Das Pferd - schulnote.de 
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Titel:

Das Pferd


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Das Pferd

Psychologie:

Der Instinkt:


Das Benehmen des Pferdes ist vorwiegend durch Instinkte gelenkt. Der Instinkt, welcher autonom im Zentralnervensystem verankert ist, löst den Drang zur Handlung aus. Dieser Drang wird auch Trieb genannt. Zwei allgewaltige Triebe bestimmen das Leben des Pferdes: der Selbsterhaltungstrieb und der Arterhaltungstrieb.

Zum Selbsterhaltungstrieb gehören der Ernährungstrieb, der Bewegungstrieb, der Fluchttrieb und der Selbstverteidigungstrieb. Den Selbsterhaltungstrieb kann zur Zeit der Paarungsbereitschaft den Arterhaltungstrieb übertönen. Beide Triebe vereinigen sich im Sozialtrieb.Die Grundlage des Reit- oder Rennsportes bildet der Bewegungstrieb des Pferdes. Gerade im Rennsport darf die Rolle des Fluchttieres nicht unterschätzt werden. Die am Bewegungsdrang gehinderten Pferde, die nur eine Stunde am Tag geritten werden und die restlichen 23 Stunden im Stall stehen müssen, empfinden diesen auferlegten Zwang als unangenehme Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens. Bei dem Pferd ist der Fluchttrieb besonders stark ausgeprägt . Auf Angst oder Schmerz wird es mit einer Flucht nach vorne antworten, gleichgültig, ob die Angst durch einen glatten Stallboden oder die im Maul reißende Hand des Reiters erzeugt wird.

Durch Zuchtauslese wurden Pferde mit einem starken Selbstverteidigungstrieb ausgemerzt.Auf den Geselligkeitstrieb des Pferdes sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Deshalb sollen sie stets die Möglichkeit haben, sich im Stall zu sehen. Das Kleben der Pferde ist die Kehrseite des Geselligkeitstriebes.

Das Pferd ist ein Sklave seiner Instinkte und Triebe. Es fehlt ihm die Möglichkeit, die Dinge der Welt dem Wesen nach zu erfassen, und nur in beschränktem Maß kann es seine gesammelte Erfahrung verwerten.


Das Gedächtnis:

Neben Instinkt und Reflexverhalten nützt der Reiter besonders das Gedächtnis zur Ausbildung des Pferdes. Die Lernfähigkeit, die bei fast allen Lebewesen zu finden ist, darf nicht mit Intelligenz verwechselt werden. Unter Gedächtnis ist die Fähigkeit zu verstehen, eine Wahrnehmung und die damit verbundene Gefühlsregung latent zu bewahren und später wieder wirken zu lassen. Auf dieser Fähigkeit beruht der Lernvorgang. Das Lernen beim Pferd geschieht durch Versuch und Irrtum. Niemals z. B.: kann ein Pferd den Mechanismus eines Riegels, welcher die Box versperrt , niemals verstehen. Trotzdem gelingt es ihm durch Versuch und Irrtum zu lernen, wie die Tür zu öffnen ist. Psychologen sprechen hierbei von einer sekundären Aufgabenlösung. Bei einer Dressurleistung ist das Gedächtnis Voraussetzung. Die Dressur des Reitpferdes unterscheidet sich in diesem Punkt wesentlich von der Dressur eines Hundes oder Zirkuspferdes. Während beim Hund oder beim Zirkuspferd das Beherrschen einer Lektion den Lehrer befriedigt, genügt dies dem Dressurreiter nicht. Er verlangt neben dem perfekten Ausführen der Lektion das An-den-Hilfen-Stehen des Pferdes, welches erst die Harmonie zwischen Pferd und Reiter gewährleistet. Im hippologischen Sinne heißt Dressur das zwangslose Entwickeln aller natürlichen Möglichkeiten des Pferdes durch systematische Gymnastizierung mit dem Ziel, das Pferd ins Gleichgewicht zu bringen und auf dieser Basis den absoluten Gehorsam zu erreichen. Zum Reiten werden also neben dem Gedächtnis des Pferdes auch die Instinkte und Reflexe benötigt, um eine Harmonie zwischen Mensch und Tier zu ermöglichen.


Physiologie:

Zähne:


Wie beim Menschen unterscheiden wir ein Milchgebiß und ein bleibendes Gebiß (bis auf die letzten drei Backenzähne wechseln alle Zähne).
Die Gebissformel lautet(für jede Kieferseite):

Ober und Unterkiefer: 3 1 3 3

3 Schneidezähne, 1 Hakenzahn, 3 Prämolaren und 3 Molaren .

Zufolge hat der Hengst 40 und die Stute 36 Zähne.

Die Hakenzähne bilden sich nur beim Hengst aus, können in Ausnahmefällen aber auch bei Stuten vorkommen.

Der Zahnwechsel beginnt für die Zangenzähne mit 2,5, die Mittelzähne mit 3,5, und die Eckzähne mit 4,5 Jahren. Bis sich die gegenüberliegenden Zähne das erstemal in Berührung treten braucht brauchen sie etwa ein halbes Jahr.

Da der junge bleibende Zahn ein Loch, die Kunde, hat, ergeben sich hierdurch Merkmale für seine Abnutzung. Im Oberkiefer sind die Kunden 12mm tief und im Unterkiefer 6mm. Da die Abnutzung pro Jahr 2mm beträgt, läßt sich damit das Alter des Pferdes errechnen.


Das Fundament: Stellung der Gliedmaßen

Die meisten Unregelmäßigkeiten im Körperbau sind in den Stellungen der Gliedmaßen zu finden. Erhebliche Abweichungen von einer regelmäßigen Stellung beinhalten stets eine Gefahr für die Gesundheit der Beine.


