Christenverfolgung im Römischen Reich - schulnote.de 
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Titel:

Christenverfolgung im Römischen Reich


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: 1) Allgemeine Situation des Reiches, und die Sonderstellung Palästinas

2) Leben und Wirken Jesu

3) Tod Christi- Verbreitung des Christentums (Paulus)

4) Christenverfolgung: Ursachen-örtlich begrenzte Verfolgungen-systematische Verfolgungen

5) Anerkennung des Christentums und Erhebung zur Staatsreligion (Kaiser Konstantin der Große)

6) Innerkirchliche Probleme

7) Die Katokomben-Urchristentum und Märtyrerkult









1) Allgemeine Situation des Reiches und die Sonderstellung Palästinas



Die Situation des Römischen Reiches war religiös dadurch gekennzeichnet, daß durch die starke Fluktuation einzelner Bevölkerungsteile wie Soldaten, Kaufleute, Beamte, Seeleute und Sklaven viele verschiedene Kulte aus der hellenistischen Welt des Ostens im ganzen Reich verbreitet wurde, so z. B. der persische Mithraskult oder die ägyptische Isisverehrung. Einen besonderen Status in diesem "Vielrelegionenreich" nahm schon immer Palästina ein. Dort lebten die Juden, die sich durch einen strengen Monotheismus von ihren nachbarvölkern unterschieden. Ihre Religion verbot ihnen die bildliche Darstellung des Gottes Jahwe, wie es bei den anderen römischen Gottheiten war, und die Beschneidung am 8. Tag nach der Geburt, die als Zeichen des von Gott mit den Vorvätern geschlossenen Bund galt, verstärkte ihre Absonderung von den nachbarn und Rom. Das Land Palästina wurde nach der neuordnung Asiens durch Pompeius im Jahre 63 vor Christus von Vasallenkönigen oder römischen Prokuratoren regiert. Einer der Vasallen war Herodes der Große, der sich geschickt mit den jeweils mächtigsten römischen Politikern (Pompeius, Caesar, Marcus Antonius, Octavius) arrangierte und in einem seiner letzten Herrschaftsjahre die offizielle Anerkennung der jüdischen Religion durch Rom rreichte. In einem dieser letzten Jahre der Herrschaft des Herodes wurde Jesus Christus geboren.







2) Leben und Wirken Jesu



Zu Zeiten Jesus war das Judentum in verschiedene Richtungen aufgespalten. Neben der einflußreichen Partei der Pharisäer standen die Sadduzäer. Während erstere, denen die meisten Schriftgelehrten angehörten, strengste Absonderungen von den Heiden propagierten und auf die peinlichste Beobachtung des Gesetzes (5 Bücher Mose und deren Auslegung) drangen, lehnten letztere jeden Glauben an ein messianisches Reich ab und zeigten sich gegenüber fremden Sitten aufgeschlossener. Die kleine Gruppe der Essener, die sich in klösterliche Angeschiedenheit zurückgezogen hatte, lebte eine Art asketischen Kommunismus, der Ehelosigkeit, Gütergemeinschaft und gemeinsame heilige Mahlzeiteneinschloß. Jesus, der zunächst in Galiläa wirkte, schien sich anfangs nicht von Tausenden anderer Wanderprediger zu unterscheiden. Doch die Lehre, die der wandernde, von Schülern begleitete Rabbi (Lehrer) verkündigte, unterschied sich von den anderen religiösen Strömungen und ließ durch den radikalen Ernst ihres Anspruchs aufhorchen. Ihren Kern, wie ihn die gelehrte Arbeit von vielen Theologengenerationen aus Evangelium und Apostelbriefen freilegte, machen folgende Gedanken aus:







Das Reich Gottes, das Jesus mit seinem Auftreten angebrochen sah, wird sich in naher Zukunft vollenden.



Nicht der Mensch hat an Ansprüche an Gott zu stellen, sondern Gott fordert fordert die völlige Hingabe des Menschen an ihn.



Gott selber bietet sich in seiner unendlichen Gnade dem Menschen an und erlöste ihn durch das Opfer seines Sohns.



