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Titel:

Bedrohte Arten


  Note: 2   Klasse: 10









Arbeit: Bedrohte Arten



1. Einleitung
Von Anfang der Zeitrechnung bis zum 19. Jahrhundert starben weniger Arten aus als seit dem Beginn des Industriezeitalters.
Die Hauptursache liegt in der Zerstörung von Lebensräumen, aber auch der Handel mit exotischen Souvenirs bedroht viele Arten. Wir finden immer wieder Zeitungsartikel mit Überschriften wie ,,Tigermedizin tötet den Tiger: nur noch 6200 Exemplare" (Westfälische Rundschau Nr. 275 vom 27.11.94), ,,Tod für den Tiger befürchtet (Siegener Zeitung vom 18.11.95), ,,Sumatra Tiger vom Aussterben bedroht" (Siegener Zeitung vom 24.12.96) oder ,,Elfenbeinhandel könnte Wilderei fördern" (Siegener Zeitung vom 10.6.97). Durch diesen Handel sind heute mehr als 2000 Tiere und 30000 Pflanzenarten zum Teil unmittelbar vom Aussterben bedroht. Zum Schutz dieser Tiere und Pflanzen wurde vor einigen Jahren das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) geschlossen.

2. Das Washingtoner Artenschutzabkommen
Am 3.3.1973 wurde aufgrund einer Empfehlung der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen das Washingtoner Artenschutzabkommen (international als CITES abgekürzt) abgeschlossen. Dieses Abkommen trat am 1.7.1989 völkerrechtlich in Kraft. Bis zum 1.8.1987 sind dem WA 96 Staaten, darunter Deutschland als erster EG-Staat, beigetreten.
In Deutschland ist das Übereinkommen seit 1976 rechtsgültig (Schweiz 1975; Österreich 1982). In der EG wird es seit 1984 nach gemeinschaftlichen Regeln durchgeführt.
Das WA teilt die bedrohten Tiere, je nach Schutzbedürftigkeit, in 3 Kategorien (Listen) ein (vgl. Ausverkauf der Natur, S. 2):



· Anhang 1: Enthält die von der Ausrottung bedrohten Arten, die durch den Handel beeinträchtigt werden oder beeinträchtigt werden können.
· Anhang 2: Enthält die Arten, deren Erhaltungssituation zumeist noch eine geordnete wirtschaftliche Nutzung unter wissenschaftlicher Kontrolle zulässt.
· Anhang 3: Enthält Arten, die einer besonderen Regelung unterworfen sind.


Obwohl das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschlossen wurde, um Tiere (und Pflanzen), die durch internationalen Handel gefährdet sind, zu schützen, gelingt dies leider nicht immer. Trotz höchster Schutzmaßnahmen geht der Handel mit Tieren weiter:



· So brechen die Nashornbestände in Afrika und Asien zusammen und zwar obwohl die Nashörner in Anhang 1 des WA stehen.
· Die afrikanischen Staaten haben innerhalb eines Jahrzehnts 90% ihrer Elefantenbestände durch Wilderei verloren.
· Außerdem gelangen jährlich immer noch ca. 30000 lebend Papageien aus der freien Wildbahn allein nach Deutschland.
· In Brasilien werden pro Jahr 2 Mio. Kaimane illegal gejagt und exportiert.
· Zwischen 1984 und 1986 führten bundesdeutsche Händler insgesamt 73 119 597 Tierfelle ein. Darunter waren 357 109 Wildkatzenhäute.
· In einem Zeitraum von nur 6 Monaten legten sich japanische Firmen einen Vorrat von ca. 800 Kg Moschus an. 80 000 männliche Moschustiere, die während der Brunft geringe Mengen des Duftstoffes produzieren, wurden dafür getötet. Inzwischen sind diese Tiere in den Himalaya-Staaten wahrscheinlich ausgerottet.
(vgl. Ausverkauf der Natur, S.4f)