Seitlich betrachtet, kann man an der korrekt gebauten Vorhand das Ellbogengelenk und das Fesselgelenk durch eine senkrecht verlaufende Linie verbinden. Die normale Stellung und Abweichung zeigtdie Abbildung
Die Rückbiegigkeit ist der schlimmste Fehler, da dadurch das Vorderfußwurzelgelenk einer übermäßigen Beanspruchung ausgesetzt ist. Eine Vorbiegigkeit hingegen braucht keine nachteiligen Folgen zu haben, solange sie durch entsprechende Fesselung ausgeglichen wird. Steile Fesselung bringt jedoch eine zusätzliche Belastung, und die Pferde zeigen nach einer Anstrengung das sog. „telegraphieren“- ein Zittern. Frühzeitige Abnützungserscheinungen können sich hier einstellen.

Auch Vor- und Rückständigkeit werden durch Schulter- und Fesselstellung ausgeglichen und müssen deshalb nicht zwingend zu Schäden an den Gelenken oder Sehnen führen.

(Abb.3)Von vorn betrachtet, sollte bei einem korrektem Pferd eine gedachte senkrechte Linie vom Buggelenk ausgehend alle Gelenke halbieren. Jede Abweichung von der Senkrechten ist mit einer ungleichen Belastung der Gelenke verbunden und birgt die Gefahr einer chronischen Gelenkerkrankung mit sich. Alle Stellungsfehler der Vorhand sind beim Pferd kritischer zu betrachten als die der Nachhand, da etwa 2/3 des Körpergewichtes auf der Vorhand sind.


Die Fehler, wie sie an der Vorhand beschrieben wurden, kommen auch an der Nachhand vor. In der seitlichen Betrachtung muß bei korrekter Stellung eine Senkrechte vom Hüftgelenk ausgehend die Hufballen treffen. Fehlerhafte Stellungen sind die vorständige, rückständige und bärenfüßige Hinterhand. Durch Stellungsfehler wird vor allem der vom Sprunggelenk veränderte Winkel, der normalerweise 135° beträgt, verändert. Die rückständige oder bärenfüßige Stellung hat ein steiles Sprunggelenk zur Folge.

Ähnlich wie bei der Vorhand halbiert bei der Betrachtung von hinten eine gedachte Linie vom Sitzbeinhöcker ausgehend alle Gelenke. Auch hier haben wir eine bodenweite, eine bodenenge und eine Diagonal nach außen oder innen gerichtete Stellung. Letztere werden auch kuhhessig oder X-beinig und faßbeinig oder O-beinig genannt. Durch Stellungsfehler der Vor-oderNachhand leidet stets der Raumgriff der Bewegungen oder die Korrektheit des Ganges. So ist z.B. das Streifen und Greifen im höheren Maße bei Pferde mit schlechter Stellung anzutreffen.


Lahmheiten:

Lahmheit ist der Ausdruck von Schmerzen in einer Extremität (Bein). Das Pferd versucht, die Zeit der Belastung dieses erkrankten Beines zu verkürzen, es hinkt genau wie der Mensch, der einen Fuß schont. Gleichzeitig wird bei diesem Vorgang die Extremität der anderen, gesunden Seite mehr belastet.


Hufrollenentzündung-Podotrochlose:

Die Hufrolle oder Strahlbein ist ein kleines längliches Knöchelchen, das im Huf zwischen dem Hufbein, dem Kronbein und der tiefen Beugesehne eingelagert ist. Die Hufrollenentzündung ist eine Berufskrankheit der Reitpferde. Es handelt sich um eine schleichend verlaufende Entzündung des Strahlbeins, wobei die über das Strahlbein laufende Sehne und der sich dort befindende Schleimbeutel miterkranken. Eine Heilung gibt s nicht, aber man kann einen Nervenschnitt machen lassen.


Hufrehe:

Ist eine diffuse, nicht eitrige (aseptische) Huflederhautentzündung, die meist an beiden Vorderhufen, manchmal auch auf allen Vieren auftritt. Entsteht durch Traben auf hartem Boden, Transport, Futterumstellung. Das Pferd verlagert sein Gewicht so weit wie möglich nach hinten, um die Hufe zu entlasten. Die eigentliche Gefahr ist die Senkung des Hufbeins. Durch den Zug der Sehnen und die gleichzeutige Loslösung des Hufbeins von der Hornkapsel kommt es in chronischen Fällen zur Senkung des Hufbeins. Dies kann soweit gehen, dass das Hufbein durch das Sohlenhorn bricht. In jeden Fall kommt es zur Mißbildung des Hufes, dem Rehehuf.(Abb.8)


Hufabszeß:

Eine lokalisierte eitrige Huflederhautentzündung, die erst beim Nachschneiden des Sohlenhornes gefunden wird. Fällt meist durch plötzliche hochgradige Lahmheit , verstärkte Pulsation der Mittelfußarterie, Schmerzhaftigkeit beim Abtasten mit der Untersuchungszange auf. Die Behandlung erfolgt durch trichterförmiges Freilegen des Entzündungsherdes um den Eiter abfließen zu lassen und Anlegen eines Verbandes mit Zugsalbe. Wenn der Herd nicht aufgefunden werden kann, kann auch durch warme Leinsamenumschläge eine Reifung des Abszesses herbeigeführt werden.


Kronentritt und Ballentritt:

Ist eine Verletzung an der Krone oder des Ballen durch den Tritt eines anderen Fußes. Es können sich Gelenk und Sehnenentzündungen einstellen.


Hornspalten:

Ist die Trennung der Hufwand in senkrechter Richtung. Wird durch spröde Hufe hervorgerufen. Eine Hornspalte von unten her kann durch eine tiefe Rinne in Querrichtung gestoppt werden. Wenn der Riß bis zur Huflederhaut reicht, muß eine Hufoperation vorgenommen werden.


