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Titel:

An diesem Dienstag


  Note: 1-   Klasse: 10









Arbeit: An diesem Dienstag
Inhalt
Die Kurzgeschichte "An diesem Dienstag" von Wolfgang Borchert handelt von einem beliebigen Dienstag im 2.Weltkrieg. Der Autor beschreibt die Wirklichkeit des Krieges anhang von alltäglichen Szenen aus der Heimat und an der Front.
Die Kurzgeschichte ist in 9Szenen unterteilt. Die 1. und die 9.Szene bilden eine Art Rahmenhandlung.Darin geht es um das Schulmädchen Ulla, die eine Straffarbeit kriegt, zuhause 10mal den Satz "Im Krieg sind alle Väter Soldat" zu schreiben. Im Hauptteil der Geschichte steht das Schicksal eines Offiziers, namens Hesse, der zum Hauptman befördert wird und wegen Fleckenfieber nach Lazarett, wo er kurze Zeit später stirbt, gebracht wird.Zu seinem Nachfolger wird Leutnent Ehlers ernannt, der trotz Warnung seines Vorgesetzten auf dem Weg zur Kompanie raucht und deswegen vermutlich erschossen wird. An Hesses Todestag bekommt seine Frau mit 9Tage Verspätung die Nachricht, dass er zum Hauptmann befördert sei und geht daraufhin zur Feier des Tages in die Oper. Auch Hesses Berufskollegen nehmen sich am gleichen Tag vor, ihm einpaar Kleinigkeiten an die Front zu schicken. Am Schluss, wie am Anfang, schreibt Ulla 10mal den folgenden Satz:" Im Krieg sind alle Väter Soldat."Und Krieg mit "G", wie Grube.

Interpretationshypotese
Die Aussage ist der Gegensatz zwischen Front und Heimat. Während an der Front gelitten, gestorben und nach dem Sinn des Geschehens gefragt wird, haben die Menschen in der Heimat von alldem keine Ahnung.
Borchert schildert in wenigen Zeilen die Härte des Krieges und will deutlich machen, dass Krieg überall ist, aber nicht von jedem wahrgenommen wird, es kommt immer auf die eigene Situation an, wie man Krieg empfindet und wie sehr er auf einem Einfluss nimmt. Er teilt diese Menschen in 3Gruppen:1.Die die von der eigentlichen Wirklichkeit des Krieges kaum berührt werden (Hesses Kollegen); 2.Die, die die Augen vor dem Krieg schließen und als Mitläufer gelten (die Lehrerin; Frau Hesse); 3.Die, die von der Wirklichkeit des Krieges bis auf dem Grund ihres Seins betroffen sind (Hauptmann Hesse; Ehlers).
Er will sagen:"Guckt wieviele unsinnige Kämpfe in einem fremden Land passieren, wo kein Deutscher zu suchen hat. Ein Land der zum Friedhof tausender Deutscher wurde, nur durch euren Herscher Hitler."

Überschrift
-Dienstag = "Dienst" an verschiedenen Stellen
-Der Dienstag an dem das passierte, aber es könnte an jedem Dienstag passiert sein
-Der Krieg wird langsam zum Alltag, keiner tut was dagegen bis er selbst betroffen ist; z.B. in Afrika gibt es sehr viel Armut, aber wir genießen unser Leben ohne etwas dagegen zu tun.

Merkmale der Kurzgeschichte
- Keine Einleitung, man wird reingeworfen, W-Fragen werden nicht geklärt: In der Schule.Wo?Wer ist Ulla?
-3Einleitungssätze am Anfang - nicht typisch für eine Kurzgeschichte
- Offenes Ende: Wer ist Ulla nun? Was passiert denn weiter?
- Die Erzählte Zeit ist relativ kurz: sie erstreckt sich über einen Tag "An diesem Dienstag"
- Die Handlung ist eine alltägliche, keine außergewöhnliche Szene aus dem Leben. Zu der Zeit waren Hesse, Ulla und Ehlers typische Menschen ihrer Zeit, ihre Ereignisse (Hesses Tod) wiederholen sich jeden Tag und nicht nur an diesem Dienstag
- Die Personen werden nicht charakterisiert: Sie werden nur in der Situation benannt
- Sprache:selten metapherische Sprache, kurze knappe Sätze, schlicht und alltäglich-keine Fachbegriffe, viele Dialoge, Wiederholungen
- Fiktionalität( Erdachtes):Die Geschichte ist eine Fiktion von Wirklichkeit und nicht als Abbild einer historischen Realität (Legende, Sage)
- Die Geschichte hat einen Bruch(Wendepunkt):Z44-der vermutliche Tod Ehlers, oder Z56

