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Titel:

Der dreißigjährige Krieg


  Note: 1   Klasse: 7









Arbeit: Der dreißigjährige Krieg


Vorgeschichte

neue Verschärfung des Religionsstreites nach Augsburger Religionsfrieden 1555;
1608/09: Bildung der protest. Union und kath. Liga --> besiegelten Reichsverfall;
Anlaß: Prager Fenstersturz 23.05.1618;
zuerst Böhmischer Aufstand --> Kämpfe zwischen Haus Habsburg und Böhmischen Ständen --> Krieg innerhalb des Reiches --> große europäische Auseinandersetzung;

Böhmisch-Pfälzischer Krieg 1618-23:

Krieg um Glauben, Gegenreformation;
Absetzung Kaiser Ferdinand's II. durch böhm. Stände (Verletzung des Majestätsbriefs);
Wahl Kurfürst Friedrich's V. --> König von Böhmen, Führer der Kalvinisten;
Ferdinand II.: gewaltsame Rekatholisierungspolitik --> Unterstützung von Maximillian I. durch Ligaheer (30000 Mann);
Schlacht am Weißen Berg 08.11.1620: Feldheer Tilly schlägt Friedrich V. (Böhmen) vernichtend vor Prag;
Tilly festigte kaiserlichen Sieg (Wimpfen 06.05.1622, Höchst 20.06.1622, Stadtlohn 06.08.1623);
Folgen für Böhmen gravierend: Hälfte des Adels enteignet, gewaltsame Rekatholisierung --> Protest. verließen Böhmen;
Union's Auflösung in Böhmen;
pfälzische Kurwürde 1623 zurück an Herzog Maximillian I. von Bayern;

Niedersächsisch-Dänischer Krieg 1625-29:

Krieg um Glauben und Macht;
Liga: verfolgt Truppen nach Norden, will Norden rekatholisieren;
Eingriff Dänemarks (Christian IV.) in den Krieg, fürchtet um Reformation, will Besitz erweitern;
Albrecht von Wallenstein (böhm. Adliger und General des Kaiser’s): 24000 Mann-Heer an Friedrich II., Generalismus aller kaiserlichen Truppen im Reich;
schlug Protest. Graf Ernst II. zu Mansfeld an Dessauer Elbbrücke (25.04.1626);
Tilly: Sieg über Christian IV. bei Lutter am Barenberge (27.08.1626);
Friede zu Lübeck (22.05.1629): Wallenstein mit Christian IV., da Norddeutschland u. Jütland besetzt;
siegreiche Kaiser erließ Restitutionsedikt (06.03.1629) (Rückgabe aller nach 1552 verliehener säkularisierter Kirchengüter an Kirche);

Schwedischer Krieg 1630-35:

Krieg um Glauben und Macht;
Gustav II. Adolf von Schweden Landung auf Usedom (04.07.1630), da Kaiser an Küste sehr stark geworden;
G. A. Angst vor Gegenreformation, schwedische Ostseeherrschaft bedroht;
Schweden finanziert von Frankreich;
G. A. schlug Tilly bei Breitenfeld (bei Leipzig) 17.09.1631;
1632: G. A. stieß nach Süden vor, Schlacht bei Rain am Lech: Tilly's Armee vernichtet, Tilly tot;
Wallenstein: 2. Generalat (unumschränkte Macht), Schlacht bei Lützen (16.11.1632) unentschieden, G. A. fällt;
W. eigenmächtige Verträge mit Schweden --> Ermordung W.'s in Eger (25.02.1634);
Friede von Prag (30.05.1635) zw. Kaiser u. Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen;
--> Beitretung fast aller Reichsstände;
Verzichtung der Reichsstände auf ihr Bewaffnungs- u. Bündnisrecht;
kein Frieden --> Ausweitung des Krieges;
Reichskonsens zerfiel schnell;

Französischer Krieg 1635-48:

