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Titel:

Charakterisierung Odorado Galotti


  Note: 1   Klasse: 12








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Arbeit: Charakterisierung: Odorado Galotti

Odorado Galotti, eine der Hauptpersonen aus dem Drama „Emilia Galotti“, das 1757 von G.E. Lessing begonnen und 1772 beendet wurde, ist der Vater der Hauptperson Emilia Galotti.
Odorado Galotti hat sich eine glückliche Familie, bestehend aus seiner Frau Claudia Galotti und aus seiner Tochter Emilia Galotti, die das Alter der Heirat erreicht hat, aufgebaut. Die Familie wohnt auf einem ländlichen Hof. Eine starke christliche Moral prägt das Leben der Familie Galotti. Die Tochter des Odorado Galotti steht kurz vor der Hochzeit mit dem Grafen Appiani.

Der erste Auftritt des Odoardo Galotti zeigt, dass seine Tochter sein ein und alles ist und er sich sehr um sie sorgt. Nachdem seine Frau Claudia Galotti berichtet, dass Emilia alleine in die Kirche kurz vor ihrer anstehenden Hochzeit gegangen sei, kommen die Sorgen in Odorado hoch. Er fragt seine Frau, ob Emilia ganz alleine (A2, Sz2, S.21 Z. 29) in die Kirche gegangen sei. Die Frau versucht ihn daraufhin noch zu beruhigen, doch seine anschließenden Aussagen „Einer ist genug zu einem Fehltritt“ (A2, Sz2, S. 22, Z. 1) und „Aber sie sollte nicht allein gegangen sein.“ (A2, Sz2, S. 21, Z. 5-6) zeigen, dass er übertrieben ängstlich ist.
Im weiteren Verlauf des Aktes wird seine übertriebene Ängstlichkeit noch einmal zum Vorschein gebracht. Nachdem Emilia immer noch nicht zum Hof zurückgekehrt ist, macht sich Odorado Galotti noch mehr Sorgen und sagt „Sie bleibt mir zu lange aus“ (A2, Sz4, S. 24, Z. 31).

Implizit erfahren wir aus dem inneren Monolog, den Claudia Galotti führt, dass Odorado ein man der „rauen Tugend“ (A2, Sz5, S. 27, Z. 3) ist. Dieser innere Monolog gibt ebenfalls Aufschluss darüber, warum Odorado Galotti so übertrieben ängstlich auf Emilia reagiert.
Dank seiner rauen Tugend, scheint ihm nämlich alles verdächtig und strafbar zu sein.
Hinzukommt, dass Odorado sehr selbstbewusst und im Auftreten ein sehr selbstsicherer Mann ist. Im zweiten Akt, in dem beschrieben wird, wie Odorado das erste Mal am Geschehen teilnimmt, wird die Autorität und Souveränität dieses Familienvaters sichtbar.
Er ist froh, den richtigen Mann für seine Tochter gefunden zu haben. Die Zeilen „Alles entzückt mich an ihm. Und vor allem der Entschluss, in seinen väterlichen Tälern sich selbst zu leben“ (A2, Sz4, S. 25, Z. 3-5) und die asymmetrische Beziehung zwischen Odorado und Claudia Galotti, die aus dem Gesprächsverlauf zwischen den beiden Personen abzulesen ist, da Odorado hier die Oberhand hat, zeigen, dass Odorado als starkes Familienoberhaupt akzeptiert wird und Emilia auch größten Teils nach seinen Wertvorstellungen erzogen wurde.

Odorado Galotti zog der Erziehung in der Stadt nämlich die Erziehung auf dem Land vor, denn er wollte Emilia eine anständige Erziehung geben (A2, Sz4, S. 25 Z. 9 – 17). Die Folge dieser streng christlichen Erziehung ist eine in der Entwicklung kindliche und nicht ganz ausgereifte Emilia Galotti.

Dennoch weiß Odorado Galotti, wenn er seine einzige Tochter ziehen lassen kann. Seine Frau versucht ihn zwar noch zu überreden, dass Emilia auf dem Hof bleibt, doch möchte er, dass sie mit dem Grafen Appiani fort geht, wie es sich gehört. Aus der Reaktion der Mutter, dass sie möchte, dass ihre einzige Tochter auf dem Hof bleibt (A2, Sz4, S. 25, Z. 18-23), wird einem bewusst, was für eine strenge Bindung die Mutter zu ihrer Tochter aufgebaut hat. Sie scheint ihrem Mann unterlegen sein und sich in folge dessen an ihrer Tochter festgeklammert hat. Die Beziehung Mutter Tochter ist sehr stark.

Sie muss die Tochter allerdings loslassen, denn jetzt beginnt für sie das Leben in der Ehe mit dem Graf Appiani. Odorado mag diesen Grafen sehr als zukünftigen Schwiegersohn, denn er ist sich um die Stellung in der Gesellschaften des Grafen bewusst. Odorado gehört der oberen Bürgerschicht an, da er einen eigenen Hof hat, es sich leisten kann nicht in der Stadt wohnen zu müssen und einen Diener Namens Piro hat. Somit ist er dem Prinzen tiefer gestellt. Er kann also durch die Heirat seiner Tochter eine gute Beziehung zum Graf Appiani aufzubauen und so seinen Ruf und seine Stellung in der Gesellschaft verbessern.

Gleichzeitig kann er dem Prinzen ein wenig ärgern, denn der Prinz ist sein größter Feind. Er weiß, dass der Prinz ihn hasst (A2, Sz4, S. 26, Z. 6) und er ist empört darüber, dass der Prinz seine Tochter gesehen hat und ihr Komplimente gemacht hat, denn „D(d)as wäre der Ort, wo ich am tödlichsten zu verwunden bin!“ (A2, Sz4, S. 26, Z. 28-29). Er möchte seine Tochter vor dem Prinzen beschützen, denn er weiß, was für ein Wollüstling er ist. Er möchte, dass seine gute Erziehung von dem Vater nicht zerstört wird.

Die gute Erziehung des Odorado spiegelt nämlich in diesem Drama die Ordentlichkeit, die starke Moral und das Pflichtbewusstsein des Bürgertums wieder. Bewusst hat Odorado Graf Appiani als den zukünftigen Mann für seine Tochter ausgesucht, denn er weiß, dass er ebenfalls ein tugendhafter Mann ist und seine Tochter bei ihm in guten Händen ist, sonst würde Odorado sie auch nicht mit ihm gehen lassen (A2, Sz4, S. 25, Z. 18-23).
Odorado möchte nicht, dass seine christlich-moralische Erziehung von dem wollüstigen Prinzen Gonzaga zerstört wird. Odorado hat seine Tochter schon immer von der Stadt fern gehalten um möglichst eine Berührung mit anderen Werten und Normen zu vermeiden.

Gesamt gesehen kann man noch mal unterstreichen, dass Odorado seine Tugendhaftigkeit auf die Erziehung Emilias übertragen hat und er möchte, dass sie ein glückliches Leben mit dem Graf Appiani führen kann.









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