Hufkrebs:

Der Hufkrebs hat nichts mit einem echten Krebs zu tun, es handelt sich vielmehr um Wucherungen der Huflederhaut am Strahl mit späterem Übergreifen auf Teile der Sohle, der Eckstreben und der Wand. Eine Verhornung bleibt aus, so dass das befallene Gebiet weich und schmierig bleibt. Der Hufkrebs wird im Anfangsstadium häufig mit Strahlfäule verwechselt. Es muß ebenfalls eine Hufoperation vorgenommen werden.


Lose und hohle Wand:

Ist die Hornwand in der weißen Linie von der Sohle getrennt, spricht man von der losen Wand. Unter einer hohlen Wand versteht man eine Trennung in der Blättchenschicht der Hornwand.


Erkrankungen anderer Organe der Extremitäten:

Gelenkerkrankungen:


Die Gelenke des Pferdes unterliegen je nach Stabilität und Belastung sehr häufig Entzündungen und Abnutzungen. Neben der akuten oder chronischen Entzündung droht besonders dem Sportpferd die Arthrose, eine Verschleißerscheinung, die sich häuptsächlich am Gelenkknorpel abspielt. Zu erkennen ist sie an vermehrter Wärme am betroffenen Gelenk und dem Einlaufen ..


Schulterlahmheit:

Durch Stürze oder Anrennen kann es zu einer Verstauchung oder Verdrehung des Schultergelenkes kommen und die Lahmheit chronisch werden. Bei schwereren Fällen muß eine Injektion in das Gelenk vorgenommen werden.


Ist eine chronisch deformierte Entzündung des Sprunggelenkes, aus deren Folge sich Knochenwucherungen an der Innenseite des Gelenkes, infolge vom Überanstrengung. Der Spat ist eine Krankheit der Traber.

Anzeichen sind Lahmheit, positive Beugeprobe und Röntgenbefund. Behandelt wird durch Punktfeuer oder Spatschnitt.


Rehbein:

Es ist das Gegenstück zum Spat, es bildet sich eine Entzündung an der Aussenseite des Sprunggelenkes durch Überanstrengung oder Sprunggelenkschwäche.


Verrenkung der Kniescheibe:

Das Abgleiten der Kniescheibe kann nach drei Richtungen geschehen: nach innen, aussen und oben. Am häufigsten ist die Verrenkung nach oben: Die Kniescheibe(Patella) rutscht über den Höcker des Oberschenkelknochens und hakt dort fest, manchmal gleitet sie auch wieder unter hörbarem Knacken wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Das betroffene Bein wird steif nach hinten gestreckt, die Zehe wird beim Gehen nachgeschleift. Das Einrenken gelingt meist schon durch Rückwärtsrichten oder Hinüberschieben auf die kranke Seite.


Sehnenentzündung:

Meist sind die Beugesehnen der Vorhand davon betroffen, da sie die meiste Last tragen und z.B. beim Landen oder Abstemmen vom Boden am stärksten beansprucht werden. Es reißen einzelne oder mehrere Fasern , die Sehne ist verdickt, warm und schmerzhaft. Der Defekt wird nach einiger Zeit wieder vom Bindegewebe gefüllt. Es entsteht eine Narbe. In diesem Zeitraum besteht eine Stützbeinlahmheit.


Überbeine:

Knochenauflagerungen oder Wucherungen, die bis Faustgröße heranwachsen können, werden Exostosen oder Überbeine bezeichnet. Der typische Sitz bei den Extremitäten ist die Innenseite des Rohrbeins. Schuld ist der seitliche Zug der Bänder. Bei Exostosen am Unterkiefer ist ein zu eng angelegtes Zaumzeug Schuld. Die Behandlung erfolgt durch Operation.


Brüche und Risse des Knochens:

Besonders gefährdet sind die Beine, jedoch kommt es auch zu Brüchen der Wirbelsäule, des Beckens, der Schädelknochen und der Rippen. Die Heilungstendenz ist gleich wie die beim Menschen, jedoch schont ein Pferd sein gebrochenes Bein nicht und verhindert somit das gleichmäßige Zusammenwachsen. Symptome: Das Pferd tritt mit dem gebrochenen Bein nicht mehr auf und steht schweißbedeckt und zitternd im Stall. Die Heilungsaussicht hängt auch davon ab, welcher Teil betroffen ist. Knochen, die die Körperlast nicht tragen, beeinflussen im Allgemeinen nicht die spätere Gebrauchsfähigkeit. Brüche am tragenden Knochen sind wesentlich gefährlicher. Becken und Fesselbrüche stehen an erster Stelle; jedoch können auch das Röhrbein, das Kronbein und das Hufbein brechen. Brüche, die ins Gelenk hineingehen, haben eine ungünstige Heilungstendenz, Kronbeinbrüche gelten als unheilbar.


Gleichbeinfraktur:

Die beiden Sesambeine sind in den Fesselträger an der Rückseite des Fesselgelenkes eingelagert und brechen meist horizontal nach einem Sprung, einer scharfen Parade oder einer zu engen Wendung. Die Heilung ist nur durch eine Operation möglich, bei der das abgebrochene Stück entfernt wird.


Griffelbeinfraktur:

Die Griffelbeine, die Überbleibsel der beiden Seitenzehen sind, brechen bei Renn- und Reitpferden. Vorwiegend ist der Grund der Fraktur Ermüdungserscheinung. Die Krankheitserscheinung ist der einer Sehnenentzündung ähnlich. Ein sicherer Befund ist oft nur durch ein Röntgenbild möglich. Das abgebrochene Stück muß ebenfalls operativ entfernt werden.


Erbsenbeinfraktur:

An der Rückseite(Beugefläche) des Vorderfußwurzelgelenkes befindet sich das Erbsenbein, welches bei Stürzen des Pferdes vom Unterarmknochen und Röhrenknochen in die Zange genommen wird und brechen kann. Die Heilung erfolgt operativ durch Schraubung.


