Biowaffen Die Atombomben des kleinen Mannes - schulnote.de 
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Titel:

Biowaffen Die Atombomben des kleinen Mannes


  Note: 1+ (15 Punkte)   Klasse: 12









Arbeit: Horrorszenario:

Wie leicht wäre es für einen Selbstmord-Attentäter gewesen, inmitten von Manhattan eine Ampulle mit Botulinus-Toxin, dem stärksten bekannten Gift (schon ein Milligramm des Giftes, das vom Bakterium Clostridium Botulinum produziert wird, vermag potenziell zehn Millionen Menschen zu töten), einfach so auf die Straße fallen zu lassen? Die Folgen wären in ihrer Schrecklichkeit kaum vorstellbar und würden ein Vielfaches an Opfern der Attentate auf das World Trade Center und das Pentagon fordern.


Allgemeine Definition von biologischen Kampfstoffen:
Als biologische oder bakteriologische Waffen gelten Kleinstlebewesen oder deren Stoffwechselprodukte, durch deren Verbreitung Epidemien wie Pest, Typhus, Cholera oder Milzbrand ausgelöst oder Mensch, Tier und Pflanze in Massen vergiftet werden können.
Grundsätzlich kann jeder Erreger zur biologischen Waffe werden. Trotz internationaler Ächtung vermuteten amerikanische Geheimdienste Mitte der Neunzigerjahre, dass mindestens 17 Staaten biologische Waffen entwickeln. Darunter der Iran, Irak, Libyen, Nord- und Südkorea, China und Russland.

Biowaffen - die "Atombombe des kleinen Mannes" ?
Biowaffen werden als Massenvernichtungswaffen der Zukunft angesehen, als die "Atombombe des kleinen Mannes", weil:
1. Sie sind sehr billig und leicht herzustellen
2. Nötige Labormaterialien sind sehr leicht zu beschaffen und wieder zu beseitigen
3. Sehr hohe Effizienz: Mit sehr wenig Geld und Zeitaufwand können Millionen von Menschen vernichtet
werden, Spuren können sehr leicht verwischt werden



Nachteile:
1. Die geographische Unkontrollierbarkeit nach einem Einsatz von lebenden Erregern macht einen Einsatz in der Praxis schwierig. Eine genaue Eingrenzung des Einsatzgebietes ist bei lebenden Organismen unmöglich.

2. Da sie zu flüchtig oder instabil sind, lassen sich die verwendeten Kampfstoffe kaum über längere Zeit in waffenfähiger Qualität aufbewahren.
3. Auch der Verbreitung bleiben Grenzen gesetzt, eine Bombenexplosion etwa könnte dazu führen, dass Bakterien oder Viren zerstört werden.


Arten von Biowaffen:
Biologische Waffen können klassifiziert werden in Bakterien, Viren und Toxine.
Geeignete bakterielle Vertreter für einen Angriff wären unter anderem die Erreger des Milzbrands (Anthrax), der Pest, der Cholera oder Salmonellen.
Milzbrand, auch Anthrax genannt, wird durch Bakterien ausgelöst. Die Bezeichnung ergab sich aus der Beobachtung, daß die Milz bei erkrankten Tieren vergrößert ist und wie "verbrannt" aussieht. Die bevorzugte Methode, Anthrax als Biowaffe einzusetzten, ist die Infektion über die Atemwege. 1-6 Tage nach dem Einatmen von Anthrax-Sporen setzen Fieber und Müdigkeit ein, manchmal in Verbindung mit Husten und leichten Brustschmerzen. Die Patienten laufen blau an und sterben innerhalb kurzer Zeit. Jeder Mensch, der die Bakterien inhalliert, stirbt. Anthrax kann mit Antibiotika nur erfolgreich behandelt werden, wenn noch keine Symptome der Krankheit aufgetreten sind.


Bei den Viren wird u.a. das hochinfektiöse Ebola-Virus in Betracht gezogen, aber auch Gelbfieber, Pocken und Influenza sind mögliche Viren, die eingesetzt werden könnten.
Pocken, die seit Ende der Siebzigerjahre als ausgerottet gelten, stellen aus diesem Grund eine besondere Gefahr dar, weil weltweit keine größeren Vorräte an Impfstoff mehr vorhanden sind. Übertragung bei Pocken durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch.
Symptome sind starkes Fieber und schwarze Pocken auf der Haut. Sterblichkeitsrate bei 50%
Gifte (Toxine) sind Stoffwechselprodukte lebender Organismen. Als möglicher Kampfstoff eignete sich hier ganz besonders Botulinustoxin – das stärkste bekannteste Gift überhaupt.
Schon ein Milligramm des Giftes vermag potenziell zehn Millionen Menschen zu töten.
Beispiel Rizin: aus Rizinussamen gewonnen, hitzelabil. Übertragungsweg : Atmung ,Injektion , Trinkwasser , Speisewege. Es blockiert ein wichtiges Enzym im Körper. Dadurch wird der gesamte Stoffwechsel lahmgelegt. Schon nach vier bis acht Stunden bekommt man hohes Fieber. Dann kommt es zu Blutungen in der Lunge. Das Gift führt innerhalb von 36 bis 70 Stunden zum Tod. Sterblichkeit von 100%, da sich der Körper nicht wehren kann und kein Gegengift existiert.


