ebenda CD-Rom: Spezial 5.0. Communication GmbH – 1997. Reichs-Herbergsverzeichnis 1939. Hrsg.: Reichsverband für deutsche Jugendherbergen, Bln. NW 87, Klopstockstr. 47; Deutscher Heimat-Verlag Ernst Giesekind, Bielefeld; 27. Ausgabe; 1939; S. 248. ebenda Gerhard Kock: Die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg. Verlag Ferdinand Schö-ningh; Paderborn; S. 120. ebenda Fotopostkarte im Familienbesitz: Vatershausen - Oberschlesisches Arbeiter Freizeitheim Vatershausen. Reichs-Herbergsverzeichnis 1939. Hrsg.: Reichsverband für deutsche Jugendherbergen, Bln. NW 87, Klopstockstr. 47; Deutscher Heimat-Verlag Ernst Giesekind, Bielefeld; 27. Ausgabe; 1939; S. 248. Gerhard Kock: Die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg. Verlag Ferdinand Schö-ningh; Paderborn; S. 120. ebenda Fotopostkarte im Familienbesitz: Vatershausen - Oberschlesisches Arbeiter Freizeitheim Vatershausen. Frank Grube, Gerhard Richter: Alltag im Dritten Reich. Hoffman und Campe: Verlag, Hamburg; 1982; S. 86. Zeitschrift. Unser Lager. Verantwortlich: Bannführer Gerhard Dabel. Druck: Otto Hellwig & Co., Bln.-Wilmersdorf, Uhlandstr. 61; Heft 6; S. 251. ebenda Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 454f. Gerhard Kock: Die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg. Verlag Ferdinand Schö-ningh; Paderborn; S. 158. Samuel Smiles: Der Charakter. Leipzig; 1878; S.556. Ernst Otto; geb. 07.10.1862 in Ottensen; gest. 05.03.1926 Groß-Flottbeck bei Hamburg. Der Neue Brockhaus; F.A. Brockhaus Leipzig; 1942, Bd. 1; S. 723. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jahrg.; Nr. 1; 05.01.1941; S. 5. ebenda: 82. Jahrg.; Nr. 2; 12.01.1941; S. 9/10. ebenda: 82. Jahrg.; Nr. 2; 12.01.1941; S. 12. ebenda: 82. Jahrg.; Nr. 3; 19.01.1941; S. 38. ebenda: 82. Jahrg.; 2. Sonder-Ausgabe; 13.01.1941; S. 29. Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Aufbau-Verlag GmbH; Berlin 1995, S. 569. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jahrg.; Nr. 5; 02.02.1941; S. 56ff. ebenda: 82. Jahrg.; Nr. 6; 09.02.1941; S. 65/66. ebenda: 82. Jahrg.; Nr. 10; 09.03.1941; S. 111. ebenda: S. 112. Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Aufbau-Verlag GmbH; Berlin 1995, S. 583. Dietrich Eichholtz: Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939 - 1945. Akademie-Verlag-Berlin; 1969; Bd. 1; S. 369f. Rudenko: Schlussrede in Nürnberg. Verlag Tägliche Rundschau; Berlin; 1946; S. 15. ebenda Andreas Förster: Nur 500 000 Mark für Zwangsarbeiter. In: Berliner Zeitung; Nr. 197; 24.08.2000; S. 5. Verbrecherisches Ziel - verbrecherische Mittel. Verlag für fremdsprachige Literatur; Mos-kau; 1963; S. 50. Pierre Lévy: Wer ist der Souverän? Gastkolumne in: Neues Deutschland; 55. Jg.; Nr. 287; 9./10.12.2000; S. 1. Hauptmann Graf von Manteuffel - 3. Kp.Inf.Ers.Btl.178: Soldbuch Nr. 761 für den Schützen H.Horn. 08.01.1941. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jahrg.; Nr. 4; 26.01.1941; S. 51. ebenda: 82. Jahrg.; Nr. 7; 16.02.1941; S. 81. Hauptmann Graf von Manteuffel - 3. Kp.Inf.Ers.Btl.178: Soldbuch Nr. 761 für den Schützen H.Horn. 08.01.1941. Wehrbezirkskommando Bln. I; Berlin N 65, Gerichtstr. 27: Wehrpass: Horn Herbert. Wehrnummer Berlin /1/04/49/16/1 (630245 Pst.). Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 659 (06.02.1941). Herbert Horn: Die große Zeit des Otto Blümel. Verlag des Ministeriums für Nationale Ver-teidigung, Berlin; 1959; S. 113. ebenda Meyers Kleines Konversations-Lexikon; Bibliographisches Institut; Leipzig u. Wien; 1899; Bd. 2; S.481. Prof. Dr. Paul Schwartz: 1415-1915 Brandenburg Preußen und das Deutsche Reich unter den Hohenzollern; Verlag Heinrich Grund, Hofbuchhändler; Berlin-Groß-Lichterfelde; 1915; S. 129. ebenda: S. 128. Hier spricht Dibelius. Eine Dokumentation. Verlag Rütten & Loening; Berlin; 1960; S. 92. Julius Mader: Hitlers Spionagegenerale sagen aus. Verlag der Nationen; Berlin; 1974; S. 344. Wehrbezirkskommando Bln. I; Berlin N 65, Gerichtstr. 27: Wehrpass: Horn Herbert. Wehrnum-mer Berlin /1/04/49/16/1 (630245 Pst.). Der Einigungsvertrag: Präambel. Goldmann-Verlag; 10/90; 2. Auflage; S. 1. Julius Mader: Hitlers Spionagegenerale sagen aus. Verlag der Nationen; Berlin; 1974; S. 336. ebenda: S. 341. Der Neue Brockhaus; F.A. Brockhaus Leipzig; 1942, Bd. 2; S. 123. L.P. Lochner: Goebbels Tagebücher aus den Jahren 1942 – 1943. Zürich 1948; S. 327. Kurt Georg Kiesinger, Reden und Interviews 1968, Hrsg. vom Presse- und Informationsamt, Bonn; S. 247. Hitler-Erlaß über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet Barbarossa und über besondere Maßnahmen der Truppe vom 1^3.05.1941. Soldat Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 28607; LG/Pa Hamburg 1: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 25.03.1941. Hans Reifart - Im Westen: an die Eltern. 24.04.1940. Soldat Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 28607; LG/Pa Hamburg 1: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 07.05.1941. Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Aufbau-Verlag GmbH; Berlin 1995, S. 573. Joseph von Eichendorff: in - Worte die gut tun. Herausgegeben von Christian Leven; Ver-lag Herder Freiburg im Breisgau; 1998; S. 196. Zeitschrift. Unser Lager. Verantwortlich: Bannführer Gerhard Dabel. Druck: Otto Hellwig & Co., Bln.-Wilmersdorf, Uhlandstr. 61; Heft 2; S. 33. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 781. Zeitschrift. Unser Lager. Verantwortlich: Bannführer Gerhard Dabel. Druck: Otto Hellwig & Co., Bln.-Wilmersdorf, Uhlandstr. 61; Heft 2; S. 33. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 781. Der Neue Brockhaus; F.A. Brockhaus Leipzig; 1942, Bd. 1; S. 633. Willem de Boer in: Roland von Berlin; 1949; Heft 37; 11.09.1949; S. 4 Steglitzer Anzeiger. Nr. 19, 1941. (Sonderdruck). ebenda Hermann Ambelang, Walter Schulz: Mit unsern Fahnen ist der Sieg. Weidmannsche Ver-lagsbuchhandlung; Berlin; 2. Auflage 1942; S. 5. Was geschah am...? Harenberg Verlag Hamburg; 1996; S. 382. Zeitschrift. Unser Lager. Verantwortlich: Bannführer Gerhard Dabel. Druck: Otto Hellwig & Co., Bln.-Wilmersdorf, Uhlandstr. 61; Heft 6; S. 262. Léon Poliakov, Josef Wulf: Das dritte Reich und seine Diener. Verlag Volk und Welt - Ber-lin; 1975; S. 328. Peter-Lutz-Kindermann: Die Geschichte der Wilhelm-Hauff-Grundschule in Berlin-Wedding. Juni 1997; S. 98. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 752. ebenda: S. 750. ebenda: S. 742. ebenda: S. 757. ebenda: S. 739. ebenda: S. 775. Max Fechner: Wie konnte es geschehen; Auszüge aus den Tagebüchern und Bekenntnissen eines Kriegsverbrechers. JHW Dietz Nachf. GMBH Berlin; Buchdruckerei des Waisenhauses GMBH Hal-le; 1946; S.33. Koschker: Ministerialerlass vom 06.03.1940. Berichte der Sitzungen der Lehrerschaft; 33. (140.) Volksschule; Berlin N 20. 17.04.1941. Berliner Adressbuch: Chronik für die Reichshauptstadt Berlin. Verlag August Scherl; Jg. 1942; S. 5. Berliner Illustrierte Zeitung; 50. Jg.; 12.05.1941; Nr. 646. Deutsche Auszeichnungen: Bearbeitet von Dr. Kurt-Gerhard Klietmann 2. Band - Deutsches Reich 1871 - 1945; Verlag „Die Ordens-Sammlung“ Berlin; 1971. S. 97. Berliner Illustrierte Zeitung; 50. Jg.; 12.05.1941; Nr. 23. ebenda Deutsche Auszeichnungen: Bearbeitet von Dr. Kurt-Gerhard Klietmann 2. Band - Deutsches Reich 1871 - 1945; Verlag „Die Ordens-Sammlung“ Berlin; 1971. S. 188. ebenda Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 196. N.A. Antipenko: In der Hauptrichtung. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Re-publik; 1974; S. 61-62. Soldat Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 28607; LG/Pa Hamburg 1: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 15.05.1941. Berliner Illustrierte Zeitung; 50. Jg.; 12.05.1941; Nr. 635. Soldat Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 28607; LG/Pa Hamburg 1: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 10.07.1941. J. Reichow / M. Hanisch: Filmschauspieler von A-Z. Henschelverlag Berlin; 1982. Joachim Reichow / Michael Hanisch: Filmschauspieler A-Z. Henschelverlag Berlin; 1982; S. 172. Heinrich George: Originalton in einem Rundfunk-Interview. Im Besitz des Verfassers. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20;. 82. Jg.; Nr. 3; 19.01.1941; S. 40. ebenda: 82. Jg.; Nr. 17; 27.04.1941; S. 219. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jg.; Nr. 24; 15.06.1941; S. 317-318. ebenda: 84. Jg.; Nr. 1; 05.01.1943; S. 8. ebenda: 84. Jg.; Nr. 5; 02.02.1943; S. 50. ebenda: 82. Jg.; Nr. 27; 06.07.1941; S. 356. ebenda: 82. Jg.; Nr. 32; 10.08.1941; S. 422. ebenda: 82. Jg.; Nr. 28; 13.07.1941; S. 371. ebenda: 82. Jg.; Nr. 31; 03.08.1941; S. 410. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jg.; Nr. 31; 03.08.1941; S. 410. ebenda: 82. Jg.; Nr. 36; 07.09.1941; S. 472. Zeitschrift. Unser Lager. Verantwortlich: Bannführer Gerhard Dabel. Druck: Otto Hellwig & Co., Bln.-Wilmersdorf, Uhlandstr. 61; Heft 6; S. 251. Berliner Lokal-Anzeiger. 57. Jg.; Nr. 209; Abendausgabe; Freitag, 01.09.1939; S. 3. Julius Mader: Hitlers Spionagegeneräle sagen aus. Verlag der Nation; Berlin; 1974; S. 317ff. Hobert Koenig: Deutsche Literaturgeschichte; Verlag von Velhagen & Klasing; Bitterfeld und Leipzig; 1879; S. 547. Heinz Rudolf Fritsche: Schlesien-Wegweiser. Adam Kraft Verlag; S. 239. Emanuel Müller-Baden: Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens. Deutsches Ver-lagshaus Bong 6 Co. Berlin; 1905; S. 105. Günter Albrecht u.a.: Deutsches Schriftstellerlexikon. Volksverlag Weimar; 1961; S. 109. Lehr- und Arbeitspläne für die Großdeutsche Volksschule. Ferdinand Hirt + Hermann Schroedel Verlag; Breslau - Halle; 1940; S. 71. