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Titel:

Bob Marley


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Bob Marley
The King of Reggae





Robert Nesta Marley wurde am 06. Januar 1945 in Rhoden Hall im Norden Jamaikas geboren. Seine Mutter, die 18-jährige Cedella Brooker, auch Ciddy genannt,
war eine schwarze Jamaikanerin und sein Vater, der 50-jährige Captain Norval Sinclair Marley, ein weißer Engländer. Dieser war als Offizier der britischen Armee
Quartiermeister beim British West Indian Regiment. Seine Aufgabe war es, die Besiedlung und Bewirtschaftung des Landesinneren zu fördern. Die beiden heirateten
im Juni 1944. Dies war damals natürlich ein Skandal und Captain Marley wurde von seiner Familie enterbt. Er gab daraufhin seinen Posten bei der Armee auf und
nahm einen Job in Kingston an, um seine Familie, die er deshalb kaum sah, finanziell zu unterstützen. Ciddy lebte mit Robert in einer kleinen Hütte in der Gegend von
St. Ann. Sie führte ein kleines Lebensmittelgeschäft und half mit Robert auf den Feldern.

Einer von Roberts Freunden war bereits damals Neville “Bunny” Lvingstone (geb. am
10. April 1947). Sie hörten sich gemeinsam Geschichten über Mythen, Magie und über Haile Sellassie und dessen Verehrung an, wovon sie fasziniert waren. Robert
fiel schon damals durch seine Ausstrahlung und seine Begabung fürs Hellsehen und Handlesen auf.

Kurz nachdem er mit 5 Jahren in die örtliche Schule Stepney School kam, wurde er 1950 auf Veranlassung seines Vaters nach Kingston gebracht, um ein besseres
Leben und eine bessere Ausbildung zu bekommen. Doch er wurde zu einer älteren Frau gebracht und vor seiner Mutter versteckt. Diese fand ihn jedoch nach
monatelangem Suchen mit Hilfe von Freunden und ging mit ihm zurück aufs Land. Später heiratete Cedellas nicht geschiedener Ehemann ein zweites Mal ohne dafür
Probleme zu bekommen, starb aber wenige Monate danach am 20. Mai 1955 an einem Herzanfall.

Nach seinem Tod beschloß Cedella, mit Robert in Kingston zu leben. Sie reiste voraus, suchte sich einen Job als Köchin und mietete sich in den “Yards” ein,
trostlose Unterkünfte, die damals von der Regierung gestellt wurden. Robert sollte bei Freunden und Verwandten bleiben, bis alles bereit war. Diese schickten ihn
aber schon vorzeitig, zusammen mit seinem Freund Bunny Livingstone, seiner Mutter hinterher, da er sich aufsässig verhielt. In den Yards gab es zwar ein Gefühl der
Zusammengehörigkeit, doch das Leben dort war hart. Die Hauptbeschäftigungen waren Fußballspielen, Kartenspielen und der Umgang mit Messern. Um nicht von
den schulischen Einrichtungen des Ghettos beeinflußt zu werden, in denen die Kinder zu “rude boys”, kriminellen, gewalttätigen Jugendlichen wurden, kam Robert als
10-jähriger in eine Privatschule.

Die einzige Ablenkung, die die Jungen von ihrem Leben im Ghetto hatten, war ein Transistorradio, das den Rhythm & Blues aus Amerika übertrug. Sie hörten sich
Hits von Fats Domino und Louis Jordan an. Ganz besonders angetan waren sie von einem Sender aus New Orleans, der die neuesten Aufnahmen von Curtis
Mayfield, Ray Charles, Brook Benton oder schwarzen Gesangsgruppen wie den Drifters spielten. Robert und Bunny wollten eigene Musik machen. Robert sang im
Stil der amerikanischen Schnulzensänger und Bunny spielte dazu eine selbstgebaute Gitarre.
Roberts Mutter wollte, daß er eine Lehre als Schlosser machte. Doch er verließ die Schule bereits vorzeitig, da ihm früh klar wurde, daß er Berufsmusiker werden
wollte. Ihr zuliebe nahm er aber einen Job in einer Schlosserei an, wo er Desmond Dekker kennenlernte, und machte in seiner Freizeit mit Bunny Musik. Da sie ihre
Stimmen schulen wollten, suchten sie Hilfe bei dem Sänger Joe Higgs, der ihnen Gesangsunterricht gab. Durch ihn lernten sie Peter McIntosh kennen.

