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Titel:

Blockflöte


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Die Blockflöte

1. Einleitung

vom Flötenspiel zum Spiel, vom Spiel zum Vergnügen,
vom Vergnügen zur Faulheit, von der Faulheit zum Schlaf,
vom Schlaf zur Sünde, von der Sünde zum Tod, vom Tod zum Teufel

Dieses Zitat eines puritanischen Schriftstellers aus dem 16. Jahrhundert spiegelt eine der vielen Ansichten zur Blockflöte wider, die sich während ihrer jahrhunderte langen Geschichte über sie bildeten.
Sie wanderte in dieser Zeit durch alle gesellschaftlichen Schichten Europas, angefangen bei den Hirten und später den Spielleuten, wurde später ein gefragtes Orchesterinstrument und brachte es auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit sogar zum Lieblingsinstrument eines Königs.

Heute ist die Blockflöte ein Allerweltsinstrument und trägt das Image eines Anfänger- oder Kinderinstruments oder wird als „nicht richtiges Instrument“ gering geschätzt.
In diesem Referat soll anhand der Verfolgung ihres langen musikgeschichtlichen Weges deutlich gemacht werden, wie sie ihre ehemals hohe Wertschätzung verlieren und nun dieses Image auferlegt bekommen konnte.


2. Die Blockflöte

Aufbau und Funktion

Die Blockflöten werden auch Kernspaltinstrumente genannt. Dieser Name kommt von dem Kernspalt, der von dem Block (→ Blockflöte) gebildet. Der Luftstrom wird durch diesen Spalt auf die Schneidenkante, genannt Labium gelenkt und bildet dort Luftwirbel, die die Luft im Innern der Flöte zum Schwingen bringen.
Wenn der Flötenspieler alle der acht Grifflöcher schließt, ertönt der Grundton der Flöte. Durch das Greifen verändert der Spieler sozusagen die Länge des Flötenrohrs und somit die Tonhöhe. Doch auch über die Stärke des Atemstroms verändert sich der Ton.
Ihr Aussehen veränderte die Blockflöte im Laufe ihrer Geschichte sehr. Anfangs hatte sie weder Verzierungen, noch ist das Vorhandensein des Daumenlochs bis zum 12ten Jahrhundert bestätigt. Den Namen „Flauto dolce“ bekam sie auch in jener Zeit, da sie durch die zylindrische Bohrung einen weicheren, obertonärmeren, also matteren Klang hatte. Seit dem Barock ist allerdings die konische Bohrung üblich (= Verengung des Flötenrohrs nach unten) und auch die Dreiteilung wurde erst später üblich.

Baumaterial

Flöten wurden und werden aus sehr verschiedenen Materialien hergestellt. Die allerersten Flöten, die Hirtenflöten, wurden aus Knochen gefertigt, das neueste Baumaterial ist Plastik. Diese Serieninstrumente aus Plastik haben zwar einen klanglichen Nachteil, sind dafür aber praktisch unverwüstlich, im Gegensatz zu Flöten aus natürlichen Materialien, die sich nach einer gewissen Zeit verblasen, das heißt, ihren schönen Klang verlieren.
Das meistgenutzte Baumaterial ist allerdings Holz. Hier werden sowohl harte Hölzer (z.B. Buchsbaum, Grenadill, Palisander), die klarer und brillanter klingen, als auch weiche Hölzer (z.B. Birne, Pflaume, Walnuß), die einen weicheren Klang haben, verwendet. Dieser Unterschied im Klang entsteht durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Innenfläche des Flötenrohrs. Weiter Materialien, die zum Flötenbau verwendet wurden sind zum Beispiel Glas, Marmor, Elfenbein und Schildpatt.

Die „Blockflötenfamilie“

Die verschiedenen Blockflöten entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte. Es hatten sich bis zum Frühbarock etliche Flötentypen mit den Grundtönen g, d, c und f entwickelt. Praetorius (Komponist und Musikschriftsteller, † 1621) stellte diese Auflistung der Flöten zusammen und regte die Flötenbauer dazu an, zu jeder dieser Flöten noch ein Quartinstrument zu bauen, um alle Tonarten bequem erreichen zu können. Aus der somit entstandenen großen Blockflötenfamilie lösten sich dann die f- und c-Flöten als die Beweglichtesten heraus. Die so gestimmten Instrumente werden heute vorwiegend gespielt. Diese Blockflötenfamilie umfasst 9 Flöten und reicht vom Garkleinflötlein mit dem Grundton c’’’ bis zur Kontrasubbasblockflöte mit dem C als Grundton. Die Blockflöten erreichen meist gut 2 Oktaven.

