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Titel:

Afrika


  Note: 2   Klasse: 7









Arbeit: 1.Teil: Einführung in einige Länder

Äthiopien
• 1541-1543 Sieg gegen eindringende Muslime mit portugiesischer Hilfe
• Ab 1784: Herrschaft der Provinzstatthalter (Ras)
• 1889 Menelik II. wird Kaiser in Abessinien
• 1930 Haile Selassie I. zum Kaiser gekrönt
• 1931 Äthiopien bekommt seine erste Verfassung ab
• 1936-1941 Italienische Besetzung
• 1942 Haile Selassie wird durch Großbritannien wieder Herrscher
• 1952 Abessinien und Eritrea bilden eine Föderation
• 1962 Eritrea wird völkerrechtswidrig von Äthiopien kolonisiert
• 1974 Sturz Selassies durch das Militär
• 1975 Ausrufung zur Republik; Mengistu Haile Miriam übernimmt die Herrschaft
• 1977 Annäherung an die UdSSR
• 1991 Sturz Mengistu Haile Miriams; Meles Zenawi wir Präsident
• 1993 Unabhängigkeit Eritreas
• 1995 Erste freie Wahlen nach Sturz Mengistus; Negaso Gidada wird zum Staatspräsidenten der nun neu benannten ‚Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien‚ gewählt.
• Seit 1998 Krieg mit Eritrea



2. Teil: Die Kolonisierung Afrikas

Die Auslöser für die Kolonisierung
Es wuchs das Interesse der Bevölkerung an einem mächtigeren „größeren” Vaterland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, so dass die Regierungen immer stärkere Unterstützung für ihre Kolonialpolitik fanden. Als nach 1880 nicht nur die alten Kolonialmächte, sondern auch andere Staaten die Expansion, die Ausdehnung, nach Übersee als wichtigen Bestandteil für einen Großmachtsstatus betrachteten, befürchtete jeder Staat bei der „Verteilung der Welt” leer auszugehen und begann zu expandieren. Der Wettlauf um die Welt hatte begonnen.

Die Kolonialmächte
Im 19. Jahrhundert traten sogenannte Kolonialmächte, das sind Staaten die Kolonien gründen auf. Zu ihnen zählen die Nationen Italien, Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Portugal und Spanien.
1) Belgien
Zu Beginn seiner Regentschaft finanzierte König Leopold II. (1835-1909, König seit 1865) eine Expedition flussaufwärts des Kongo und beanspruchte deshalb das Kongogebiet. Die Berliner Kongokonferenz von 1885 erkannte Leopold II. Als Herrscher über den Freistaat Kongo an. Die brutale Ausbeutung des Landes und der Bevölkerung des Kongo-Freistaates führte um die Jahrhundertwende zu beträchtlichen Unruhen, und zu internationalen Protesten. Eine vom König eingesetzte Untersuchungskommission deckte Sklavenhandel, Zwangsarbeit und weitere Missstände auf, wodurch der König zu Reformen gezwungen war, die jedoch wenig wirksam waren. 1908 übertrug das belgische Parlament die Herrschaft über den Kongostaat auf den belgischen Staat. Während des 1. Weltkrieges eroberten kongolesische Truppen das Gebiet Ruanda-Urundi, das der Völkerbund 1919 Belgien zusprach. Während der Nachkriegszeit stieg die Produktivität der Kolonie an, jedoch wuchsen auch die Unabhängigkeitsbestrebungen. Belgisch-Kongo wurde 1960 in die Unabhängigkeit entlassen, um es nicht mit der ehemaligen französischen Kolonie Kongo-Brazzaville zu verwechseln wurde es Kongo-Leopoldsville und später Kongo-Kinshasa genannt, nach einem Putsch wurde das Land später in Zaire und nach einem weiteren in Demokratische Republik Kongo umbenannt.

