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Titel:

Blumentopf (Hip Hop)


  Note: 2+   Klasse: 9









Arbeit: Inhaltsverzeichnis:




Blumentopf:



Die Crew


Die Anfänge


Ihre Alben


Hip Hop Allgemein








„Blumentopf“



Die Crew:

Blumentopf nennt sich die fünfköpfige Hip Hop-Band aus München. Kung Schu, Holunder, Specht und Master P rappen ungeniert und direkt über die heikelsten Themen, unterstützt von DJ Sepalot, der seine MCs mit originellen Instrumentals versorgt. Der Name Blumentopf hört sich für die meisten Menschen zunächst ziemlich sinnlos an, doch hinter dem simplem Namen versteckt sich ein durchdachtes Konzept. Definiert nach dem Brockhaus-Lexikon ist ein Blumentopf ein "Kegel- oder pyramidenstumpfförmiges Gefäß aus Ton (hart gebrannt, aber porös) Kunststoff u.a. zum Bepflanzen von Nutzgewächsen."
Aus diesem Topf sprießt nun ein Gewächs namens Hip Hop, schon 1997 landete das Debutalbum "Kein Zufall" auf durchaus fruchtbarem Boden. Die Pflanze wuchs und gedieh auf Jams und Tourneen, beispielsweise mit Fettes Brot und Main Concept. Die Blüte des ersten Albums war die Single "6Meter90", die kuriose Geschichte eines Mädchens, das sich im Boygroup-Fieber aus dem Fenster stürzt. 1999 Folgte dann der zweite Longplayer „Großes Kino“. Das aktuelle Album Eins A steht seit Oktober 2001 in Denn Plattenregalen! Die Blumentöpfe reimen auf eine sehr direkte Weise, so ehrlich, dass sie ihr freizügiges Denken von allen anderen deutschen Hip Hoppern abhebt. "Keep it real!"

„Also verdammt nochmal leg’ Dich nicht mit dem Topf an, das ist kein Spiel mit dem Feuer, sondern mit Sprengstoff. Jeder Rapper wär’ froh, wenn er in unserer Posse wär“ Also selbstbewußt scheinen sie ja zu sein, die Männer vom Blumentopf. Das müssen sie auch, wenn sie ihren angeblichen ”Standort“ festigen und ausbauen wollen. Bis jetzt als Geheimtip gehandelt, beweisen die Mannen um DJ und Produzent Sepalot, daß sie diesem Ruf gerecht werden. Der Topf verbindet auf angenehmste Art und Weise humorvolle Texte und Messages, die man manchmal erst beim zweiten Hören erkennt. Die N.Y. orientierten Beats und angenehmen Sounds ermöglichen einem ein bis auf wenige Momente unbeschwertes Nonstop-Durchhören der Scheibe. Ein großer Vorteil der Münchner Supastars, sowohl auf Platte wie auch live, ist dabei die Anwesenheit von vier verschieden orientierten Vokalisten, von denen jeder einzelne dabei seinen eigenen Stempel aufdrückt. Sprich, sie sind vom Rapstil und der Thematik abwechslungsreich, nachvollziehbar und selten langweilig. Okay, um die Lobeshymnen endlich auf den Punkt zu bringen und um mir die weitere Suche nach Argumenten hierfür zu sparen, jetzt die Wertung: Eine Platte, die man von Anfang bis Ende durchhören kann, mit der man viel Spaß, selten Langeweile hat, und zu den besten Veröffentlichungen deutschsprachigen HipHops gehört.



Die Anfänge:

„Wir werden oft gefragt warum wir den Namen Blumentopf gewählt haben, da der ja doch etwas außergewöhnlich ist, was wir ja auch zugeben. Das hat auch einen guten Grund. Wir haben vor ca 8 Jahren angefangen und damals war der deutschsprachige HipHop verkrampft war und eben sehr viele Crews Namen wie "Verbale Ejakulation" oder andere zwei komische Fremdwörter kombiniert haben. Da haben wir uns gesagt das es auch anders geht und sind auf Blumentopf gekommen. Es war dann auch so ein bißchen eine Haltung dagegen, wir wollten ja auch lockerer sein.“ Holunder Auf die Frage warum sie sich Blumentopf gennant haben.

