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Titel:

Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge von Rainer Maria Rilke


  Note: 2   Klasse: 10









Arbeit: Referat
Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge von Rainer Maria Rilke
(Name)
(Klasse)
(Datum)

Gliederung

1. Wichtige Fakten
Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge; Autor: Rainer Maria Rilke (4.12.1875 – 29.12.1926) Entstehungszeit: 1910 Textsorte: Roman
Literarische Richtung: Naturalismus
Literatur zwischen 1880 und 1900 . Naturalismus ist eine Kunstrichtung, die eine genaue Nachahmung des Sichtbaren anstrebt, Vielfach mit Realismus gleichgesetzt. In der Literatur löste der Naturalismus den Realismus ab. Starken Einfluss gewann der französische Naturalismus mit der Lehre von der Willensunfreiheit und der Bestimmtheit des Menschen durch Vererbung und soziale Umwelt.

2. Rainer Maria Rilke
2.1. Biografie
2.2. weitere Werke
2.3. Rilke in seiner Epoche

3. Inhaltswiedergabe
3.1. Familienstand
3.2. Herkunft und Wohnort
3.3. Malte Laurids Brigge
3.4. Kindheit
3.5. Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

4. Parallelen Malte – Rainer

5. Geschichtlicher Hintergrund
5.1. Der Nationalismus in Deutschland (1815 – 1914)
5.2. Der Erste Weltkrieg (1914 – 1918)
5.3. Anfang der Russische Revolution (1095 – 1925)

6. Eigene Meinung

7. verwendete Materialien:
- Rainer Maria Rilke; Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Süddeutsche Zeitung, München 2004, ISBN: 3-937793-27-5
- Buch über Rainer Maria Rilke (Biografie)
- Großer Atlas zur Weltgeschichte; Lingen Verlag, Köln 1988,
- Handbuch zur modernen Literatur im Deutschunterricht; Hirschgraben Verlag, Franfurt am Main1981, ISB: 3-454-33301-6
- Der Brockhaus in einem Band; F. A. Brockhaus, Leipzig 199, ISB: 3-7653
- Autoren in Bild und Werk, Bertelsmann Club GmbH, Gütersloh
- www.rilke.de
- www.onlinekunst.de
2.1 Biografie


René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke

Rilke hieß mit vollem Namen René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke und wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Sein Vater war nach einer gescheiterten Militärkarriere Beamter in einer Prager Eisenbahngesellschaft. Die Mutter, Kaufmannstochter, stammte aus der gehobenen Schicht und träumte von einem vornehmen Leben, das ihr ihr Ehemann nicht bieten konnte. Sie hatte sich ein Mädchen gewünscht – eine Tochter war angeblich gestorben - und ließ den Sohn mit Zöpfen und Mädchenkleidern herumlaufen. Rilkes Kindheit war im wesentlichen geprägt durch zwei traumatische Lebensphasen, deren Grund im Ehekonflikt und im Standesunterschied seiner Eltern lag. So wurde er von seiner Mutter, einer prätentiösen und ehrgeizigen Frau, jahrelang, bis zur seiner Einschulung als Mädchen erzogen, musste Mädchenkleider und -frisuren tragen. Der Vater schüchterte ihn ein, schlug ihn und wollte einen „richtigen Jungen“. Hieraus geht ein gespanntes und abwehrendes Verhältnis zu seiner gesamten Kindheit hervor, mit dem er sich sein Leben lang beschäftigt hatte, betrachtet man z.B. die „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“, oder andere Gedichte und Geschichten. Später, nach der Trennung der Eltern (1884) und gewissermaßen als Gegenreaktion seines Vaters, wurde der 10-Jährige zur militärischen Erziehungsanstalt St. Pölten geschickt.
1895, mit 20 holte Rilke sein Abitur mit Auszeichnung nach und beginnt dann in Prag ein Studium der deutschen Literatur- und Kunstgeschichte und Philosophie, welches er später in München und Berlin fortsetzt.
In München, wo er ein Philosophiestudium begann, lernte er Lou Andreas-Salomé, die Tochter eines Petersburger Generals und einer Deutschen, kennen. Die um 15 Jahre ältere Frau wurde zu seiner Freundin, Lehrerin und Geliebten. Sie begeisterte ihn für ihre Heimat Russland. Nach der Rückkehr aus Russland änderte Rilke seinen Vornamen René in Rainer. Sein weiterer Lebensweg führte ihn in die Künstlerkolonie Worpswede. Hier fand Rilke eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Halbherzig versuchte er im April 1901 ein bürgerliches Leben zu führen und heiratete die Bildhauerin Clara Westhoff (1878-1954). Aber schon nach wenigen Monaten Ehe siegte sein Freiheitsdrang und er verließ fluchtartig seine Frau, seine Tochter und Worpswede, um in den folgenden 12 Jahren überwiegend in Paris zu leben.
Während des 1. Weltkrieges arbeitete Rilke ein halbes Jahr im Kriegsarchiv und wurde dank einflussreicher Freunde aus dem Armeedienst entlassen.
Aufgrund einer Erkrankung musste der Schrifsteller in ein Sanatorium. Dort bleibt er auch bis Ende Mai 1926. Erst dann wurde seine Krankheit als Leukämie erkannt.
Am 13. Dezember 1926 schreibt er einen Abschiedsbrief an seine große Liebe
Lou Andreas-Salome, er endet mit dem in russischer Sprache geschriebenen Abschiedsgruß: "Leb wohl, meine Liebe". Am Morgen des 29. Dezember stirbt Rainer Maria Rilke
im Alter von 51 Jahren in Valmont.


