Das Leben des Galilei: Inhalt und Zielsetzung - schulnote.de 
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Titel:

Das Leben des Galilei: Inhalt und Zielsetzung


  Note: 2   Klasse: 12









Arbeit: Das Leben des Galilei: Inhalt


In „Das Leben des Galilei" von Bertold Brecht geht es um den Wissenschafter Galileo Galilei, der versucht, sich in einer Welt, die ihn und seine Forschungen nicht akzeptieren will, durchzusetzen.
Galileo Galilei ist Wissenschafter, hat eine Tochter, Virginia, und lebt mit seiner Haushälterin Frau Sarti und deren Sohn, Andrea, zusammen.
Er versucht in Padua, Republik Venedig, das kopernikanische Weltbild zu beweisen. Dieses kopernikanische bringt er außerdem Andrea bei, womit seine Mutter allerdings nicht einverstanden ist, da sie, wie alle Menschen zu dieser Zeit, an das von der Kirche verbreitete geozentrische Weltbild glaubt.
Galilei verdient zu dieser Zeit wenig Geld, da er in einer Gegend lebt, in der man zwar vor der Inquisition sicher ist, deswegen jedoch nicht gut bezahlt wird.
Doch nun taucht ein junger Mann auf, der von Galilei unterrichtet werden möchte und außerdem von einem Fernrohr berichtet, das in Holland erfunden worden sei.
Galilei erstellt ein verbessertes Fernrohr und legt es dem Kurator als neue Erfindung vor, um eine Gehaltserhöhung zu erreichen - was ihm auch gelingt.
Mit dem neuen Fernrohr kann Galilei zusammen mit Sagredo, einem Freund von ihm, in der Nacht nach Beweisen für sein neues Weltbild forschen. Galilei stellt fest, dass Planeten um den Jupiter kreisen, was nicht passieren könnte, wenn das egozentrische Weltbild stimmen würde.
Allerdings fliegt zur gleichen Zeit der Schwindel um Galileis „Erfindung" auf, indem der Kurator erscheint und berichtet, dass man das Fernrohr für wenig Geld an jeder Straßenecke kaufen könne und es aus Holland stamme.
Trotz Sagredos Abraten beschließt Galilei nun, nach Florenz zu ziehen, da er dort mehr Zeit für seine Forschungen habe und die Menschen von seinem Weltbild überzeugen wolle.
In Florenz wird Galilei vom 15-jährigen Großherzog Cosmo de Medici besucht, der zunächst alleine mit Andrea in Galileis Zimmer ist und in einer Rauferei ein Modell des geozentrischen Weltbildes zerstört.
Daraufhin erscheint Galilei mit einigen Wissenschaftlern, die sich allerdings weigern, durch das Fernrohr zu schauen. Galilei ist empört, als die Wissenschaftler sogar scherzen, dass er die Planeten vielleicht nur auf die Linse des Fernrohrs geklebt hat.
Doch er hat nicht lange Zeit, sich zu ärgern, da Virginia nach Hause kommt und erzählt, dass in der Stadt die Pest ausgebrochen sei.
Eine vom Großherzog gesandte Kutsche soll Galilei, Virginia, Frau Sarti und Andrea abholen. Aber Galilei kann sich nicht dazu durchringen, seine Aufzeichnungen zurückzulassen, weswegen nur Virginia und Andrea in die Kutsche steigen.
Die kranke Frau Sarti bleibt bei ihm und bricht später auf der Straße zusammen, weswegen Galilei sich Vorwürfe macht, da sie nicht mit ihm hätte bleiben müssen. Doch auch Andrea kehrt nach drei Tagen zu ihm zurück.
Galilei hat inzwischen weitere Beweise gesammelt, die er schließlich im Collegium Romanum in Rom vorlegt. Die Anwesenden machen Scherze über ihn, doch Calvius, der höchste Astronom des Vatikans, bestätigt seine Theorie. Galilei freut sich, dass die Vernunft gesiegt habe.
Anschließend findet ein Ball statt, an dem auch Virginia und ihr Verlobter Ludovico teilnehmen. Man legt Galilei hier nahe, zwar weiterzuforschen, aber sich nicht gegen die Kirche zu richten und seine Ergebnisse nicht zu veröffentlichen.
Die Inquisition setzt die kopernikanische Lehre auf den Index.
Galilei unterhält sich später mit dem kleinen Mönch, ein Mitglied der Untersuchungskommission von Calvius, der ihm und seinen Theorien Recht gibt und daraufhin mit Galilei, einem älteren Gelehrten und Andrea an Eisstücken in Wasser forscht. Virginia und Frau Sarti nähen währenddessen die Brautwäsche für die bevorstehende Hochzeit Virginias und Ludovicos.
Galilei erfährt von Ludovico, dass der Papst im Sterben liegt und der Mathematiker Barberini wahrscheinlich sein Nachfolger wird. Hierdurch ermuntert beschließt er, sich den zur Zeit diskutierten Sonnenflecken zu widmen, die beweisen würden, dass sich die Sonne dreht.
Nun möchte Galilei dem Großherzog ein Buch überbringen und muss feststellen, dass er von Menschen, die ihn sonst bewunderten, gemieden wird.
Man teilt ihm mit, dass die Inquisition ihn in Rom verhören will.
Dem Papst wird vor einem Gespräch mit Galilei erzählt, dass sich Galilei nicht für die Kirche ausspricht, sie stattdessen als dumm bezeichnet. Daraufhin verbietet er die Lehre Galileis.
Von Galilei wird erwartet, eben diese Lehre von der Bewegung der Erde zu widerrufen. Andrea, der kleine Mönch und der ältere Gelehrte hoffen, dass er es nicht tut, während Virginia für ihn betet. Galilei widerruft allerdings und rettet somit sein Leben, worüber besonders Andrea enttäuscht ist.
Galilei wird von nun an kontrolliert, Virginia kümmert sich um ihn und auch ein wenig forschen ist im erlaubt. Es wird ohnehin angenommen, dass er fast blind ist.
Ein Buch gelangt trotzdem zu Hafner, der seinen Kamin reparieren soll. Er es jedoch nicht aufbewahren kann, denn es ist nirgends sicher.
Daraufhin wird Galilei allerdings von Andrea besucht, mit dem er sich verträgt. Diesem gelingt es auch endlich, Galileis Buch „Discorsi" über die Grenze zu bringen.
Galilei lebt also weiter und schafft es schließlich, seine Lehren zu verbreiten.