Hergestellt werden heute neben allen erdenklichen Stimmungen auch verschiedene Flötenmodelle. Aus dem Wunsch heraus, die Musik der verschiedenen Epochen möglichst originalgetreu nachspielen zu können, wurden die Flöten der verschiedenen Epochen nachgebaut, da sie sich im Klang und Aussehen teils sehr stark unterscheiden. Die „Standardflöte“ ist eine Mischung, teils auch eine Neuentwicklung, auf der man als Laie alle Musikstile gut spielen kann. Professionelle Musiker besitzen aber meist viele Flöten unterschiedlicher Typen und Musikepochen.

Spieltechniken

Die Grundspielweise der Blockflöte ist das normale Hineinblasen und Artikulieren mit der Zungenspitze, das der Sprechartikulation nachempfunden ist. Besonders üblich sind das Binden der Töne und die Ansprachesilbe dü dü, sowie dü gü dü gü um die Zunge bei schnellen Läufen zu entlasten. Durch verschiedene Silben kann auch die Klangfarbe und Härte der Ansprache bestimmt werden, zum Beispiel klingt luru luru eher weich, teche teche dagegen sehr hart. Zum Bilden von Phrasen dienen Silben wie tele rele. Ein ruhiges Vibrato kann über die Finger oder die Steuerung des Luftstroms erreicht werden.
In der Modernen Musik ab den 60er Jahren wurden jedoch noch viele weitere Techniken gefunden, die letzendlich vor allem durch die einfache Bauart des Instruments ermöglicht wurden: Das Erzeugen von Mehrklängen durch Über- oder Unterblasen, neue Ansprachetechniken, Klopfen mit den Fingern, neue Zungentechniken (z.B. rollendes R), das gleichzeitige Singen und Spielen auf der Flöte, das gleichzeitige Spielen auf mehreren Flöten, das hauchige Anblasen aus größerer Entfernung, Glissandi, Nebengriffe um trotz Piano intonatorisch richtig zu spielen und das Erzeugen von Geräuschen mit dem Kopfstück (z.B. Windgeräusche) sind nur einige Beispiele aus der wachsenden Klangwelt der Blockflöte.



3. Die Geschichte der Blockflöte

3.1. frühes Mittelalter (ab ~1100)

Die Geschichte der Blockflöte in Europa beginnt im frühen Mittelalter (um 1100). Sie kam als Hirteninstrument aus Asien und Afrika ins Abendland und eroberte zunächst die soziologisch tiefstehenden Schichten der Gaukler und Tausendkünstler. Wie alle Pfeifeninstrumente blieb sie auch nach ihrem Aufstieg in die vornehmeren Schichten der Kunst- und Gesellschaftsmusik ein Privileg der Spielmänner.

3.2. 13. und 14. Jahrhundert

Bis zum 17. Jahrhundert bestand eine enge Bindung zwischen der Vokal- und Instrumentalmusik und die Blockflöte kam vor 1300, wie die meisten Instrumente auch vor allem in Verbindung mit Vokalstimmen zum Einsatz. In dieser Zeit zählte die Blockflöte bereits zu den wichtigsten Holzblasinstrumenten und verdrängte die Doppelschalmeien der Antike und des frühen Mittelalters vollständig und in dieser Zeit traten auch die Block- und die Traversflöte bereits nebeneinander auf. Allerdings war unter dem Begriff „Flöte“ bis 1750, der Zeit ihrer Verdrängung durch die Traversflöte, grundsätzlich die Blockflöte zu verstehen.
Im 14. Jahrhundert fanden die Instrumente allgemein und mit ihnen die Blockflöte allerdings wieder mehr Beachtung. Als Instrumentalpraxis wurde vor allem in der weltlichen Musik der so genannte Spaltklang beliebt, im Idealfall das Zusammenspiel von geblasenen, gezupften und gestrichenen Instrumenten, z. B. ein Trio aus Blockflöte, Fidel und Harfe.
Doch auch der Mischklang von Stimmen und Instrumenten blieb weiter erhalten.