Robert hatte sich schon in der Schule für Geschichte und besonders für die Kolonial- vergangenheit seines Landes interessiert. Er war fasziniert von der
Back-to-Africa-Bewegung, die durch Marcus Garvey ins Leben gerufen wurde und aus der später der Rastafarianismus entstand.

In den 50’er Jahren fand ein Run der jamaikanischen Landbevölkerung auf die Städte statt. Die Menschen hofften dort auf ein besseres Leben. Barackensiedlungen
wurden am Stadtrand gegründet. Die bekannteste dieser Siedlungen war Trench Town im Westen von Kingston. Ende der 50’er Jahre zog auch Cedella mit Robert
nach Trench Town.






1962 wurde Bob Marley von dem Musiker Leslie Kong zu einer Probe eingeladen. Er war so beeindruckt, daß er Bob für drei Platten engagierte, welche mit
Sessionmusikern aufgenommen wurden. Hierbei lernte er auch Jimmy Cliff kennen. Bob Marleys erste Platte war “Judge Not”, erschienen beim Beverly Label. Die
beiden anderen Platten “Terror” und “One Cup of Coffee” fanden keine Beachtung. Bob erhielt 20 Pfund und zwei Kopien.

Einige Zeit später hatte Bob eine Auseinandersetzung mit Leslie Kong, in der er Kong prophezeite, daß er eines Tages viel Geld mit ihm verdienen würde, aber keine
Freude daran finden könne.

Bob gefiel das Leben als Musiker sehr gut und es brachte viel mehr ein, als die Arbeit in der Schlosserei. Die endgültige Entscheidung Musiker zu werden fiel aber,
als Bob beim Schweißen einen Metallsplitter ins Auge bekam und dieser ihm im Krankenhaus ohne Narkose entfernt wurde. Danach versprach ihm seine Mutter,
nicht mehr in die Werkstatt zu müssen.

Bob schrieb fleißig Songs und gründete im Sommer 1963 zusammen mit Bunny Livingstone und Peter Tosh (geb. 1944) eine eigene Band, die zunächst “The
Teenagers” und später “The Wailing Wailers” hieß. Es kamen noch Junior Braithwaite (der jedoch Jamaika und damit auch die Band bald darauf verließ), Beverley
Kelso und Cherry Smith als Back Group dazu. Bob Marley ermutigte Peter Tosh, sich eine Gitarre zu besorgen, die dieser als Leihgabe von der Kirchengemeinde
bekam. Kaum hatte Peter eine Gitarre in der Hand, wollte er der Bandleader sein, doch der unumstrittene charismatische Leader war
Bob Marley.

Die neue Band hatte einen Mentor, den Rasta Alvin Patterson. Durch ihn lernten sie
Sir Coxsone Dodd kennen, dem angesagtesten Produzenten auf Jamaika. Ihm gefiel, was er hörte und nach einigen Proben wurden ein paar Songs wie z. B. “I’m
still waiting” und “Simmer Down” aufgenommen. “Simmer Down” erschien als erste Single der Wailing Wailers beim Downbeat Label im Dezember 1963. Im
Februar 1964 war sie Platz 1 der jamaikanischen Charts und hielt sich dort zwei Monate lang. Es wurden 1.000 Exemplare pro Woche davon verkauft. Daher
bekamen die Wailers für ihren nächsten Song “It hurts to be alone” eine Vorauszahlung für Bühnenkleidung und einen wöchentlichen Lohn. In den nächsten Jahren
produzierten die Wailers ca. 30 Platten in Coxsone Dodds Studio
One Company und wurden zu einer der populärsten Bands Jamaikas. Ihr Live-Debüt hatten die Wailers bei einem Talentwettbewerb im Majestic Theatre in
Kingston, den sie nicht gewinnen konnten. Bob Marley geriet mit den Gewinnern in Streit, was mit einem Polizeieinsatz endete.

