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Titel:

Altenheim


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Praktikumsbericht

1. Darstellung des Praktikumsplatz

Am 31.März 1984 errichtete Ulrich Marseille ein Seniorenheim mit 40 Betten in Lagen. Die Marseille Kliniken wurden 1984 erst als GmbH gegründet und im Dezember 1994 zur Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Marseille Kliniken AG unterhält in 13.Bundesländern insgesamt 60 Einrichtungen unter anderem auch das Amarita. Das Amarita in Hamburg Mitte wurde 2006 errichtet. Der Name Amarita steht für eine neue Generation von Pflegeeinrichtungen. Sie unterscheidet sich von anderen Pflegeheimen, aufgrund der sehr vielen Angebote. Es ist für jeden etwas dabei. Das Haus bietet Ergotherapien z.B Gedächtnistraining, Training zur Selbsthilfe im täglichen Leben, Handwerkliche Techniken und Physiotherapien wie z.B: Krankengymnastik, Bewegungstherapie und Massage an. Den Bewohnern wird ein 21m² großes Zimmer angeboten oder ein Doppelzimmer mit 30m². Jedes Zimmer ist mit einem hochwertigen Pflegebett, Schrank, Tisch & Stuhl, Telefon, Fernsehnenanschluss, einer Schwesterrufanlage und einem altersgerechten Bad. Die Pfleger sind ab 6:00 Uhr für die Bewohner da. Frühstücken kann man ab 8:00 Uhr, wer aber Langschläfer ist der kann in Ruhe weiter schlafen.. Nach dem Essen werden den Bewohnern viele Kurse angeboten. Ab 12:00 Uhr gibt es Mittagessen, Abendessen gibt es um 17:30Uhr. Leider kann sich nicht jeder die Pflege im Amarita wegen der hohen Kosten leisten.

2.Meine Bewertung

Nun sind 3 Wochen vergangen, 3 Wochen, nur ein kurzer Augenblick von meinem Leben, aber doch so unvergesslich. Ein anderer Mensch bin ich zwar nicht geworden, doch fühle ich mich jetzt reicher an Erfahrungen. Ich trat dem Diakonischen Praktikum mit vielen Fragen und Freude entgegen. Gefragt habe Ich mich was mir das Praktikum bringen würde aber habe nie daran gezweifelt, dass es mir Spaß machen wird. Am ersten Tag als ich das Amarita betrat war ich überrascht. Es war kein Betonklotz ganz im Gegenteil, es war und ist ein großes, schönes, gepflegtes Haus und trotzdem ein Altenheim. Schnell wurde ich in meine Station, der Demenzkranken, eingeführt. Durch eine Glasscheibe sah ich schweigende Senioren, die damit beschäftigt waren Luftlöcher ins Nichts zu starren. Mir wurde eine kleine Übersicht meiner Aufgaben verschafft, aus der Pflege wurde ich herausgenommen. Essen anreichen, war einer meiner Aufgaben. Beim Frühstück konnte ich direkt anfangen, zu tun gab es genug. Also brachte ich den Herrschaften ihr Essen, als ich den Raum betrat wurde ich von den Senioren freundlich begrüßt. Ich fühlte mich willkommen, was mir etwas mehr Sicherheit gab. Als der erste Tag verging, hatte ich mich ein wenig eingelebt und meine Arbeitswege grob kennengelernt. Der Spaß an meinen Aufgaben wuchs immer mehr. Während meiner gesamten Praktikumszeit habe ich nie das Gefühl vermittelt bekommen, eine überflüssige Praktikantin zu sein. Ganz im Gegenteil, bei meiner Arbeit im Altenheim hatte ich das Empfinden, gebraucht zu werden. Anders als in der Schule, in der man nur für sich und seine Zukunft verantwortlich ist, war ich im Altenheim eine Stütze für die Mitmenschen. Natürlich erledigte ich nicht die gleichen Aufgaben wie die Pfleger. Mein Aufgabenfeld glich der Ergotherapeuten und ergänzte es. Statt Körperpflege hieß es die Senioren zu unterhalten oder anders gesagt den Dementen zuzuhören. Ohne Zeitdruck konnte ich mich in aller Ruhe den einzelnen Damen und Herren widmen und ihnen ein Ansprechpartner für Sorgen, Probleme und Fragen sein. Die Therapeuten haben meistens nicht lange Zeit sich mit den Bewohnern eingehend zu beschäftigen. Langsam lernte ich die einzelnen Personen und ihre Persönlichkeit kennen. Es war eine Freude zu sehen wie die schweigsamen Dementen mit jeder Minute aufgeschlossener und fröhlicher wurden. Meine Zeit im Altenheim machte mir großen Spaß. Doch vielleicht war es die Begrenzung der Zeit auf drei Wochen, die mir das Arbeiten etwas erleichterte. Mit dem Wissen, dass es nach drei Wochen zu Ende ist und mit der Perspektive noch in viele andere Berufe hinein zu schnuppern, lies mich zusätzlich mit viel Elan arbeiten. An den freien Wochenenden hatte ich Zeit neue Energie für die nächste Woche zu Tanken. Und jetzt sollte man sich vorstellen statt fünf Tagen, ganze zwölf Tage am Stück ohne einen freien Tag zu arbeiten, nichts mit freien Wochenende. Dies ist der Alttag von Pflegern. Für mich, momentan, Grund genug eine Karriere als Pflegerin nicht anzutreten. Mir persönlich haben die drei Wochen sehr gut getan. Auf intensive Art und Weise habe ich eine andere Seite des Lebens kennengelernt. Die einzelnen Stufen des Altwerdens waren mir nicht mit dieser Deutlichkeit bewusst, wie sie mir im Amarita näher gebracht wurden. In meiner Zeit im Altenheim wurden Begriffe wie Demenz und Wachkoma zu meiner unmittelbaren Realität. Mein direktes Umfeld zeigte mir, was das Leben auch bedeuten kann. Auf Hilfe angewiesen zu sein. Mit der Zeit eine weitere Pflegestufe zu erreichen und an Maschinen gefesselt zu sein. Da fragt man sich: Wie steht es um mich? Erwartet mich ebenfalls dieses Schicksal? Dank des Diakonischen Praktikums nahm ich nun eine andere Seite der Gesellschaft wahr. Mein Horizont hat sich erweitert. Bei Dementen werden Kleinigkeiten zum Lebensmittelpunkt. Die Krankheit lässt die Senioren vergessen was sie zuletzt getan haben. Nach ein paar Tagen haben sie mich bestimmt nicht mehr in Erinnerung, habe für sie nie existiert. Doch ich werde sie nie vergessen. Sie haben mir so viel gegeben. Das Diakonische Praktikum ist eine Bereicherung fürs Leben, jede Schule solle es anbieten.








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