"Grosses Kino" heißt die neue Blüte aus dem Münchener Blumentopf. Aber das Album ist mit Sicherheit nichts für Mauerblümchen! Die Hip Hopper erzählen kleine Geschichten aus ihrem täglichen Leben und das einfach knallhart. Egal ob es um Frauen, das System oder um Hip Hop geht, die Texte entsprechen der Realität ("Keep it real") und sind ziemlich direkt, was bestimmt nicht jedem gefällt.




Ihrere Alben:


2001 Eins A

Zwei Jahre haben sich die fünf Münchner für ihr neues Album Zeit gelassen. Zwei Jahre in denen die Band unzweifelhaft gereift und erwachsener geworden ist. Zwei Jahre in denen man technisch versierter wurde und seine Beats interessanter gestaltete. Zwei Jahre, die Blumentopf ein gehöriges Stück weiter nach vorne brachten.

Die "Geschichten aus dem Alltag", die einst den Blumentopf-Rap ausmachten, fehlen überraschenderweise auf der Platte, hinterlassen aber keine Leere, die gefüllt werden muss. Die Jungs aus dem Reihenhaus sind älter geworden und haben etwas zu sagen. Das muss jetzt sofort raus, da ist kein Platz für absurde (aber nichtsdestotrotz wahnsinnig witzige) Geschichten mit Feen oder Superheldenkostümen. Die Message ist da und muss unter die Leute gebracht werden. Und endlich, endlich kommt da Einer an und mischt die Hip-Hop-Szene gehörig auf, sagt es geradeaus, dass dort zu oft hohles Zeug ohne jegliche Substanz und ohne jeglichen Sinn den Kids vor den Latz geworfen wird. Endlich kommt jemand aus der eigenen Szene (alle anderen finden das hirnlose Gelaber ja schon lange unerträglich) und prangert das "infantile Schwulengedisse" an und predigt, dass es überhaupt nicht cool ist, den ganzen Tag mit roten Augen in der Schule zu sitzen. Endlich jemand, der gegen zunehmenden Amerikanismus mit dicken Limos und großen Brüsten im deutschen Rap Stellung bezieht und nebenbei seine Sache noch drei Stufen besser abliefert. Das ist der Grund, warum die Münchner im Gegensatz zu ihren meisten Konkurrenten das Recht haben, zu dissen, denn sie sind um Klassen intelligenter und besser als der ganze Müll, der so Hip Hop ist, dass er immer "Yo!" sagt, bevor er anfängt zu reden und nicht "Hallo" sondern "Ey, Allder was geht'n".

Auch DJ Sepalot hat sich enorm weiterentwickelt. Ganz selten hat er es nötig, auf Samples bekannter Hip-Hop-Größen zurückzugreifen, wie es vor allem beim ersten Album vielleicht etwas zu oft der Fall war. Auf "Eins A" zeigt er sich eigenständiger, vielseitiger und vertrackter: nach dem Hau-Raus-Partykracher sucht man vergeblich.

Der T.O.P.F. hat in textlicher und musikalischer Hinsicht sein bisher ausgefeiltestes Album abgeliefert, verliert aber trotzdem nie seine wunderbar selbstironische Art. Die Platte ist ein dankeswerter frischer Wind in die oft arrogante und sich selbst überschätzende Hip Hop-Welt.