Gallen:

Sie sind ein reiner Schönheitsfehler. Sie entstehen nach einer akuten oder chronischen Entzündung des Gelenkes oder der Sehnenscheide und bilden eine stärkere Füllung und Ausbuchtung der betreffenden Abschnitte. Sie sind als Verbrauchserscheinungen anzusehen und bei sehr vielen Pferden festzustellen.


Schleimbeutelentzündungen:

Schleimbeutel sind Polsterorgane, die die Haut, die Sehnen, die Muskeln oder die Bänder vor einer harten Unterlage schützen sollen und die Gleitfähigkeit erhöhen. Vor allem finden wir sie über Knochenvorsprüngen.


Stollbeule:

Ist eine Quetschung des Ellbogenhöckers, beim Liegen kommt es manchmal zu einer Entzündung des sich dort befindenden Schleimbeutels. Meistens sind Stollen an Stollbeulen schuld. Sie können durch Salben, ältere Stollbeulen nur durch Operation entfernt werden.


Piephacken:

Sind das gleiche wie Stollbeulen, nur am Fersenhöcker und werden durch Schlagen gegen die Wand und Liegen auf einer harten Unterlage hervorgerufen .


Schwellung der Beine:

1. Phlegmone:


Als Phlegmone versteht man eine entzündliche Anschwellung der Haut und Unterhaut. Es handelt sich um eine Wundinfektionskrankheit

Im allgemeinen tritt eine Phlegmone im Anschluß an oberflächliche Wunden, Kronentritte, Strahlfäule oder kleinere Stichverletzungen auf, die Eintrittspforten für Bakterien darstellen. Die Krankheit tritt plötzlich mit Fieber, meist starker Lahmheit und Schwellung auf. Die Schwellung reicht vom Huf aufwärts über das Vorderknie (Carpalgelenk) oder das Sprunggelenk und ist gegenüber dem gesunden Gewebe deutlich abgesetzt. Besonders Hinterbeine sind für derartige Erkrankungen anfällig. Eine Phlegmone ist sehr ernst zu nehmen, denn es kann auch zu Blutvergiftungen (Septikamie) und zurückbleibenden Schwellungen kommen.


2.Stauungsödeme:

Als Ödem wird eine Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe bezeichnet. Charakteristisch ist seine teigige Konsistens. Die Verdickungen sind kalt und schmerzlos. Fingereindrücke bleiben einige Minuten bestehen. Rückstauungen des Blutes führen zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im Gewebe. Die Beine und der Unterbauch sind besonders anfällig dafür. Die Anstauungen wiederum können durch eine Herzschwäche , Trächtigkeit, Erkrankung von Niere und Leber oder zu fest angelegtem Sattelgurt entstehen. Die Behandlung erfolgt durch Abstellen der Ursachen.


Krankheiten des Nervensystems:

Dummkoller:


Unter Dummkoller versteht man eine Krankheit des Gehirns, die durch Vermehrung der Gehirnflüssigkeit entsteht, deswegen wird die Krankheit auch Hirnhöhlenwassersucht genannt. Die Ursachen können eine Hirnhautentzündung, oder Geschwülste und möglicherweise auch giftige Stoffwechselprodukte sind die Ursache der Krankheit. Durch Druckerhöhung im Gehirn wird allmählich die Hirntätigkeit herabgestzt. Die Pferde machen einen schlafsüchtigen Eindruck, bewegen sich unsicher und wankelnd, beim Fressen wird der Kauvorgang plötzlich unterbrochen, so dass Heu und Grasbüschel noch aus dem Maul herausschauen. Beim Saufen passiert es, dass sie den ganzen Kopf in den Kübel stecken oder einfach gegen die Wand laufen. Der Dummkoller wird in die Reihe der Hauptmängel aufgenommen, weil er unheilbar ist.


Spinale Ataxie:

Eine Störung der Bewegungskoordination nennt man Ataxie. Kommt die Störung vom Gehirn, so bezeichnet man als cerebrale Ataxie, Schädigungen des Rückenmarks nennt man spinale Ataxie. Ursachen sind Quetschungen des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule und treten vornehmlich nach Unfällen auf. Die Nervenstränge, die die Hinterhand versorgen, sind in der Regel durch die Verletzung gestört, so dass die Bewegung der Hinterhand nicht mehr mit der Vorhand koordiniert ist. Im Schritt fällt dies nicht so stark auf, doch im Trab und Galopp macht die Krankheit sich bemerkbar, der schwankende Galoppsprung wird von Stürzen öfters unterbrochen. Die Heilungsaussichten sind schlecht. Eine mehrwöchige Boxenruhe und Vitamin B-Injektionen können eine Besserung bringen.


Facialislähmung- Lähmung der Gesichtsnerven:

Beim Pferd ist der Gesichtsnerv schlecht vor äußerer Gewalteinwirkung geschützt. Deshalb kommt es bei starkem Halfterdruck, nach Liegen auf hartem Boden, Anrennen gegen Pfosten oder Ähnlichem besonders häufig zu einer Schädigung dieser Nerven. Selbstverständlich können auch innere Ursachen, wie Geschwülste oder Blutergüsse, schuld an einer Gesichtslähmung sein. Die Symtome sind leicht zu erkennen. Je nach Lokalisation der Nervenlähmung kann das Pferd die betroffenen Muskeln des Kopfes nicht mehr bewegen: Lippen, Nüstern, Augenlider und Ohren können von der Lähmung betroffen sein und hängen dann schlaff herab. Eine Selbstheilung der Lähmung ist möglich. Ist das Ohr nicht mitbeteiligt, kann man durch durchblutungsfördernde Einreibungen oder Kurzwellenstrahlung versuchen, die Lähmung rückgängig machen.


