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Titel:

AIDS


  Note: 1-   Klasse: 10









Arbeit: 1. Was ist AIDS

AIDS (Acquired Immuno Defiency Syndrome) ist eine erworbene, nicht angeborene Immunschwäche Krankheit, die durch das HI-Virus hervorgerufen wird. AIDS bewirkt, dass das Immunsystem des Organismus zusammenbricht und Krankheitserreger nicht mehr abwehren kann. Häufige Symptome sind starker Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit und in vielen Fällen auch Nervenstörungen, die durch eine Schädigung von Gehirnzellen entstehen. Auch bestimmte Formen von Krebs kommen regelmäßig vor: insbesondere das Kaposi-Sarkom, das sich in Form dunkelroter Hautschäden bemerkbar macht, sowie die Krebserkrankungen weißer Blutzellen.

2. Was ist der HI-Virus

HIV ist die Abkürzung für Human ImmunoDeficiency Virus. Zu deutsch menschliches Immundefektvirus .D.h. daß HIV nur an Menschen übertragen werden kann. Das HIV gehört zum Virustypus der Retroviren. Ein Retrovirus ist ein Virustyp, der seine genetische Erbinformation nicht in der Desoxiribonukleinsäure (DNS) , sondern in der Ribonukleinsäure (RNS) speichert. Damit unterscheidet sich das HIV von fast allen anderen Organismen, denn die speichern ihre Erbinformationen in der DNS. Die verschiedenen Speicherarten haben zwar keinen Einfluß auf die Informationen, wirken sich aber auf die Übertragung des Virus aus.

3. Geschichte zu Aids



3.1. Vermutliche Herkunft

Das HI-Virus stammt vermutlich von Tieren und ist scheinbar in mehreren Fällen auf den Menschen übergesprungen. In afrikanischen Affen wurden bereits nahe verwandte Virusstämme nachgewiesen.

3.2. Erster bekannter AIDS Fall

Der erste bekannte AIDS-Fall (HIV-1) betraf nicht wie lange vermutet einen norwegischen Seefahrer, der 1976 gestorben war, sondern betrifft einen Bantu aus Léopoldville (heute Kinshasa, Demokratische Republik Kongo). In der aus dem Jahr 1959 stammenden Blutprobe des Afrikaners wurden HI-Viren nachgewiesen. Eine Analyse der betreffenden Virus-RNA ließ bei einem Vergleich mit den Gensequenzen heutiger Viren den Schluss zu, dass die HI-Viren, die den Bantu infizierten, 10 bis 15 Jahre jünger sind als jener Stamm, von dem die weltweite AIDS-Epidemie ausging.

3.3. Zeitliche Entstehung

Die Entstehung von HI-Viren fällt demnach etwa mit dem Ende des 2. Weltkrieges zusammen.


Nachdem 1981 die ersten AIDS-Fälle (AIDS = Acquired Immuno Defiency Syndrome) bei zuvor gesunden jungen Männern beschrieben wurden und die Wissenschaft dieser neuen Krankheit zunächst ziemlich hilflos gegenüberstand, gelang es im Jahre 1983 dem französischen Wissenschaftler Dr. Luc Montagnier vom Pasteur-Institut in Paris erstmalig, das diese Krankheit verursachende Virus zu isolieren. Das selbe Ergebnis wurde kurz darauf in den USA von Dr. Robert Gallo erzielt, mit der zusätzlichen Erkenntnis, daß die Viren von einer lebenden Person auf die andere übertragen werden können. Das Virus gehört zur Gruppe der Retroviren, von denen erst seit Kurzem bekannt ist, daß sie neben Tieren auch Menschen befallen können; man hatte lange angenommen, das menschliche Immunsystem sei komplex und ausgeklügelt genug, diese Art von Viren auszuschalten.

