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Titel:

Albatrosse Die Marathonvögel


  Note: 1-   Klasse: 9









Arbeit: Albatrosse - Die Marathonvögel


Elegant wie Segelflugzeuge kreisen Albatrosse die meiste Zeit ihres Lebens über den Meeren des südlichen Polarkreises. Nur alle zwei Jahre treffen sie sich mit ihrem Lebensabschnittspartner an Land, um gemeinsam ein Einzelkind aufzuziehen. Harte Arbeit. Denn um Futter zu finden, müssen die Seevögel bis zu 4.000 Kilometer weit fliegen. Pausen von mehreren Tagen zwischen den Mahlzeiten sind also nichts Besonderes. Trotzdem leiden Albatrosse keinen Hunger. In einer Blase im Darmtrakt führen sie ihr eigenes Nahrungslager mit: vorverdautes, fettiges Öl.


Albatrosse - Monogame Lebensabschnittspartner

Albatrosse führen eine Ehe auf Distanz. Fast ihr ganzes Leben lang kreuzen Männchen und Weibchen getrennt voneinander über den Ozeanen. Nur alle zwei Jahre treffen sie sich an Land, um mit einem festen Partner Nachwuchs zu bekommen. Die meisten der 14 Albatros-Arten leben in den Regionen des südlichen Polarkreises, einige aber auch auf Hawaii, den Galapagosinseln und rund um Japan.


Gemeinsames Sorgerecht

Albatrosse nisten in großen Kolonien mit mehreren Tausend Tieren. Ab Anfang September polstern die Vogelpaare eine einfache Bodenmulde oder einen Erdhügel mit Federn aus. In dieses Nest legt das Weibchen sein einziges Ei. 65 bis 80 Tage später schlüpft daraus ein Küken. Die folgende Zeit ist für das Junge hart: Oft wartet es tagelang alleine im Nest, während seine Eltern Tausende von Kilometern entfernt auf Jagd gehen.

Mit ihren kräftigen Schnäbeln fischen Albatrosse ihre Beute aus dem Meer. Meistens schwimmen sie dafür auf der Wasseroberfläche. Aber auch aus der Luft können die riesigen Vögel jagen: Sobald sie ein Opfer im Visier haben, schießen sie wie ein Pfeil ins Wasser und schnappen zu. Auf ihrem Speiseplan: Tintenfische, Krebse und Fische. Dazu trinken sie – wie alle Seevögel – Meerwasser. Das überschüssige Salz scheiden sie über bestimmte Drüsen in ihrer Nase wieder aus.


Öltanker im Darm

Um Futter für den Nachwuchs zu finden, müssen Albatrosse bis zu 4.000 Kilometer weit fliegen. Ihr Ziel: Während eines Beutezuges möglichst viel Nahrung für sich und die Küken sammeln. Dabei hilft ihnen ein besonderer Abschnitt in ihrem Verdauungstrakt, der sogenannte Proventrikulus. In dieser Blase trennen die Albatrosse das Fett aus dem Nahrungsbrei von den wässrigen Bestandteilen ab und konzentrieren es. Das wiederholen sie solange, bis der Proventrikulus ganz mit fettigem Öl gefüllt ist. Kommen Hungerzeiten, ernähren sich die Albatrosse von ihrem Öldepot. Und auch die im Nest zurückgebliebenen Küken freuen sich auf ihre ölige Babynahrung.


Albatrosse - Dynamische Segler

Mit ihren kurzen Beinen watscheln sie über Strände und Klippen: die Albatrosse. Auf dem Land noch tollpatschig und plump, entpuppen sich die Vögel in der Luft als elegante Ausdauerathleten. Tagelang segeln sie zu ihren weit entfernten Jagdrevieren, ohne auch nur einmal ihre Flügeln zu benutzen. So sparen sie Energie. Denn ein einziger Schlag mit ihren bis zu 1,60 Meter langen Schwingen kostet die Albatrosse mehr Kraft, als kilometerlanges Gleiten.