Hemiplegia laryngis-Kehlkopfpfeifen:

Das Kehlkopfpfeifen gehört zu den Hauptmängeln und wird definiert als eine durch hörbares Geräusch gekennzeichnete Atemstörung, die durch einen chronischen und unheilbaren Krankheitszustand des Kehlkopfes oder der Luftröhre verursacht ist. In den weitaus meisten Fällen handelt es sich bei dem Hauptmangel Kehlkopfpfeifen um eine Stimmbandlähmung, die ihrerseits wieder auf eine Lähmung des Nervs zurückzuführen ist, der den Kehlkopf versorgt. In 95% aller Fälle ist die linke Hälfte des Kehlkopfes davon betroffen. Erbliche Faktoren spielen eine entscheidende Rolle während zusätzlicher Umweltstress das Kehlkopfpfeifen auslöst. Vorwiegend nach Infektionskrankheiten, wie der Druse oder Influenza, aber auch nach Aufnahme von Giftstoffen mit dem Futter tritt diese Atemstörung auf. Die Krankheit äußert sich vorwiegend mit einem Geräusch, das im Galopp zu hören ist. Beim Einatmen wird das gelähmte Stimmband wie ein Segel aufgebläht und verschließt einen Teil des Atemweges, so daß sich bei verstärkter Atmung- das heißt bei schnellerer Gangart- Atemnot einstellt. Beim Kehlkopfpfeifen tritt der Ton bei der Einatmung auf. Das Geräusch klingt wie ein rauh gesprochenes „CH“. Das Kehlkopfpfeifen kann nur durch eine Operation behoben werden. Die Operation- bei der beide Stimmbänder seitlich an der Kehlkopfwand fixiert werden- gelingt jedoch nicht immer. Es kann mit einem 70%igen Erfolg gerechnet werden.


Erkrankungen der Muskulatur:

Muskelentzündung nach Überanstrengung (Rennbahnkrankheit):


Nach Dauerritten, harter Arbeit auf der Rennbahn kann es durch Überanstrengung zu einer Muskelentzündung kommen. Schon kurze Zeit nach der Belastung fallen starker Schweißausbruch, Muskelverspannung und Muskelzittern auf. Das Pferd muß ruhig gestellt werden, nach einigen Tagen wird sich eine Besserung einstellen.


Kreuzschlag:

Bei der akut auftretenden Muskelerkrankung sind vor allem die großen Muskelpakete der Nachhand betroffen. Infolge übersteigerter Milchsäurebildung bei gleichzeitig schlechter Durchblutung degenerieren Muskelzellen einer Muskelgruppe. Der bei dem Muskelzerfall freigewordene Muskelfarbstoff – das Myoglobin – gelangt in die Blutbahn und wird mit dem Harn ausgeschieden. Der Harn verfärbt sich hierbei dunkelrot bis schwarz und gab der Krankheit auch die Namen „Schwarze Harnwinde“ oder „Nierenverschlag“, obwohl es sich primär um keine Nierenerkrankung handelt. Die Krankheit stellt sich stets nach ein- und mehrtägiger Ruhe ein. Gleichzeitige reichliche Fütterung fördert das Krankheitsbild. Die Krupp fühlt sich bretthart mit Schweißausbrüchen, Zittern und verstärkter Atmung. Die Anzeichen sich ähnlich einer Kolik, nur dass der Appetit erhalten bleibt. Diese Krankheit kann im ungünstigen Falle tödlich sein.


Blut-Blutgefäße-Herz:

Vielfach wird irrtümlicher Weise angenommen, daß die Namen Vollblut, Warmblut und Kaltblut etwas mit der Blutzusammensetzung oder Temperatur zu tun haben. Es handelt sich jedoch ausschließlich um Bezeichnungen von Pferdeschlägen. Dennoch ist bemerkenswert, dass der Vollblüter um 20 bis 25% mehr rote Blutkörperchen hat als der Kaltblüter. Die Untersuchung des Blutes ist bei den meisten inneren Erkrankungen des Pferdes von größter Bedeutung, da sich die Blutzusammensetzung von Krankheit zu Krankheit ändern kann.


Anämie-Blutarmut:

Bei der Abnahme der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) spricht man von einer Anämie. Sie tritt entweder als selbstständige Krankheit in Gestalt einer „infektiösen Anämie“ (ansteckende Blutarmut) auf, die unheilbar ist und für das Pferd stets tödlich endet, oder aber als ein Begleitsymptom anderer Krankheiten wie Lungenentzündung, Druse, Typhus u. ä. m. Die Behandlung muß sich immer nach dem Grundleiden richten. Zur Unterstützungen des kranken Organismus werden jedoch Bluttransfusionen mit gutem Erfolg durchgeführt.


Leukozytose:

Die weißen Blutkörperchen (Leukozythen) vermehren sich bei Infektionskrankheiten, da sie die Funktion der Infektionsabwehr erfüllen müssen. Leukozythose ist eine erwünschte Reaktion und gleichzeitig ein Hinweis auf entzündliche Organveränderungen.


Leukopenie:

Die Abnahme der weißen Blutkörperchen hingegen weist auf einen Erschöpfungszustand des Organismus nach langer und schwerer Krankheit hin. Außer diesen erwähnten Abweichungen der Blutzellen gibt es noch verschiedene Farbstoffe, die bei Erkrankungen des Pferdes im Blut erscheinen: Am häufigsten tritt der Gallenfarbstoff im Blut auf. Die dadurch entstandene Gelbsucht ist entweder auf eine Darmerkrankung , eine Leberentzündung oder Bluterkrankung zurückzuführen.