1987 wurde HIV-2, von dem die heutige Epidemie ausgeht, erstmals isoliert, d.h. seine DNS wurde erstmals vollständig entschlüsselt. Untersuchungen ergaben, dass HIV-2 damals kaum verbreitet war. Der erste HIV-2-Fall wurde1985 bekannt, er betraf einen Bewohner von den Kapverdischen Inseln, Senegal. Vermutlich haben HIV-1 und HIV-2 das gleiche Elternvirus, jedoch unterscheiden sie sich in ihrer DNS erheblich: Nur 40% seiner 9671 Nukleotide entsprechen seinem Vetter. In den Jahren hat sich HIV-2 jedoch weiter verbreitet als sein Verwandter.
Anfang der achtziger Jahre waren vor allem Aids-Fälle in amerikanischen Großstädten bekannt, die Hauptbetroffenen waren Homosexuelle. Deswegen wurde Aids fälschlicher Weise häufig als Schwulenseuche bezeichnet. Mitte der achtziger Jahre kam Aids nach Europa, 1986 waren in Deutschland 675 HIV-positive bekannt. Andere betroffene Randgruppen waren Fixer und Blutkonservenempfänger.
Heute ist Aids keine ,,Schwulenseuche" mehr. Aids ist nun auf alle Gruppen der Gesellschaft verteilt. Die Tendenzen jedoch weisen darauf hin, dass in Zukunft ein Zuwachs besonders bei jungen Menschen und Frauen zu erwarten ist. In Westeuropa sind etwa 20% der Infizierten Frauen.
In Schwarzafrika ist die Lage dagegen ganz anders. Dort sind etwa 50% der Infizierten Frauen. Sogar Kinder sind betroffen. Auch die Zahl der Infizierten in Schwarzafrika ist viel höher als in anderen Regionen (Siehe Diagramm). Zwei von drei AIDS-Kranken sind Schwarze. Jeder Zehnte ist infiziert. Dies hängt mit der dortigen Kultur, die oftmals die notwendige Aufklärung nicht betreibt und den miserablen medizinischen Versorgung zusammen. So gibt Ruanda z.B. 4 DM pro Kopf im Jahr für medizinische Versorgung aus. Oft weiß ein betroffener nicht einmal dass er infiziert ist geschweige denn was Aids ist. Wie schwer das Ausmaß des Virus ist beweist die Tatsache, dass in den letzten fünf Jahren die Lebenserwartung in Simbabwe von 61 auf 39 Jahre gefallen ist. Bei den meisten Todesfällen handelt es sich um Kinder die bei der Geburt von der Mutter infiziert wurden (Übertragung des Virus von Mutter zu Kind ca. bei jedem drittem Baby, doppelte Infizierungsgefahr durch Muttermilch). Wodurch die Lebenserwartung eines Infizierten Kindes auf sechs Jahre sank.
Bei uns sieht die Lage hingegen erheblich besser aus. Jeder Jugendliche weiß was ein Präservativ ist und verwendet sie weit häufiger als die Jugendlichen vor 10 Jahren. Die Medizinische Unterstützung von AIDS-Kranken verbesserte sich in den letzten Jahren erheblich, sodass ein Aidskranker eine wesentlich höhere Lebenserwartung als vor Zehn Jahren hat. Am Anfang gab es noch keine sinnvollen medizinischen Maßnahmen. Mitte der Achtziger bot AZT den Infizierten erstmals eine erfolgversprechende Bekämpfung an. Man hatte anfangs aber noch Probleme mit der Dosierung. Heutzutage gibt es für Infizierte persönlich angepasste Medikamentencocktails. Sie müssen teilweise mehrere Dutzend Tabletten am Tag schlucken. Zusätzliche nützliche Maßnahmen sind Beispielsweise Einführungen von Fixerstuben und Spritzenautomaten. Dies verringert erheblich die Zahl der infizierten Fixer. Solche Maßnahmen werden jedoch durch die Drogenpolitik der Länder oft eingeschränkt.
Jedoch darf man die Gefahr von Aids nicht unterschätzen. Auf der Welt ist Aids die häufigste Todesursache. Eine endgültige Lösung des Aids Problems stellt scheinbar nur ein Impfstoff dar, der auch in armen Ländern großflächig finanzierbar ist. Trotz Präservativen wird es immer Neuinfektionen geben. Ein unter jetziger Forschung noch nicht möglich. Und scheint auch in naher Zukunft nicht realisierbar zu sein.