3.3. 15. und 16. Jahrhundert (Renaissance)

Auch in der Renaissance galt das gemeinsame Musizieren von Vokal- und Instrumentalstimmen für viele Stücke. Ein Beispiel dafür sind die dreistimmigen Stücke, die fast nur mit einer Solostimme und Instrumentalbegleitung gespielt wurden.

Die Instrumentalpraxis wurde zur klanglichen Ausgewogenheit nach dem burgundischen Vorbild „haute et basse musique“ ausgeführt. Die „haute“ also lauten, starken Instrumente (Trompete , Posaune, Schalmei, Sackpfeife, Horn, lautes Schlagwerk) wurden für Freiluftmusik, zum Beispiel Tanzmusik eingesetzt, während die „basse“, die stillen Instrumente, zu denen neben der Laute, Fidel, Gambe, Harfe und dem leisen Schlagwerk auch die Blockflöte zählte, für die Kammermusik diente. Doch selbstverständlich gab es auch Austausch unter den Gruppen.
In der Tanzmusik wurde zu dieser Zeit neben der gemischten Besetzung auch das chorische Musizieren beliebt, da dies sehr viele schöne klangliche Wirkungen barg. Es wurde in verschiedenen Chören, z.B. Gambenchor, Lautenchor, Blockflötenchor usw. gegeneinander musiziert und um das beste Klangergebnis zu erhalten besonders viel an der Hand- und Mundhabung der verschiedenen Instrumente experimentiert.
Da eine bestimmte Besetzung der Stücke in dieser Zeit immer noch nicht vorgesehen war, wurden auch Stücke für Vokalchor rein instrumental gespielt, auch eine Möglichkeit war zum Beispiel, alle Stimmen eines Chorsatzes durch Blockflötenchor zu ersetzten, denn als Stellvertreterin für die Singstimme war die Blockflöte aufgrund ihres Klangs immer beliebt gewesen und in vielen Vorworten der Liederbücher dieser Zeit findet man sie als Alternative für die Singstimme mit an erster Stelle genannt.

Die Blockflöte auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit

Blasinstrumente allgemein, doch besonders die Blockflöte erfreuten sich im 16. Jahrhundert besonderer Beliebtheit. Aus den Inventarverzeichnissen fürstlicher Kapellen dieser Zeit geht deutlich hervor, dass das Spielen eines Blasinstruments in dieser Zeit als vornehmer galt als das Musizieren auf einem Streichinstrument. Ein Beispiel ist auch der Nachlass des Grafen Fugger, in dem die Blockflöten mit 16 Prozent den größten Anteil der Blasinstrumente bilden, die Streichinstrumente insgesamt aber nur 5 Prozent. Doch die Streichinstrumente setzten sich im 17. Jahrhundert unter dem Einfluss der italienischen Musik immer stärker durch.
In Deutschland, Italien, Frankreich, der Niederlande, doch vor allem in England, dem klassischen Blockflötenland, war die Blockflöte besonders Hoch geschätzt. John Lyndgate (15. Jahrhundert) bezeichnet sie als Instrument „ful of armonye“ und auch in der englischen Literatur wurde sie aufs Höchste gelobt (zum Beispiel von Chaucer, Shakespeare und Milton) und wurde gelegentlich zur Ausführung der Bühnenmusik bei Theaterstücken gefordert.
Auch die Ablehnung der Blockflöte von den Puritanern (englische Geistliche) beweist nur ihre große Wertschätzung. Sie wird als Symbol der Freude am irdischen Vergnügen schlechthin genommen, wie die Aussage des Puritaners Foxe (Book of Martyrs, 1563) beweist, der den Mann rühmt, der beim Klang der Blockflöte sofort erschrocken zu beten beginnt. Das Zitat in der Einleitung stammt ebenfalls von einem puritanischen Schriftsteller dieser Zeit, für den die Blockflöte den direkten Weg zur Hölle bedeutete.