Intermittierendes Hinken- Thrombose einer Beinarterie:

Blutgerinsel können ein Blutgefäß völlig verschließen und das betroffene Gebiet von der Blutzufuhr abschneiden. Beim intermittierdenden (Zeitweiligen) Hinken ist die Beinarterie einer Hinterhand betroffen. Die Blutzufuhr ist so stark herabgesetzt, dass sie schon bei leichter Arbeit ungenügend wird und das Pferd schon nach kurzer Zeit zu lahmen anfängt. Das Erscheinungsbild ist so typisch, dass es kaum mit einer anderen Krankheit verwechselt werden kann. Nach kurzer Zeit der Arbeit wird die Lahmheit so stark, dass die erkrankte Hand gar nicht mehr belastet wird und das Pferd in der Hinterhand zusammenbricht. Nach einigen Stunden Ruhe erscheint das Pferd wieder völlig gesund.

Operativ oder Medikamentös ist bis jetzt noch keine Heilung erzielt worden. Für die Zucht können solche Pferde natürlich ausgenommen werden.


Zerreißung einer Arterie:

Gelegentlich kommt es bei plötzlicher starker Anstrengung durch den gleichzeitig entstandenen hohen Blutdruck vorwiegend im Anfangsteil der Körperschlagader zu einer Berstung des Gefäßes. Das ist die Ursache für den gelegentlich schlagartigen Tod eines Pferdes im Parcours.


Herzkrankheiten:

Sie sind beim Pferd relativ selten. Das Pferdeherz ist ein äußerst leistungsfähiges Organ (Gewicht 4kg), das mit seinen 28 bis 40 Herzschlägen pro Minute den Sauerstoffbedarf des Körpers decken muß. Das äußerst anpassungsfähige Herz, das in Ruhe sozusagen auf Sparflamme arbeitet, vervielfacht seine Arbeit bei Körperlicher Beanspruchung, Krankheit oder Aufregung bis zu 100 Schlägen in der Minute. Bei edlen Pferden kann sogar der Reiter die Herzschläge eines aufgeregten Pferdes durch den an der linken Wand liegenden Schenkel spüren. In Ruhe sind 2 Herztöne zu hören, bei starker Belastung oft nur einer.


Herzklappenfehler:

Undichte Herzklappen erzeugen bei der Herzarbeit ein hörbares Geräusch. Obwohl eine Erkrankung bei einem Hochleistungstier wie es das Pferd ist nicht unbedenklich ist, braucht ein Herzklappenfehler nicht allzu pessimistisch beurteilt werden, weil die Herzmuskulatur den defekten Verschluss der Klappen ausgleichen kann. Erst wenn der Klappenfehler mit einer Herzmuskelerkrankung verbunden ist, ist die Leistungsfähigkeit des Pferdes eingeschränkt.


Störungen der Herzarbeit:

Zur Erkennung derartiger Ausfallerscheinungen ist eine Elektrokardiogramm nötig. Durch die techn. Weiterentwicklung dieser früher recht komplizierten Geräte ist heute das Schreiben eines EKG im Stall ohne weiters möglich. Am Anfang steht die Lustlosigkeit bei der täglichen Arbeit, verbunden mit einem Nachlassen der Leistung. Die Pferde schwitzen schon nach kurzer Zeit, und brauchen lange Zeit um sich nach größerer Belastung wieder zu erholen. Dies kann sich bis zu absoluter Arbeitsunfähigkeit steigern. Diese Krankheit ist im verschleppten Stadium unheilbar.


Krankheiten der Lunge:

Husten:


Husten ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, also der Ausdruck einer Erkrankung der Atemwege. Das scheint ohne Bedeutung zu sein, bedenkt man jedoch, dass die verschiedenen Krankheiten, die Husten hervorrufen, unterschiedlich behandelt werden müssen, so wird man die Bedeutung einer exakten Diagnose richtig einschätzen Die Erkrankungen der Atemwege werden ihrer Bedeutung nach beschrieben: Infektiöse Bronchitis, Broncho-Pneumonie, Chronische Brochitis, Dämpfigkeit, Kehlkopfentzündung, Druse.


Infektiöse Bronchitis:

Ist die Entzündung der Bronchien, meist ohne fieberhafte Körpertemperatur, jedoch mit Begleiterscheinungen von Husten und geringem Nasenausfluss. Die Krankheit verheilt von selbst in zwei bis drei Wochen.


Broncho-Pneumonie:

Während Pferde mit Bronchitis lediglich husten und nur im Anfangsstadium Fieber haben, gilt anhaltendes Fieber, welches sich zum Husten hinzugesellt, als Anzeichen einer Lungenentzündung. Bei der Lungenentzündung erkranken neben den Bronchien auch die Lungenbläschen(Aviolen). Das Pferd zeigt Störungen des Allgemeinbefindens, wie Freßunlust und Mattigkeit. Ohne Behandlung kann sie zum Tod führen.


Chronische Bronchitis:

Das einzig sichtbare Zeichen ist anfangs der anhaltende Husten. Die Pferde husten bei Staub, Temperaturwechsel oder Veränderung der Luftfeuchtigkeit. Erst später kommt dem Husten Atemnot hinzu.


Dämpfigkeit:

Ist einer der Hauptmängel. Ausgang ist eine chronische Bronchitis. Häufig ist jedoch ein Lungenemphysem die Ursache der Atemnot. Beim Lungenemphysem kommt es zum Platzen der Lungenbläschen und zur Erweiterung der Lunge, wobei die Atemfläche kleiner wird. Da die eingeatmete Luft durch Verlust der Lungenelastizität nicht mehr ausgestoßen werden kann, muß die Muskulatur der Bauchwand zum Ausatmen zu Hilfe genommen werden. Dies wird sichtbar durch die Dampfrinne an der seitlichen Bauchwand. Die Pferde haben einen trockenen und, wie es scheint, qualvollen Husten. Die Krankheit gilt als unheilbar.


Kehlkopfentzündung:

Für den Laien ist die Erkrankung nicht von der Bronchitis zu unterscheiden, da sich beide durch Husten bemerkbar machen. Da sich die Kehlkopfentzündung oder ein Katarrh der oberen Luftwege zur Bronchitis ausweiten kann, sollten diese Pferde bis zur Heilung geschont werden.