Die Menschen können auf dieses Gnadenangebot nur angemessen antworten, wenn sie ihr Leben radikal ändern und täglich das Liebesgebot gegenüber dem Nächsten verwirklichen.



Das Gebot der Nächstenliebe schließt in seiner äußersten Konsequenz die Feindesliebe mit ein (siehe Bergpredigt).



Der befreienden Macht der Liebe Gottes wird der Mensch inne durch seinen Glauben, der, mit Ernst vollzogen, auch noch den schlimmsten Verbrecher retten kann.







3) Tod Christi- Verbreitung des Christentums (Paulus)



Die Botschaft Jesu, die sich vor allem auch an die Außenseiter der Gesellschaft, an die Armen und Erniedrigten wandte, mußte ihren Verkündiger in Konflikt mit den gesetzestreuen Juden, insbesondere mit den Pharisäern bringen. Obwohl Jesus das wußte uns sich auch über Gefahr für sein Leben im klaren war, begab er sich am Ende seines wahrscheinlich nur einjährigen öffentlichen Wirkens in die Höhle des Löwen, nach Jerusalem. Dort starb er- wohl am 7.4. des jahres 30 nach der Zeitwende- nach Verurteilung wegen messianischer Umtriebe des Kreuzestod. Das jüdische Synedrion (höchste Staatsbehörde) hatte ihn angeklagt, das Todesurteil mußte aber nach geltendem rüömischen Recht der Prokurator Pontius Pilatus aussprechen, dessen Soldaten dann die Hinrichtung am Kreuz vollzogen. Jesus hatte aber nie zur Rebellion gegen die römische Fremdherrschaft, die er als eine von Gott zugelassene staatliche Ordnung akzeptierte, aufgerufen, nein, er war der Meinung, auch Juden sollten ihrem Kaiser in Rom dienen, soweit dies die Steuerzahlung betraf. "Gebt dem Kaiser, was des kaisers ist, aber gebt Gott, was Gottes ist. Matthäus 22/21"



Außerdem war das große, wohlorganisierte Römische Reich mit seinem Straßennetz und der weitgehend möglichen Verständigung auf griechisch von unschätzbarem Wert für das Christentum. Es war deshalb ein für die Ausbreitung der christlichen Lehre gerade lebenswichtiger Vorgang, daß die Berichte (Evangelien) und Briefe, die im zweiten Jahrhundert zum neutestamentalischen Kanon zusammenwuchsen, in griechischer Sprache verfaßt wurden. Das Aramäische, das Christentum und seine Jünger sprachen, hätte die Heidenmission schwierig, fast unmöglich gemacht. Daß das Christentum keine auf Palästina besachränkte Sekte blieb, hat es vor allem seinen Missionaren zu verdanken, die zunächst im Diasporajudentum des Ostens und dann zunehmend in allen Bevölkerungsschichten des Reiches neue Anhänger der Lehre gewannen. An leidenschaftlichem Eifer alle übertreffend, trug der in einem streng jüdischen Elternhaus aufgewachsene Apostel Paulus aus dem hellinistischen Tarsos die christliche Lehre in die griechisch-römische Welt hinaus. Er befreite das Christentum in der Auseinandersetzung in der Jerusalemer Urgemeinde und ihren Häuptern Petrus und Jakobus von den Einengungen durch das jüdische Gesetz, indem er auf dem Apostelkonvent in Jerusalem um 43/44 nach Christus die Anerkennung der Heidenmission durch die Urgemeinde erreichte. Die Heidenchristen wurden von dem Gebot der Beschneidung ausgenommen und erlangten Freiheit von den engen jüdischen Speisevorschriften. Eine befreiende Wende führte Paulus auch durch seine Deutung der Eschatologie, der Naherwartung der Wiederkunft Christi (Parusie) herbei. Die Urgemeinde stand ja nach dem Tod Jesu unter dem Eindruck, daß Weltende und Jüngstes Gericht unmittelbar bevorstünden. Paulus betonte nun, daß der neue "Äon" (Zeitalter) bereits angebrochen sei und die Frage, wann denn der Herr seiner dem Weltende entgegenharrenden Gemeinde endlich erschiene, viel von ihrer durch die Gegner des Christentums hämisch ausgenützten Aktualität. Paulus bereiste weite Teile des Römischen Reiches und wurde letztendlich, obwohl er die römischen Bürgerrechte besaß, im Jahre 56 in Jerusalem verhaftet, weil er angeblich einen Nichtjuden mit in den Tempel gebracht haben sollte. Dieser tat klagten ihn jüdische Mitbürger, nicht die Römer, welche mit der neuen Religion noch sehr tolerant umgingen, an und er hatte dafür nach jüdischem Recht mit dem Tod bestraft zu werden. Die römische Wache mußte ihn vor dem Pöbel schützen und aus dieser Schutzhaft wurde eine Untersuchungshaft mit einem langwierigen Prozeß gegen Paulus, an dessen Ende er den Märtyrertod starb.



