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Titel:

AIDS


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Einleitung

In unserem Referat möchten wir auf die Krankheit AIDS näher eingehen. Wie jeder weiß nimmt das AIDS - Problem immer größere Dimensionen an. Das AIDS - Virus ist viel weiter verbreitet als bisher angenommen. Weltweit leben mehr als 30 Millionen Menschen mit dem tödlichen Virus und jeden Tag stecken sich 16000 neu an.

Diese Zahlen lassen jeden aufschrecken, da man auch überall davon mitbekommt. Fast jeden Tag kann man etwas in der Zeitung darüber lesen oder Fernsehsendungen zu diesem Thema sehen. Jeder kennt die Krankheit also und weiß doch so wenig über sie.

AIDS ist längst keine Ghetto - Krankheit mehr von Homosexuellen, Drogensüchtigen und Blutern. Jeder kann sich anstecken und deshalb sollte sich auch jeder informieren und nicht sagen: " Was geht mich das an? "

Zwar wurden sonst nie in so kurzer Zeit so viele Erkenntnisse gesammelt wie bei AIDS. Doch haben sich Wissenschaftler auch nie so häufig geirrt, Voraussagen als falsch entpuppt und so viele Hoffnungen als verfrüht und übertrieben herausgestellt wie in diesem Fall.

Deshalb sollte sich jeder mit AIDS befassen, denn die Bedrohung kann nur durch unser eigenes vernünftiges Verhalten abgewendet werden. Man muss verstehen und dann auf jeden Fall handeln und vorbeugen. So ist die Aussicht diese Krankheit zu besiegen kein Hirngespinst mehr.

Zum Nachdenken und um das Thema anzusprechen, möchten wir hier eine Aussage von Boutros-Boutros-Ghali, die er am 01.Dezember 1993 zum sechsten Weld-AIDS-Tag machte, wiedergeben:

" Es ist ein neuer Weltkrieg, den man führen muss, der dritte in diesem Jahrhundert... AIDS ist nicht ein Schicksal, das wir den Menschen des 21. Jahrhunderts überantworten dürfen... Wir müssen den Bemühungen die Dimensionen eines Krieges verleihen. Dies erfordert zwei Mittel: erstens eine finanzielle Investition, die der Bedrohung angemessen ist, und dies in allen Ländern der Welt, beginnend bei den Wohlhabendsten, und zweitens eine koordinative Anstrengung unter Einsatz des gesamten medizinischen Wissens."

Die Rote Schleife

Die Rote Schleife (Red Ribbon) hat sich weltweit als Symbol durchgesetzt: für die Solidarität mit Menschen, die von AIDS als Infizierte, Erkrankte, Gefährdete, Angehörige oder Freunde besonders betroffen sind.
Mit der Anstecknadel zeigen sie ihre Anteilnahme und Engagement. Mit einer Spende unterstützen sie ganz praktisch die schwierige Arbeit der AIDS - Stiftungen, AIDS - Hilfen oder anderer Organisationen, die sich für Menschen mit HIV und AIDS einsetzen.

Krankheitsbild AIDS

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome - erworbene Abwehrschwäche) wird bewirkt durch das Virus HIV (Human Immunodeficiency Virus), das Zellen des menschlichen Abwehrsystems Immunsystem) angreift.
Das Abwehrsystem des Körpers wird immer dann aktiv, wenn der Körper mit Krankheiten zu kämpfen hat. Beim Eintritt von HIV in den Körper geschieht im Prinzip das gleiche. Der Organismus produziert daraufhin Antikörper (meist innerhalb der nächsten 16 Wochen). Diese können aber die Viren nicht vollständig unschädlich machen (inaktivieren), vor allem, da die Viren sich in Freß- und Helferzellen "verstecken" und diese auf Dauer in ihrer natürlichen Funktion lahmlegen können.

Nach einer Infektion bleibt das Virus oft lange unbemerkt. Diese Zeit nennt man Latenzphase.
Der betroffene Mensch merkt zunächst nicht, daß er infiziert ist. Er ist auch nicht "krank", kann aber in diesem Stadium schon andere Menschen anstecken, wenn seine Körperflüssigkeiten (Blut, Samen- bzw. Scheidensekret) in dessen Blutbahn gelangen.
Die Zeit bis zur Entwicklung von Krankheitsanzeichen (Symptome) ist individuell sehr unterschiedlich (warum ist wissenschaftlich noch nicht geklärt).