Druse:

Die Druse ist die häufigste Infektionskrankheit des Pferdes. Obwohl sie als Jugenkrankheit der Pferde anzusehen ist, erkranken auch ältere Tiere daran. Bakterien verursachen einen Katarrh der oberen Luftwege und eine charakteristische Entzündung der entsprechenden Lymphknoten. Unter hohem Fieber kommt es zu einem eitrig-schleimigen Nasenausfluss mit starker Schwellung der Kehlganglymophknoten. Im weiteren Verlauf, der mit Fieberschüben gekennzeichnet ist, bilden sich in den betroffenen Lymphknoten Abszesse, die schließlich durchbrechen. Nach einer Krankheitsdauer von zwei bis drei Wochen stellt sich bei gutartigem Verlauf die Heilung ein. Nicht selten erkranken jedoch auch die Lymphknoten in der Ganaschengegend, deren Abszess sich dann nach innen in den Luftsack entleeren kann. Typisch für die Luftsackerweiterung ist der eitrige, oft nur einseitige, Nasenausfluss beim Senken des Kopfes. Die Lymphknotenentzündungen der oberen Halsgegend können für das Pferd sehr unangenehme Folgen haben, wie etwa Schluckbeschwerden und Atemnot. Eine gefährliche Entwicklung nimmt die Druse, wenn die Lymphknoten der Brust- und Bauchhöhle von der Seuche befallen werden(metastisierende Druse), da sich diese Lymphknoten durch ihre versteckte Lage, einer direkten Behandlung entziehen. Der Durchbruch der Eitererreger in die Blutbahn führt stets zu einer Blutvergiftung(Septikamie), die für das Pferd tödlich ausgeht.


Krankheiten der Verdauungsorgane:

Kolik:


So wie der Husten nur ein Anzeichen für eine Erkrankung der Atemwege ist, so ist die Kolik nur ein Ausdruck für Bauchschmerzen. Im Unterschied zu den anderen Haustieren sind Pferde besonders anfällig für Koliken. Der Grund ist im komplizierten Bau der Eingeweide zu sehen; zum anderen aber darin, dass unser Pferd sehr unnatürlich ernährt wird. Als Wildpferd war es ein Weidetier, das den ganzen Tag über frische Pflanzennahrung zu sich nehmen konnte, heute ist es ein Stalltier, mit meist zu konzentrierter Arbeit und zu konzentriertem Futter, dessen Aufnahme wiederum auf nur drei Mahlzeiten pro Tag eingeschränkt bleibt. Das Benehmen des Pferdes während eines Kolikanfalls richtet sich vorwiegend nach der Stärke der Schmerzen. Leichte Anfälle äußern sich durch ein ständiges Scharren mit den Vorderfüßen, durch Schlagen mit den Hinterfüßen gegen den Bauch, durch Schweifschlagen, häufiges Niederlegen und Auflegen, Umblicken und den ständigen Drang, Harn abzusetzen. Bei mittelgradigen Anfällen treten die Symptome im verstärkten Maße auf, und es beginnt sich zu wälzen. Hochgradige Koliken machen das Pferd für jeden äußeren Schmerz äußerst empfindlich. Es wirft sich rücksichtslos auf den Boden, wälzt sich um bleibt minutenlang in dieser Stellung liegen. Das Pferd sollte dann am Strick geführt werden, der Tierartzt gibt dann krampflösende Injektionen. Auch diese Krankheit kann tödlich verlaufen.


Darmkatarrh-Darmentzündung:

Außer der echten oberflächlichen Entzündung der Darmschleimhaut wird auch eine reine Störung der Darmtätigkeit mit übermäßiger wäßriger Darmentleerung- ohne entzündl. Vorgänge- zu dem Begriff des Darmkatarrhs gerechnet. Fütterungsfehler tragen meist Schuld, wie zu rasche Futterumstellung oder zu einseitige Fütterung mit Rübenschnitzeln, Brot oder Roggen. Ein leichter Darmkatarrh heilt meist von selbst aus. Ruhigstellung und Futterentzug genügen oft, man kann auch Eichenrindepulver oder Kohle unter das Futter mischen.


Augenkrankheiten:

Das Auge als Sehorgan dient zur Aufnahme von Lichtreizen, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden. Gewisse Abweichungen im Aussehen des Auges können dem Menschen Einblicke in das Wohlbefinden des Pferdes gewähren. So kann das gerötete, tränende und lichtscheue Auge erste Anzeichen einer Infektionskrankheit sein, ein mattes und müdes Aussehen auf eine Allgemeine Störung schließen lassen, während ein tief einfallendes Auge entweder im Alter oder nach langandauernder Krankheit auffällt. Dennoch muß man vorsichtig sein mit voreiligen Rückschlüssen auf Alter oder Krankheit des Pferdes. Poetisch wird das Auge als der Spiegel der Seele bezeichnet, doch gilt das für im wesentlich geringeren Maße, da dem in seiner mimischen Ausdrucksmöglichkeit eine engere Grenze gesetzt ist als dem Menschen. Das Pferdeauge ist wegen der natürlichen Umwelt (Steppe) mit einigen Besonderheiten versehen.

Der Augapfel liegt gut geschützt in der Augenhöhle und erhält durch besonders angeordnete Augenmuskeln eine große Beweglichkeit.


Lidbindehautentzündung:

Sie tritt häufig als sekundäre Erkrankung auf und ist als Hinweis für eine andere Krankheit, wie der Mondblindheit. Als selbstständige Entzündung tritt sie bei starker Staubentwicklung, schlechter Stalluft oder im Sommer bei Fliegenbelästigung auf. Es kommen schleimiger, später auch eitriger Augenausfluss , Rötung und Schwellung der Bindehaut und Lichtscheue als Anzeichen vor. Sie ist durch Augensalben leicht zu bekämpfen.