Inzwischen beschloß Bobs Mutter nach Delaware (USA) zu ziehen, wo sie im
Oktober 1963 Edward Booker heiratete.
1964 war geprägt von Plattenaufnahmen und Live-Auftritten, bei denen es leider oft zu Gewaltausbrüchen kam. Dennoch hatte die Band finanzielle Probleme.

Am 10. Februar 1966 heiratete Bob seine Freundin Rita Anderson, die Sängerin bei den Soulettes war. Danach flog er zu seiner Mutter nach Amerika, um dort
genug Geld zu verdienen, um ein eigenes Plattenlabel zu gründen. Er nahm verschiedene Jobs an, wie Gabelstaplerfahrer, Kellner, Laborassistent oder
Fließbandarbeiter bei Chrysler. In seiner Freizeit schrieb er Songs und spielte Gitarre. Im August 1966 besuchte ihn seine Frau und im Oktober 1966 ging er nach
achtmonatigem Aufenthalt in den USA zusammen mit ihr nach Jamaika zurück und hatte damit gerade den Besuch Haile Sellassies verspaßt. Der amerikanische
Lebensstil war für Bobs Geschmack unmenschlich und zu schnelllebig.

Bob fühlte sich immer mehr zum Rastafari hingezogen und das spiegelte sich ab 1967 auch in seiner Musik wieder. Er ließ sich Dreadlocks wachsen und begann
Marihuana zu rauchen. Bob arbeitete wieder mit Bunny und Peter zusammen und Rita machte ihre eigene Karriere als Sängerin, mit einigem Erfolg. Mit den 700
US$, die Bob in Amerika verdient hatte, gründete er ein Plattenlabel namens Wail’N’Soul’M (Wailers/Soulettes), welches bis 1967 existierte, und eröffnete einen
Plattenladen. Danach ging er für eine Weile aufs Land zurück, arbeitete auf einer Farm und schrieb Songs. Er schrieb auch Songs für Johnny Nash (geb. 1940 in
Houston/Texas), wie “Stir it up” und “Hold me tight”.

Bob Marley & The Wailers wechselten nach herben Streits mit Coxsone Dodd zunächst wieder zu Leslie Kong, kurz daruf aber zu Lee Perry. Mit Perry wurden
Klassiker wie “Soul Rebel”, “Duppy Conqueror”, “400 Years” und “Small Axe” produziert.
Die Brüder Carlton Lloyd Barrett (Drums) und Aston “Family Man” Barrett (Baß) gehörten ab 1970 fest mit zur Band und entwickelten einen ganz neuen Stil für
den Reggae-Sound, der bald weltweit kopiert wurde.

Von einigen Songs wie “Duppy Conqueror” und “Soul Almighty” wurden 1969 Tapes nach England geschickt, wo Trojan Records das erste Bob Marley & The
Wailers Album
“Soul Rebel” herausbrachten. Das Album verkaufte sich so gut, daß Bob sich ein Auto kaufen und das Haus für seine Familie renovieren konnte.

Leslie Kong wollte nun auch an dem Erfolg verdienen, den Bob Marley hatte. Er brachte aller Warnungen, es nicht zu tun, zum Trotz, ein Album mit alten Aufnahmen
unter dem Titel “Best of The Wailers” heraus. Er verdiente viel Geld damit, konnte es aber nicht genießen. Im Alter von 38 Jahren starb er an einem Herzanfall.
Damit hatte sich erfüllt, was Bob Jahre zuvor prophezeit hatte.