AIDS ist das Endstadium der Schwächung des Abwehrsystems (sogenanntes "Vollbild"). Der Körper des Erkrankten wird wehrlos gegen viele Krankheitserreger, mit denen ein gesunder Mensch problemlos fertig wird. Außerdem treten bestimmte Tumore gehäuft auf. Diese Leiden führen schließlich zum Tode.

AIDS ist keine eigene Krankheit, sondern unter diesem Begriff werden verschiedene Erkrankungen zusammengefaßt, die nur bei Menschen mit einer Immunstörung auftreten. Dazu gehören vor allem:

- Sogenannte opportunistische Infektionen durch Erreger, die bei einem gesunden
Organismus keine oder harmlose Erkrankungen hervorrufen,
- seltene Tumorerkrankungen,
- neurologische Erkrankungen,
- extremer Gewichtsverlust.

Die Erkrankungsphasen sind unterschiedlich lang und schwer. Daher sind AIDS - Kranke zeitweise durchaus leistungs- und arbeitsfähig. Einzelne Erkrankungen sind heute therapierbar. Für die Ursache - die HIV-Infektion - gibt es aber bisher keine Heilung: Mit den derzeit verfügbaren Medikamenten läßt sich aber der Krankheitsverlauf verzögern und damit die Lebenszeit verlängern. Trotzdem haben Menschen mit dem "Vollbild AIDS" nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von wenigen Jahren.

HIV-Test

Der HIV-Test (genauer: HIV-Antikörper-Test) wird häufig - fälschlich - "AIDS-Test" ge-nannt. Bei einer Ansteckung mit HIV werden im Blut Antikörper (Abwehrstoffe) gebildet; diese werden im Test nachgewiesen.

Nach einer Ansteckung mit HIV dauert es bis zu 4 Monaten, bis sich Antikörper im Blut gebildet haben. Ein negatives Testergebnis nach kürzerer Zeitspanne kann eine Infektion nicht sicher genug ausschließen. Bescheinigungen über ein negatives Testergebnis (z.B. in Bordellen) sind deshalb auch kein Schutz vor Ansteckung - eine Infektion kann auch in der Zwischenzeit erfolgt sein.
Der Test ist auch keine Vorbeugungs- oder Schutzmaßnahme: Vor einer zukünftigen An-steckung muß sich auch ein negativ getesteter Mensch weiterhin schützen.

Unumgänglich ist der Test zur Sicherung von Blut-, Samen- und Organspenden.

Wer sich fragt ob er einen Test, der am besten anonym durchgeführt wird und bei dem alle Virustypen und Subtypen nachgewiesen werden können, machen lassen soll, sollte sich auf jeden Fall beraten lassen.
Man sollte sich auch immer darüber im Klaren sein, dass man durch das Unwissen, dass man HIV positiv ist, andere stark gefährdet.
In einer Beratung sollten Fragen wie:
-Hat tatsächlich Ansteckungsgefahr bestanden?
-Belastet mich die Ungewissheit und wie kann ich ein "positives" Testergebnis verkraften?
-Welche medizinischen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
-Welche Unterstützung wünsche ich mir?
beantwortet werden.
Es ist auch immer sehr wichtig, dass mit den Betroffenen über die Folgen gesprochen werden, z.B. dass arbeits- oder versicherungsrechtliche Probleme auftreten können. Auch ist es wichtig, dass die mögliche Ablehnung von Mitmenschen angesprochen werden oder auch die Folgen für schwangere Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch.
Es zeigt sich also, dass schon sehr früh Beratungsgespräche nötig und sehr wichtig sind. Diese können z.B. mit Menschen der AIDS-Hilfen oder Gesundheitsämter und mit Ärzten kostenlos durchgeführt werden.

"TEST-POSITIV"- Was tun?