Es gibt eine Vielzahl an Gründen, wieso das WA den Handel mit bedrohten Arten nicht vollständig unterbinden kann. Hier nur einige:
· Einige Staaten sehen das Geschäft mit den Fellen und dem Elfenbein als zusätzliche Devisenquelle.
· Auch werden WA-Dokumente gefälscht und hohe Beamte, die diese Ausstellen, bestochen.
· Ein Kennzeichnungssystem fehlt: So enthalten die WA-Dokumente zwar Angaben über Art und Anzahl der Ware, aber es gibt keine genaue Kennzeichnung, welche die Ware dem Dokument zuordnet. So können die Papiere mehrmals verwendet werden. Ein Kennzeichnungssystem würde Abhilfe schaffen, aber die Durchführung und die Kontrollen wären extrem kostspielig und aufwendig.
· Der Vollzug des WA ist mangelhaft. Die für die CITES- Bescheinigungen zuständigen Beamten stellen alle 8 Minuten ein WA- Papier aus (12400 pro Jahr), da ist es nachvollziehbar, dass diese nicht genaustens überprüft werden können. Eine ,,Personalverstärkung" würde in diesem Fall Abhilfe schaffen.
· Genaue Zollkontrollen sind nicht möglich, da die Kontrolle von Containern teuer und zeitaufwendig ist.
· Außerdem verfügen viel Beamte, Zöllner und Tierschützer oft nicht über das notwenige Wissen, um z.B. bedrohte Arten von anderen Arten unterscheiden zu können.
(Weitere Gründe, weshalb das WA den Handel mit bedrohten Tieren und Pflanzen nicht unterbinden kann s. S. 5f in ,,Ausverkauf der Natur".)

3. Bedrohte Tierarten
Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen umfasst viele Tierarten.
Auf 4 von ihnen soll nun exemplarisch näher eingegangen werden.

3.1 Der Elefant
Die Elefanten sind die größten Landsäugetiere. Sie werden zwischen 60 und 70 Jahren alt und ernähren sich von Gras, Blättern, Rinden, Früchten und Wurzeln. Ihr Seh- und Hörvermögen ist im Gegensatz zum feinen Geruchssinn nur mäßig entwickelt.
Es gibt verschiedene Elefantenrassen:
· Zwergelefant (nur ca. 2 m hoch)
· Afrikanischer Elefant (es gibt zwei Unterarten: den Waldelefanten und den Steppenelefanten, sie werden bis 4 m hoch)
· Indischer Elefant (ist ca. 2,5 bis 3 m hoch)


Alle Elefantenrassen verfügen über Stoßzähne, die als Verteidigungswaffen dienen und zum Niederbrechen von Bäumen benutzt werden. Sie bestehen aus Zahnbein und wachsen pro Jahr etwa 10 cm. Wegen diesen Elfenbeins wurden die Elefanten jahrzehntelang gnadenlos gejagt (vgl. Lexikon der Tiere, S. 85f).

Geschichte des Elfenbeins:
Für die Bewohner Afrikas und Indiens ist der Elefant ein Rohstoff der Fleisch liefert und aus dessen Zähnen man Geld machen kann. Das war nicht immer so. Früher war der Elefant das Jagdwild der Könige und Elfenbein besaßen nur hohe Würdenträger. Das änderte sich im 16. und 17. Jahrhundert mit dem eindringen der Europäer. Die Elefanten wurden gejagt und das Elfenbein tonnenweise nach Europa verschifft. Mit einsetzen der Sklaverei nahm die Elefantenjagd noch weiter zu.
Um 1880 wurden aus Afrika jährlich 900 Tonnen Elfenbein herausgeholt; dafür mussten etwa 50000 Elefanten sterben.
Die Portugiesen gehörten zu den maßlosesten ,,Elefantenschlächtern". Schon um 1860 hatten sie die Elefantenpopulation der Südostküste Afrikas um ihre Kolonie Angola herum praktisch ausgerottet.
Um die Jahrhundertwende stand es schlecht um den Afrikanischen Elefanten, vor allem um die Steppenpopulation. Es wurden zwar erst Schutzbestimmungen eingeführt, doch der Höhepunkt des Zeitalters europäischer und amerikanischer Großwildjäger stand noch bevor. In einer beispiellosen Schlachtorgie erreichte der jährliche Elfenbeinexport Ostafrikas 660 Tonnen pro Jahr - und das in den 50iger Jahren unseres Jahrhunderts.
Danach nahm jedoch die Zahl der Nationalparks zu. In ihnen war das Jagen streng verboten. Doch der Anstieg des Elfenbeinpreises auf dem Weltmarkt machte alle Schutzbestimmungen innerhalb kurzer Zeit zunichte. Allein in den letzten 20 Jahren stieg der Preis des ,,weißen Goldes" um das 50fache: 1969 lag er bei 11 Mark pro Kilo, 1978 bei 150 Mark und 1989 bei 500 Mark (Dröscher 1990, S. 58f).
Vor 20 Jahren lebten in Afrika etwa 1,3 Millionen Elefanten. Heute wird ihr Bestand auf 600000 geschätzt.

