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Titel:

Das Leben in der DDR


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Allgemeines und die wichtigsten Fakten

Die DDR wurde am 7. Oktober 1949 von der SED auf dem Gebiet der damaligen sowjetischen Besatzungszone errichtet und war bis zum Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 ein Staat.

Um den Flüchtlingsstrom nach Westen zu verhindern, wurde auf Weisung der SED- Führung am 13. August 1961 die Sektorengrenze zwischen Ost- und Westberlin zur Berliner Mauer ausgebaut. Doch in der Nacht des 9. November 1989 wurden die Tore durch die Mauer aufgestoßen. Insgesamt hielt die Mauer 10315 Tage.


Die Flaggen

Man kann deutlich sehen, dass die russische Flagge und die DDR Flagge etwas gemeinsam haben. Also bei der russischen sind Hammer und Sichel abgebildet und bei der Flagge der DDR Hammer und Zirkel.
Bei der russischen Flagge symbolisiert der Hammer die Arbeit in der Industrie und die Sichel steht für die Arbeit in der Landwirtschaft.

Auch das Emblem der ehemaligen DDR mit Hammer und Zirkel im Ährenkranz hatte die gleiche Funktion: die Symbolisierung des "Arbeiter- und Bauernstaates" im Bündnis mit der "Intelligenz". Der Zirkel steht für die Intelligenz als gesellschaftliche Schicht in der DDR, die Personen mit Hoch- oder Fachschulabschluss und Künstler meint. Der Ährenkranz steht für die werkstätigen Bauern.


Kindergrippe - Schule und Erziehung der Kinder (Arbeit der Eltern)

Damals war es normal, dass auch die Frauen gearbeitet haben, da es sich einfach niemand leisten konnte, dass die Frau zu Hause bleibt. Dadurch kamen die Kinder schon recht früh in Kindergrippen. Mein Bruder z.B. wurde 1984 geboren. Damals bekam meine Mutter 5 Monate bezahlten Erziehungsurlaub. Doch danach kam mein Bruder dann gleich in die Kindergrippe. Also wurde die Erziehung nicht alleine vom Elternhaus übernommen. Die ersten Schritten z.B. von meinem Bruder sah Tante Edith (die Erzieherin) früher, als meine Eltern.
Als ich dann 1988 geboren wurde gab es dann das Babyjahr (1 Jahr).
Also ab dem 3. Lebensjahr kam man dann in den Kindergarten. Dort durfte mein Bruder z.B. keine gelben Fahnen malen. Sondern nur Rote (Russen) oder blaue (FDJ -> freie deutsche Jugend, aber dazu später). Im Alter von 6 bzw. 7 Jahren ging man dann in die Schule. Die Schule wie auch schon der Kindergarten waren sehr politisch ausgerichtet (Kiga: Fahne, Schule: durch Staatsbürgerkunde und die ganze FDJ-Arbeit) aber dazu später. Dann ab der 7. Klasse hatte man dann zwei weitere Fächer, die UTP und ESP hießen. UTP war ein Unterrichtstag in der Produktion um das Wirtschaftsgeschehen kennen zu lernen und ESP war die Einführung in die sozialistische Produktion, dies war mehr ein theoretischer Unterricht. Und es war Pflicht Russisch zu lernen, Englisch dagegen war freiwillig. Außerdem wurde vorausgesetzt, dass jeder männliche Schüler der EOS (erweiterte Oberschule = Gymnasium) mindestens 3 Jahre zur Armee geht (normal waren eineinhalb Jahre). Und 10 % der männlichen Schüler mussten sich bereit erklären Offizier zu werden, das heißt 3 Jahre zur Nationalen Volksarmee zu gehen. Wer das nicht machte, der hatte nach der Schule keinen Studienplatz bekommen. Was man dazu unbedingt machen musste, war, sich als Reserveoffizier bereit zu erklären, sonst wurde das Studium nicht gewährleistet. Sehr positiv war allerdings, dass jeder, der das Abitur bestand, die Möglichkeit hatte zu studieren. Er konnte nicht immer das studieren, was er wollte, denn es wurde viel geplant. So zum Beispiel stellte man fest, dass es einen Mangel an Mathe- und Physiklehrern geben könnte und so hatte man vorgebeugt und versucht, bestimmte Schüler davon zu überzeugen diese Richtung einzuschlagen.


