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Titel:

Biografie Friedrich Nietzsche


  Note: 1   Klasse: 12









Arbeit: Religionskritik Friedrich Nietzsche

1. Biografie

1844 in Röcken geboren
nach frühem Tod des Vaters von Mutter, Großmutter und zwei Tanten aufgezogen
1858-64 Internatsschule in Pfort, philologische Ausbildung
Studium der evang. Theologie und klassischen Philologie in Bonn
1869 Lehramt für Griechisch und Literatur, Professor in Basel
beschäftigt sich zunehmend mit den Theorien anderer Philologen
muss viele Verluste verkraften, sein Gesundheitszustand verschlechtert sich immer mehr
1879 vorzeitige Pensionierung
unternimmt viele Reisen, lebt als freier Autor
1894 11-jährige Geisteskrankheit als Folge einer Syphilis, erleidet mehrere Schlaganfälle,
die letzten Jahre seines Lebens verbringt er in völliger Umnachtung
1900 Tod in Weimar

2. Religionskritik
2.1 Denken Nietzsches

- Die Menschen haben Gott erschaffen, um der Welt einen Sinn zu geben
- Gott ist tot, deshalb wird der Übermensch („Besieger Gottes und des Nichts“) notwendig
- Die Seele ist eine Erfindung, sie entstand aus verdrängten Trieben, Hemmungen und
Selbstzähmung
- Das Christentum ist eine reine Projektionswelt, spiegelt allerdings nicht die Wirklichkeit wider,
sondern verfälscht, entwertet und verneint
- Jesus war ursprünglich ein Fanatiker, Todfeind der Priester und Theologen und hasste jede Realität
- Demokratie ist Sklaverei, sie bewirkt die Monotonie der Arbeit und und die Menschheit als
Maschinerie

„Gott ist tot“ – Der Nihilismus

Nihilismus: „Wille zum Nichts“
Wenn der Zustand des „Nicht-wollens“ nur kurze Zeit andauert, ist dies nicht relevant,
wenn die Menschen diese Einstellung ihr ganzes Leben haben, wird sie zum Problem,
denn dann sind Leben und Welt ohne Sinn und Ziel.
Erkenntnis: Der freie Wille ist nicht die Ursache des menschlichen Leidens!
- Nietzsche will den Willen vom moralischen Urteil befreien

2.2 Ziele

- Es geht Nietzsche nicht um die Zerstörung eines Glaubens,
sondern um die Ermöglichung eines neuen Scheins und um die Wiedergewinnung einer
Orientierung, die vor der Theoretisierung des Menschenbildes und der Kunst ansetzt.
- Er will außerdem einen Denkanstoß geben und zum Hinterfragen des Gegebenen anregen.

3. Kritik der Moral

Herren- und Sklavenmoral (Es gibt nicht die eine Moral, sie muss von jedem angepasst werden)
Ressentiment (Menschen lehnen das Streben nach Macht ab, denn sie schöpfen aus dem Jenseits)




4. Kritik an Metaphysik und Erkenntnistheorie

Skepsis gegenüber metaphysischen und religiösen Konzepten, Spekulationen sind allerdings
psychologisch erklärbar
Ewige Wiederkunft des Immergleichen: Alles dreht sich im Kreis, es gibt keinen Fortschritt
- Nietzsche fordert, das Leben zu bejahen
Auf Fragen nach dem Jenseits oder der Auferstehung gibt es keinen Antworten

5. Bezüge zwischen Leben und Werk

Erziehung durch frömmelnde Frauen, dadurch erschien ihm die Religion von Anfang an als schwächlich. Er assoziierte den Glauben mit dem Stereotyp Frau und den Übermensch mit dem
des Mannes
Zuhause keine Gespräche über religiöse Fragen erlaubt, dies führt zu einer isolierten Welt des Zweifels und der Entfremdung - Drang um Leben als Prinzip (nachdem er oft verletzt wurde)
wiederkehrende Enttäuschung führt zu weiterem Rückzug (Entstehung des Übermenschen = Notlösung gegen den Selbstmord)

Problem:

- Infragestellung und Provokation zeichnen ihn aus, er wird ernst genommen
- Andererseits kontroverse Aussagen lassen seine Theorien unglaubwürdig erscheinen

FAZIT:

Würdigung

Nietzsche wagte es, sich von der Lehre Jesu zu entfernen
Er sah die Sinn- und Orientierungslosigkeit unserer Gesellschaft voraus

Kritik

Nietzsche ist fanatisch, seine Aussagen sind nicht ausreichend untermauert, historisch z.T.
falsch oder pauschalisierend
Fragwürdigkeit des Übermenschen (gefährliche Alternative)
Seine Urteile über Demokratie basieren nicht auf Auseinandersetzung und Fachwissen
Nietzsche war alles andere als ein Übermensch: verletzlich, schwach, schüchtern und krank
(Er lebte in einer Schattenwelt)








Quelle: Friedrich Nietzsche: Ecco homo, Insel Verlag (Suhrkamp Taschenbuch) http://buber.de/christl/unterrichtsmaterialien/nietzsche http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nietzsche http://www.nordlaedchen.de/kritik-von-religion.htm




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