Die meisten Menschen fallen wohl zuerst einmal in ein tiefes Loch. Da hilft wohl auch kein Beratungsgespräch, das gleich z.B. vom Arzt mit dem Betroffen geführt werden muss.
Es kommen sehr viele Ängste in jedem Menschen auf. Die Angst vor Krankheit, Schmerz und möglicherweise frühem Tod stehen auf der einen Seite. Aber genauso wird man geplagt vor der Angst wie das Umfeld reagieren wird. Die HIV-positiven müssen sich mit den eigenen Problemen, aber auch mit den Problemen, die die Mitmenschen mit ihnen haben, rumschlagen. Man könnte es ihnen viel leichter machen, wenn man ihnen mehr helfen würde und sie nicht wie Aussätzige behandeln würde.
Und genau nach dem Testergebnis brauchen die Betroffenen genau diese Hilfe der Mitmenschen.
Denn oft schafft man es nicht alleine sich mit seiner Angst auseinander zu setzen. Ein Gespräch mit Menschen, denen man vertraut oder die sogar dasselbe durchmachten, kann die Angst zwar nicht nehmen, aber es erleichtern mit ihr umzugehen.
Die HIV-Infektion sollte kein Grund sein zu resignieren und in die Einsamkeit zu flüchten. Denn Infektion heißt noch nicht Krankheit. Und um dem Krankheitsausbruch auszuweichen, sollte man ein inneres Gleichgewicht schaffen. Das sind einfache Worte. Sie in die Tat umzusetzen kostet allerdings viel Kraft und Ausdauer.

Übertragungswege

Eine Infektion mit dem HI-Virus ist nur möglich, wenn virushaltige Körperflüssigkeit einer infizierten Person über bestimmte Eintrittspforten ( z.B. offene Hautverletzung oder verunreinigte Spritzen ) in den Körper einer anderen Person gelangt.

Virushaltige Körperflüssigkeiten sind:
- Blut,
- Samenflüssigkeit des Mannes,
- Scheidensekret der Frau,
- Muttermilch.

In anderen Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen (Speichel, Tränen, Urin, Kot) infizierter Personen sind zwar geringe Virusmengen nachgewiesen worden, diese reichen aber in der Praxis offensichtlich nicht aus, um andere Personen anzustecken.
Nicht jedes Ansteckungsrisiko führt zu einer Infektion. HIV ist (verglichen z.B. mit dem Grippevirus) ein relativ schwer übertragbares Virus.

"Risikogruppen" sind:
- männliche Homosexuelle: Hier kommen mehrere Voraussetzungen für ein Infektion zusammen:
- Austausch virusreichen Samens
- durch Analverkehr treten Wunden auf, die das Virus leichter ins
Körperinnere kommen lassen
- wechselnder sexueller Kontakt

- Fixer:
Diese benützen oft ihre Bestecke zur Einnahme von Drogen gemeinsam und geben so die Infektion weiter.

- Bluterkranke:
Diese müssen aus Blutkonserven hergestellte Medikamente einnehmen. Hierfür hatten auch viele AIDS - Kranke Blut gespendet, so dass es zu verseuchten Präparaten kam.
Dies kann heute nicht mehr passieren, da die Blutspender kontrolliert werden und die Viren, falls doch welche vorhanden sind, durch eine Hitzebehandlung abgetötet werden.

- Kinder:
Wenn sie das Virus schon bei der Geburt haben, beginnt die Krankheit schon im 10. Lebensmonat.

Lange Zeit stellte man diese 4 Bereiche als Risikogruppen dar. Doch heut zu Tage kann ein Risikobereich nicht mehr so leicht herauskristallisiert werden, besonders bei Homosexuellen. Denn immer mehr steigt die Zahl der Ansteckungen durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr. Drogenabhängige Prostituierte tragen einen großen Teil dazu bei, da sie bereit sind für mehr Geld auf den Schutz zu verzichten.
Somit ist AIDS ein Problem für jeden geworden. Das AIDS - Virus hat sich anscheinend auf die Übertragung durch sexuellen Kontakt spezialisiert.