Krieg um Macht;
Frankreich will Macht Habsburg's einschränken;
F. kath. kämpft auf schwed. protest. Seite;
F. greift in Krieg ein, da Habsburg sehr stark (19.05.1635 Kriegserklärung an Spanien, 18.09.1635 an Kaiser);
Schlacht bei Wittstock (04.10.1636) Banér (schwed.) schlägt Kaiserliche;
Bernhard von Sachsen-Weimar (03.03.1638) bei Reinfelden;
Banér's Nachfolger Torstenson siegte bei Breitenfeld (02.11.1642) und auf Marsch nach Wien bei Jankau (06.03.1645);
Franzosen geschlagen bei Tuttlingen (24.11.1643) durch bayerische Generäle;
letzten beiden Kriegsjahre Schauplatz: Schweinfurt-Donauwörth;
seit 1644/45 angefangene Verhandlungen zw. Kaiser u. Frankreich/Schweden, Beendigung d. Krieges: Westfälischer Frieden;

Folgen:

D. K.'s Auswirkung: politisch, wirtschaftlich u. kulturell aufs Heil. Röm. Reich dt. Nation;
Bevölkerungsverluste: 40% auf Land, 33% in Stadt;
betroffenste Gebiete: Pommern, Mecklenburg, nördl. Brandenburg, Schlesien, Mittel- u. Süddeutschland (nur 33% überlebten);
--> soziale Umschichtung und starke Veränderungen in Wirtschaftsstruktur (weniger landwirtschaftliche Anbauflächen, geringerer Viehbestand, Rückgang von Handel und Gewerbe, Besitzumschichtungen);
Entwicklungen abgeschlossen, deren Beginn weit vor 1618 ;
trotz Auflösungserscheinungen, gewisse politische Bedeutung als Reichsverband;
konfessioneller Gegensatz bestätigt und Kalvinismus im Westf. Fr. staatsrechtlich fixiert;
Macht Habsburg's beschränkt auf: böhm., ungar. u. österr. Staatslande, außer Kaisertum;
richtete politisches Interesse nach Südosten;
D. K. beendet Zeitalter der Religionskriege;
trug zur Entkonfessionalisierung der Politik bei;

Westfälischer Frieden 24.10.1648:

Resultat der vierjährige Verhandlungen zw. Frkr u. Verbündeten in Münster, sowie Schweden u. Verbündeten in Osnabrück --> zur Beendigung des D. K.;
bis 1806 Reichsgrundgesetz;

territoriale Veränderungen:

Frankreich bekam: Metz, Toul, Verdun, Ober- u. Unterelsass, Sundgau, Landvogtei über 10 elsässische Reichsstädte, Breisach, Pinerolo und Besatzungsrecht auf Philippsburg;
Schweden bekam: Vorpommern mit Odermündung bis Stettin, Inseln Rügen, Usedom u. Wollin, Wismar, Erzbistum Bremen u. Bistum Verdun als Reichslehen;
Brandenburg bekam: Hinterpommern, Cammin, Bistümer Halberstadt u. Minden, Grafschaft Hohenstein u. Anwartschaft auf Erzbistum Magdeburg;
Vereinigten Niederlande u. Schweiz erhielten volle Souveränität;
Metz, Toul u. Verdun Ausscheidung aus Reichsverband;

konfessionelle Regelung:

Augsburger Religionsfriede (1555) erneut anerkannt;
auf Kalvinisten ausgedehnt;
Grundsatz cuius regio, eius religio beibehalten jedoch auf 1624 als Normaljahr für Besitzstand geistlicher Güter u. die Konfessionszugehörigkeit festgesetzt;

Reichsverfassung:

Reichsstädte erhielten volle Landeshoheit und Recht, Bündnisse untereinander und mit auswärtigen Mächten zu schließen;
Bündnisse durften nicht gegen Kaiser u. Reich sein;
Außenpolitik des Reichsoberhaupts an Zustimmung des Reichstags gebunden;
für Pfalz neue (8.) Kur geschaffen;
Bayern behielt 1623 gewonnene pfälz. Kurwürde








Quelle: keine Angaben




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