Die ersten Zentren des Christentums lagen in Palästina, Syrien (Antiochia), Kleinasien (Ephesos, Milet, Pergamon, Ankyra, Synope) und Griechenland (Athen, Korinth, Tessalonike, Phillipi). In den nächsten zwei Jahrhunderten entstand eine Vielzahl von Gemeinden in Italien, Frankreich, Nordafrika und auf Zypern und Kreta. Im dritten Jahrhundert stieg die Zahl der Christen gewaltig, so vor allem in der Provinz Afrika (Hinterland von Carthago), Spanien, Ägypten (zwischen Memphis und Ptolemais) und schließlich in Frankreich (um Arles und Reims) und Norditalien.







4) Christenverfolgung: Ursachen-örtlich begrenzte Verfolgungen-systematische Verfolgungen



In den antiken Staaten war die Religion sehr eng mit dem Staatswesen verbunden. Der leiter des Staates war zugleich der oberste Priester. Die Römer tolerierten fremde Religionen, wenn sie neben der eigenen Gottheit auch die römischen Staatsgottheiten verehrten. Und genau das verbot den Christen ihr Glaube an nur einen Gott. Dieser für die Heiden unverständliche Ausschließlichkeitsanspruchwar die eigentliche Ursache für die zunehmenden Feindseligkeiten der einzelnen Bürger und der staatlichen Behörden. Die Verehrung der Götter, ob man an sie glaubte oder nicht, war so etwas wie eine Lovalitätsbezeugung gegenüber dem Staat, deshalb entzündete sich der Unwille der römischen Bürger daran, daß sich die Christen von allen Gelegenheiten zurückzogen, bei denen offiziell geopfert werden mußte. (Theaterspiele, Hausfeste bei heidnischen Nachbarn, Gerichtswesen). Diese Absonderung vom Kulturleben erzeugte Mißtrauen, Christen wurden für gottlos, politisch unzuverlässig und sonderlich gehalten, von wo der Weg zu böswilligen Verdächtigungen (Kindesmord, Inzest) nicht weit war. Die feindliche Atmosphäre wurde außerdem noch von den Juden geschürt, die den Christen den Verrat am Judentum nicht verzeihen konnten. So lassen sich zeei Motive für die Verfolgung erkennen, die Sorge der römischen Kaiser um die Zukunft des Reiches und die Unkenntnis und Fehleinschätzung der Christen durch das Volk. Die erste Christenverfolgung brach unter Nero im Jahre 64 nach Christus los, im Anschluß an den Brand von Rom, der den Christen zur last gelegt wurde und weswegen sie der selbst unter dem Verdacht der Brandstiftung stehende Kaiser unter Martern hinrichten ließ. Wegen Ablehnung des Kaiserkults ging Domitian in Rom und Kleinasien gegen die Christen vor. Eine juristische Grundlage für die Progrome gab es nicht, sie entzündeten sich an volkstümlichen Gerüchten, wie es sich am deutlichsten an den Progromen zur Zeit Marc Arels zeigt, als das reich von Hunger und Pest heimgesucht und von außen durch die Markomanen und Parther bedroht wurde. Alle bisher aufgeführten Verfolgungen waren örtlich begrenzt, im 3. Jahrhundert begann dann die systematische Verfolgung der Kirche im gesamten reich. 202 erließ Septimius Severus ein Edikt, das den Übertritt zum Christentum mit schweren Strafen bedrohte. In der folgenden Ruhezeit, einer Begleiterscheinung des Reichsverfalls unter den Soldatenkaisern, konnte sich die Kirche weit ausbreiten, jedoch noch der Jahrtausendfeier von Roms Stadtgründung 247/248 erwachte in Kaiser Decius der Gedanke der Restauration von Reich und Religion und er begann mit erneutren Verfolgungen der Kirche, die vor allem unter dem Klerus viele Opfer forderten. Acht Jahre später traf eine neue Welle von Repressalien die Kirche unter Valerian. Nach einer Friedenszeit von knapp vierzig jahren begann unter Diokletian die letzte große Verfolgung. Der Kaiser wollte das Reich noch einmal durch Reformen am Leben erhalten. Er begann um 303 mit der Säuberung des Heeres; alle Soldaten mußten opfern oder ausscheiden. Das erste Edikt verfügte die Zerstörung der Kirchen, Auslieferungen und Verbrennung der heiligen Schriften und den Verlust der Bürgherrechte für alle Christen. Zwei weitere Edikte ordneten die Einkerkerung der Kleriker und den Opferzwang an. Betroffen waren unter den ca. 50 Millionen ungefähr 5-6 Millionen Vhristen. Es war die härteste Verfolgung; besonders im Orient und in Ägypten floß das Blut in Strömen. Christen wurden zu Tode gemartert, gekreuzigt oder mußten in Circen zur Freude der römischen Bürger gegen Gladiatoren oder wilde Tiere kämpfen. Alle diese Maßnahmen konnten das Christentum jedoch nicht besiegen. Im westen des Reiches hörten die Verfolgungen mit dem Rücktritt Diokletians im Jahr 305 auf, im Osten mit dem Edikt Galerius im Jahr 311.



