Andorra Max Frisch - schulnote.de 
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Titel:

Andorra Max Frisch


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Das Theaterstück Andorra wurde 1961 von Max Frisch verfasst.
Andorra ist der Name des fiktiven Staates, in dem das Stück spielt, und hat nichts mit dem realen Kleinstaat zu tun. Max Frisch selbst hat diesen Namen später als Notlösung bezeichnet.
Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Während seiner Zeit als Gym-nasiast (1924-1930) schrieb Frisch seine ersten Stücke, die er erfolglos zur Auffüh-rung zu bringen versuchte und später vernichtete. Er studierte und arbeitete danach einige Zeit als Journalist. 1947 veröffentlichte er erstmals eines seiner Werke, mit Erfolg, das „Tagebuch der Marion“. Max Frisch starb am 4. April 1991, mitten in den Vorbereitungen für seinen 80. Geburtstag.
Weitere Werke von ihm sind zum Beispiel: ´Biedermann und die Brandstifter´, ´Homo faber´ oder ´Stiller´.
Sein Werk „Andorra“ wird in die Gegenwartsliteratur eingeordnet. Weitere Autoren der Gegenwartsliteratur sind Friedrich Dürrenmatt („Der Besuch der alten Dame“, „Die Physiker“) und Wolfgang Borchert („Nachts schlafen die Ratten doch“, „Draußen vor der Tür“). Die Gegenwartsliteratur, Max Frisch betreffend, zeichnet sich durch eine Tendenz zur Objektivität aus. Die Realität wurde genau beobachtet und be-schrieben, was eine Grundlage für den Neuen Realismus darstellte.
„Andorra“ ist eine Tragödie in Form eines epischen Theaters.
Das epische Theater wurde von Bertold Brecht begründet. Es soll den Zuschauer zum distanzierten Nachdenken und Hinterfragen anregen, er soll Lehre daraus zie-hen. Ein wichtiges Werkzeug ist dabei der Verfremdungseffekt, er soll die Aufmerk-samkeit des Zuschauers vom Ablauf des Geschehens auf den Sinn lenken und er soll das Verhalten der Figuren kritisch beobachten und bewerten.
Can ist ein Lehrer in dem Kleinstaat Andorra. Nachdem er mit einer Frau aus dem Nachbarstaat der "Schwarzen" ein Kind gezeugt hat, befürchtet er, von seinen Mit-bürgern verachtet zu werden. Deshalb gibt er vor, es handele sich um ein Judenkind, das er vor den Antisemiten in Schutz genommen habe.
Andri wächst in Andorra auf und wird von den anderen Menschen anfangs auch ak-zeptiert. Sie sind stolz das sie toleranter sind als die „Schwarzen“. Doch als er er-wachsen wird ändert sich das schlagartig. Seine leibliche Mutter wird getötet und die Andorraner beschuldigen ihn des Mordes. Als der Pfarrer Andri verrät, wer er wirklich ist, kann dieser sich inzwischen nicht mehr vorstellen, ein Andorraner zu sein und beharrt auf der falschen Identität. Die "Schwarzen", die wegen des Mordes einmar-schiert sind, suchen nach Juden unter den Andorranern und identifizieren Andri als solchen. Obwohl Barblin schwört, Andri sei kein Jude, sondern ihr Bruder, führt man ihn ab und tötet ihn. Daraufhin erhängt sich der Lehrer und Barblin wird verrückt.
Es hat immer schon Vorurteile gegen Juden gegeben. Das beste und bekannteste Beispiel dafür ist wohl die Verfolgung zur Zeit des zweiten Weltkrieges, aber bereits lange vorher gab es ähnliches, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Martin Luther schrieb zum Beispiel, dass Juden dämonisch seien. Sie wurden auch immer schon als Sündenböcke benutzt. Das Kaiserreich Österreich-Ungarn gab ihnen sogar die Schuld am Sieg der Alliierten im 1. Weltkrieg. Vorurteile gegen Juden sind jedoch leider auch in der heutigen Zeit noch vorhanden. Frisch legte großen Wert darauf, dass sein Werk ein Modell ist, das jederzeit, überall auf der Welt und auf alle ande-ren Menschen, anwendbar ist. „Andorra“ bezieht sich auf Erfahrungen der Vergan-genheit, auf das Jetzt und auf Zukünftiges, denn die Problematik des Vorurteils wird es immer geben.
Ein weiteres, wichtiges Thema von ´Andorra ist Verantwortung. Die Bewohner Andor-ras mussten sich zwischen den Szenen als eine Art Zeugen zu den Geschehnissen äußern. Doch außer dem Pater beteuerten alle ihre Unschuld am Ausgang dieser Tragödie. Einige behaupteten sogar, dass Andri mit seinem Verhalten selbst schuld sei. Andere wiederum reagierten einfach nicht, weil sie keine Schwierigkeiten be-kommen wollten. Sie ließen alles einfach geschehen und reagierten nicht. Und die Soldaten meinten, sie hätten nur ihre Pflicht getan und ihre Befehle befolgt. Niemand von ihnen bereute sein Verhalten oder war bereit, die Verantwortung für das Ge-schehene zu übernehmen. Diese Ausreden spiegeln die der Menschen nach dem Krieg wieder. Natürlich gab es einige, die sich wehrten. Doch die wurden, wie Barblin und der Lehrer, einfach unterdrückt oder beseitigt.
Es ist aber sehr leicht, wertend zu sein. Doch man kann nicht sagen, dass die deut-sche Bevölkerung während der Nazizeit böse war, sie wurden nur von Hitler und sei-ner Propaganda beeinflusst. Niemand will glauben, dass sie an solchen Grausam-keiten teilgenommen hätten - aber vielleicht hätte fast jeder im dritten Reich wegen der Propaganda und der Gewalt und der Diktatur dasselbe gemacht. Wie Der Doktor in „Andorra“ sagt, war es damals „eine aufgeregte Zeit“. Deswegen sollte man die damaligen Deutschen nicht zu hart verurteilen. Aber sie tragen dennoch die Verant-wortung.
Max Frisch Kritisiert mit seinem Werk vor allem sein Heimatland die Schweiz. Diese hat sich immer aus den Geschehnissen des 2. Weltkrieges herausgehalten und be-hauptet sie habe keine Vorgeschichte von Verfolgung oder Antisemitismus. Jedoch kann ihr eine Beteiligung an den damaligen Ereignissen und auch Judenverachtende Aktivitäten definitiv nachgewiesen werden.
Das Hauptthema von Andorra ist natürlich der Antisemitismus und seine Folgen. Aber ich habe aus diesem Werk noch etwas anderes gelernt. Ich fand es wirklich schockierend, wie leicht es den Menschen gelingt, Andri dazu zu bringen, seinen Charakter ihren Vorurteilen anzupassen. Es war wirklich traurig mitzuverfolgen, wie sich der anfangs so fröhliche Junge zu dem Bild entwickelt, das die Menschen von einem Juden hatten, und an den Folgen zerbricht. Obwohl für ihn ursprünglich Geld keine Rolle spielt, beginnt er plötzlich, geizig zu werden und ist der Meinung, er müs-se unbedingt reich werden. Er nimmt auch andere Eigenschaften an, die man Juden nachsagt, zum Beispiel reibt er sich immer öfter die Hände. Ich habe mir deshalb vorgenommen immer ich selbst zu bleiben. Denn Menschen die dich lieben werden dich auch immer so akzeptieren wie du bist.









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