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Titel:

Das Gemeindekind Marie von Ebner Eschenbach


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Meine sehr geehrten Damen und Herren ich Stelle ihnen nun das Werk Das Gemeindekind von Marie von Ebner-Eschenbach vor.
Der sozialkritische Roman „Das Gemeindekind“ von Marie von Ebner-Eschenbach erschien 1887. Der Titel steht für den Protagonisten Pavel Holub. Ein Gemeindekind ist ein Kind, das ohne Eltern und Bezugsperson aufwachsen muss und um das sich die Gemeinde zu kümmern hat, weil sich niemand seiner annehmen will.
Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach wurde am 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier geboren. Sie war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachi-gen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie gehörte zum böhmischen Uradel. Marie wuchs mehrsprachig auf. Im Alter von achtzehn Jahren heiratete Marie ihren fünf-zehn Jahre älteren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach. Unter dem Titel "Aus Franzensbad" veröffentlichte Marie von Ebner-Eschenbach 1858 anonym eine Brief-satire über Aristokraten und selbstzufriedene Großbürger. Den Durchbruch erzielte sie erst 1879 mit der Erzählung "Lotti, die Uhrmacherin". Marie von Ebner-Eschenbach wurde 1900 als erste Frau von der Universität Wien mit einem Ehren-doktorhut ausgezeichnet. Sie starb am 12. März 1916 in Wien.
Weitere Werke von ihr sind „Krambambuli“, „Die Spitzin“ und „Der Vorzugsschüler“.
Sie verfasste „Das Gemeindekind“ in der Zeit des poetischen Realismus. Als Realis-mus wird eine Epoche von ca. 1848 bis 1890 bezeichnet. Priorität hat im poetischen Realismus die erzählende Dichtung, im Besonderen die Novelle und der Roman. Der Realismus will die fassbare Welt objektiv beobachten. Er beschränkt sich jedoch nicht nur auf die bloße Beschreibung der Wirklichkeit, sondern versucht, diese künst-lerisch wiederzugeben. Weitere Autoren dieser Epoche sind Gottfried Keller („Der grüne Heinrich“, „Romeo und Julia aus dem Dorfe“), Ferdinand von Saar („Die Stein-klopfer“, „Der Sündenfall“) u. Theodor Storm („Der Schimmelreiter“, „Die Stadt“).
„Das Gemeindekind“ ist ein Roman. Der Roman ist, die heute üblichste Großform der Epik und gehört somit zu den fiktionalen Werken.
Es wird das Schicksal zweier Kinder erzählt, deren Vater wegen Mordes gehenkt wurde und deren Mutter unschuldig eine zehnjährige Haft im Zuchthaus verbüßen muss. Während das hübsche Mädchen Milada das Mitleid einer Gutsbesitzerin erregt und auf einer städtischen Klosterschule erzogen wird, kommt Pavel zur Familie des Hirten Virgil die zu den verachtetsten Menschen im Dorf zählt. In diesem Umfeld und vor allem auch durch den Einfluss der Tochter der beiden, Vinska, wird Pavel zu dem, was alle ihm prophezeit haben, zu einem Dieb. Als ihn Milada anfleht, sich zu bessern, versucht er ein rechtschaffenes Leben zu führen. Später stirbt seine Schwester aufgrund von Buß- und Fastenübungen. 10 Jahre nachdem Pavel Ge-meindekind geworden ist, ist er der Besitzer eines Hauses und eines Feldes und nimmt seine, nun entlassene Mutter auf.
Eschenbach leuchtet in ihrem Roman die Situation der ländlichen Unterschicht aus. Aus deren Sicht kann der Sohn eines Mörders auch nur ein schlechter Mensch sein. Dem jungen, hübschen Mädchen hingegen erbarmt sich eine Frau und nimmt sich ihrer an. Weiters übt die Autorin scharfe Kritik an der Gesellschaft zu dieser Zeit und deren geringes soziales Verantwortungsgefühl. Die Leute aus dem Dorf empfinden Pavel eher als eine Last und es findet sich auch niemand, der sich seiner annehmen und ihn bei sich aufnehmen würde. Erst, als eine Entlohnung angeboten wird, meldet sich die Familie des Hirten Virgil. Die jedoch auch nur auf das Geld aus sind. Doch auch dort wird der Junge nicht anständig behandelt, da sie ihn nur des Geldes we-gen und nicht von sich aus bei sich wohnen lassen. Ebner-Eschenbach beschuldigt die Gesellschaft egoistisch und eigennützig zu sein und sich nie für andere aus eige-ner Kraft einzusetzen, da sie viel zu bequem sind, auch nur einen Handgriff zu viel zu tun, und schon gar nicht für die Bedürftigen,
Pavel wird im Grunde von beinahe allen nur schlecht behandelt, doch die Dorfbe-wohner denken trotzdem, dass er sein Leben nur ihnen, die ihn aufgenommen ha-ben, zu verdanken hat. Sie halten sich selbst für großzügig und gerecht. Sie versu-chen nicht einmal Interesse zu heucheln und doch sehen sich die Leute als perfekt und fehlerlos. Sie sind auch noch der Meinung, dass Pavel ihnen für ihre Taten dankbar sein sollte.
Die Gesellschaft hat sich, meiner Meinung nach, seit damals leider nicht groß geän-dert. Immer noch werden Sozialfälle oder Pflegekinder benachteiligt und oft von der einen Familie zur nächsten geschoben. Ich selbst finde dass es in einer Gesellschaft eigentlich selbstverständlich sein sollte sich gegenseitig zu helfen.
Als ein weiteres, wichtiges Thema ist Kindesmisshandlung. Die Kinder, und auch die Mutter, wurden von Anfang an dauernd von dem Vater geschlagen. Das war dem ganzen Dorf bewusst doch niemand versuchte etwas dagegen zu unternehmen. Sie suchten sich, wie die meisten Menschen es auch heute noch tun, den einfachsten Weg und schauten einfach weg.
Ich habe aus diesem Werk gelernt mehr auf meine Mitmenschen zu achten und sie nicht aufgrund ihrer Vergangenheit oder Herkunft zu beurteilen. Denn niemand kann sich seine Eltern aussuchen.









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