Star:

Unter dem Star versteht man die Trübung der Linse. Die häufigste Ursache ist die Mondblindheit. Erhebliche Sehstörungen oder Blindheit sind die Folge, Ein punktförmiger Star kann auch ein ständiges Scheuen des Pferdes verursachen. Eine Heilung ist nicht möglich.


Mondblindheit:

Es handelt sich um eine Entzündung des inneren Auges. Der Name erklärt sich aus der Tatsache, dass sich die Entzündung periodisch wiederholen kann- manchmal in monatlichen Abständen. Die Mondblindheit gehört zu den Hauptmängeln. Man vermutet das die Ursache eine Allergie oder Verdauungsstörungen. Jede periodische Entzündung beginnt mit einem akuten Anfall: Die Augenlieder sind verschlossen, und Augenausfluss ist zu sehen, Das Pferd ist ausserordentlich lichtscheu Bei näherer Betrachtung kann man eine Lidbindehautentzündung und eine rauchige Trübung der Hornhaut des Auges feststellen. Der akute Anfall dauert im allgemeinen ein bis zwei Wochen, danach scheint das Auge wieder gesund zu sein. Nach wochen- oder monatelanger Pause kann der zweite Anfall kommen, dem dann weitere folgen, die schließlich zu Verklebungen der Regenbogenhaut mit der Linse führen- die inneren Organe werden bewegungsunfähig- das Pferd ist blind. Im Anfangsstadium gibt es noch Heilungschancen. Vorbeugend sollte Mäuse und Ratten im Stall bekämpft werden, da sie Überträger der Leptospiren sind, die auch ein Grund für diese Krankheit sein könnten.


Hautkrankheiten:

Die Haut schützt nicht nur mechanisch von der Umwelt, ihre Aufgaben sind vielgestaltiger. Die Wärmeregulation steht an erster Stelle. Das Pferd ist das einzige Haustier, das über die ganze Körperoberfläche schwitzen kann. Einen Schutz vor zu hohem Wärmeverlust erreicht das Pferd durch sein Winterhaarkleid, das jahrenszeitlich mit dem Sommerfell ausgetauscht wird. Ausserdem sind in der Haut die Tastorgane untergebracht, die dem Pferd ein Fühlen ermöglichen. Besonders lange Tasthaare in der Umgebung der Augen, der Nüstern und des Maules sind mit Nerven verbunden und deshalb sehr feinfühlig. Ausscheidungsorgan und Atmungsorgan ist sie auch noch.


Nesselausschlag-Urticaria:

Der Nesselauschlag- bei dem das ganze Pferd mit runden, meist schillinggroßen Blasen übersät ist- tritt ganz plötzlich auf und ist am nächsten Tag wieder verschwunden. Ursache ist die Allergie auf die verschiedensten Stoffe.


Ekzem:

Unter Ekzem versteht man eine Hautentzündung, verursacht durch einen äußeren Reiz bei gleichzeitig bestehender Bereitschaft der Haut zu einer Entzündung. Die meistvorkommendsten sind Mauken und Raspen. Bei jeder Ekzembehandlung muß ein Abscheren der Haare an den betroffenen Stellen vorgenommen werden. Dann kann man die Korkenschicht mit Schmierseife lösen, so kann die Salbe besser wirken, die darauf aufgetragen wird.


Räude:

Sie wird von Milben hervorgerufen. Die Milben verursachen einen starken Juckreiz und nässenden Hautausschlag mit Haarausfall. Der Ausgangspunkt ist meist der Mähnenansatz.


Sommerwunden:

Sind äußerst schlecht heilende Geschwüre, meist an den Beinen, manchmal an der Widerristgegend oder an anderen Körperstellen. Häufig brechen die Geschwülste im Sommer wieder auf (Name!). Verursacht werden die Geschwülste von kleinen Larven, die von Fliegen auf frische Wunden gebracht werden. Die Heilung gestaltet sich langwierig, oft sind sie unheilbar.



Fortpflanzung:

Die Zuchtreife stellt sich bei Stuten mit dem 3. bis 5. Lebensjahr, bei Hengste kann es schon mit einem, normalerweise aber drei Jahren sein. Das Erlöschen der Fruchtbarkeit ist generell nicht zu erfassen, liegt aber um das 20. bis 25. Lebensjahr.


Rosse:

Das Decken der Stute geschieht während der Rosse. Obwohl die Rosse periodisch während des ganzen Jahres auftreten kann, zeigt sie sich in unseren Breiten vorwiegend im Frühjahr und Frühsommer, während sie im Winter meist völlig erlischt. In der Regel dauert die Rosse vier bis sechs Tage. 16 bis 17 Tage nach dem Ende der Rosse beginnt eine neue Rosseperiode, sofern die Stute nicht aufgenommen hat. Die Befruchtungsquote in der Warmblutzucht liegt bei 72%. Im allgemeinen sollte die Stute in der Rosse alle 36 Stunden gedeckt werden. Der Eisprung erfolgt meistens im letzten Drittel der Rosse. Die Trächtigkeit dauert 320 bis 355 Tage. Der Durchschnitt beträgt 340 Tage. Bei normal verlaufender Geburt ist keine menschliche Hilfe notwendig. 5-7 Stunden nach der Geburt sollte sich die Nachgeburt lösen, da sie sonst eine Gebärmutterentzündung und eine Hufrehe hervorrufen kann. Deswegen sollte sie aufgelegt und auf Vollständigkeit überprüft werden. Das Fohlen sollte so bald wie möglich bei der Mutter saugen, damit das Darmpech ausgeschieden wird. Die Säugezeit des Fohlens beträgt 5 bis 6 Monate.








Quelle: Handbuch der Pferdekrankheiten, Dr. med. vet. Maximilian Pick; Naturheilkunde für Pferde, Walter Salomon; Brockhaus




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