Worpswede: Ist eine Gemeinde im Landkreis Osterholz in Niedersachsen. (8 800 Einwohner)
Dort lebte R.M.R. eine geraume Zeit und ging dort auf eine Künstlerkolonie.

Sanatorium: Ist so was ähnliches wie ein Kurkrankenhaus.




2.2. Rilke in seiner Epoche

Rilke gehörte damals zu der Schicht, junger, dem Naturalismus müde gewordener Dichter, die sich aus Politik und Gesellschaft zurückzogen. Aufgrund der unglücklichen Kindheit ohnehin schon in einer Phantasiewelt lebend, fand sich Rilke besonders in dieser Scheinwelt der Antinaturalisten. Betrachtet man sein frühes Werk, welches unter dem Einfluss seiner Freundin Lou Andreas-Salomes entstand, lässt dieses sich eindeutig in die Epoche des Impressionismus einordnen, besonders durch die ausführlich behandelten, typisch impressionistischen Motive wie Liebe und Tod in zahlreichen Werken Rilkes. Schon in dieser Zeit begeisterten und beeinflussten seine Werke die antinaturalistische Jugendbewegung.





2.3 weitere Werke

· 1904 Geschichten vom lieben Gott
· 1905 Das Stundenbuch
· 1906 Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
· 1907 Neue Gedichte II
· 1909 Requiem
· 1909 Die frühen Gedichte
· 1910 Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
· 1913 Das Marienleben
· 1920 Die weiße Fürstin
· 1923 Duineser Elegien
· 1923 Sonette an Orpheus


· Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (Roman)

· Gedichtsammlungen: Das Stundenbuch, Das Buch der Bilder, Neue Gedichte, Der neuen Gedichte anderer Teil, Requiem, Das Marien-Leben, Duineser Elegien, Sonette an Orpheus, Aus dem Nachlass, Gedichte in französischer Sprache

· Erzählungen: Pierre Dumont, Die Turnstunde, Der Apostel, Der Kardinal, Die Flucht, Feder und Schwert, Frau Blahas Magd, Generationen, Geschichten vom lieben Gott, Heiliger Frühling, Kleine Schriften, Kunstwerke, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, Über Kunst

3. Inhaltswiedergabe


3.1 Familienstand
Malte stammt aus einem fast ausgestorbenen Adelsgeschlecht. Mütterlicherseits aus dem Grafengeschlecht Brahe, denen das Schloss Urnekloster gehörte und väterlicherseits aus den Brigges, die das Schloss Ulsgaard in Besitz hatten. Die Mutter stirbt ziemlich früh, der Vater hingegen stirbt erst als Malte nach Frankreich gezogen war und sie das Schloss Ulsgaard verloren hatten.