Die STASI

Das MfS - Ministerium für Staatssicherheit, Stasi genannt, war der Geheimdienst der DDR. Er wurde 1950 gegründet. An seiner Spitze stand seit 1957 Erich Mielke, der die Stasi über 30 Jahre als fanatischer Hardliner bestimmte. Die Ostberliner Zentrale des MfS war im Wesentlichen in 20 Hauptabteilungen und die Hauptverwaltung Aufklärung aufgegliedert. Die Bezirksverwaltungen waren analog strukturiert. Ihnen waren Objektdienststellen in Stadt- und Landkreisen, Betrieben und Behörden unterstellt. Das flächendeckende Überwachungsnetz bediente sich der Spitzeldienste zahlloser Inoffizieller Mitarbeiter und nahm mit großem Aufwand Postkontrollen und Telefonüberwachungen vor.
Das MfS verfügte über eigene Untersuchungsgefängnisse und agierte faktisch unkontrolliert in einem rechtsfreien Raum. Neben der sehr effektiven Auslandsaufklärung richteten sich die Aktivitäten der Abwehr hauptsächlich gegen Andersdenkende im eigenen Land, gegen sogenannte "feindlich-negative" Kräfte, den politischen Gegner, für die neben der HA II, vor allem die HA XX zuständig war. Diese Aufgabenstellung rückte vor allem Bürgerrechtler, kirchliche und ökologische Gruppen, kritische Künstler, aber auch Ausreisewillige ins Zentrum der Bespitzelung und Repressalien des MfS. Ausmaß und Formen dieser Aktivitäten nahmen immer monströsere Formen an.

1989 arbeiteten für das MfS etwa 85 500 hauptamtliche und zuletzt 174 200 Inoffizielle Mitarbeiter. Am 17.11.1989 erklärte Hans Modrow die Absicht, das MfS in das Amt für Nationale Sicherheit umzuwandeln. Dieser Versuch, den verhassten Apparat noch zu retten, wurde in den Dezember- und Januartagen 1990 durch Besetzungen der Stasizentralen durch Bürgerrechtler zunichte gemacht. Sie erzwangen einen Ministerratsbeschluss über die Bildung eines "Komitees zur Auflösung des ehemaligen MfS". Die der Vernichtung entgangenen Akten wurden an den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, die so genannte "Gauckbehörde", übergeben.


Die jungen Pioniere

Von der 1. bis zur 3. Klasse war man ein Jungpionier und man trug ein weißes Hemd mit einem blauen Halstuch. Von der 4. bis zur 7. Klasse war man dann ein Thälmannpionier und man trug ein weißes Hemd, aber diesmal mir einem roten Halstuch. Sie hießen Thälmannpioniere nach Ernst Thälmann (geb. 1886). Er war ein bedeutender Führer der internationalen und deutschen Arbeiterbewegung und wurde 1944 in dem KZ in Buchenwald (liegt in Thüringen) ermordet. Diese beiden Organisationen (Jung- und Thälmannpioniere) wurden von der FDJ geführt (dies war eine Massenorganisation der Kinder in der DDR). Ab Klasse 8 wurde man dann ein FDJler. Dann trug man ein blaues Hemd mit einem Emblem drauf. Die FDJ wurde von der SED benutzt, um Schule und Erziehungswesen in der DDR zu kontrollieren. Außerdem erfolgte im Rahmen der FDJ die vormilitärische Ausbildung in der DDR. Eltern waren über solche Organisationen einerseits sehr froh, da so ihre Kinder beschäftigt und beaufsichtigt waren, andererseits gefiel einigen Menschen das politische System nicht. Dennoch herrschte dort ein sehr kameradschaftliches und gutes Klima. Und die Kinder gingen regelmäßig zu Veranstaltungen, wo sie dann ihr Hemd mit dem Halstuch trugen.


Die Jugendweihe und die FDJ

Ohne die Jugendweihe war man in der DDR sozusagen aufgeschmissen, denn das war sehr wichtiger Punkt im Leben eines FDJlers und ohne Jugendweihe durfte man kein Abitur machen, wobei auch nur eine bestimmte Anzahl, so 5 Schüler pro Jahrgang das Abitur machen durften. Um an der Jugendweihe teilnehmen zu dürfen musste man Mitglieder der FDJ sein. Die FDJ, also Freie Deutsche Jugend wurde am 7. März 1946 gegründet und löste sich nach dem Mauerfall dann im Jahre 1990 auf. Die FDJ Mitglieder mussten monatlich ihre Beiträge zahlen. Diese Beiträge betrugen an normalen Monaten 30 Pfennig und an besonderen Anlässen musste man Sondermarken lösen, die dann sogar 50 Pfennig kosteten. Diese Marken mussten immer in das FDJ Mitgliedsheft geklebt werden, sozusagen als Nachweis, damit man die Jugendweihe machen durfte. Die Vorbereitung der Jugendweihe war wie hier die Konfirmation ein Jahr lang. Man hatte Ethikunterricht, ging ins Theater, ging Schwimmen, besuchte alte Leute im Altersheim und machte Betriebsbesichtigungen. Die Jugendweihe war ursprünglich eine Feier religiöser Gemeinschaf in der DDR ab 1955 Festakt, mit dem Jugendliche beim Verlassen des 8. Schuljahrs in das ,,aktive gesellschaftliche Leben“ aufgenommen wurden.


