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Titel:

Das Gold


  Note: 2+   Klasse: 10









Arbeit: Gold


Geschichte

Schon früh bekannt (mindestens seit 5000 v.Chr.), diente Gold zunächst für Schmuckgegenstände. Wichtigste Gold fördernde Gebiete in der Antike waren Nubien (Nub= Gold) für Ägypten, Lydien, die Ägäis, Irland, Persien, Indien, Südostasien, China, im Römischen Reich die Karpaten (Dakien), Alpen und Pyrenäen. Im europäischen Mittelalter deckte Europa seinen Bedarf für den Fernhandel in den Osten aus eigener Produktion (z. B. Gastein) und Importen aus Westafrika über die Route Timbuktu-Sahara-Mittelmeer-italienische Handelsstädte. An Stelle des alten Nubien trat als wichtige Goldquelle für den Mittleren Osten weitgehend das Reich des Monomotapa im heutigen Simbabwe, vermittelt durch arabisch geprägte Handelsstädte an der Suaheliküste Ostafrikas

Die Suche nach Gold war das eigentliche Motiv für die Entdeckungsfahrten und Europas in Übersee. Den transsaharischen Goldhandel lenkten die Europäer an die westafrikanische Küste um, brachten ihn unter ihre Kontrolle und fanden dort weiteres Gold (Goldküste, El Mina). In der Neuen Welt waren Mexiko (Aztekenreich) und Peru (Inkareich) Hauptquellen für Goldraub, später Peru/Bolivien für den Abbau von Gold. Die Suche nach dem legendären Goldland Eldorado trieb die Erforschung der Neuen Welt an, u. a. durch Goldfunde in Brasilien (Minas Gerais, 1697), die einen ersten Goldrausch auslösten ("gold rush"), später in Kalifornien (1848), Australien (1851, 1882, 1892), Südafrika (1886), Alaska (1896), mit ökonomischen, sozialen und politischen Folgen (zum Beispiel Gründung von Johannesburg, Anfänge der Rassentrennung, Burenkrieg). Große Mengen Gold fördert bis heute auch Russland: Der Streik der Goldwäscher an der Lena (1912) war wichtig für die Vorgeschichte der Russischen Revolution. Wichtige Goldförderländer sind heute Südafrika, Russland, Kanada, USA, Japan, Ghana, Australien und die Philippinen.

Nach der ersten Münzprägung in Elektron (Legierung Gold + Silber) in Lydien (ca. 600 v. Chr.) waren Goldmünzen ökonomisch immer am wichtigsten. Sie zeigten ökonomische Expansion (sprichwörtliches "Goldenes Zeitalter" Athens, Roms, Venedigs, der Niederlande, Polens usw.) an. Abrücken von der Goldwährung war stets ein Symptom für ökonomische Veränderungen. Berühmte Goldmünzen waren der persische Dareikos (ca. 415 v. Chr.), der römische Aureus (45 v. Chr.), Solidus (324), Golddinar (696), der Florentiner Goldgulden (1254), Golddukaten (1284), Cruzada (1457), Sovereign (ca. 1500), Z³oty (1528), Louisdor (1640), Rubel (1718), Dollar (1795) und Goldmark (1871). Als handlichstes aller traditionellen Zahlungsmittel war Gold - umgemünzt (engl. "bullion") in Barren, als Goldstaub oder Geld - notwendig für den Fernhandel, speziell für den lange unterentwickelten Westen gegenüber dem bis 1492/98 höher entwickelten Alten Osten. Daher herrschte stets ein mehr oder weniger starker Goldabfluss aus dem Westen in den Osten, schon auf dem Höhepunkt Roms in der Kaiserzeit, später gesteigert, als Europas Beteiligung am Fernhandel zunahm.

Generell waren die meisten Währungen bis zum Ersten Weltkrieg Goldwährungen. Das Abgehen vom Goldstandard kündigte daher auch den ökonomischen Abstieg von Gesellschaften an, oft nach Kriegen - z. B. Großbritannien nach dem Ersten Weltkrieg auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise 1931.