3.2 Herkunft und Wohnort
Die Familie Brigge stammt aus Dänemark. Die meiste Zeit seiner Kindheit und Jugend verbrachte Malte auf dem Schloss Ulsgaard, indem sie mit den anderen noch lebenden Brigges und Kammerdienern wohnten. Später als Malte nicht mehr Zuhaue wohnt, verlieren die Brigges ihr Schloss, der Vater zieht in eine Mietswohnung. Malte lebt zu der Zeit der Aufzeichnungen in Frankreich.

3.3 Malte Laurids Brigge
Der 28- Jährige Däne Malte Laurids Brigge ist ein sehr empfindsamer und aufmerksamer Junge. Er beobachtet viele Verhaltensweisen seiner Mitmenschen und die Umgebung in der er sich befindet. Malte lebt in seiner eigenen Welt und hat nicht viel Kontakt zu anderen Menschen außer zu Maman.

3.4 Kindheit
Seine Kindheit verbrachte er auf dem Schloss Ulsgaard. Die Romanperson ist ein ruhiger, sehr in sich zurückgezogener Mensch. Er spielte nicht mit anderen Kindern, sondern immer alleine. Entweder beobachtete er andere Mitmenschen, spielte in den Gästezimmern oder er malte Bilder. Wenn er mal etwas mit Jemandem unternahm, dann war es seine Maman. Sie war Maltes einzige Vertraute und Bezugsperson in seiner Kindheit. Später verliebt sich der fast erwachsene Junge in die Schwester der mittlerweile verstorbenen Maman, Abelone. Aus dem jungen Mann und der älteren Dame wurde nie ein Paar.

3.5 Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Statt einer durchlaufenden Handlung, ranken sich in Rilkes einzigstem Roman nur bruchstückhafte Erinnerungen, Eindrücke und Reflexionen, um das Leitmotiv der Angst vor Tod, Krankheit und Vereinsamung. Erst nach und nach lassen sich Zusammenhänge erkennen. Bilder des Ekels, der Krankheit, der Armut und vor allem des Todes beschäftigen ihn in seinen Aufzeichnungen sehr. Er hat sogar seine eigene Theorie zum Sterben entwickelt.
Malte Laurids lebt in einer kleinen Mietswohnung in Frankreich. Dort sitz er oft an seinem Tisch und schreibt seine Eindrücke und Erlebnisse auf. Zuerst beschreibt er nur Dinge, die er gesehen und beobachtet hatte, später schreibt er wild alle Erinnerungen an seine Kindheit auf.
Eines Tages wird Malte aus Frankreich gerufen, sein Vater würde im Sterben liegen. Aber bis Malte angereist war, war sein Vater in einer Mietswohnung gestorben. Es war der letzte Wunsch seines Vaters, von einer Nadel dass Herz durchbohrt zu bekommen, um sicher zu gehen, tot begraben zu werden.





4. Parallelen Malte – Rainer


In dem Buch und dem wirklichen Leben Rainer Maria Rilkes gibt es viele Parallelen. Zum Beispiel:



Rilke und seine Mutter waren davon besessen, adliger Herkunft zu sein – Malte ist adliger Herkunft.

Rilke wurde von seiner Mutter gezwungen Mädchenkleider zu tragen. – Malte zieht sie freiwillig für Maman an, denn ihr wäre es auch lieber wenn er ein Mädchen wäre.

Rilke war sehr sensibel – Malte genauso.

Rilke wurde in seiner Kindheit vom Vater geschlagen, damit er stark werden würde – Malte wurde vom Vater geschlagen, damit er nicht so ängstlich ist.