Wer sind die Wilderer?
Oft stammen die Wilderer nicht mal aus dem eigenen Land und gehören den ärmsten Bevölkerungsschichten an. Sie wildern um zu überleben. Natürlich bekommen sie für das Elfenein nur einen Bruchteil dessen, was die cleveren Mittelsmänner und die Händler in Europa und Asien daran verdienen.
Gewildert wird mit einfachen aber wirkungsvollen Schlingen, aber auch mit Maschinengewehren.
Viele Wilderer arbeiten in Banden. Sie sind mit modernen Geländewagen unterwegs und mit Sprechfunkgeräten ausgerüstet, mit denen sie den Funk der Wildhüter abhören, um deren Patrouillen zu überwachen. Oft werden die Tiere von Flugzeugen aus lokalisiert und auf wartende Schützen zugetrieben. Die Stoßzähne (oft auch der Schwanz und die Füße) werden nach dem Massaker mit Motorsägen abgesägt und mit Autos oder Flugzeugen abtransportiert. Die Beute wird meistens in ein Land gebracht, das die Wilderer duldet. In dieser Hinsicht tat sich Burundi in den letzten Jahren hervor, das allein 1986 23000 Stoßzähne exportierte, aber seit langem keinen einzigen Elefanten mehr besitzt.
80 - 90% des Elfenbeins, das auf dem Weltmarkt auftaucht, ist gewildert. Die restlichen knapp 20%, die von den afrikanischen Regierungen offiziell ausgeführt wurden, stammen nochmals zu drei Viertel aus beschlagnahmten Wildererbeständen (vgl. Dröscher 1990, S. 54).
Aus dem Elfenbein werden Kunstgegenstände, Billardkugeln, Klaviertasten usw. gemacht. Die Elefantenhaut wird zu Leder verarbeitet, aber auch das Fleisch, die Nägel, die Füße und die Haare werden verwertet. So werden aus den Füssen z.B. Fußhocker und aus den Elefantenhaaren Haararmbänder hergestellt.

Erst 1989 einigten sich die Vertragsstaaten der CITES- Konferenz auf ein völliges Verbot des Elfenbeinhandels. Dieser Schritt hatte Erfolg. Der Preis für Elfenbein sank seither um 40 bis 70 %. Der vormals große Markt in den USA brach zusammen. Selbst China, das sich dem Verbot zunächst nicht angeschlossen hatte, reduzierte seine Importe drastisch. Sogar Japan, bekannt für seine Ignoranz in Naturschutzfragen, hält das Handelsverbot ein. Lediglich aus Südkorea gibt es Hinweise, dass dort Stoßzähne gehortet werden.
1991 waren die ersten Erfolge sichtbar: In Kenia war die Zahl der gewilderten Elefanten innerhalb eines Jahres von 4000 auf 60 gesunken (vgl. Miersch 1992, S.74).
Vor zwei Jahren wurde eine Lockerung des Elfenbeinhandels auf der
Artenschutzkonferenz in Harare/Zimbabwe durchgesetzt. Diese Lockerung des Elfenbeinhandels fördert die erneute
Elefanten-Wilderei in den Nationalparks Afrikas. Das ist das Ergebnis
einer Elefantenzählung des Kenia Wildlife Service, die der KWS jetzt
in Nairobi bekannt gab.
Danach hat eine fünftägige Zählung aus der Luft im Tsavo Game
Park eine deutliche Abnahme der Population ergeben. Bislang, so
KWS-Direktor Richard Leakey, habe man eine durchschnittliche Zunahme
von 3,8% gehabt. Jetzt gebe es eine Abnahme in dieser Größe. Nach der
Zählung leben in dem 40.000 km2 großen Naturpark derzeit noch 8.100
Elefanten. 1972 waren es noch über 25.000 (vgl. Internet).