In den Vereinigten Staaten war AIDS zunächst unter dem Namen GRID (Gay Related Immunodefiency) oder GIDS (Gay People′s Immuno Defiency Syndrome) bekannt, da diese Krankheit anfangs vorwiegend unter männlichen Homosexuellen verbreitet war. Ein Grund hierfür liegt in dem hohen Infektionsrisiko bei der Praktizierung von ungeschütztem Analverkehr, bei dem feine Risse in der Darmschleimhaut entstehen können, über die das Virus in den Blutkreislauf gelangen kann, desweiteren begünstigte die Tatsache, daß in einem Teil des homosexuellen Milieus der häufige Wechsel der Sexualpartner üblich ist, die Verbreitung des Virus. Auch in Fixerkreisen griff die Krankheit schnell um sich, was dazu führte, daß viele Menschen der Meinung waren, AIDS gehe sie nichts an, die Seuche kursiere ja nur in "gesellschaftlichen Randgruppen". Es ist fraglich, ob die massiven Aufklärungskampagnen unterschiedlichster Organisationen und Einrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene AIDS von dem Makel einer "Fixer- und Schwulenpest" befreien konnten, obwohl inzwischen keinesfalls nur Geschlechtsverkehr mit Angehörigen dieser "Randgruppen", sondern jeder ungeschützte sexuelle Kontakt mit einem beliebigen Partner/einer Partnerin die Gefahr einer Infektion birgt, von der Gefahr einer Infektion durch infizierte Blutkonserven oder Organspenden ganz zu schweigen.

1986 einigte man sich in Paris auf einer "Internationalen Konferenz über AIDS" auf den weitaus unkomplizierteren Namen HIV (Human Immunodefiency Virus).

4. Erkennung einer HIV Infektion

AIDS ist die wohl bekannteste und gefürchtetste Virusinfektion, die es im 20. Jh. gibt. Obwohl das nicht ganz richtig ist. AIDS ist ,,nur" die Folgeerscheinung einer HIV-Infektion. Von AIDS spricht man erst, wenn mindestens drei der von HIV ausgelösten Erscheinungen auftreten. Das sind:
· häufige Infektionen
· unerklärbare Gewichtsverluste von mehr als 10% des Körpergewichtes
· Appetitlosigkeit
· Müdigkeit, Abgeschlagenheit
· Fieberschübe, Schweißausbrüche, Mattigkeit
· andauernde Lymphknotenschwellungen in verschiedenen Körperregionen gleichzeitig
· ständig wiederkehrende Durchfälle
· Schmerzen in den Muskeln
· Husten, Atemnot
· häufige Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände
· Kaposi-Sarkome (Hautknötchen, -verfärbungen (lila-blau))
Allerdings sind diese Symptome nicht immer eine eindeutige Diagnose für AIDS.
AIDS ist englisch und steht für Acquired ImmunoDeficiency Syndrom und heißt auf deutsch erworbenes immundefekt Syndrom.
Acquired bedeutet erwerben oder sich holen. Also: AIDS bekommt man nicht, man holt es sich. ImmunoDeficiency ist einfacher zu erklären, wenn man es in die einzelnen Teile zerlegt:
Immuno bezieht sich auf das körpereigene Immunsystem, d.h. die Abwehrkräfte, die jeder Mensch hat.
Deficiency heißt soviel wie defekt, daß etwas fehlt oder nicht in Ordnung ist. Folglich bedeutet ImmunoDeficiency, daß das menschliche Immunsystem defekt oder zerstört ist. Also können die Abwehrkräfte normale Infektionen, wie z.B. Grippe, u.U. nicht bewältigen, die sie normalerweise ohne größere Probleme besiegen könnten. Das Wort Syndrom heißt, daß verschiedene Symptome gemeinsam auftreten, so daß man auf eine bestimmte Krankheit schließen kann. Zusammengesetzt ergibt sich folgender, relativ logischer Sinn:
Ein Mensch steckt sich bei einem anderen an und entwickelt mehrere Krankheitssymptome. Aus diesem Krankheitssyndrom läßt sich schließen, daß das Immunsystem defekt oder gestört ist, und deshalb Erregern hilflos ausgeliefert ist, die es sonst problemlos eliminiert hätte.