Anfang der 70’er waren Bob Marley & The Wailers zwar im karibischen Raum sehr bekannt, aber in der restlichen Welt fast gar nicht. Das sollte sich jedoch bald
ändern. 1970/71 war Bob mit und für Johnny Nash in Schweden und England unterwegs, wo er das Interesse der Musikindustrie hervorrief. 1971 unterschrieb er
einen Vertrag bei CBS in London und arrangierte eine Wailers-Tour durch Londons Clubs und Colleges.

Im Dezember ging Bob Marley zu Island Records in die Basing Street Studios, deren Inhaber Chris Blackwell, ein Anglo-Jamaikaner, von den Demo-Tapes äußerst
beeindruckt war. Er bot der Band eine Vorauszahlung von 8.000 Pfund für ein Album, das in den Studios von Island Records auf Jamaika produziert werden sollte.
1972 kehrte Bob Marley mit den Master-Tapes nach England zurück. Nun mußte erstmal mit CBS verhandelt werden, damit sie Bobs laufenden Vertrag auflösten.
Danach wurden in den Londoner Studios von Island Records noch einige Overdubs hinzugefügt, wie z. B. die Rockgitarre von Wayne Perkins bei “Concrete
Jungle”. Im April 1973 erschien das Album “Catch a Fire” und wurde ein großer Erfolg. Danach ging die Band auf eine Tour durch England und die USA. Allerdings
war Bunny Livingstone in den USA nicht dabei. Da er weder das Leben unterwegs noch das kalte Klima mochte, flog er von England aus nach Hause. Für ihn
sprang Joe Higgs ein. Die Tour war sehr erfolgreich. Trotzdem wurden die Probleme immer schlimmer, die es mit Peter Tosh gab, da er immer noch der Boss. sein
wollte. Auch mit Lee Perry gab es Streit über Urheberrechte, der aber recht schnell beigelegt wurde.

Nach der Rückkehr nach Jamaika zog Bob Marley mit seiner Familie in ein komfortables Anwesen, das vorher Blackwell gehört hatte und daher Island House
genannt wurde.
Später im selben Jahr brachten die Wailers ihr zweites Album bei Island Records raus. “Burnin” enthielt u. a. Neufassungen älterer Songs wie “Duppy Conqueror”
oder “Small Axe”.

Inzwischen bekam der Reggae auch Fans aus der Rock-Welt und Bob Marley wurde zu einem 3. Welt-Poeten, der im selben Atemzug mit Politikern genannt
wurde. Auch die Rastafari bekamen mehr politischen Einfluß. Michael Manley, der spätere Premierminister Jamaikas, besuchte Haile Sellassie in Äthiopien, um mehr
Glaubwürdigkeit zu erlangen.

1974 verbrachte Bob Marley die meiste Zeit im Studio und aus den Sessions entstand das Album “Natty Dread”, das im Februar 1975 auf den Markt kam.
Da die Streitereien in der Band kein Ende nahmen, verließen Bunny Livingstone und Peter Tosh die Band, was endlich Ruhe in das Projekt Bob Marley & The
Wailers brachte

Im Sommer 1975 gingen sie mit den I-Threes auf Tour, welche aus Rita Marley,
Marcia Griffiths und Judy Mowatt bestanden.
Am 11. Oktober 1975 spielten sie ein Benefiz-Konzert für eine Blindenschule mit
Stevie Wonder in Kingston. Zu diesem Konzert kam Peter Tosh ein letztes Mal dazu und sie wurden als die größten Superstars des Landes gefeiert.
Bald darauf kam das erfolgreiche Album “Rastaman Vibration” raus, das auch “War” enthielt, dessen Text aus einer Rede von Haile Sellassie stammt.
Doch während der Erfolg Bob Marleys immer größer wurde und er unermüdlich versuchte, seine Friedensbotschaft zu verbreiten, wurden die Unruhen auf Jamaika
immer ausschreitender, so daß im Juni 1976 der Ausnahmezustand verhängt wurde. Bob Marley erklärte sich daraufhin bereit, am 05. Dezember 1976 das “Smile
Jamaica Concert” in Kingston zu spielen, dem Neuwahlen folgen sollten, um Frieden zu schaffen.