Kolonien: Belgisch-Kongo (Privatkolonie Leopolds 1882/ Staatskolonie 1908/ U 1960)

Deutschland
Da Deutschland erst spät als Staat existierte, konnte es auch erst spät Kolonien erwerben. Unter Bismarck und Wilhelm II. (1859-1941 deutscher Kaiser und König von Preußen 1888-1918) versuchte man mit großen Bemühungen Kolonien zu erwerben, jedoch hatte diese Kolonialpolitik gemessen am Kraftaufwand nur geringe Erfolge. Wilhelm II. , versuchte zwar, das deutsche Kolonialreich zu vergrößern, jedoch konkurrierte diese Politik zu stark mit der britischen und französischen Kolonialpolitik und führte mitunter zur politischen Isolierung Deutschlands und war letztendlich ein Mitgrund für den Ausbruch des 1. Weltkriegs.

Kolonien: Deutschostafrika(G 1885[Tanganjika; Ruanda; Burundi]/ brit. 1919/ U Ruanda, Burundi 1962/ U Tansania 1964), Deutschkamerun (G 1884/ frz. 1919/ U 1960), Deutschsüdwestafrika (G 1884/ brit. 1919/ U 1960); Togo (G 1884/ Osttogo frz.1919; Westtogo brit. 1919/ U 1960)


Frankreich
Frankreich wollte durch die Schaffung eines großen Kolonialreiches seinen Ruf als Großmacht wiederherstellen. Frankreich versprach sich von Kolonien als Rohstofflieferanten und Investitionsräumen große Gewinne und fühlte sich zudem berufen, die einheimische Bevölkerung in den Kolonien zu zivilisieren. Aus diese Gründen erwarb Frankreich viele Kolonien, teilweise auch vollkommen planlos, z.B. nahm es die gesamte Sahara offiziell in Besitz, obwohl es wegen den dortigen klimatischen Bedingungen und dem Widerstand der Nomaden nur die einzelnen Oasen halten konnte. Zwischen den beiden Weltkriegen versuchte Frankreich einige Änderungen in seinem Kolonialsystem durchzuführen, z.B. wurde den Kolonialvölkern der Zugang zur französischen Staatsbürgerschaft erleichtert. 1946 wurde das Kolonialreich in die Französische Union umgewandelt, in der die Kolonien weiterhin ein Teil des Mutterlandes bleiben sollten. Nach dem Indochinakrieg begann aber der Zerfall der Union. 1960 löste Charles de Gaulle die Communauté Francaise (Französische Gemeinschaft), wie die Union seit 1958 hieß, auf und entließ ihre Mitgliedsländer (Kolonien) in die Unabhängigkeit, nach Beendigung des Algerienkrieg auch Algerien.



Kolonien: Marokko(G 1904/ U 1956); Algerien(G 1831/ U 1962); Französisch-Westafrika(G 1969/ U Guinea 1958; U Mauretanien, Mali, Niger, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste 1960); Französisch-Äquatorialafrika(G 1873/ U Zentralafrika, Tschad, Gabun, Kongo-Brazzaville 1960); Madagaskar(G 1643/ U 1960); Tunesien(G 1881/ U 1956)