Zielsetzung

Das Ziel von „Das Leben des Galilei" ist, auf verschiedene Dinge hinzuweisen.
Galilei hat sich durchgesetzt, auch wenn es schwer war. Er hat die Menschen zum nachdenken gebracht und an die Vernunft geglaubt. Man sollte andere zum zweifeln bringen, um sie von seinen Theorien zu überzeugen - wie es auch Galilei getan hat.
Galilei musste darum kämpfen, anerkannt zu werden und er hat es getan, denn er fühlte sich verpflichtete - und zwar gegenüber seinem Gewissen, sowie seinen Mitmenschen.
Auch wird durch dieses Buch auf die Zustände der Zeit, in der Galilei lebt, hingewiesen. Besonders die Kirche wird hervorgehoben, die sich gegen Galilei stellt.
Dies macht den Kampf zwischen Religion/Gesellschaft und Wissenschaft deutlich.
Solange die gesellschaftliche Ordnung nicht durch die Wissenschaft angegriffen wird (hier durch das neue Weltbild), wird sie auch akzeptiert. Beachtet man dieses allerdings nicht, endet die Toleranz der Gesellschaft.
Die Kirche hingegen lässt es nicht zu, an der Existenz Gottes zu zweifeln. Galilei hat die religiöse Weltordnung in Frage gestellt und somit auch gegen ein „Gesetz" der Kirche verstoßen.
Insgesamt wird also der Konflikt von Wissenschaft und Religion, die Bedeutung der Wissenschaft in der Gesellschaft und der Beruf des Wissenschaftlers hervorgehoben.








Quelle: "Das Leben das Galilei" von Bertold Brecht




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