5) Anerkennung des Christentums und Erhebung zur Staatsreligion (Kaiser Konstantin der Große)



Flavius Valerius Konstantinus wurde um 285 nach Christus in Naissus in der Gegend des heutigen Sofias geboren. Sein Vater war Illyrier niederer Herkunft, dem Konstantin später eine Abstammung von Claudius II Gothicus, einem berühmten Gothenbesieger, andichtete. Obwohl er Heide war, stellte ihn Konstantin als Christen dar. Konstantins Mutter war eigentlich eine Schankwirtin vom Balkan, er dichtete ihr jedoch den Titel einer britischen Prinzessin an. Aufgrund der Tätigkeit seines Vaters, der Militärtribun des Kaisers war, verbrachte Konstantin seine Jugend am Hof des Kaisers Diokletian und begleitete diesen auf seinen Feldzügen gegen Ägypten, später dann Galerius gegen die Perser und Sarmaten. Unter Diokletian, der die Christen erst duldete, dann aus Angst vor Umsturztendenzen aber mit Folter bedrohte, lernte Konstantin die Greuel der Christenverfolgung kennen. Nach der Abdankung Diokletians und der Machtübernahme Galerius' im Jahre 305 erhielten die Christen weitgehend ihre Rechte zurück. Später nahm Konstantin an der Seite seines Vaters an der Eroberung Britanniens teil, bei der sein Vater dann in York starb. Daraufhin wird Konstantin vom Heer als Kaiser ausgerufen, obwohl der Titel " Augustus " eigentlich Galerius zustand. Dieser gesteht Konstantin den Titel " Caesar " zu, was eigentlich eine Erhebung illegaler Art war. Nach Galerius Tod regieren vier Kaiser zusammen in einem von Diokletian geschaffenen tetraischen System. Die Kaiser waren : Maxentius für Italien und Afrika, Maximinus Daia für den nichteuropäischen Teil des Reiches hinter dem Taurus und Ägypten, Lucinius für die Donaugebiete und Konstantin für Britannien und Gallien. 310 nach Christus raubte Konstantin dem Maxentius Spanien, um ihm damit die Getreidezufuhr abzuschneiden und ihn auszuhungern. Ziel Konstantins war es, seine Mitregnten zu beseitigen und das geeinte Reich mit der christlichen Kirche als neuem Machtrückhalt zu verbinden und damit eine neue Herrschaftsschicht zu schaffen. So verbündete er sich mit Lucinius und griff den völlig unvorbereiteten Maxentius an. Konstantin stellte Maxentius als Tyrannen dar, um die Unterstützung der Kirche zu gewinnen, obwohl Maxentius wohltätig gegenüber den Christen war( Maxentius: - Basilika erbaut) und mit Straßenbau und neuen Gebäuden dem Wohl des Volkes dienlich sein wollte. Konstantin (...Fortsetzung folgt)