Freizeit der Kinder in der DDR

Für die Freizeitgestaltung der Kinder war sehr viel im Angebot, da beide Elternteile ja arbeiten gegangen sind. Es gab z.B. viele AGs, z.B. in der 1. Klasse Rollsschuhlaufen später dann Leichathletik und viele andere Sportarten bis hin zu Handarbeiten. Dies wurde teils auch von der FDJ organisiert. Dann gab es auch ein Sommerferien-programm, das sehr günstig war (1-2 Mark pro Woche). Auch wurden von den Firmen, in denen die Eltern gearbeitet haben z.B. Kinderferienlager organisiert und bezahlt.


Die Finanzen und das Einkaufen

Jedes Pärchen, das heiratete erhielt vom Staat ein zinsloses Darlehn von 2 000 Mark. Wenn dieses Pärchen dann ein Kind bekam, erhielt es 1 000 Mark geschenkt und zusätzlich musste es die Hälfte vom zinslosen Darlehn nicht zurückzahlen. Auch beim 2. Kind erhielt man 1 000 Mark und musst vom zinslosen Darlehn nichts zurückzahlen. Zusätzlich konnte man eine Neubauwohnung beziehen. Bei zwei gleichgeschlechtlichen Kindern standen einem eine Einzimmerwohnung und bei zwei verschiedengeschlechtlichen Kindern standen einem eine Zweizimmerwohnung zu.

Wie wahrscheinlich schon einige von euch gehört haben gab es in der DDR nicht so viel Auswahl wie im Westen, aber eigentlich gab es schon sehr viel, es war bloß sehr schwer die Sachen zu bekommen oder kostete dann auch viel. Die meisten Dinge gab es dann auch beschränkt oder in extremen Mengen.
Es war zum Beispiel immer so, dass wenn es etwas in einem Laden gab, das sehr beliebt war, dann durfte man die Ware nur einmal nehmen. Diese Waren waren auch immer markiert mit einem Zettel – Bitte nur einmal nehmen. An der Kasse bekam das eine Person auch nicht mehrmals. Also ging immer die gesamte Familie einkaufen und jede Person nahm dann eines mit. Doch manchmal war es auch so das diese Markierungen verrutschten und dann nicht mehr am Joghurt sondern beim Klopapier hingen. Dann bekamen die Leute Panik, weil sie dachten jetzt geht das Klopapier aus, also kaufen wir uns lieber noch eine Ladung und schwup die wob war das Klopapier in dem Laden ausverkauft.
Es gab aber auch Waren die einem zugeteilt wurden, wie z.B. die Gesundheitsschnuller. Die bekam ein Kind je einen pro Jahr.
Damals lag das Einkommen so im Durchschnitt zwischen 500- 800 Mark. Sich also einen Farbfernseher zu kaufen der 6 000 Mark kostete war also Luxus pur.


Fernsehen und Radio

Man hatte damals nur 2 Fernsehsender. Doch die, die in der Nähe der Grenze zur BRD wohnten, hatten die Möglichkeit West-Fernsehen zu empfangen, was natürlich verboten war. Sehr beliebt waren damals die russischen Märchen, die auch heute noch ausgestrahlt werden.
Bei den Erwachsenen, die aus der DDR kommen, sind sie immer noch sehr beliebt. Es gab natürlich auch Kindersendungen, wie heute z.B. „Die Sendung mit der Maus“. Auch das DDR-Sandmännchen war und ist auch heute noch sehr beliebt. Gewalt wurde im Fernsehen nie gezeigt. Dann gab es eine Sendung, die hieß „Schwarzer Kanal“. Dort wurden nur negative Dinge aus dem Westen gezeigt. Zum Beispiel: Arbeitslose, Wohnungssuchende und Drogensüchtige.
Im Radio wurde überwiegend Musik von ostdeutschen Gruppen gespielt. Wie zum Beispiel von den Phudys und der Gruppe Karat mit ihrem bekannten Hit „Über sieben Brücken musst du geh`n".








Quelle:




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