3.2 Das Nashorn
Das Nashorn ist nach dem Elefanten das gewaltigste Landsäugetier. Sie sind gezeichnet durch 1 oder 2 Nasenhörner.
Die Nashörner kommen heute nur noch in 5 Arten vor:




Name

Körperlänge

Schulter-höhe

Gewicht

Hornlänge

Anzahl

Lebens- dauer


Breitmaul-nashorn

3,6 -4,0 m

1,5 - 1,9 m

2,2 - 3,6t

95 - 130 cm

6000

45 Jahre


Spitzmaul- nashorn

3,0 - 3,6 m

1,4 -1,7 m

1,0 - 1,6t

50 - 110cm

2100

40 J


Indisches
Nashorn

3,4 - 3,8 m

1,1 - 1,8m

1,5 - 2,4t

20 - 60cm

1700

40 J


Java-nashron

3,0 - 3,4 m

1,0 - 1,6m

1,0 - 1,5t

5 -25 cm

70

40 J


Sumatra-nashorn

2,5 - 2,8m

1,0 - 1,4 m

0,8 - 1,0t

25 - 60cm

400

35 J





( Tabelle siehe Internet)

Obwohl das Nashorn auf Anhang 1 des WAs steht, sind alle Arten vom Aussterben bedroht. Sie leben nur noch in kleinen Inseln ihres ehemals weit ausgedehnten Verbreitungsgebietes.
Das Horn unterscheidet sich in Bau und Wuchsstelle von den hornigen Auswüchsen anderen Huftiere. Es besteht aus einer verklebten Masse horniger Fasern, die ständig von einem besonderen Hautgewebe abgeschieden werden, das dem Nasenbein aufliegt. Das Horn dient als Waffe im innerartlichen Wettbewerb, wird aber auch gegen Feinde, wie große Räuber, eingesetzt.
Nashörner haben ein schwaches Sehvermögen, aber einen feinen Geruchssinn und ein scharfes Gehör. Alle Nashörner leben in den Übergangsgebieten zwischen offenen Graslandschaften und dem Hochwald (vgl. Lexikon der Tiere von A bis Z, S. 295f).
Von 1970 bis jetzt sind über 90% der Bestände in Kenia, Uganda und Nord-Tansania vernichtet worden. Die asiatischen Arten gibt es nur noch in Nationalparks und selbst dort werden sie gewildert. Die Gesamtzahl der Nashörner liegt bei ca. 10 000 Tieren. Der Hauptgrund für die Jagd liegt bei der großen Nachfrage nach den Produkten, die aus dem Nashorn gewonnen werden. Besonders in der Volksrepublik China, Hong-kong, Indien, Japan, Südkorea, Malaysia, Singapur, Taiwan usw. sind diese Nashornprodukte sehr begehrt. Schon viele Jahrhunderte lang verarbeiten die Chinesen die Nashörner zu Kunstgegenständen wie Festpokale oder Dekorgeschirr. Heute werden die meisten Hörner zur Fertigung von Griffen für die traditionellen Dolche der Jemeniten verwendet. Außerdem wird das Nashorn auch in der chinesischen Heilkunst als fiebersenkendes Mittel verwendet und in einigen Teilen Chinas als Liebesdroge genommen. Der getrocknete Penis dient in Thailand dem gleichen Zweck.
Haut, Knochen, Blut, Urin und Dung aus dem Enddarm werden auch als vermeidliche Medizin genutzt. Das Nashornfleisch wird in Simbabwe gegessen und die Hufe in ähnlicher Weise wie die Hörner genutzt (vgl. Ausverkauf der Natur, S. 24).
Obwohl die Jagd auf Nashörner verboten ist und mit Geldstrafen bestraft wird, wird weiterhin gewildert. Die Preise für Nashornprodukte und somit der Gewinn der Jäger sind so hoch, dass sich das Risiko alle mal lohnt.
So beträgt der Preis für ein asiatisches Horn über 6000 US-Dollar pro Kg, für Nashornhaut und -hufe bekommt man über 1000 US-Dollar. Sogar das Blut und der Dung lassen sich gut verkaufen.