1999 Großes Kino

Von allen deutschen Hip Hop-Alben, die in letzter Zeit erschienen sind, enthält "Grosses Kino" mit Abstand die ehrlichsten Texte.
1999 pflanzen die Münchener den zweiten Samen ein, das Album heißt "Großes Kino“ und seine Wurzeln greifen tief in die Gesellschaft, menschliche Beziehungskisten und das System. Das Gewächs trägt schwere Früchte, deren Samen viel Material für neue Triebe bildet. Und wenn diese Samen auf fruchtbaren Boden fallen, braucht man noch viel mehr Blumentöpfe um alle Pflanzen züchten zu können. Eine kleine Metapher, die den tiefgreifenden Inhalt der Musik aus dem Herzen des konservativen Bayerns widerspiegelt.

Von allen deutschen Hip Hop-Alben, die in letzter Zeit erschienen sind, enthält "Grosses Kino" mit Abstand die ehrlichsten Texte.
Die Band erzählt in Track 10 verrückte Geschichten wie sie wohl zum Hip Hopgekommen sind. Man kann darüber schmunzeln, erfährt aber im Endeffekt nur, daß es eigentlich völlig egal ist, wie man dazu gekommen ist. Hauptsache "man kommt von ihm nicht los."
Der Produzent und DJ Sepalot hat viele fruchtbare Ideen in die Instrumentals gesetzt. Im Album steckt viel Funk, der auch den Menschen zusagt, die mit den Lyrics nicht viel anfangen können. Die Band beginnt erst gar nicht damit, alle Faker zu dissen, sie machen es einfach besser.
Auch Track 3 erzählt die gleiche Geschichte immer wieder neu, bis die Story ein prägendes Ende nimmt. Die Taxifahrerin verkörpert eine bewundernswerte Frau, der auch ein Blumentopf nicht unbedingt gewachsen ist. Was die Rapper von Chicks halten, verdeutlichen sie in Track 18: "Wenn ich nur das eine will, dann wär es cool ich fände eine, die auch nur das eine kann, doch vielleicht hast du ja Charakter, Persönlichkeit, nen IQ überm Durchschnitt - tut mir auch leid, daß mir das wurst ist". Die Blumentöpfe können auch ihre eigenen Schwächen zugeben - und das mit einem Funken Humor, dafür gibt’s ein Kompliment und noch nen Extrapluspunkt für die Wahrheit, das "Grosse Kino".

1997 Kein Zufall

Hip Hop Allgemein:

Die Hip Hop Bewegung hatte ihre Anfänge in den achtzigern Jahren. Die Jugendlichen der schwarzen Ghettos bemühten sich mit neuen eigenständigen Kunstformen um Selbstbehauptung und Alternativen zu Straßenkämpfen und Bandenkriminalität. Mit dem Sprechgesang versuchten die Musiker eine bestimmte Massage rüberzubringen! – vor allem sozialkritische Themen standen im Vordergrund Mit aggressiven und sozialkritischen Texten verstehen sich viele Rap-Musiker- und Gruppen gestern wie heute als politisch agierendes Sprachrohr gegen Rassismus. Der Slogan des Hip Hop lautet: Der Tatort ist die Straße – die Tatwaffe der Mund.
Es ging – und geht heute noch – um Selbstbehauptungswillen, Status- und Konkurenzkampf. Hip Hop versteht sich als Lebensgefühl und seine Heimat ist die New Yorker Bronx.

Drei Dinge prägten Hip Hop als Kunstform: Sprechgesang, Sprayen und das Breaken. Ein Hip Hop Track besteht aus zwei Hauptkomponenten: 1. den DJ an einem oder zwei Plattenspielern und 2. dem Rapper, der die sozialkristischen Texte mittels Sprechgesang rüberbringt. Der Sprechgesang und seine sozialkritische Message wurde zu einem rhythmisch einfach gehaltenen Bass oder Schlagzeugbeat gerappt. Mit Hilfe des Samplings werden alle möglichen Musikstile eingebaut. – Soul, Funk, Reaggea bis Jazz. Der Bass steht deutlich im Vordergrund. Die Stimme des Rappers ist untergeordnet und nicht selten inhaltlich nur schwer zu verstehen – Texte und Messages eben für Insinder. Neulinge müssen sich daher Texte mindestens zwei Mal anhören. Klassische Beispiele für Rapper stammen von KRS ONE und Mad Lion. Beide gelten als die Urgesteine des Rap oder Hip Hops.
Musiktitel KRS ONE – Wanna be a MC
Musiktitel Mad Lion – Double Trouble