5. Übertragung des HI-Virus

Hauptübertragungswege für das Virus, das nur innerhalb des menschlichen Körpers überleben kann - an der freien Luft stirbt es innerhalb weniger Minuten ab - sind ungeschützter Geschlechtsverkehr, der gemeinsame Gebrauch von Fixerbesteck zum intravenösen Injizieren von Drogen, Bluttransfusionen und Organtransplantationen. Immer häufiger erfolgt eine Infektion jedoch auch von der schwangeren Mutter auf ihr Kind, entweder während der Schwangerschaft, während der Geburt durch Kontakt des Neugeborenen mit dem Blut der Mutter, möglicherweise sogar auch beim Stillen über die Muttermilch. Über eine Infektion durch andere Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen wie Urin, Kot, Schweiß, Tränen und Speichel, in denen das Virus in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden konnte, ist viel spekuliert worden, doch scheint heutzutage gesichert zu sein, daß eine Infektion auf diesem Wege unmöglich ist.

6. Wirkung des HI-Virus

Als Wirtszellen dienen dem HI-Virus die sogenannten T4-Helferzellen erkennen nahezu alle Eindringlinge und alarmieren die Immunabwehrkräfte. Wenn das HI-Virus an der T4-Helferzelle haftet, muß es nur noch seine RNS-Erbinformation in die DNS-Sprache der Wirtszelle, also der T4-Helferzelle, übersetzen. Das geschieht mit Hilfe eines Enzyms, der Reversen Transkriptase. Dannach impft es sein genetisches Material in die T4-Helferzelle ein. Eine T4-Helferzelle, die ihr eigenes Erbgut in sich hat, pflanzt sich durch einen Vorgang fort, den man Transkription (Zellteilung) nennt. Hat nun ein HIV sein Erbgut in die T4-Helferzelle eingeimpft, so stellt die Zelle keine Kopien von sich selbst, sondern Kopien des HIV her. So wird eine gesunde Zelle zur HIV-Fabrik. Dadurch entsteht eine Kettenreaktion. Nach einiger Zeit zerstört das HIV die befallene T4-Helferzelle. Wird eine gewisse Menge der T4-Helferzellen zerstört, kann das Abwehrsystem keine Eindringlinge mehr abwehren. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Virusträger die Symptome der Krankheit entwickelt. Er hat AIDS.
Das HIV benutzt aber auch Makrophagen (große, mobile Freßzellen) als Wirt. Makrophagen haben die Aufgabe, fremde Stoffe im Blut zu vernichten und mit Fremdkörpern verseuchte Körperzellen zu eliminieren. Sind die Makrophagen befallen, können HI-Viren in das zentrale Nervensystem (ZNS) gelangen. Zum zentralen Nervensystem gehören das Gehirn und das Rückenmark. Ist das HIV in das zentrale Nervensystem eingedrungen, können die Funktionen des Gedächtnisses, der Augen, der Muskeln und der gesamten Koordination des Körpers gestört werden.
Da das HIV ein Virus ist, stellt sich die Frage, warum die köpereigene Abwehr das Virus nicht abtötet. Doch wie ich schon erklärt habe, befallen die HI-Viren die T4-Helferzellen, die ,,Kommandozentrale" des Immunsystems.
Dadurch wird die Koordination im Abwehrsystem verhindert. Dadurch können die Antikörper keine Abwehrstrategie entwickeln, die das HIV zerstören könnte. Und wenn einmal passende Antikörper entstanden sind, kann sich das HIV so verändern, daß die Antikörper nicht mehr passen. Kurz nach der Infektion mit HIV treten Symptome auf, die allerdings auch durch andere, z.B. Grippeerkrankungen ausgelöst werden können. Die Symptome sind z.B. häufiger Durchfall, geschwollene Lymphknoten... . Ist bei einem Menschen erst einmal die HIV-Infektion zu AIDS fortgeschritten, hat er so gut wie keine eigenen Abwehrkräfte mehr, d.h. er ist einfachen Krankheiten, z. B. Grippe schutzlos ausgeliefert. Meistens werden AIDS-Kranke von Krankheiten befallen, die die Lunge, die Haut, das zentrale Nervensystem und denn Verdauungstrakt befallen. Bis vor wenigen Jahren war die häufigste Todesursache bei AIDS-Kranken die Pneumocystis carinii pneumonie (PCP), eine von Parasiten ausgelöste, schwere Lungenentzündung, bei der sich das Lungengewebe stark verdichtet und die Atmung immer schwerer funktioniert. Glücklicherweise kann man diese Krankheit therapieren. Seit einiger Zeit registriert die World Health Organisation (WHO) weltweit einen dramatischen Anstieg von Tuberkulose (TB) in Zusammenhang mit AIDS. In Afrika sind über 50% der AIDS-Kranken mit Tuberkelbakterien infiziert.
Eine andere typische AIDS-Begleiterscheinung ist das ,,Kaposi Sarkom" (KS), eine seltene Art von Krebs. Kaposi Sarkome sind bösartige Krebsarten, die die Gefäßzellen verändern und an violetten Flecken auf der Haut zu erkennen sind.
Diese Flecken sind anfangs klein, wachsen aber sehr schnell und können sich am ganzen Körper verteilen und innere Organe angreifen.
Herpes ist eine weitere Krankheit, die von AIDS ausgeht. Die Krankheit verläuft wie bei nicht-AIDS-Kranken, nur viel stärker, wegen der mangelnden Immunabwehr.
Viele der AIDS-Krankheiten befallen das Gehirn, wie z. B. die Toxoplasmose. Sie wird durch Sporentierchen übertragen.