Die "Dual-Use"-Problematik

Ein großes Hindernis beim Nachweis einer Biowaffen-Produktion ist der sogenannte »dual-use«-Charakter dieser Waffen. Forschung an potenziellen Biowaffen hat fast immer auch eine mögliche zivile Komponente. Verschiedene Toxine finden in der Medizin Anwendung und Erforschung und Herstellung genetisch veränderter Mikroorganismen ist in der heutigen Genforschung fast schon Alltag. Zudem lassen sich alle Forschungserkenntnisse über biologische Waffen, die man vielleicht für defensive Zwecke gesammelt hat, auch offensiv nutzen. Möchte beispielsweise jemand einen Impfstoff gegen einen Erreger für den Fall eines Angriffs entwickeln, so würde ihm der Besitz des Impfstoffs zum Vorteil gereichen, wenn er selbst als Aggressor aufträte. Und letztlich ist es unumgänglich, dass man auch für eine nur defensiven Zielen dienende Forschung natürlich im Besitz des zu erforschenden Objekts – des Kampfstoffs selbst - sein muss.


Beschaffung von Biowaffen mit Beispielen:
Wie einfach es ist, an die Erreger zu kommen, zeigten Recherchen der Sunday Times. Während einer erneuten Zuspitzung der Irak-Krise 1998 hatten sich die Reporter als Angestellte eines Laboratoriums in Afrika ausgegeben. Es gelang ihnen für ein paar hundert Pfund Milzbrand-Erreger und Pestkeime telefonisch bei einer indonesischen Firma zu kaufen, die der größte Hersteller von Impfmitteln des Landes ist. Für 1000 US-Dollar wären ihnen auch Coli-Bakterien angeboten worden. Weder war die Identität der Interessenten überprüft worden, noch habe man nach dem Verwendungszweck der tödlichen Mittel gefragt. Botulinus-Bakterien hätten sie von einem tschechischen Forschungslaboratorium für gerade einmal 50 DM erwerben können.
Nach eigenen Angaben verfügte der Irak über 95.000 Liter Anthrax-Sporen und 25.000 Liter Botulinus-Toxin, was aber zur zivilen Forschung deklariert wurde.
Biowaffen-Programme von verschiedenen Staaten:

Nicht nur die so genannten "Schurkenstaaten" haben laufende Biowaffen-Programme. Der ehemalige russische Präsident Boris Jelzin gab 1992 zu, dass die ehemalige Sowjetunion von 1946 bis 1992 ein offensives biologisches Waffenprogramm durchgeführt hatte.
Kürzlich wurde auch bekannt, dass die USA jahrelang in Geheimprojekten biologische Kampfstoffe erforscht haben. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, sagte, Ziel der Forschung sei es gewesen, einen Impfstoff zu entwickeln, der US-Soldaten vor Angriffen mit chemischen Waffen schützen sollte. Das Programm sei rein defensiver Natur gewesen und habe dem Abkommen zur Ächtung biologischer Waffen von 1972 entsprochen.
In Deutschland wird die biologische Abwehrforschung der Bundeswehr seit 1995 massiv ausgebaut

Beispiele und Schätzungen: (Bonusmaterialien, nicht unbedingt notwendig)
Was die USA betrifft, so lösten im Bundesstaat Oregon im September 1984 Angehörige der Bagwhan-Sekte eine Salmonellen-Epidemie aus, indem sie die Bakterien in der Salatbar eines Restaurants verbreiteten. Zuerst begann der Lokalbesitzer Dave Lutgen unter Magenkrämpfen zu leiden, wenige Tage später waren rund 750 Menschen in der Kleinstadt The Dalles am Columbia River erkrankt. Die Bagwhan-Jünger der nahe gelegenen Sanyasin-Kolonie, die einen Konflikt mit den lokalen Behörden austrugen, hatten die Teilnahme der Bewohner an einer Abstimmung verhindern und damit die anstehende Kommunalwahl in ihrem Sinne beeinflussen wollen.

Über New York City abgeworfen, würde ein Kilogramm Milzbrand-Sporen mehr als 100.000 Menschen töten, schätzen Forscher der kalifornischen Stanford University.

Quellen: http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/ http://www.uni-kassel.de http://www.stern.de















Quelle: Quellen: http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/ http://www.uni-kassel.de http://www.stern.de




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Biowaffen - Die Atombomben des kleinen Mannes



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