Hip Hop ist ein Lebensgefühl, eine Lebensweise. Sozialkritische Texte durch Sprechgesang eines Rappers zu bass-trächtiger Musik. Eine weitere Stilkomponente des Hip Hop wird durch den DJ erzeugt: das Scratching. Beim Scratching werden zwei Plattenspieler mit einem Mischpult verbunden. Der DJ wählt nun prägnante Rhytmuspassagen eines Songs aus, lässt sie auf dem Plattenspieler laufen, hält sie mittels seiner Hände an und schiebt die Plattenscheibe vor und zurück. Die Folge: kratzende Rhythmus-Passagen. DJ Kool Herc war der erste, der damit experimentierte. Als seine Schwester 1973 noch Musik für ihre Geburtstagsparty brauchte, schloss er im Keller ihres Hauses zwei alte Plattenspieler zusammen, mischte Disco-Platten mit Funk von James Brown, Curtis Mayfield, George Clinton oder den Meters. Am besten ging es allerdings ab, wenn Herc die Break-Teile eines Songs spielte: instrumentale Stellen von besonderer rhythmischer Intensität. Diese Breaks wirkten auf die Tänzer wie ein Orgasmus, das Problem war nur, dass sie zu kurz waren. Herc behob den Mangel: Er benutzte auf jedem der beiden Plattenspieler identische Kopien einer Platte, um zwischen dem gewünschten Break hin und her zu wechseln. Die so gestreckte long-play-Version nannte er "Break-Beat": pures Adrenalin für die Zuhörer. Bald begann Herc, Platten nur noch wegen ihrer instrumentalen Breaks zu kaufen.

Ein DJ, der Platten scratcht, und ein Rapper mit sozialkritischen Texten – das ist Hip Hop. Entstanden Anfang der 70er Jahre in der New Yorker Bronx. Der Hip Hop hat sich innerhalb von fünfzehn Jahren zu einer der einflußreichsten und auch kommerziell erfolgreichsten Musikerscheinungen der Welt gemacht. Anfangs war sie die Musik einer sozialschwachen Gesellschaftsschicht, heute ist sie Weltmusik. Was 1982 mit "Grandmaster Flash" und seinen "Furious Five" begann und später von Gruppen wie "Run DMC" oder "Ice-T" weitegeführt wurde, wird heute von mehr Gruppen als je zuvor beibehalten.
Hip Hop begann nach und nach quer durch Europa seine Kreise zu ziehen. Im deutschsprachigen Raum dauerte es etwas länger, bis sich der Hip Hop durchsetzte. Es begann mit den "Fantastischen Vier", die praktisch über Nacht zu Stars wurden. Ihre Single "Die da" wurde 1993 zum Hit des Jahres. Die Fantastischen Vier erstaunten alle Kritiker, indem sie bewiesen, daß sich deutscher Sprechgesang gut anhört und salonfähig ist. Sie waren die Vorläufer eines bemerkenswerten Siegeszuges des Hip Hops im deutschsprachigen Raum. Heute gibt es hunderte von deutschsprachigen Rap- oder Hip Hop-Bands. Spax und Mirko Maschine, Dynamite Deluxe und Main Concept sind nur einige Beispiele.
Hip Hop – als aggressive und provokante musikalische Kunstform in den amerikanischen Ghettos geboren – ist heute weltweit – auch in Deutschland salonfähig geworden und wird kommerziell vermarktet.









Quelle:




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Tipp:







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