Deutungen:
1.Szene-Schule
Z6-7 Brille-"Sie waren so dick, dass die Augen ganz leise aussahen"- So wie man die Augen nicht richtig erkennen kann, so verschleiert sie den Kindern die Wahrheit über den Krieg.Sie wirkt ganz leise und eingeschüchtert.
Z11- "Im Krieg sind alle Väter Soldat", soll zeigen, dass die Kinder seitdem sie denken können über und mit dem Krieg erzogen werden.Außerdem soll der Satz zeigen, dass alle Offiziere an der Front auch vor kurzem in dieser Heimat wohnten.
Z19- Die Nebelkrähen stehen für Bote des Todes, und das weggeworfene Brot soll zeigen wie gleichgültig Menschen dem Krieg gegenüber sind, denn im Krieg war Brot eigentlich sehr knapp.
2.Szene-Ehlers
Z22- "Sie müssen den roten Schal abnehmen"- Symbol für Individualität und daher unerwünscht in die Welt der gleichgeschalteten Soldaten, denn sie richten sich nach der korrekten Welt. Außerdem, während er seinen Schal ablegt, gibt er damit die letzte Erinnerung an sein früheres Leben auf. Die Zigarette gehört auch nicht in der Welt der korrekten, weswegen er wahrscheinlich erschossen wird.
Z31- "...ist er ein bißchen flau geworden..." Es zeigt, dass der Bataillonskommandeur kein bisschen Verständnis für den totkranken Hesse hat.Jder wird ersetzt ohne ein Gedanken an ihm zu verschwenden.
3.Szene-Kollegen
Z48-52"Was zu rauchen,was zu knabbern...Unsinn,Severinchen,Unsinn",Herr Hansen tut so als ob er wüsste wie es an der Front zuginge und lacht seine Frau aus, doch an seinen unnützigen Geschenke erkennt man das Gegenteil, denn keiner schickt denn Soldaten bei 40grad Kälte Knabbereien und was zum Rauchen schon gar nicht, denn aus der 2.Szene wird ja deutlich, was mit denen gemacht wird, die rauchen.
Z54- Dann beschließen sie ihm etwas zum Lachen zu schicken, obwohl ihm das Lachen schon längst vergangen ist.
4.Szene- Seuchenlazarett
Z62- "Der Sanitär hatte lange dünne Finger...und an den Knöcheln waren sie etwas gerötet" Der Sanitär ist selber schon total fertig und krank und sehr überarbeitet, von den ganzen Opfern.Und die Vierzehnhundert Betten soll bedeuten, dass es sehr viele Patienten sind. In dieser Szene wird auch die Lage von Hesse verdeutlicht.
5.Szene-Frau Hesse
Z76-77"Und sie haben über 40Grad Kälte...An Frau Hauptmann Hesse hat er oben drauf geschrieben"
Frau Hesse gibt mit dem Brief an, denn sie ist stolz auf ihren Mann. Sie ist total gefühlslos und verschließt komplett die Augen vor dem Krieg, denn sie achtet überhaupt nicht auf die 40Grad Kälte. Nur die Nachbarin zeigt Mitgefühl gegenüber den Männern an ser Front.
6.Szene- Seuchenlazarett
Z78-"Dabei sahen sie sich nicht an" Hier fählt die Sprache der beiden Ärzte um darüber zu sprechen, und sie sahen sich nicht an, weil sich schämten für ihre Hilflosigkeit.
7.Szene- Frau Hesse
Z88-"Frau Hesse hat ihre Lippen rot bemalt."
Während ihr Mann im Sterben liegt amüsiert sie sich in der Oper.- Güfühlslos; Zauberflöte ist heiter-ernst =zeigt beide Seiten; Rot- Symbol für grausamen Tot (Blut),denn an der Front malt sich keiner die Lippen rot.
8.Szene-Seuchenlazarett
Z92-"Ohne Gott hält man das gar nicht aus." Sie ist dabei zu zerbrechen,denn die Arbeit dort ist sehr belastend, aber ein Funken Hoffnung gibt ihr noch einbisschen Kraft durchzuhalten.
Z96-"Er sagte das so leise, als ob er sich schämte", zeigt auch die Menschlichkeit des Arztes durch dieses Schamgefühl,weil er nichts gegen die Massenzahl der Toten machen kann.Und dass er so krum ging als ob er ganz Rußland trüge, zeigt wie enorm der Druck und die Last auf seine Schultern sitzt.
Z101-"Zicke zacke juppheidi...", zeigt wie dreist und zynisch die Soldaten sind, wenn sie angesichts von Leichenbergen ein Lied singen.
9.Szene- Schule
Z111-Es wäre möglich, dass Ulla Hesses Tochter ist, denn während sie gelernt hat denn Satz "Im Krieg sind alle Väter Soldat" zu schreiben, liegt er im Sterben und während sie Krieg mit "g" wie Grube schreibt, wird ihr Vater als anonyme "Nr.4" tot und unsanft in die Grube geworfen.