3.3 Der Tiger



Der Tiger ist die größte Katzenart. Sein Fell ist meist rötlich- braun-gelb mit senkrechten schwarzen Streifen zur Tarnung. Tiger sind Einzelgänger. Sie jagen meistens nachts und zwar Wildschweine, Büffel usw. fressen aber auch Eidechsen, Frösche und Krokodile.
Tiger sind in Sibirien und in weiten Teilen des südlichen Asiens bis zum Malaiischen Archipel verbreitet.






Es gibt verschieden Tigerarten:
1. Kaspischer- Tiger (heute ausgerottet)
2. Indischer- Tiger
3. Indochina- Tiger
4. China- Tiger (nur noch 30 bis 80 Tiere)
5. Sibirischer Tiger (bis 3,5 m lang und 250 Kg schwer, Bestand 450 Tiere)
6. Sumatra- Tiger (eine der kleinsten Unterarten, Bestand heute: 400-500 Tiere)
7. Java-Tiger (heute ausgerottet)
8. Bali-Tiger ( heute ausgerottet )


(Lexikon der Tiere 1992, S.498f)
Heute ist der Tiger durch Wilderei und Zerstörung seines Lebensraums bedroht. Drei Unterarten wurden bis heute ausgerottet und die anderen Arten sind stark bedroht. Die Tiere werden gejagt, um aus ihnen Medikamente herzustellen. Besonders in China, Japan, Korea und anderen asiatischen Ländern werden alle möglichen Krankheiten mit diesen aus Tieren hergestellten Produkten behandelt. So kann man fast aus jedem Körperteil des Tigers eine Medizin herstellen:

Zähne: gegen Asthma, Tollwut und Wunden
Augäpfel: gegen Malaria, Nervosität, Epilepsie und Fieber
Gehirn: gegen Faulheit und Pickel
Haut: gegen seelische Probleme
Schwanz: gegen verschiedene Hautkrankheiten
Hoden und Penis: gegen Lymphknotenkrebs
Fleisch: gegen Übelkeit und Malaria und für einen starken
Magen
Fett: gegen Übelkeit, Hundebisse, Hämorrhoiden
Magen: gegen Magenverstimmung
Gallensteine: gegen schwache oder tränende Augen und
Abszesse an den Händen
Blut: für das Wohlbefinden, für die Willenskraft
Spürhaare: gegen Zahnweh

Seit 1994 hat der WWF- Deutschland eine Rettungsaktion für den Tiger gestartet, die bis heute sehr erfolgreich verläuft. Durch Spenden werden Wildhüter bezahlt die auf die Tiger aufpassen, seit es diese Wildhüter gibt, wurden fast keine Tiere mehr gewildert.
Doch auch den Gesprächen der Naturschützer des WWF mit Ärzten und Apothekern aus den entsprechenden Ländern und der Aufklärung durch Broschüren ist es zu verdanken, das die Nachfrage nach der Tigermedizin sinkt (vgl. Internet).