Medizinische Behandlungsmöglichkeiten:

Bisher gibt es noch kein Medikament, das AIDS heilen könnte. Dennoch macht die Medizin Fortschritte. Inzwischen gibt es eine Reihe von Medikamenten, die gegen die Vermehrung von HIV eingesetzt werden, sogenannte Virushemmer. Zudem ist es heute möglich viele opportunistische Infektionen zu erkennen und erfolgreich zu behandeln. Einigen kann sogar vorgebeugt werden.
Virushemmende Medikamente verlängern in der Regel die symptomfreie Zeit oder bessern Symptome. Neuere Studien belegen auch, dass durch Kombinationstherapien die Lebenserwartung steigen.

Es gibt kein Mittel, das die HIV-Infektion rückgängig macht oder ausheilt. Es gibt auch keine allgemeingültigen Rezepte für Verhaltensweisen, die ein möglichst langes Leben mit dem Virus garantieren könnten. Es liegen jedoch eine Menge Erfahrungen vor, die belegen, dass es auch mit HIV möglich ist, eine erfülltes Leben zu führen.
Die HIV- Infektion soll also kein Grund sein zu resignieren und in die Einsamkeit zu flüchten.

Ein HIV- positives Ergebnis bedeutet nicht gleich Krankheit, nicht gleich Sterben, nicht gleich Tod. Auch mit HIV ist ein erfülltes Leben möglich.

Um sich vor dem Ausbruch zu schützen, sollte man ein inneres Gleichgewicht schaffen.
Es ist auch wichtig Entlastung zu schaffen und viel zu schlafen. Vor allem eine gute und ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, den Körper und das Immunsystem zu stabilisieren.

Schutzmöglichkeiten

Bei infizierten Mensch befindet sich HIV - die Viren, die Aids auslösen - im Blut und in anderen zellreichen Körperflüssigkeiten wie Samen- und Scheidenflüssigkeit.

Kommt eine dieser virushaltigen Flüssigkeiten in die Blutbahn eines anderen Menschen, kann dieser infiziert werden. Der Zugang kann eine offene Hautverletzung sein oder - unbemerkt immer vorhandene - kleinste Verletzungen der Schleimhäute, besonders in den Geschlechtsorganen und im Enddarm.
Das macht verständlich, warum HIV am häufigsten durch Sexualverkehr übertragen wird: dabei können selbst feinste Schleimhautrisse zu "Eintrittspforten" für die Viren werden.

Beim eindringenden Geschlechtsverkehr ist die Verwendung eines Kondoms der einzige Schutz, der dieses verhindern kann. Darüber hinaus gibt es aber auch viele sexuelle Ausdrucksmöglichkeiten, bei denen keine Übertragung von Körperflüssigkeiten stattfindet. Sie werden unter dem Begriff "Safer Sex" zusammengefaßt, d.h. Praktiken, die den Sex sicherer machen im Hinblick auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten.
Auch gegenseitige Treue nicht infizierter Menschen ist ein Schutz gegen HIV, wenn sich beide Partner der Treue des anderen wirklich sicher sein können!

Der zweithäufigste Übertragungsweg ist die gemeinsame Benutzung von Injek-tionsspritzen bei Drogenabhängigen. Hier erfolgt die Ansteckung über Blutreste in der

Nadel. Dies ist nur über die Verwendung von Einmal - Spritzen oder durch konsequente Benutzung eines eigenen Spritzbestecks zu verhindern.

Früher wurde im Zusammenhang mit Aids und HIV oft von "Risikogruppen" gesprochen, womit vor allem Homosexuelle und Fixer gemeint waren. Es gibt jedoch keine Risikogruppen sondern nur Risikosituationen, die bei bestimmten Lebensweisen häufiger auftreten können.

Jeder Mensch kann und muß für seinen Schutz selbst die Verantwortung übernehmen!

Alltag

HIV gehört zu den schwer übertragbaren Erregern: Es wird nicht, wie z.B. Tuberkulose oder Grippe, über die Luft weiterverbreitet (Anhusten, Händeschütteln etc.). Deshalb ist eine Ansteckung im alltäglichen sozialen Bereich nicht möglich.