Großbritannien
Vom 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts nahm Großbritannien auf allen Kontinenten Gebiete in Besitz und regierte große Teile Nordamerikas, Asiens und Afrikas. Das britische Weltreich war das größte der Kolonialreiche. Die Briten unterstützten die Koloniallisten durch Schutzbriefe und Handelsbegünstigungen. Später gewährten sie den Kolonien Selbstverwaltung, die jeweiligen Autonomieregierungen unterstanden aber immer noch einem britischem Staatssekretär. Daneben gab es auch sogenannte Dominions. Diese waren weiße Siedlungskolonien, welche die volle politische Autonomie besaßen, jedoch den britischen Monarchen als Staatsoberhaupt anerkannten. Diese liberale Kolonialpolitik verhinderte den Bruch zwischen den Kolonien und dem Mutterland. Deshalb war das Britische Empire nicht nur das größte, sondern auch das mächtigste, da es kaum durch innere Konflikte erschüttert wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Nationalbewusstsein der einzelnen Völker im Kolonialreich jedoch immer stärker, und verschiedene Kolonien, besonders Indien, forderten die Unabhängigkeit. 1931 wurde das Westminster Statute vom das britischen Parlament verabschiedet, das die Umwandlung des Empire zum Commonwealth besiegelte. Seit dem 2. Weltkrieg haben die meisten Gebiete des ehemaligen Empires ihre Unabhängigkeit erlangt, sind aber durch ihre Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations mit dem Mutterland noch v.a. wirtschaftlich verbunden. Das Commonwealth ist ein loser, freiwilliger Zusammenschluss von Staaten, welche die britische Krone symbolisch oder tatsächlich als gemeinsames Oberhaupt anerkennen oder anerkannt haben. Die souveränen Mitglieder des Commonwealth sind das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, Antigua und Barbuda, der Australische Bund, die Bahamas, Bangladesch, Barbados, Belize, Botswana, Brunei, Dominica, Gambia, Ghana, Grenada, Guyana, Indien, Jamaika, Kanada, Kenia, Kiribati, Lesotho, Malawi, Malaysia, Malediven, Malta, Mauritius, Namibia, Nauru, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, Papua-Neuguinea, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und Grenada, die Salomonen, Sambia, die Seychellen, Sierra Leone, Singapur, Südafrika, Sri Lanka, Swasiland, Tansania, Tonga, Trinidad und Tobago, Tuvalu, Uganda, Vanuatu, Westsamoa, Simbabwe und Zypern.



Kolonien: Ägypten(G 1882 [wegen Schulden des Sultans für Bau des Suezkanals]/ U 1922); Anglo-Ägyptischer Sudan(U 1956); Uganda(G 1856/ U 1962); Kenia (U 1963); Britisch-Somaliland(G 1884/ U Somalia 1960); Njassaland(G 1891/ U 1964); Nordrhodesien(U 1964); Südrhodesien(U 1980); Betschuanaland(G 1885/ U 1956); Südafrikanische Union(G 1806[Burenkrieg 1899-1902]/ U 1961); Swasiland(U 1968); Basutoland(U 1966); Nigeria(U 1960); Goldküste(U 1957); Sierra Leone(U 1961)

Italien
Nach den Einigung Italiens zeigte man zuerst kein Interesse an Kolonien. Beschleunigt durch die Beispiele Frankreichs und Großbritanniens und durch die Absicht, von den wirtschaftlichen und sozialen Problemen im eigenen Land abzulenken, entschied man sich doch, Kolonien zu erwerben. Nach der Besetzung Eritreas und des Somalilandes entschloss man, die Küstenstreifen zu erweitern und Abessinien zu erobern, scheiterte aber in der Schlacht von Adua. Italien versuchte aber weiterhin, Kolonien durch Kriege zu erwerben. Unter Benito Mussolini versuchte Italien 1935 noch mal in Abessinien eine Kolonie zu errichten, wurde aber 1941 von den Briten vertrieben und verlor nach dem 2. Weltkrieg alle Kolonien.

Kolonien: Libyen(G 1912/ brit. 1941/ U 1951); Eritrea(brit 1941/ U 1993); Italienisch-Somaliland(G 1885/ brit. 1941/ U Somalia 1960)