Rilke musste auf eine Militärschule – Malte ging auf eine Militärakademie

Rilke verliebte sich in eine wesentlich ältere Frau (Lou Andreas-Salomé) – Malte verliebte sich auch in eine wesentlich ältere Frau (Abelone)

Rilke zog später nach Frankreich und lebte dort – Malte zog in seinem späteren Leben ebenfalls nach Frankreich.





5. Geschichtlicher Hintergrund (was zu der Zeit geschah)






5.1 Der Nationalismus in Europa (1815 – 1914)

Die Französische Revolution bereitet in Europa den Weg für ein nationales Selbstbewusstein.
Die wichtigsten Aufgaben sahen die Europäischen Mächte ab 1815 in der Aufrecherhaltung des Wiener Abkommens, sowie im Kampf gegen Liberalismus und Nationalismus. Die Geschehnisse in Polen, Italien, Deutschland und Ungarn sind von Nationalismus geprägt in der Zeit von 1848 bis 1898.


5.2. Der Erste Weltkrieg (1914 – 1918)

Die Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo löst den ersten Weltkrieg aus. Es ist eine vollkommen neue Art des Krieges. Neuartige Waffen und Geräte wie Panzer, Flugzeuge und Bomben kommen zum Einsatz. Ungewöhnlich viele Länder sind dabei mit verwickelt. Es gab mehr als 8 Millionen Tode und drei Reiche, das Zarenreich, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich sind untergegangen. Der Krieg von 1914-1918 war ein großer Bürgerkrieg Europas, der seine alte Ordnung zerstörte. Das Ausmaß an vergeudete Güter und Menschen war ungeheuerlich.. Der Krieg endete am 11.11.1918.

5.3. Anfang der Russische Revolution (1905 – 1925)

Nachdem Russisch- Japanischen Krieg wird der ,,Zar“ ( Herrschertitel )gezwungen eine Verfassung einschließlich einer ,,Duma“ (Parlament) zu bewilligen. Kapitulation der Regierung nach wirtschaftlichem Chaos, Hunger und totales Unvermögen der Verwaltung. Februar Revolution 1917.






6. Eigene Meinung

Mein erstes Problem mit diesem Buch hatte ich mit dem primärem Thema Tod. Denn Malte machte sich mehr als Andere Gedanken darüber. Ich glaube, wenn Rainer Maria Rilke nicht geschrieben hätte, wäre er durchgedreht. Er hätte seine ganzen Kindheitserfahrungen nicht verarbeiten können. In vielen seiner Gedichte und in seinem einzigsten Roman kann man dies gut feststellen. Wie z.B. die Sache mit den Mädchenklamotten, die er bis zur seiner Einschulung tragen musste. Das Buch Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge ist meiner Meinung nach nicht ein Buch für Jedermann. Es ist nicht einfach zu verstehen, da der Autor das Leben des Malte nicht in einer bestimmten Reihenfolge schrieb, sonder einfach so, wie sie ihm gerade eingefallen sind. Außerdem ist es nur schwer nachvollziehbar in welchem Grad die genannten Personen in diesem Buch zu ihm stehen. Nur selten wird geschrieben dass er sein Onkel oder sie eine Freundin ist.
Im allgemeinen glaube ich, ist dies nur ein Buch für Fans von Rainer Maria Rilke oder Leuten die Romane und Gedichte aus der Zeit des Antinaturalismus mögen.



7. verwendete Materialien

- Rainer Maria Rilke; Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Süddeutsche Zeitung, München 2004, ISBN: 3-937793-27-5
- Buch über Rainer Maria Rilke (Biografie)
- Großer Atlas zur Weltgeschichte; Lingen Verlag, Köln 1988,
- Handbuch zur modernen Literatur im Deutschunterricht; Hirschgraben Verlag, Franfurt am Main1981, ISB: 3-454-33301-6
- Der Brockhaus in einem Band; F. A. Brockhaus, Leipzig 199, ISB: 3-7653
- Autoren in Bild und Werk, Bertelsmann Club GmbH, Gütersloh
- www.rilke.de
- www.onlinekunst.de











Quelle:




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