Mit HIV kann man sich nur infizieren, wenn bestimmte Körperflüssigkeiten eines infizierten Menschen (Blut, Samen- oder Scheidenflüssigkeit) in die eigene Blutbahn gelangen. Speichel, Tränen, Schweiß, Urin und Kot enthalten nicht genügend Viren, um eine Ansteckung auszulösen.
Das HI-Virus braucht zudem "Eintrittspforten", um in die Blutbahn zu gelangen: Das können offene Hautverletzungen oder feinste, nicht spürbare Risse in Schleimhäuten sein. HIV kann unverletzte Haut nicht durchdringen!

Ansteckung ist nicht möglich:

-durch Händeschütteln, normale Arbeitskontakte, gemeinsames Spielen von Kindern,
-durch gemeinsame Benutzung von Geschirr, Eßbesteck, Bettwäsche etc.,
-durch Umarmungen, Küssen, Streicheln,
-in Sauna oder Schwimmbad,
-beim Blutspenden (Verwendung von "Einmal-Material"),
-beim Arzt, Zahnarzt, Maniküre, Fußpflege, Friseur (bei Einhaltung der
vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wird HIV sicher inaktiviert!),
-durch Mücken- oder andere Insektenstiche.

Getrocknete Blutflecken sind ungefährlich. Nur wenn eingetrocknetes Blut wieder in Flüssigkeit aufgelöst und z.B. mit einer Spritze injiziert wird, kann es eine HIV-Infektion übertragen. HIV ist auch sehr anfällig gegen Erhitzen und alle Reinigungsmittel.

Möglicherweise gefährlich wird es im Alltag erst, wenn jemand sichtbar blutet und man mit eigenen Hautverletzungen mit diesem Blut in Berührung kommt.

Da durch fremdes Blut auch andere Krankheitserreger als HIV übertragen werden können (z.B. die Erreger der Gelbsucht), galten schon immer für das Verhalten bei Unfällen und Verletzungen Hygienevorschriften.
Deren Einhaltung ist auch ausreichend für den Schutz vor HIV! Bei der Ersten Hilfe sollte man - wenn irgend möglich - Schutzhandschuhe verwenden und blutende Verletzung abdecken.

Religiöse Aspekte

Wir möchten uns noch mit einer anderen Seite beschäftigen. Hierbei geht es um den Menschen selbst. Was geht in ihm vor, wenn er erfährt HIV - positiv zu sein? Wie soll er sich verhalten und wie reagieren andere Menschen ( Familie, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen usw. ) auf die Nachricht? Wo kann er sich hinwenden um Hilfe zu bekommen? All das und noch mehr sind Fragen, die sich mit der Sicherheit viele stellen, wenn sie das Testergebnis erfahren.
Die Reaktionen hier sind sehr unterschiedlich und reichen von Panik und Depressionen, bis zu wilder Lebensgier. Doch auf jeden Fall ist es für alle erst einmal ein großer Schock, denn die Diagnose verändert ein ganzes Leben. Man weiß Ich bin mein ganzes Leben lang Träger des Virus und muß dafür sorgen, dass ich niemanden anstecke. Man trägt nun gegenüber anderen eine große Verantwortung, sei dem/der Freund/in, Ehepartner/in usw. Doch man sollte sich erst mal selber Zeit lassen um mit der Situation klar zu kommen, bevor andere damit vertraut werden, wenn überhaupt. Zuerst wäre es sinnvoll, ein Gespräch mit einem/einer Berater/in zu führen, die in Fragen der Erkrankung erfahren sind, mit dem Betroffenen aber nichts zu tun haben und der Schweigepflicht unterliegen. Mittlerweile gibt es fast überall AIDS - Beratungsstellen mit Ärzten, Sozialarbeitern, Psychologen und von der Krankheit selbst betroffene, mit denen die weiteren Konsequenzen besprochen werden können. Erst muss man selber akzeptieren "positiv" zu sein, oder eine "gesunde" Verdrängung aufbauen, welche sich in Ausdrücken wie: " Ich lasse es links liegen. Ich gehe bloß nach meinen Körperfunktionen - wie ich mich fühle - zur Zeit sehr wohl." zeigt. So etwas kann psychisch entlastend sein, das eigene Verhalten auf die neuen Situationen auszurichten, gesundheitsbewusst und sozial verantwortlich zu leben und die Bedrohung aus dem Bewusstsein des alltäglichen Leben abzuspalten. Die Verdrängung ist schwer, aber wenn sie dem Betroffenen gelingt, sollte er in dieser Bedrohungsbewältigung unterstützt werden und nicht eine ideale bewusste Bewältigung verlangen, wozu er meist nicht bereit ist. Der Betroffene darf sich nur nicht so verhalten wie wenn nichts wäre.