Den Höhepunkt ihrer Beliebtheit erreichte sie allerdings unter dem englischen König Heinrich VIII (1491- 1547) zu dessen täglichen Beschäftigungen es gehörte, Blockflöte, Querflöte und Virginal zu spielen und zu komponieren. Seine Leidenschaft zu der Musik war kennzeichnend für die ganze Epoche.

3.4. Die Zeit von 1600 bis 1750
3.4.1. Frühbarock

Auch die Menschen des Frühbarocks waren eng mit der Musik verbunden. Sie wurde zu feierlichen, festlichen aber auch geselligen Anlässen eingesetzt. Dabei wurde die Blockflöte, wie aus Instrumentensammlungen hervorgeht äußerst oft eingesetzt, und auch in den fürstlichen Kapellen wurde sie weiterhin einbezogen. Auch die aufgrund ihrer Klangpracht beliebte Praxis, Instrumentalchöre und Vokalchöre gegeneinander musizieren zu lassen blieb erhalten, da weiterhin die enge Bindung zwischen der Vokal- und Instrumentalmusik bestehen blieb.

Zu größerer Selbstständigkeit gelangten die Instrumente erstmals unter den Venezianern, wie Gabrieli und vor allem Monteverdi, indem sie erstmals Vokal- und Instrumentalmusik bestimmter auseinander hielten. Anstatt, wie in den Jahrhunderten zuvor nur Verdopplungen oder Ersatz der Singstimmen zu sein, bekamen die Instrumente nun zunächst die Aufgabe kurze Einleitungen (Sinfonia), Zwischenspiele (Ritornello oder Intermedium) oder Nachspiele zu den Chorstücken zu spielen.
Als größere reine Instrumentalformen kamen in dieser Zeit die klanglich eher prächtige Sonata und die eher fröhliche und schnelle Canzone auf, von denen besonders die Canzone für Blockflöte geeignet war.
Damals wurden auch die ersten unbegleiteten Stücke für Blockflöte geschrieben, die meist sehr virtuoses Können verlangten und oft als technische Übungen gedacht waren. Diese Komponisten machten auch erstmals einen Unterschied zwischen der Blockflöte und der Traversa. Eine weitere wichtige Blockflötenpraxis war die Variationspraxis, das Variieren eines Themas über einem Generalbass oder als Solomusik.
In der italienischen und deutschen Opernmusik und den englischen Theaterstücken kam die Blockflöte ebenfalls reichlich zum Einsatz. Dabei wurde die Blockflöte aufgrund ihres klaren, leisen Klangs oft bei der Erscheinung göttlicher Wesen, der Darstellung von Wundern oder als Zeichen überirdischer Freude eingesetzt.

3.4.2. Hochbarock

Im Hochbarock bildete sich aus der großen Blockflötenfamilie die Altflöte, als die am klangschönsten und am beweglichsten, als Soloinstrument heraus und in den Blockflötenländern Deutschland und England wurden zahlreiche Kammermusikwerke für sie komponiert. Dies waren vor allem Stücke in Suiten- oder Sonatenform mit oder ohne Generalbass für eine oder mehrere Altflöten oder andere Instrumente, denn die Komponisten gaben damals immer noch meist mehrere Melodieinstrumente an. In dieser Musik spielte die Altflöte aber auch bevorzugt zusammen mit Violine, Viola da Bamba, Querflöte, Oboe, Fagott oder Cembalo.
Einige der Komponisten, die für die Blockflöte schrieben waren zum Beispiel Charles Dieupart aus England, Johann Joachim Quantz aus Deutschland und aus Italien Antonio Vivaldi, Goivanni Battista Sammartini und Jean Baptist Loillet de Gant.
Doch auch als Orchesterinstrument fand sie rege Verwendung. Beispiele von Bach hierfür sind die Matthäuspassion, die erste Fassung des Magnificat oder das zweite und vierte brandenburgische Konzert. Aber die Flöte war auch als Soloorchesterinstrument geschätzt. Bach, Telemann, Vivaldi und Scarletti zum Beispiel schrieben einige Solokonzerte für eine oder mehrere Blockflöten, oder Blockflöten und andere Soloinstrumente.
Von Händel wurde sie ebenfalls als Orchesterinstrument eingesetzt und Telemann schuf viele Sonaten, Triosonaten und Quartette für die Blockflöte, die einen sehr hohen technischen Anspruch stellen.
In den Opern, Suiten und Oratorien wird außerdem deutlicher, dass Quer- und Blockflötenspieler in den Orchestern zunächst meist dieselben waren. Telemann zum Beispiel setzte sie je nach dem Charakter seines Stücks ein.
Während die Querflöte, wie in den Jahrhunderten davor in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eher im Schatten der beliebteren Blockflöte gestanden hatte und kaum spezifische Literatur besaß, gewann sie in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts an Beliebtheit und wurde mehr und mehr zum Hauptinstrument. Immer mehr Komponisten schrieben für die Querflöte, zum einen, weil ihr seufzender und klagender Klang gemocht wurde und zum andern ihr Klang einerseits als „männlich“, doch gleichzeitig als einschmeichelnd empfunden werden kann. Dazu kann man auf der Querflöte leichter dynamisch gestalten und sie hat einen größeren Umfang als die Blockflöte. Diese Umstände führten um die Jahrhundertwende zu einer Ablösung der Blockflöte und aus den folgenden 150 hat sie keinerlei von spezifischer Literatur.