7. Verlauf der AIDS-Erkrankung

Nach einer Infektion mit HIV befallen die Viren verschiedene Arten von Zellen des menschlichen Organismus und bauen ihr eigenes Erbgut, das zunächst in Form von einsträngiger RNS (Ribonukleinsäure) vorliegt, dann jedoch mit Hilfe des viruseigenen Enzyms RT (Reverse Transkriptase) in DNS (Desoxyribonukleinsäure) umgewandelt wird, fest in das Erbgut der Wirtszelle ein, so daß der Organismus das Genom des Virus ein Leben lang in sich trägt und potenzielle Ansteckungsquelle bleibt. Die einzelnen Schritte des Replikationszyklus des Virus nach seinem Eindringen in den Blutkreislauf sehen folgendermaßen aus:



1. Adsorption (Anheftung an die Zielzelle) mit Hilfe von Rezeptoren auf der Virushülle
2. Fusion der Virushülle mit der Membran der Zielzelle
3. Penetration des Virus in die Wirtszelle
4. "Uncoating" des Virus (Auflösung der Virushülle)
5. Transkription der viruseigenen RNS in provirale DNS mit Hilfe des viruseigenen Enzyms RT
6. Synthese proviraler DNS
7. Einbau proviraler DNS in das Erbgut (Genom) der Wirtszelle
8. Replikation der proviralen DNS (gleichzeitige Replikation zelleigener DNS)
9. Transkription proviraler DNS in RNS
10. Translation von RNS in Virus-Vorläuferprotein
11. Modifizierung des Vorläuferproteins
12. "Assembly" (Zusammenlegung der Viruspartikel direkt an der Zellmembran)
13. "Budding" - Knospung (Die Partikel stülpen sich durch die Zellmembran nach außen, werden abgeschnürt, Teile der Zellmembran fungieren als neue Virushülle)
14. Letzte Modifizierung außerhalb der Zelle - fertig ist das neue Virus


Die Zeit, die das Virus untätig in der Zelle verbringt, bevor es beginnt, sich durch Knospung zu vermehren, kann einige Monate, mehrere Jahre, möglicherweise sogar lebenslang andauern, sie wird als Latenzphase bezeichnet. Während dieser Phase lassen sich im Blut noch keine HIV-Antikörper nachweisen, die infizierte Person kann jedoch bereits Andere mit dem Virus anstecken. Die Spanne zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome, meist langanhaltende Lymphknotenschwellungen (LAS = Lymphoadenopathy-Syndrome), heißt Inkubationszeit. Auch sie kann mehrere Jahre dauern. Verantwortlich für das Auftreten der darauffolgenden Symptome ist in erster Linie eine deutliche Abnahme der T4-Lymphozyten (T-Helferzellen) im Blut, einer für das Fuktionieren des Immunsystems sehr wichtigen Art von weißen Blutkörperchen, die auch als "Dirigenten des immunologischen Orchesters" bezeichnet werden. Zu dieser Abnahme kommt es infolge eines Befalls der Zellen durch das Virus, das sich in ihnen nach Ablauf der Latenzphase durch Knospung vermehrt, was schließlich zum Zelltod führt.

In dieser Phase, die als ARC (AIDS-Related Complex) bezeichnet wird, treten gehäuft opportunistische Infektionen auf, denen der menschliche Körper mit einem intakten Immunsystem wirksam begegnen könnte, die jedoch meistens nicht zum Tode führen. Auch diese Phase kann jahrelang andauern, ohne ins "Vollbild" AIDS überzugehen.