Nachdem der Betroffene mit sich selber ins Reine gekommen ist, stellt sich für ihn die Frage, wem erzähle ich davon, wem nicht. Denn, während bei vielen anderen schweren Krankheiten, wie z.B. Krebs, unfallbedingten Behinderungen oder nach einem Herzinfarkt, die Familie hinter dem Patient steht, ist dies bei AIDS nicht der Fall. Viele können von der eigenen Familie keine Hilfe erwarten und so bleibt ihnen meist nur noch Selbsthilfegruppen oder ähnliches. Wem sagt man es also?
Selbstverständlich müssen alle Personen darüber informiert werden, die sich ebenfalls angesteckt haben könnten. Außerdem sollten die behandelnden Ärzte davon wissen. Hier kommt es auch immer mehr zur Akzeptanz, so dass Erkrankte nicht befürchten müssen abgewiesen zu werden.

Doch was ist mit Freunden und Kollegen?

Hier sollte auch gut ausdifferenziert werden, wer davon erfährt. Denn viele haben eine irrationale Angst vor der Krankheit und zeigen gegenüber HIV - Infizierten eine ablehnende Haltung oder sogar Feindseligkeit. Doch scheint es mittlerweile so, als wenn unsere Gesellschaft inzwischen gelernt hätte, mit dieser Erkrankung besser umzugehen als zu Beginn der Epidemie.
Trotzdem sollte die betroffene Person nur gegenüber Personen denen sie vertrauen kann offen sein und dann bleibt ihnen nur die Hoffnung, verständnisvolle Partner zu haben, die

sie nicht fallen lassen, sondern sie eher mehr halten als zuvor. Wie schon gesagt ist Verständnis von anderen die Minderheit. Viele Betroffene stehen alleine da und suchen dann Hilfe in sozialen Bereichen. Es wird zur wichtigen, lebensnotwendigen, gesellschaftlichen Aufgabe werden, Unterstützungsfomen für die Betroffenen zu schaffen. Heute gibt es zum Glück schon einiger solcher Einrichtungen, sei es AIDS - Hilfe - Organisationen oder auch kirchliche Einrichtungen wie Beratungsstellen, stationäre Einrichtungen usw.

Irgendwann kommt es dann zur richtigen Auseinandersetzung mit der Krankheit und ihren Folgen. Wie sieht diese aus?

Suche nach Orientierung in einem Lebensort

Man sollte sich überlegen wo und mit wem man die nächste Zeit leben will. Außerdem sollte herausgefunden werden wie das Lebensumfeld gestaltet sein soll.

Welche Unterstüzung kann man wie und von wem an diesem Ort erhalten und mit welchen materiellen Voraussetzungen kann ich diesen Ort gestalten? Hier ist sehr stark die Partnerschaft der Mitmenschen und der Gesellschaft gefragt, da viele Betroffene nur wenig Möglichkeit haben, den Lebensort entsprechend zu gestalten.

Individuelle Ziele klären

Hier sollte überlegt werden was einem besonders wichtig ist, was man noch erleben möchte und welches Neue noch erreicht werden soll. Woran und womit man Freunde empfinden kann un was dafür getan werden muss, ist auch zu klären. Denn dies ist alles eine Hilfe um nicht zu resignieren.

Gesundheitsverhalten

Dies ist auch ein wichtiger Aspekt. Man soll sich immer so verhalten, dass es der Gesundheit dient und Freude macht. Hierzu gehört auch das Verhalten beim Essen, Trinken und dem Leben selbst um dadurch eine gute und bewusste Zeit zu haben.