3.5. 21. Jahrhundert, Gegenwart (Moderne)

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Blockflöte so unbekannt geworden, dass der russische Komponist Stravinsky sie für eine Art Klarinette hielt. Doch in den 20-er Jahren wurde sie wieder entdeckt, da man damals versuchte die Musik der Renaissance und des Barock möglichst orginalgetreu wiederzugeben. 1919 wurde dann von Arnold Dolmetsch die erste neue Blockflöte gebaut.
Da die Blockflöte, wie Hindemith sagte ein Instrument sei, das nach einigen leicht erworbenen Schritten, die zur Ausführung einfacher Stücke genüge, ein unvorhergesehener, unverhältnismäßig starker Anstieg den Fortschritt behindere, ergab sich eine Spaltung ihrer Spieler.
Durch die leichte Erlernbarkeit der ersten Schritte bekam sie das Image eines „nicht richtigen“ Instruments und wird nun häufig als Pädagogikinstrument verwendet und geduldet. Durch die Jugendbewegung war sie sehr schnell verbreitet worden und fand zunächst vor allem Zugang zu der mehr oder minder anspruchsvollen Hausmusik.
Dass die Blockflöte auch trotz dieser Geringschätzung allmählich als „richtiges“ Instrument wieder Anerkennung findet ist jedoch vor allem der Verdienst einiger Musiker und Lehrer wie Gustav Scheck oder Manfred Ruëtz, die sich aufopferungsvoll für die Blockflöte einsetzten. Dadurch wurde sie auch in ihrer ursprünglichen Position als anspruchsvolles Instrument wieder entdeckt und auch neue Gebiete geöffnet. Bereits 1926 gab es das erste neue Blockflötenquartett und sie fand sogar Einsatz im Bereich der Popmusik zum Beispiel bei den Beatles, den Rolling Stones oder Jimi Hendrix.
Zu der alten Musik hat sich auch zahlreiche moderne und experimentelle Blockflötenliteratur gesellt, die sich vor allem das erweiterte Klangspektrum der Blockflöte zunutze macht. Auch die Notenverlage weitern ihr Repertoire für Blockflöte seit wenigen Jahrzehnten erheblich aus und ein letztes Indiz für die Steigerung ihrer Beliebtheit und Wertschätzung ist die ständig steigende Zahl der „Jugend musiziert“ Teilnehmer, die mit der Blockflöte antreten. 2006 etwa schafften es 90 Jugendliche allein in den Bundeswettbewerb.













Quelle: - Hans Martin Linde, Handbuch des Blockflötenspiels, SCHOTT - http://de.wikipedia.org/wiki/Blockfl%C3%B6te - http://www.blockfloete.de/Instrument.6.0.html - http://www.deutscher-musikrat.de/jumu/ergebnis/erg_index.html - http://www.blockfloete-online.de/modules.php?name=Nickpage&file=nickpage&nick=Gabi




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