"Ob und wann eine HIV-Infektion sich zum Krankheitsvollbild AIDS entwickelt, hängt wahrscheinlich von weiteren Faktoren ab. Zu diesen ′Kofaktoren′ können Infektionskrankheiten zählen wie Hepatitis (Gelbsucht), Herpes, Geschlechtskrankheiten, aber auch Streß, psychische Belastungen und ein ungünstiges soziales Umfeld."


Das Vollbild AIDS schließlich ist gekennzeichnet durch den völligen Zusammenbruch des menschlichen Immunsystems, so daß der Körper allen Infektionen durch Bakterien, Viren, Pilze, Einzeller, Würmer etc. schutzlos ausgeliefert ist. Häufigste Symptome sind Lungen- und Darminfekte, Pilzbefall von Mundhöhle und Speiseröhre, Herpes, Lymphome und Infektionen des Gehirns, die auch neurologische und psychische Erkrankungen nach sich ziehen können, sowie das Kaposi-Sarkom. Mit dem Einsetzen dieser Anzeichen beginnt ein kontinuierlicher Verfall des Kranken, der innerhalb weniger Jahre zum Tod führt.



"In den meisten Fällen geht dem Vollbild AIDS, das ein Teil der Menschen mit HIV entwickelt, eine Latenzphase, LAS und ARC voraus. Gelegentlich kann das Vollbild auch ohne auffällige Vorstadien auftreten."


Die Annahme, jede Infektion mit HIV führe automatisch zu AIDS und damit auch zwangsläufig zum Tode, ist also nach heutigen Erkenntnissen offenbar irrig.
Dennoch gibt es bis heute keine effektive Behandlungsmöglichkeit für ARC/AIDS. Es wurden zwar einige Präparate entwickelt, die die Lebensdauer des AIDS-Patienten verlängern können wie z.B. AZT (Azitothymidin), doch ist die Behandlung mit AZT oft von schweren Nebenwirkungen begleitet; bei anderen Patienten zeigt AZT dagegen überhaupt keine Wirkung, so daß der körperliche Verfall weiter fortschreitet.
Über die Herkunft des HI-Virus sind zahlreiche, z.T. recht abenteuerliche Theorien aufgestellt worden. Tatsache ist einerseits, daß dem HI-Virus sehr ähnliche Retroviren im Blut von afrikanischen Affenarten, wie etwa der Afrikanischen Grünen Meerkatze oder dem Schimpansen, nachgewiesen werden konnten. Es wird vermutet, daß HIV durch Mutation eines dieser Viren entstand, durch Bisse oder rituelle Kontakte auf den Menschen übertragen wurde und sich in der Folge epidemisch verbreitete. Vielleicht war es auch schon immer im Blut einer isolierten afrikanischen Bevölkerungsgruppe vorhanden, die eine Immunität gegen HIV entwickelt hatte. Ähnliche Hypothesen wurden auch über die Verwandschaft des HI-Virus mit anderen, ausschließlich Tiere befallenden Retroviren entwickelt, wie etwa dem Visna-Virus, das bei Schafen und Ziegen eine Hirnhautentzündung hervorruft, doch sind diese Vermutungen größtenteils sehr schnell widerlegt worden, oder zumindest zweifelhaft geblieben.
Andererseits sind Verfahren der Genmanipulation heute derart weit entwickelt, daß es technisch durchaus möglich wäre, die Erbsubstanz von bereits existierenden, für den Menschen jedoch harmlosen Retroviren derart zu kombinieren oder zu verändern, daß ein in der Natur nicht vorkommendes, für den Menschen äußerst gefährliches Virus künstlich erzeugt werden könnte. Es kann somit keinesfalls ausgeschlossen werden, daß HIV in einem gentechnologischen Forschungslabor, vielleicht gar zu militärischen Zwecken, entstanden ist und von dort, sei es durch einen Unfall oder gezielt, in Umlauf gebracht wurde.

8. Gesellschaftlicher Umgang mit AIDS

Viele Menschen angst vor dem HIV Virus und behandeln daher ihre Mitmeschen die daran erkrangt sind schlecht und grenzen sie aus ihrer Gesellschaft aus. Einige Länder haben zusätzlich noch ganz anderen moralisch fragwürdige Maßnahmen zur Bekämpfung von Aids. England, USA und einige weitere verbieten HIV-positiven die Einreise in ihr Land.