Zu diesem Ergebnis kam der Biologe Scott Shaffer von der University of California, als er die Herzrate der Vögel während des Fluges untersuchte. Noch erstaunlicher: Segelnde Albatrosse verbrauchen nicht mehr Energie als ihre faul im Nest sitzenden Artgenossen.


Im Zick-Zack zum Ziel

Um „Treibstoff“ zu sparen haben Albatrosse eine raffinierte Flugtechnik entwickelt: das dynamische Segeln. Dabei nutzen sie die Naturerscheinung, dass der Wind in großen Höhen stärker bläst als knapp über der Wasseroberfläche.

Das Prinzip: Zuerst segeln die Albatrosse hoch über dem Meer mit dem Wind. Vom Rückenwind angetrieben werden sie bis zu 80 km/h schnell. Sobald sie genug Schwung haben, stürzen sie nach unten und schlagen dort die Richtung ein, in die sie eigentlich fliegen wollen. Erst wenn ihr Schwung nicht mehr ausreicht, steigen sie wieder auf, um erneut Anlauf zu nehmen.


Getrennte Flugrouten

In zwei Wochen können Albatrosse bis zu 6.000 Kilometer (Luftlinie Stuttgart – New York) zurücklegen. Bei manchen Albatros-Arten wählen Männchen und Weibchen unterschiedliche Flugrouten. Der Grund: Männchen sind schwerer als Weibchen. Um abheben zu können, brauchen sie stärkere Winde.

Wie Shaffer und sein Team herausgefunden haben, jagen die Männchen der Wanderalbatrosse in den extrem windreichen Regionen der Sub-Antarktis und der Antarktis. Die Weibchen verschlägt es dagegen in die windärmeren subtropischen und tropischen Gewässer. Ein genialer Trick der Natur: Durch die Geschlechtertrennung kommen sich Männchen und Weibchen bei der Nahrungssuche nicht ins Gehege.


Albatrosse - Stinkbomben zur Selbstverteidigung

Wer Albatrossen zu nahe tritt, darf nicht geruchsempfindlich sein: Fühlen sich die Vögel bedroht, verspritzen sie ranziges Öl aus ihren Nasenlöchern. Das Öl stammt aus einer Blase im Verdauungstrakt der Tiere und dient normalerweise als Nährstofflager für Dürrezeiten. Reicht der faulige Gestank alleine nicht aus, um den Feind in die Flucht zu schlagen, greifen Albatrosse zu schmerzhafteren Methoden: Schläge mit den gewaltigen Flügeln und kräftige Schnabel-Hiebe.

Aber trotz ausgeklügelter Verteidigungstechniken sind die riesigen Vögel nicht vor Angreifern sicher. Auf Hawaii überleben die Jungen der Laysan- und Schwarzfuß-Albatrosse oft nicht einmal ihre erste Flugstunde. Die Gefahr lauert im Meer: Tigerhaie warten nur darauf, dass die Kleinen bei ihren Flugversuchen ins Wasser fallen. Etwa 10 Prozent des flügge gewordenen Albatros-Nachwuchses wird pro Jahr von Tigerhaien gefressen. Andere Feinde wie der Karakara – ein Raubvogel der Falkland-Inseln– stehlen die Küken und Eier der Schwarzbrauen-Albatrosse direkt aus dem Nest.


Die ersten Tanzstunden

Entkommen die Jungen ihren Fressfeinden, verlassen sie nach vier bis neun Monaten das Festland. Die ersten Lebensjahre verbringen sie mit gleichaltrigen Artgenossen über dem offenen Meer. Ihrer Geburtsinsel bleiben die jungen Vögel aber weiterhin treu: Fünf bis zehn Jahren später kehren sie dorthin zurück, um sich mit ausgedehnten Balztänzen einen Lebenspartner zu suchen. Wenn sie ihn gefunden haben, ziehen sie im Alter von sechs bis zwölf Jahren zum ersten Mal ein eigenes Küken auf.








Quelle: -Internet -Encarta -www.wde.prosieben.de




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