Gedanken an Krankheit, Sterben und Tod

Dies ist sehr wichtig bei der Auseinandersetzung, denn diese und Verdrängung schließen sich nicht gegenseitig aus. Man muss lernen mögliche Krankheitserscheinungen und den Tod zu akzeptieren, wobei es aber sehr erleichternd sein kann, nicht ständig daran zu denken. Wenn es gelingt die Konzentration auf andere, schöne Aspekte des Leben zu richten, kann das eine große Hilfe sein.

Hierüber müssen sich auch die Angehörige im Klaren sein, dass es sich bei AIDS nicht um eine Sterbens- sondern um eine Lebensbegleitung handeln sollte.
Wenn man überlegt, dass bei einem HIV-Infizierten mehrere Zeitperspektiven möglich sind, sei es 1 Jahr, 5 Jahre oder sogar 20 Jahre, ist dies nichts anderes als bei jedem Menschen. Denn die meisten verdrängen den Gedanken an den Tod und merken erst recht spät das dieser Realität ist. Hierzu Gabriel Garcia Marquez: ( war ihm plötzlich bewusst geworden )"dass der Tod nicht nur, wie er es immer empfunden hatte, eine ständige Möglichkeit war, sondern eine bevorstehende Wirklichkeit."

Wie steht die Kirche zu AIDS?

Für viele stellt der Glaube an Gott, wenn sie von der Krankheit erfahren, noch die letzte Hoffnung dar und gibt ihnen Kraft die Krankheit durchzustehen. Denn sie glauben ja daran, dass der Tod nicht das Ende ist.
Die Kirche kann auch helfen, die Isolation der Betroffenen durch solidarisches Verhalten zu überwinden. Dies tut sie indem kirchliche Sozialstationen AIDS - Kranke pflegen und sie in kirchlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Jugend - und Erholungsheimen, HIV - Infizierte und AIDS - Kranke aufnehmen. Es ist ein großes Anliegen, ein Sterben in Würde zu ermöglichen und Orientierung bei der Begleitung der Kranken in der letzten Lebensphase zu sein. Die Kirche will also Integration statt Isolation.

Im Rahmen der Jugend- und Erwachsenenarbeit können durch Zusammenarbeit der Kirche mit Ärzten und Selbsthilfegruppen, emotionale Überreaktionen und negative Pauschalurteile überwunden werden. Die Kirche leistet als auch Informationsarbeit.

Auch die Prävention spielt eine große Rolle, da die Immunschwäche ja meist auf sexuellem Weg übertragen wird. Die Kirche spricht hierbei natürlich meist von Zurückhaltung und verweist darauf, dass sexuelle Kontakte nur in der Ehe stattfinden sollten. Aber meist ist dies heute nicht mehr der Fall und so hat die Prävention deutlichen Vorrang.
Hierbei müssen die medizinischen, psychologischen, sozialen und ethischen Aspekte der Prävention angesprochen werden, um das Problembewusstsein für die Über-tragungswege und Infektionsrisiken wachsen zu lassen.
AIDS sollte nicht nur das caritative Handeln einer Gemeinde betreffen, sondern auch immer mehr in der Liturgie und Verkündigung thematisiert werden. Z.B. Welt - AIDS - Tag. Somit kann man die Menschen dazu bringen sich mit der Krankheit auseinanderzu setzen und sie nicht zu verdrängen.

Schluss

Zum Schluss können wir nur sagen, froh zu sein, dass wir über dieses Thema geschrieben haben. Es war eine große Bereicherung für uns, da wir nun die Ansteckungsmöglichkeiten, den Verlauf der Krankheit und welche Therapiemöglichkeiten, bzw. Ansätze vorhanden sind, kennen.

Es ist zu hoffen, dass irgendwann eine Therapiemöglichkeit eine 100%ige Heilung verspricht. Doch bis dahin ist noch ein langer Weg und wir können nur versuchen durch gute Schutzmaßnahmen ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu verlangsamen, wenn nicht gar ganz zu stoppen. Hier wollen wir an alle appelieren sich über die Krankheit zu informieren, denn so können Ängste und Vorurteile genommen werden, denn es geht uns alle an.

Wir hoffen und glauben daran, dass jemand irgendwann einmal sagen kann:

" ICH HABE AIDS GEHABT "












Quelle:




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