Beeinflußt von der aggressiven Atmosphäre des Landes, träumte Bob von Pistolenschüssen, was sich wieder mal als Vorahnung erweisen sollte. Denn im Dezember
1976 kurz vor dem Konzert wurde in seinem Haus ein Mordanschlag auf ihn verübt, wobei mindestens sieben Männer wie wild auf das Haus schossen. Bob kam
mit einer Schußverletzung am Arm davon und auch sonst wurde, wie durch ein Wunder, niemand ernsthaft verletzt oder getötet. Daraufhin wurde Bob Marley in den
Bergen in Sicherheit gebracht. Es kam nie heraus, wer die Attentäter waren, wobei Bob Marley erklärte, er wüßte wer sie wären, es aber nie verriet. Das Konzert
fand trotztdem vor 50.000 Zuschauern statt. Die Wahlen am 16. Dezember gewann Michael Manley mit seiner Partei PNP.

Nach den Wahlen verließ Bob Marley die Insel und besuchte zunächst seine Mutter in Nassau. Danach flog er nach Miami, um sich auszuruhen. Schließlich flog er
heimlich nach London, um an dem Album “Exodus” zu arbeiten. Seine Anwesenheit dort wurde erst bekannt, als er wegen Besitz von Cannabis zu einer Geldstrafe
verurteilt wurde. “Exodus” wurde im Sommer veröffentlicht und blieb 56 Wochen in den UK-Charts.

Im Mai 1977, während der Exodus-Tour, zog Bob Marley sich in Paris beim Fußballspielen eine Verletzung am Zeh zu. Die Wunde heilte nur sehr langsam und
verursachte starke Schmerzen. Ein Arzt riet Bob den Zeh amputieren zu lassen, was er jedoch aus religiösen Gründen ablehnte. Er ließ in Miami
Hauttransplantationen vornehmen und das Ergebnis war zunächst einmal zufriedenstellend. Doch Bob Marley hatte von da an das Gefühl, er hätte nicht mehr lange zu
leben.




1978 kam das Album “Kaya” raus und wurde eine Woche nach Erscheinen Nr. 4 der UK-Charts. Im gleichen Jahr wurde Bob Marley von den United Nations
nach
New York eingeladen und der senegalesische Botschafter verlieh ihm die Friedensmedaille. Gegen Ende des Jahres besuchte er zum ersten Mal Afrika. Er hielt sich
zunächst in Kenia auf und reiste von dort aus nach Äthiopien. Er war schockiert von den Verhältnissen dort und davon, daß Haile Sellassie nicht, wie auf Jamaika,
wie ein Gott verehrt wurde.

Im gleichen Jahr gingen Bob Marley & The Wailers auf Welt-Tour, auf der das Doppel-Livealbum “Babylon by Bus” entstand, aufgenommen bei einem Konzert in
Paris. Während der Tour spielten sie auch auf dem “One Love Peace Concert” auf Jamaika, wobei Bob Marley es schaffte, während des Songs “Jamming”
Premierminister Michael Manley und Oppositionsführer Edward Seaga gemeinsam auf die Bühne zu bringen.

1979 wurden die Melody Makers gegründet, die aus den Marley-Kindern
Sharon (14), Cedella (12), Ziggy (11) und Stephen (5) bestanden. Sie brachten “Children playing in the street”, ein Song von Bob und Rita, raus und ihre Einnahmen
im Internationalen Jahr des Kindes gingen an den UN-Kinder-Fonds.