Aufbau:Gliederung
-Text unterteilt in 9Abschnitten, die wie Strophen aufgeteilt sind.
-Abwechslung zwischen Front und Heimat.1. und 9. Abschnitt bilden die Rahmenhandlung. Die Struktur dient dazu, die Auswirkung des Krieges auf die Menschen zu zeigen, auch dort wo man vom eigentlichen Kampfgeschehen weitentfernt ist.
-Diese Montagetechnik nachenander, vermittelt das Gefühl der Gleichzeitigkeit.
-Wiederholung der Überschrift, zeigt die wiedersprüchliche, absurde Verbindungder beiden Welten, die Borchert durch die Absätze trennen will.
-Heftiger Kontrast zwischen Leid,Tot,Grausamkeit im Krieg und das scheinbar friedliche Leben der Zurückgebliebenen.z.B."Nach Massentot im Lazarett, geht Frau Hesse in die Oper."

Sprache:Erzähler
-Seine Sprache ist einfach und sie schmückt nichts aus, sondern will alles beim Namen nennen.
-kindliche Erzählweise= emotionale Wirkung
-er gibt keine Kommentare, er distanziert sich vom Geschehen und seine Sprache ist sehr stark durch die damals gerade überwundene nationalsozialistische Diktatur geprägt.Der Krieg und ganz besonders die Ostfront haben ein größeren Einfluss auf seine Schreibweise, da er am eigenen Leib die Schrecken des Krieges erleben musste.
-orjentiert sich an der gesprochenen einfachen Sprache der Menschen
-er ist nicht für sprachliche Eleganz:Worte sollen die Wahrheit sagen und nicht schön machen, denn er will klar machen, dass der Erzähler einer von ihnen ist und kein Bedürfnis hat für die Grausamkeit schöne Worte zu finden.
-Er benutzt oft in seinen Geschichten schwarze Witze:"Hesse der immer für das Leichte ist", kurze Zeit später wird er ins Lazarett eingeliefert.
-direkte Rede überwiegend
- die Atmosphere der Geschichte wirkt grau, deprimierend und trist.Das wird durch den Gebrauch der Satzstrucktur erreicht, dei den Stil von Fakten imitiert.Dadurch wirkt die Erzählweise kalt und gefühlslos.

Vergleich:
Er baut immer in seinen Kurzgeschichten einen Hoffnungsschimmer ein: Trotz allem weiter zu kämpfen!
-Der alte Mann, der Jurgen mitnimmt.-Nachts schlafen die Ratten doch
-Die kaputte Uhr bei der der Zeiger 2:30Uhr nachts stehen blieg, weswegen der junge Mann sie zu schätzen begann.-Die Küchenuhr
-"Ohne Gott hält man das hier nicht durch", die Krankenschwester.-An diesem Dienstag
-An diesem Dienstag zeigen die Nachbarin durch ihre Mimik und der Arzt durch sein Schamgefühl eine Geste der Menschlichkeit.
-Auch in "Nachts schlafen die Ratten doch" illustriet er eine Geste der Menschlichkeitin einer Welt, die vom Krieg heimgesucht wurde.








Quelle: Internet, selbständige Arbeit




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