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Titel:

Bluter


  Note: 1   Klasse: 9









Arbeit:

Es klingt wie ein schlimmer Traum: Man schneidet sich und die Wunde hört nicht auf zu bluten. Doch bei manchen Menschen ist dies tatsächlich der Fall. Sie leiden an einer Blutgerinnungsstörung (Fachausdruck Hämophilie). Um dies zu verstehen, muss man wissen, wie der Körper bei Gesunden reagiert, um die Blutung zu stoppen.


Was ist Blutgerinnung?
Wenn man eine Wunde hat oder im Körper Blutgefäße verletzt sind, dann stoppt die Blutgerinnung den Blutverlust. Dabei scharen sich viele Blutplättchen zusammen und hängen sich an die Wunde. Die Blutplättchen scheiden einen Stoff aus, der zusammen mit anderen Stoffen das Fibrin bildet (Fibrin kommt aus dem Lateinischen von fibro=Faser). Das Fibrin bildet eine Art Netz über der Wunde. In diesem Netz fangen sich die roten Blutkörperchen, die dann einen Stöpsel bilden, der die Blutung stoppt.


Was funktioniert bei einem Bluter nicht richtig?
Im Blutplasma von Blutern fehlt ein wichtiger Stoff zur Gerinnung von Blut. Blutern fehlt zwar nicht die Fähigkeit zur Blutgerinnung aber sie läuft sehr langsam ab. Daher kann es bei Blutern bei schweren Verletzungen, Operationen und sogar beim Ziehen von Zähnen zu einem schweren Blutverlust kommen. Bluter müssen deshalb über dieses Risiko Bescheid wissen, um größere Verletzungen zu vermeiden. Nicht nur die großen Blutungen bereiten Probleme, sondern auch die kleineren. Besonders deutlich wirkt sich die Krankheit bei kleinen inneren Blutungen aus. Die treten auch bei gesunden Menschen häufig auf. Diese Blutungen merkt man aber meistens nicht. Bei Bluter kommt es zu Entzündungen, die über Jahre hinweg beispielsweise zu verdickten und versteiften Gelenken führen können.


Ursachen der Bluterkrankheit
Die Ursache der Bluterkrankheit ist eine genetische Erkrankung. Das heißt, man kann es von seinen Eltern erben. Das Gen, für den am meisten betroffenen Gerinnungsfaktor VIII (F VIII) befindet sich in einem Schenkel des X-Geschlechts-Chromosoms (Chromosome sind fadenförmige Gebilde in den Zellen, die das Erbgut eines Lebewesens tragen). Von diesem Chromosom haben Frauen bekanntlich zwei pro Zelle (XX), Männer hingegen nur eines (XY). Es kann auch in späteren Generationen vererbt werden, obwohl die Vorfahren nicht erkrankt waren.


E
s gibt noch andere Möglichkeiten, wichtig ist, dass Söhne mit einem kranken X-Chromosom erkranken, Töchter jedoch nicht. Die gesunde Tochter kann jedoch ihrem Sohn das kranke X-Chromosom vererben, dieser ist dann ein so genannter "Bluter".


Wie kann man Blutern helfen?
Hilfe bekommen Bluter von anderen Menschen. Ein Bluter braucht jährlich über 1000 Plasmaspenden zum Überleben. Dafür müssen 74 Menschen 15 Mal im Jahr spenden, das sind 1110 Spenden. Wenn das Blut sorgfältig verarbeitet wurde, wird das daraus gewonnene Blutplasma dem Bluter gegeben. Das nennt man dann Bluttransfusion (Transfusion kommt aus dem Lateinischen und heißt hinübergießen). Der im Blutplasma konzentrierte Faktor VIII ist der wichtigste Gerinnungsfaktor.


Ist fremdes Blut nicht gefährlich?
In den 80er Jahren sind viele Bluter durch verunreinigtes Blut an AIDS erkrankt. Doch Heute ist die Wissenschaft so weit, dass fast keine Gefahr mehr besteht, mit AIDS oder anderen Krankheiten infiziert zu werden. Da das Blut vor der Transfusion sorgfältig kontrolliert wird. Außerdem durchläuft das Blut heute mehrere Sicherheitsstufen, bis es nach neu bis zwölf Monaten zum fertigen Medikament wird. Des Weiteren wird an genetischen Verfahren geforscht, um auf diese Weise den Gerinnungsfaktor VIII (ohne menschliches Blut) herzustellen.

Quelle:

www.netdoktor.de
www.abi-bayern.de
www.i-s-b-.org
Schulbücherei









Quelle:




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Der Wundverschluß
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Seuchen und Krankheiten in Afrika



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