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jg.; Nr. 50; 14.12.1941; S. 679. ebenda Fotopostkarte im Familienbesitz: Jugendherberge am Roten Berg. Zeitschrift. Unser Lager. Verantwortlich: Bannführer Gerhard Dabel. Druck: Otto Hellwig & Co., Bln.-Wilmersdorf, Uhlandstr. 61; Heft 6; S. 258. Deutsche Allgemeine Zeitung: Die Front im Osten - Maßstab 1.6000000. Im deutschen Verlag / Berlin 1941. Wehrbezirkskommando Bln. I; Berlin N 65, Gerichtstr. 27: Wehrpass: Horn Herbert. Wehrnum-mer Berlin /1/04/49/16/1 (630245 Pst.). Königs Wusterhausener Zeitung: Charkow in deutscher Hand. 67.Jg.; Folge 252; 27.10.1941. J. Goebbels: Der Dank der Heimat, 03.10.1941 in: Das eherne Herz, Reden und Aufsätze aus den Jahren 1941/42 von Joseph Goebbels; Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. Mün-chen; Herausgegeben von M.A. Schirmeister; 1943; S. 22/23. Berliner Adressbuch: Chronik für die Reichshauptstadt Berlin. Verlag August Scherl; Jg. 1943; S. 5. Cajus Becker: Verdammte See – Kriegstagebuch der deutschen Marine. Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft; Köln; 1971, S. 187ff. Koschker: Erlass des Reichsministers vom 14.11.1941. Berichte der Sitzungen der Leh-rerschaft; 33. (140.) Volksschule; Berlin N 20. 20.12.1941. Ernst Udet: Mein Fliegerleben. Verlag Ullstein - Berlin; 1935; S. 181ff. Ernst Udet: Mein Fliegerleben. Verlag Ullstein - Berlin; 1935; Vorspann. ebenda: S. 176/177. Prof. Gustav Adolf Leinhaas. Brief vom 12.ß6.1934. Berliner Illustrierte Zeitung; 50. Jg.; 12.05.1941; Nr. 23; S. 650. K. Ahlgrimm / W. Schünke: Das schwarze Kreuz. In: Jugend und Technik: 14. Jg.; Heft11; S. 1015. 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München; Herausgegeben von M.A. Schirmeister; 1943; S. 157/158. Koschker: Mitteilungen. Berichte der Sitzungen der Lehrerschaft; 33. (140.) Volksschule; Berlin N 20. 20.12.1941. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 83. Jg.; Nr. 2; 11.01.1942; S. 33. ebenda: S. 27. ebenda: 84. Jg.; Nr. 1; 051.1943; S. 6. Joseph Goebbels; Das eherne Herz; Zentralverlag der NSDAP; Franz Eher Nachf. München; 1943; S. 257. Foto im Familienbesitz. Vatershausen - Schweinehälfte wird bestaunt. Deutsche Auszeichnungen. Bearbeitet von Dr. Kurt-Gerhard Klietmann. Verlag ‘Die Ordens-Sammlung’ Berlin; 1971; 2. Band; S. 97. Koschker: Verfügungen. Berichte der Sitzungen der Lehrerschaft; 33. (140.) Volksschule; Berlin N 20. 19. März 1942. Lehr- und Arbeitspläne für die Großdeutsche Volksschule. Gemeinschaftsverlag Ferdinand Hirt - Breslau / Hermann Schroedel Verlag - Halle (Saale); 1940; S. 77. ebenda: S. 193. 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Colloquium Verlag Berlin; 1960; S. 272. Gefreiter Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 21084; LG/Pa München 2: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 11.02.1942. Foto im Familienbesitz. Vatershausen - Funkwagen auf dem Hof. Hartmann G.A.: Brief vom 06.08.2002 an Hans Horn. (Friedrich-Engels-Straße 5; 06507 Gern-rode. Große Sowjet-Enzyklopädie. Verlag Kultur und Fortschritt; Berlin; 1952; Bd. 1; S. 743. ebenda: S. 745. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 314. Herbert Horn: Die große Zeit des Otto Blümel. Verlag des Ministeriums für Nationale Ver-teidigung; Berlin; 1959; S. 271/272. ebenda: S. 274/275. ebenda Autorenkollektiv: Reiseführer der DDR. VEB Edition Leipzig; 1962; S. 312. Walter Ulbricht: Zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Dietz-Verlag Berlin; 1953; Bd. III; S. 359. Brockhaus“ Konservations-Lexikon. Leipzig, Berlin, Wien; 1896; 12. Bd.; S. 111. Meyers Neues Lexikon. VEB Bibliographisches Institut Leipzig; 1964; 6. Bd. S. 1. Gefreiter Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 28607; LG/Pa Hamburg 1: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 08.06.1942. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 663. Gefreiter Heinz Zergiebel - Feldpostnummer L 28607; LG/Pa Hamburg 1: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 26.07.1942. Meyers Neues Lexikon. VEB Bibliographisches Institut Leipzig; 1964; 1. Bd. S. 102. Gefreiter Heinz Zergiebel - Res.Laz.Algassing: an Edith Kosolowski, Berlin-Britz, Kol. Goldregen 4/12. 20.09.1942. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 83. Jg.; Nr. 13; 29.03.1942; S. 179. Verordnungsblatt der Stadt Berlin. 1. Jg.; Nr. 9; vom 10. Oktober 1945; S. 102. (Aufhebung durch die Alliierten). Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Aufbau-Verlag GmbH; Berlin 1995, S. 663. Frank Grube, Gerhard Richter: Alltag im Dritten Reich. Hoffman und Campe: Verlag, Hamburg; 1982; Anhang. J. Goebbels: Vom Sinn des Krieges - 23.08.1942 - in: Das eherne Herz, Reden und Aufsätze aus den Jahren 1941/42 von Joseph Goebbels; Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. München; Herausgegeben von M.A. Schirmeister; 1943; S. 436. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 664. Große Sowjet-Enzyklopädie; Band 1; Verlag Kultur und Fortschritt Berlin; 1952; S. 62. Prof. Dr. Herbert Michaelis u.a. in: Der 2. Weltkrieg; Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn; Gütersloh; 1968; S. 664. ebenda: S. 680. Hauptmann Graf von Manteuffel - 3. Kp.Inf.Ers.Btl.178: Soldbuch Nr. 761 für den Schützen H.Horn. 08.01.1941. Foto im Familienbesitz: St. Kanzian - Porträt Hans H. in KLV- Uniform. Foto im Familienbesitz: St. Kanzian - Porträt Hans H. in KLV- Uniform. J. Goebbels: Seid nicht allzu gerecht. 6. September 1942 in: Das eherne Herz, Reden und Aufsätze aus den Jahren 1941/42 von Joseph Goebbels; Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. München; Herausgegeben von M.A. Schirmeister; 1943; S. 452. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 10. Der Neue Brockhaus; F.A. Brockhaus Leipzig; 1942, Bd. 2; S. 474. Berliner Illustrierte Zeitung; 50. Jg.; 12.05.1941; Nr. 23; S. 646. Dadzis in Sputnik; Jg. 1980; Heft 3; Seite 141. Festschrift: 100 Jahre Fremdenverkehr Klopeiner See - Tuner See. Fremdenverkehrsverband A-9122 St.Kanzian am Klopeiner See; 1984; S. 5ff. Meyers Kleines Konversations-Lexikon; Bibliographisches Institut; Leipzig u. Wien; 1898; Bd. 1; S.590. Meyers Neues Lexikon. VEB Bibliographisches Institut Leipzig; 1964; 4. Bd.; S. 831. Hauptmann Graf von Manteuffel - 3. Kp.Inf.Ers.Btl.178: Soldbuch Nr. 761 für den Schützen H.Horn. 08.01.1941. Elisabeth-Mittelschule für Mädchen - Verwaltungsbezirks Charlottenburg der Reichs-hauptstadt Berlin: Zeugnis Ruth Horn. 06.02.1943. Schlag nach. Bibliographisches Institut AG Leipzig; 1939; S. 224. Lenz: Kernsätze im Deutsch-Unterricht. Berichte der Sitzungen der Lehrerschaft; 33. (140.) Volksschule; Berlin N 20. 