6) Innerkirchliche Probleme



Obwohl die Christen im zweiten jahrhundert unter den toleranten Adoptivkaisern Trajan Pius, Hadrian und Marc Aurel in Ruhe leben konnten, war eigentlich nie Ruhe und Friede in der jungen Kirche, die um den rechten Weg stritt. Die Welt der damaligen Zeit war von verschiedenen politischen philiosophischen und religiösen Strömungen erfüllt, deren Einfluß auf die Kirche zu Zweifeln und leidenschaftlichen Diskussionen führte, die uns durch die Briefe der griechischen und lateinischen Kirchenväter überliefert wurde.



Die entscheidende Wende führte dann Kaiser Konstantin der Große mit dem Toleranzedikt von Mailand herbei, das den Christen freie Religionsausübung zusicherte. Konstantin griff jedoch auch in innere Angelegenheiten der Kirche ein. Auf dem berühmten Konzil von Nicäa ließ er die Lehre des Alexandriners Arius von den versammelten Bischöfen verdammen. Immermehr verwischten die grenzen von Kirche und Staat. 391 erhob dann kaiser Theodosius das Christentum zur Staatsreligion und verbot alle heidnischen Kulte. Die Gemeinden selbst hatten sich nach den Krisen des zweiten Jahrhunderts eine festere Verfassung gegeben. Ihre Leitung lag in den Händen von Bischöfen, die von Presbytern und Diakonen unterstützt wurden. Die Bisachöfe der Großstädte wie Rom, Alexandria, Antiochia und Konstantinopel hatten sogar so viel politischen Einfluß, daß sie sich stolz Patriarchen nannten.







7) Die Katokomben-Urchristentum und Märtyrerkult



In Zusammenhang mit der Christenverfolgung stehen nach einer weit verbreiteten Meinung auch die Katakomben als Zufluchtstätte der verfolgten Opfer. Mag es auch eindrucksvoll sein, in den unterirdischen Ruhestätten der Opfer der verfolgten Kirche zu gedenken, der Brauch der unterirdischen Bestattung steht in keinerlei Verbindung mit den Verfolgungen. Bereits bei den Etruskern versuchte man, den raum der Städte bis aufs äußerste zu nutzen. Die Toten wurden in viereckigen, in den Fels gehauenen Nischen (loculi) übereinander beigesetzt. Dazu grub man Gänge (etwa 1m breit, circa 2 bis 3 m hoch); waren die Wände ganz mit Gräbern ausgefüllt, trieb man in die Höhle weiter oder schachtete den Boden tiefer aus. Schließlich baute man weitere Stockwerke von Gängen über oder unter dem ersten Gang. Die Nischen wurden nach den Maßen des Toten ausgeschachtet und die leiche mit Spezerein, mit Kalk bestreut und in Leinen eingehüllt hinter einer Verschlußplatte aus Ziegeln oder Marmor begraben. Auf den Platten wurden die Angaben über den Toten und auch Zierelemente und Segensformen angebracht. Der bei der basilika San Sebastiano gelegene Ort mit dem antiken Namen "ad catacumbas" (bei der Schlucht) und ein dort angelegtes Gräberareal prägten den Begriff Katakombe. nachdem im dritten Jahrhundert fast alle Katakomben in kirchlichen Besitz übergingen, wurden die Gräber durch Gänge verbunden und die Märtyrerverehrung hier heimisch gemacht. Über den Gräbern errichtete man Kultstätten und Basiliken. Im fünften Jahrhundert endete die Bestattung in den katakomben und im achten Jahrhundert wurden die dort aufbewahrten Reliquien in die römischen Stadtkirchen verlagert, so daß die katakomben in Vergessenheit gerieten. Im 16. Jahrhundert wurden sie von Archäologen wiederentdeckt.








Quelle:




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