Portugal
Portugal war eine Seefahrernation. Portugiesische Schiffe segelten im 15. Jahrhundert entlang der Westküste Afrikas immer weiter nach Süden. Dabei entdeckten und kartografierten Stück für Stück der Küste, an dem Punkt, an dem sie umkehrten rammten sie immer einen Pfahl in den Strand, damit nachkommende Expeditionen wussten, ab wo die Küste unbekannt war. Sie erreichten schließlich den südlichsten Punkt Afrikas und versuchten, das Kap zu umschiffen was schließlich Bartolomeu Diaz gelang. Zehn Jahre später umrundete Vasco da Gama die Südküste und erreichte Indien. Auf ihren Entdeckungsfahrten errichteten die Portugiesen entlang ihre Routen Handelsstützpunkte und Kolonien. Im Vertrag von Tordesillas mit Spanien teilten die beiden Staaten die Welt untereinander auf, der Vertrag wurde aber in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert außer Kraft gesetzt. Das zwischenzeitlich errichtete Kolonialreich verlor Portugal während der Personalunion mit Spanien (1580-1610) fast vollständig an Großbritannien und die Niederlande. Portugal vergrößerte daraufhin seine Kolonien im südlichen Afrika (Mocambique und Angola). Zu Begin der 60er Jahren des 20. Jahrhunderts brachen in diesen Kolonien und in Portugiesisch-Guinea Rebellionen aus, um Portugals Herrschaft zu beenden. Portugal reagierte darauf mit intensiven militärischen Interventionen und führte in den betroffenen Gebieten langanhaltende Kolonialkriege, was zur Verurteilung durch die Vereinten Nationen und zu innenpolitischen Problemen führte. Aber erst nach der Nelkenrevolution 1974 wurden die Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen.

Kolonien: Angola(G 1885/ U 1975); Mosambik(U 1975); Port Guinea(U 1974)

Spanien
Durch den Krieg mit den USA ging schließlich auch noch das restliche Kolonialreich außer die Sahara, Marokko und Guinea verloren. 1924 verlor Spanien einen Krieg gegen die Berber, konnte die Kolonie aber mit Hilfe der Franzosen zurückgewinnen. Seine letzten Kolonien entließ Spanien ohne Blutvergießen in die Unabhängigkeit. Nach dem Koreakrieg führte das Franco-Regime Reformen in Spanien durch. Um diese liberale Entwicklung nicht durch Kolonialkämpfe zu belasten und zu gefährden verzichtete Spanien 1958 selbst auf seinen Kolonialbesitz in Spanisch-Marokko, Spanisch-Guinea erhielt zehn Jahre später die Unabhängigkeit. Ende 1975 veranlasste König Hassan II. von Marokko (geb. 1929, König seit 1961) eine umfassende, gewaltfreie Invasion von Spanisch-Sahara, den so genannten grünen Marsch. Spanien erklärte sich einverstanden, das Gebiet an Mauretanien und Marokko abzutreten.

Kolonien: Rio de Oro; Rio Muni; Spanisch-Marokko

3. Teil: Das Ende der Kolonisierung

Freiheitsbewegungen
Die endgültige Aufteilung Afrikas fällt in die achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zu einem ungeheuren Aufschwung der kolonialen Eroberungen. Um 1875 waren 10,8 % des afrikanischen Kontinents im Besitz europäischer Mächte, um 1900 waren es bereits 90,4 %. Der Burenkrieg (1899-1902) zählt zu den ersten Kriegen, die den Beginn des Kampfes um die Neuaufteilung der Welt einleiteten. Die Aufstandswelle der unterdrückten Völker Afrikas, die von Südafrika ausging und fast alle Kolonialgebiete Afrikas südlich der Sahara berührte, ergriff 1904 Südwestafrika (britisch) Mosambik und Angola (Portugiesisch), den Kongo (belgisch) und Ostafrika (Deutsch). Vor dem 1. Weltkrieg jedoch hatte die Befreiungsbewegung der afrikanischen Völker keine realen Erfolgsaussichten.
Durch den 2. Weltkrieg und in seinem Ergebnis entstanden neue Bedingungen für den nationalen Befreiungskampf. Mit der staatlichen Selbständigkeit durch die Völker der britischen Kolonie Goldküste als Ghana (1957) und Guinea (1958) wurde der Zusammenbruch des Kolonialsystems eingeleitet, zu dessen Symbol das "afrikanische Jahr" 1960 geworden ist. Damals erlangten 17 afrikanische Staaten ihre Unabhängigkeit. Bis 1969 waren bereits 42 afrikanische Länder staatlich unabhängig.








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