08.12.1942. J. Goebbels: Der steile Aufstieg, 24. September 1942 in: Das eherne Herz, Reden und Aufsätze aus den Jahren 1941/42 von Joseph Goebbels; Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. München; Herausgegeben von M.A. Schirmeister; 1943; S. 468ff. Dr. Walther Gehl: Geschichte für höhere Schulen - Mittelstufe Heft 4; Ferdinand Hirl in Breslau, Königsplatz 1; 1936, S. 141. Hermann Ambelang; Walter Schulz: Mit unsern Fahnen ist der Sieg. Weidmannsche Ver-lagsbuchhandlung / Berlin; 1942; S. 13. Lehr- und Arbeitspläne für die Großdeutsche Volksschule. Ferdinand Hirt + Hermann Schroedel Verlag; Breslau - Halle; 1940; S. 193. Oberst P.A.Shilin: Die wichtigsten Operationen des Großen Vaterländischen Krieges 1941 - 1945. Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung; Berlin; 1958; S. 192. Dr.Klaus Scheel: Der „totale Krieg" brachte fast das Ende in: Berliner Zeitung; Bilder zur Geschichte (36); 1987. J. Goebbels: Der steile Aufstieg, 20. September 1942 in: Das eherne Herz, Reden und Aufsätze aus den Jahren 1941/42 von Joseph Goebbels; Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. München; Herausgegeben von M.A. Schirmeister; 1943; S. 467. Willi Bredel: Dem Tribun und Sänger des deutschen Proletariats in: Neue deutsche Li-teratur; 1. Jg.; Nr. 6; Juni 1953; S. 10. Meyers Neues Lexikon. VEB Bibliographisches Institut Leipzig; 1964; 6. Bd. S. 50. W. Hrg. u.a.: Geschichtliche Weltkunde; Band 3; Verlag Moritz Dieterweg; 1979. H. Ebeling, Prof. Dr. W. Birkenfeld: Die Reise in die Vergangenheit; Bans 5; Westermann Schulbuchverlag GmbH; 1999. ebenda: S. 153. Demling: Prüfungsordnung für die Hauptschulen. 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Volks-schule; Berlin N 20. 09.04.1943. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 82. Jahrg.; Nr. 1; 05.01.1941; S. 5. Wilhelm Adam: Der schwere Entschluss. Verlag der Nation; Berlin; 1974; S. 433. ebenda Asta Beaulieu - Züllichau: an Frau von Jena. 22.06.1943. Wilhelm Adam: Der schwere Entschluss. Verlag der Nation; Berlin; 1974; S. 451. ebenda: S. 275. Asta Beaulieu - Züllichau: an Frau von Jena (Anhang). 22.06.1943. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 84. Jahrg.; Nr. 26; 29.06.43; S. 265. Sputnik; Jg. 1984; Heft 9; S. 119. Marion Melk-Koch: Schulen im Wedding. Herstellung Bezirksamt Wedding, Abt. Volksbildung; Berlin; 1995; S. 80. Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 84. Jg.; Nr. 1; 05.01.1943; S. 3. Prof. Josef Pötsch, Stadtarchivar in St. Andrä, in einem Schreiben vom 22.01.2003 an mich. Dr. Christine Tropper: Der Bischofssitz in St. Andrä im Lavanttal. In: 80 Jahre Kärntner Caritasverband; S. 185. ebenda: S. 194 Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin. Verwaltungsdruckerei der Reichshauptstadt Berlin, SO 16, Rungestr. 20; 84. Jg.; Nr. 32; 10.08.1943; S. 302. ebenda ebenda: Nr. 37; 14.09.1943; S. 344. ebenda: Nr. 41; 12.10.1943; S. 365. ebenda: Nr. 45; 09.11.1943; S. 384. Adolf Hitler: Mein Kampf. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH. München; 876. - 880. Auflage dieser Ausgabe; 1943; S. 10.




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