3.4 Die Schildkröte
Es gibt rund 200 Arten, die sich in Land- und Wasserschildkröten unterteilen.
Der Körper der Schildkröte ist kurz und in einen Knochenpanzer eingehüllt, der einen Teil des Skeletts darstellt und meist mit Hornschildern, seltener mit einer lederartigen Haut bedeckt ist. Landschildkröten ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen, wasserbewohnende Schildkröten vorwiegend von Tieren. Die Eiablage erfolgt an Land in einer Erdgrube, die vom Weibchen zugeschart wird. Die Eier werden durch die Wärmestrahlen der Sonne ,,bebrütet". Schildkröten können bis zu 300 Jahre alt werden (vgl. Meyers neues Lexikon, Band 7, S. 137).
Fast alle Schildkrötenarten sind heute selten und im Anhang 1 des WAs aufgeführt. Besonders gefährdet ist die Meeresschildkröte. Fast alle Meeresschildkröten und ihre Eier werden von Menschen gegessen. Aus den Eiern wird ein hochwertiges Öl gewonnen oder sie werden als Sexualmittel angepriesen. Die Haut der Schildkröte wird zu Schuhen und Handtaschen verarbeitet.
Die vom Handel am schlimmsten betroffenen Arten sind die Karettschildkröte und die Suppenschildkröte.
Karettschildkröte: Sie ist eine kleinere Meeresschildkröte, deren Rückenpanzer sehr begehrt ist, da er das kostbare Schildpatt enthält, für den Preise von 10.000 DM/Kg gezahlt werden.
Aus dem Schildpatt werden Brillengestelle, Zierkämme, Knöpfe u.a. hergestellt. Pro Rückenpanzer ergibt sich eine Ausbeute von ca. 2 -8 Kg.
Um die Auflage des Panzers zu gewinnen, wird er stark erwärmt. Dazu wird die Schildkröte lebend über dem offenen Feuer aufgehängt oder sie wird mit kochendem Wasser behandelt (so in China). Wenn man das Schildpatt gewonnen hat, wird die noch lebende Schildkröte wieder freigelassen (man glaubt, dass das Schildpatt wieder nachwächst). Das Schildpatt ist deshalb so begehrt, weil es sich im Gegensatz zu anderen Hornmassen leicht zusammenschweißen lässt.
Suppenschildkröte: Sie ist die größte der Meeresschildkröten und wird hauptsächlich wegen ihres Fleisches gehandelt. Vor allem die gallertartige Knorpelmasse zwischen den Knochenplatten des Unterpanzers ist die Grundsubstanz der Schildkrötensuppe, auch wird aus ihr Öl für die Kosmetikindustrie hergestellt. Suppenschildkröten werden gezüchtet, aber da sie so langsam wachsen geht der Handel mit gefangenen Schildkröten weiter (vgl. Ausverkauf der Natur, S.25f).

4. Was kann ich tun?
Wenn man ständig in den Medien Berichte über die Ausrottung von Tierarten hört, fragt man sich zwangsläufig, was man (als einzelne Person) tun kann.
Hier einige Vorschläge:
1. Eine Art die bedrohten Tierarten zu schützen ist sie gesetzlich unter Schutz zu stellen (Rote Liste). Heute stehen sehr viele Arten auf der Roten Liste, doch das allein reicht nicht aus, um sie wirklich zu schützen, wie man am Beispiel der Nashörner, Schildkröten usw. sieht. Es müssen absolute Handelsverbote und ein uneingeschränkter Importstop für bestimmte Tierarten erlassen werden, die dann auch ständig kontrolliert werden.
2. Um bedrohte Tiere zu schützen braucht es Personal. Es werden Menschen benötigt, die aufpassen, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Diese Menschen müssen bezahlt werden. Durch Spenden kann man die Tierschutzorganisationen unterschützen und die Gehälter der Tierschützer (z.B. Wildhüter in Reservaten) bezahlen, um einen besseren Schutz der Tiere in Nationalparks zu gewährleisten.
3. Eine Übernahme einer Patenschaft für ein bestimmtes Tier ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wer eine Patenschaft übernehmen will sollte sich an bekannte Tierschutzorganisationen wie WWF oder Greenpeace wenden, die solche Patenschaften vermitteln.
4. Auch die aktive Mitgliedschaft in Schutzorganisationen ist eine Möglichkeit sich im Tierschutz zu engagieren.
5. Wer keine Zeit hat sich aktiv zu beteiligen und auch kein Geld spenden möchte, kann sich an gelegentlichen Unterschriftaktionen beteiligen. Durch solche Aktionen wird Druck auf Regierungen ausgeübt.
6. Eine sehr wirksame Art den Handel mit Tierprodukten zu stoppen und somit die Arten zu schützen ist es keine Tierprodukte von bedrohten Arten zu kaufen. So sollte man im Urlaub auf Souvenirs aus Elfenbein und Schildpatt verzichten. Auch Raubtierfelle, Krokodil- und Schlangenhäute sind tabu, genauso Korallen, Muscheln, Schmetterlinge oder bestimmte Vogelarten. Der Kauf von diesen Produkten ist nicht nur gesetzlich verboten, sondern fördert auch noch die Jagd dieser Tiere, denn je größer die Nachfrage, desto mehr Tiere müssen sterben.









Quelle:




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