Im Sommer erschien Bobs Album “Survival” mit Songs wie “Zimbabwe”, eine Hymne auf die neue Nation, die aus Rhodesien hervorging, und “Ambush in the
Night”, was von dem Anschlag auf ihn handelte.

1980 gaben Bob Marley & The Wailers ihr erstes Konzert auf afrikanischem Boden, in Gabun. Doch statt vor der armen Bevölkerung, spielten sie vor der jungen
Elite des Landes. Bald darauf am 18. April spielten sie auf der Unabhängigkeitsfeier von Simbabwe, deren Ehrengäste der neue Premierminister Robert Mugabe und
der englische Kronprinz Charles waren. Das war zunächst einmal eine große Ehre für die Musiker. Jedoch endete das Konzert, welches ihr bedeutenstes hätte
werden sollen, in gewalttätigem Chaos und somit in einer Katastrophe für Bob Marley & The Wailers.

Ebensfalls 1980 kam das Album “Uprising” raus und wurde sofort ein Hit, ebenso wie die Single-Auskopplung “Could you be loved”. Der Schlußtitel des Albums
war “Redemption Song”. Sie starteten danach eine Europa-Tour, die alle Rekorde brach. Zu ihrem Konzert in Mailand kamen 100.000 Zuschauer. Das Album war
in allen europäischen Charts vertreten. Für den nächsten Winter wurde eine Amerika-Tour mit Stevie Wonder geplant. Jedoch wurden dort nur zwei Konzerte im
Madison Square Garden gespielt.
Direkt danach erkrankte Bob Marley schwer. Bereits während des zweiten Konzertes war er fast ohnmächtig geworden. In der darauffolgenden Nacht erwachte er
benommen und hatte Gedächnislücken. Die Wunde am Zeh, die er sich drei Jahre zuvor in Paris beim Fußballspielen zugezogen hatte und die ihm seitdem ständig
Probleme bereitete, hatte sich krebsartig entwickelt und er hatte bereits im ganzen Körper Metastasen. Als Rita zu ihrem Mann gereist kam, fand sie ihn in kürzester
Zeit um Jahre gealtert vor. Die Tour wurde umgehend abgesagt. Bob wurde in eine Krebsklinik in Manhattan gebracht und dort mit Strahlentherapien behandelt, die
seine Dreadlocks ausfallen ließen. Als die Nachricht von Bobs Krankheit in der Presse bekannt wurde, verließ er das Krankenhaus und begab sich in verschiedene
Kliniken in Miami und Mexico. Alle Ärzte glaubten, er würde das nächste Jahr nicht erleben.

Am 04.November 1980 wurde Bob Marley von der Ethiopian Orthodox Church auf den Namen Berhane Sellassie getauft.

Danach begab er sich in eine bayerische Kleinstadt nahe der österreichischen Grenze zur Behandlung bei dem 72-jährigen deutschen Arzt Dr. Josef Issells. Dieser
war in Medizinerkreisen stark umstritten, da er Krebspatienten mit Naturheilverfahren behandelte. Doch gelang es ihm Bobs Leben um sechs Monate zu verlängern.
Anfang 1981 verbesserte sich sein Zustand und Dr. Issells erklärte ihm, er könne nichts mehr für ihn tun. Er wurde in ein Hospital in Miami verlegt.

In der Zwischenzeit war ihm auf Jamaika der Order of Merit verliehen worden. den sein Sohn Ziggy Marley vom Premierminister Edward Seaga für ihn
entgegennahm.

Am 11. Mai 1981 starb Robert Nesta Marley im Alter von nur 36 Jahren.
Am 21. Mai 1981 wurde er beigesetzt. Nach einer Trauerfeier, an der sowohl der Premierminister als auch der Oppositionsführer teilnahmen, wurde sein Leichnam
in die Nähe seines Geburtsortes nach Nine Mile im Norden der Insel überführt, wo er in einem Mausoleum die letzte Ruhestätte fand.








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