9. Die Fahrlässigkeit im Umgang mit AIDS

Auch der laxe Umgang mit der Pflicht zur Kontrolle von Blutkonserven ("Screening"), der in den letzten Jahren in Frankreich und Deutschland zu medienwirksamen Skandalen geführt hat, in deren Folge eine nicht abzuschätzende Zahl von Menschen mit HIV infiziert worden ist, verdeutlicht, wie fahrlässig noch immer mit der Krankheit umgegangen wird. Es ist mit Sicherheit nicht übertrieben, dahingehend zu spekulieren, daß längst nicht alle Fälle von Infektionen durch verseuchte Blutkonserven an die Öffentlichkeit gelangen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, auch wenn dies höchstens zukünftiger Fahrlässigkeit vorbeugen kann, den Betroffenen allerdings wenig hilft.

Immer noch empfinden zahlreiche Männer die Benutzung eines Kondoms beim Geschlechtsverkehr als unangenehm oder gar entwürdigend und weigern sich hartnäckig, "safer sex" zu praktizieren, was einer weiteren Verbreitung von AIDS fraglos Vorschub leistet. Doch bereits eine gewisse Sorglosigkeit im Sexualleben mancher Zeitgenossen (wer hat schon ständig ein Kondom parat?) zeigt, daß die Aufklärung nicht in allen Fällen den gewünschten Erfolg gezeitigt hat.

10. Infizierte Menschen Weltweit

Bis Ende 1992 waren der WHO weltweit 611 589 AIDS-Fälle gemeldet worden, die von ihr geschätzte Zahl der AIDS-Fälle liegt jedoch bei 2,5 Mio., die geschätzte Zahl der HIV-Infizierten Personen bei 12.5 Mio.
Einer älteren Statistik zufolge waren der WHO bis zum Januar 1992 lediglich 450 000 AIDS-Fälle angezeigt worden, Schätzungen gingen jedoch dahin, daß bereits zu jenem Zeitpunkt weltweit ca. 9 Mio. Erwachsene mit HIV infiziert waren, von denen 5-6 Mio. männlichen und 3-4 Mio. weiblichen Geschlechts waren. Von diesen 9 Mio. Personen war der Schätzung zufolge bei 1,5 Mio. das Krankheitsbild AIDS bereits voll entwickelt, von weiteren mehr als einer Mio. Erwachsenen nahm man an, daß sie an ARC leiden. Desweiteren waren seit Ausbruch der Epidemie knapp 1 Mio. HIV-positive Kinder geboren worden, von denen über die Hälfte an AIDS erkrankt und bereits gestorben war. Fast 2 Mio. Kinder waren ohne HIV-Infektion von seropositiven Müttern geboren worden und waren bereits Waisen oder sind es vielleicht heute. Diese Zahlen mögen verdeutlichen, welches Ausmaß die AIDS-Epidemie gut zehn Jahre nach Bekanntwerden der ersten Fälle bereits angenommen hatte, für das Jahr 1994 dürfte gelten, daß die Zahlen entsprechend nach oben korrigiert werden müssen, da die WHO mit dem Höhepunkt der Epidemie erst für die Mitte der 90er Jahre rechnet. Trotz eines dann zu erwartenden Rückgangs der Neuinfektionen mit HIV wird AIDS aufgrund der langen Inkubationszeit weiterhin für Schlagzeilen sorgen und bestehenden Vorurteilen Vorschub leisten, wenn nicht noch massivere Aufklärung und Bewußtseinsbildung auf diesem Gebiet betrieben wird. Es bleibt zu hoffen, daß möglichst bald ein Impfstoff entwickelt wird, der effektiv gegen AIDS eigesetzt werden kann, um den sowohl von der Krankheit als auch von sozialer Ausgrenzung Betroffenen wieder Hoffnung zu geben. Im Juli 1993 waren in Deutschland 9997 AIDS-Fälle registriert, davon sind 68 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren. Doch wie viele Menschen wirklich infiziert sind, weiß niemand.

Wer sich testen lassen will, kann das kostenlos und anonym beim Gesundheitsamt machen lassen.












Quelle:




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