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Titel:

Dürrenmatt und sein Theater


  Note: 2   Klasse: 10









Arbeit: Biographie:
-14 Dez in Konolfingen (bei Bern) geboren
-Vater Reinhold ist evangelischer Pfarrer, seine Mutter Hulda Dürrenmatt-Zimmermann Hausfrau
-Dürrenmatt war nicht religiös trotz Kindheit im Pfarrhaus
-Großvater: bekannte Dichter und Lokalpolitiker Ulrich Dürrenmatt (1849-1908), Redakteur der “Berner Volkszeitung” und (1902) Abgeordneter im Schweizer Nationalrat
(Satiren gegen gesellschaftliche Missstände; für Gedicht ins Gefängnis. diese "Ehre", wurde seinem Enkel nie zuteil; nur Auszeichnungen (siehe Handout!).
-Besuch eines Gymnasiums mit mäßigem Erfolg und anschließendes Philosophie und Germanistikstudium, beschäftigt sie u.a. mit griechischen Tragikern wie Aristophanes aber auch mit Shakespeare, Kafka
-verlässt die Universität ohne jegliches Examen
-arbeitet kurzfristig als Grafiker und Journalist; wird danach freier Schriftsteller
-1943: Beginn der Schriftstellerischen Arbeit.
Entstehung des Erstlingsdramas “Komödie” ; Prosatexte “Weihnacht” und “Der Folterknecht”.
-1945:“Der Alte“ erste Veröffentlichung im Berner Tageszeitung
-häufig makabere und absurde Themen.
z.B. "Die Wurst". Beginn mit "Ein Mensch erschlug seine Frau und verwurstete sie (...)". In diesem Stück geht es um einen Mann, der seine Frau ermordet und sie zu Wurst verarbeitet hat. Er wird zum Tod verurteilt. Er hat aber noch einen Wunsch: Er möchte die letzte verbliebene Wurst, die als Beweisstück im Prozess gedient hatte, essen. Seinem Wunsch wird stattgegeben. Als die Wurst jedoch geholt werden soll, stellt sich heraus, dass sie bereits der Richter verzehrt hat.
-abendfüllende Dramen nach WW2; immer mit grausamer und machthungriger Hauptperson: Versuch der Vergangenheitsbewältigung
-auch Hörspiele, u.a. für dt. Rundfunk (z.B. „Der Doppelgänger“ 1946 oder „Nächtliches Gespräch mit einem verachteten Menschen“ 1957)
-1949 durch Zuckerkrankheit, der Geburt seines zweiten Kindes und einigen Misserfolgen: finanzielle Bedrängnis: => ab 1950 Fortsetzungsroman für die Zeitung "Der Schweizerische Beobachter". "Der Richter und sein Henker" acht Folgen; großer Erfolg.
-erster Kriminalroman: ein Jahr später Der Verdacht, ebenfalls via Zeitung; später Nachdrucke im Taschenbuchformat => großer Leserkreis
-neue Phase seines Schaffens begann: mehr Beschäftigungen mit Gesellschaftsproblemen
=>wichtigste Werke: Besuch der alten Dame (1955); Physiker (1961) (wichtigste Werke)

66-75: ausgedehnte Reisen
In den letzten Lebensjahren: immer gespannteres Verhältnis zwischen Dürrenmatt und Publikum/Kritikern


Besuch der Alten Dame (wohl bekanntestes Werk!)
Spielt in Güllen (Kleinstadt; dt-schweiz- Grenze); Zeitpunkt: unbekannt; Länge der Handlung: ca. eine Woche
Handlung in aller Kürze:
Claire Zachanassian kommt nach Güllen um sich an Alfred Ill zu rächen. Hatte sie vor 45 Jahren schwanger sitzen gelassen; Vaterschaftsklage wurde abgewiesen, da Ill 2 Zeugen zum Meineid brachte. Claire ist mittlerweile Millionärin und bietet Güllen 1 Milliarde DM, wenn Ill umgebracht wird. Zuerst: Ablehnung seitens der Bürger! Aber: alle Bürger fangen an sich teure Sachen zu kaufen (gelbe Schuhe als Symbol dafür); Fluchtversuch Ills: immer mehr Bürger laufen ihm zum Bahnhof nach (zur Verabschiedung!); es stände ihm frei zu gehen
Der Zug fährt ab, Ill bricht zusammen, „Ich bin verloren“;
Gespräch mit Bürgermeister: Gemeindeversammlung
Da das Fernsehen (wegen der Hochzeit von Claire) zugegen sein werde, stimme man der Form halber über eine Stiftung, in Wirklichkeit aber über ihn, Ill, ab. Alfred Ill erklärt sich mit jedem Urteil einverstanden
Die Versammlung wird eine perfekte Inszenierung für Radio und Fernsehen; die Abstimmung verläuft einstimmig
Als die Presse weg ist wird das Urteil vollstreckt! Die Bürger ermorden gemeinsam Ill (natürlich nicht des Geldes, sondern der Gerechtigkeit wegen!); Arzt attestiert „Tod durch Freude“
Claire überreicht den Scheck und reist wieder ab

Um was geht es: man kann in einer Konsumgesellschaft alles kaufen
Kritik an der Käuflichkeit der Menschen; vergessen der Humanität durch Geld
Sogar der Pfarrer und seine Familie verraten ihre Menschlichkeit
Claire kann sich Gerechtigkeit kaufen ,oder das, was sie dafür hält









Quelle:




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