Besondere kulturgeschichtliche Bedeutung hatte im Europäischen Mittelalter und in der Frühen Neuzeit das vergebliche Bemühen, aus unedlen Metallen Gold herzustellen. Nebenprodukte waren neben vielen Verfahren der modernen Chemie Porzellan und Keramik. Heute findet Gold, außer im Goldschmiedehandwerk, vielfältige Verwendung in der Industrie.

Das von den Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 aus eingezogenem jüdischen Besitz vor allem in die Schweiz transferierte Gold löste in den 1990er Jahren die internationale Raubgolddebatte aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Goldpreis durch internationale Bestimmung auf 35 $ je Unze festgelegt: 1968 folgten die Aufspaltung des Goldmarktes und eine neue Festlegung des Preises für Währungsgold auf 38 $ je Unze. Die völlige Freigabe des Goldpreises (1973) löste eine boomartige Entwicklung aus, die 1980 ihren Höhepunkt erreichte. Dabei erreichte der Unzenpreis ein Niveau von über 800 $. Mit dem historisch einmaligen Preisanstieg an den Aktienmärkten in den Jahren 1982 bis 2000 und dem gleichzeitigen Rückgang der Zinsen in den wichtigsten Industrienationen verlor das gelbe Metall dann allerdings seinen Glanz. Zum Jahresbeginn 2001 wurden nur noch rund 255 $ für die Feinunze gezahlt. Der Absturz der Aktienmärkte sowie die Verschlechterung der weltpolitischen Lage (Anschläge vom 11. September 2001, Irak-Krise) führten zu einer Renaissance des Goldes.


Vorkommen

Gold ist in der Erdrinde in äußerst kleinen Konzentrationen sehr weit verbreitet. Etwa 2/3 der gesamten Goldproduktion stammt aus Südafrika, weitere wichtige Goldvorkommen liegen in Australien und South Dakota. Das Gold, das als das schönste aller Metalle gilt, ist wohl das am frühesten verwendete Metall.


Gewinnung

Gold wird aus zerkleinertem, goldhaltigem Gestein mit Quecksilber herausgelöst, wobei sich Goldamalgam bildet. Im Gestein verbleibendes Gold wird wie beim Silber durch Cyanidlaugerei ausgewaschen. Der bei der elektrolytischen Silberreinigung anfallende Anodenschlammm hat einen hohen Goldanteil, er wird mit Säuren gereinigt und eingeschmolzen. Die weitere Reinigung des Goldes erfolgt elektrolytisch in angesäuerter Goldchloridlösung.


Verwendung

Wegen seines hohen Wertes dient Gold zur Herstellung von Schmuckstücken und Luxusartikeln. Zur Erhöhung der Härte wird Gold fast immer gemischt, vor allem mit Silber, Kupfer, Nickel, Palladium und Platin. Für die Schmuckherstellung werden hauptsächlich Weißgold (Legierungen aus Gold, Palladium mit 65 - 80 % Gold bzw. mit 33,3 - 75 % Gold, Silber und Nickel) und Rotgold (58 - 75 % Gold, 25 - 38 % Kupfer und Silber) eingesetzt. Bei Schmuckgold wird der Gold-Feingehalt auch in Promille (früher Karat) angegeben. Üblich sind 750 Promille = 18 Karat, 585 Promille = 14 Karat und 333 Promille = 8 Karat. 24 Karat entsprechen einem Goldgehalt von 100 %. In der Zahnmedizin werden besonders feste Legierungen benötigt. Zahnlegierungen enthalten 55 - 96 % Gold sowie Silber, Kupfer, Platin, Palladium und Zinn. Palladium- und platinfreie Legierungen sind gelb. Münzgold besteht aus Gold-Kupferlegierungen. In der Elektronik verwendet man Gold (Goldlote) um Verbindungen von Bauelementen herzustellen ausserdem als Schutz von Kontaktflächen. In der Lasertechnik verwendet man Gold zur Herstellung von Spiegeln, die den extremen Reflexionsgrad für infrarotes Licht von 99,4 % besitzen.











Quelle:




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