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Titel:

Der kalte Krieg


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Der kalte krieg



1. Einleitung

Der Kalte Krieg war Auseinandersetzung nach 1945 zwischen den beiden Machtblöcken USA und Sowjetunion. Eine direkte militärische Auseinandersetzung zwischen den beiden Supermächten gab es nicht, aber dafür erbitterte wirtschaftliche, diplomatische und ideologische Kämpfe. Gegensätzliche Interessen bedingten gegenseitiges Misstrauen und Feindseligkeit in der eskalierenden ideologischen Auseinandersetzung. Der Begriff wurde 1947 von dem Journalisten Walter Lippmann geprägt.



2. Hintergrund (1917 – 1945)

Der Niedergang der Zarnnherrschaft

Nach drei Jahren anhaltender Anstrengungen im Ersten Weltkrieg erhob sich das russische Volk im März 1917 gegen die Zarrenherrschaft und zwang Zar Nikolaus II. abzudanken. In ganz Rußland brachen soziale Unruhen aus. Eine wachsende Gruppe radikalsozialistischer Revolutionäre, die Bolschewiken, machte sich schon seit Jahren die Unzufriedenheit der Arbeiter und Bauern zunutze. Ihr Anführer war Wladimir Lenin. Am 24. Oktober (daher Oktoberrevolution) brachte die Bolschewiken den Winterpalast,

den Sitz dor Provisorischen Regierung, in ihre Gewalt und übernahmen die Macht. Lenin war überzeugt, daß der Kapitalismus am Rande des Zussammenbruchs wankte und daß der Übergang zur Weltrevolution nur eine Frage der Zeit war. Die Bauern bekamen Land, privater Handel wurde untersagt und diegesamte Industrie wurde verstaatlicht.

Die Westmächte verfolgten mit Bestürzung die Revolution der Bolschewiken. Sozialistische Ideen waren zwar seit Jahrzehnten in Umlauf, aber Rußland war der erste Staat, in dem eine Umsetzung der marxistischen Lehre versucht wurde. Deshalb fühlten sich die Alliierten verpflichtet zu intervenieren. 14000 britische Soldaten wurden zur Unterstützung der antibolschewistischen Truppen nach Nordrußland entsandt, französische, japanische, kanadische und amerikanische Soldaten griffen in die Kämpfe ein. Doch die Intervention der Allüerten konnte die Bolschewiken nicht aufhaIten. Nach dem Bürgerkrieg in Rußland festigte sich das bolschewistische Regime. Die Partei der Bolschewiken nannte sich seit 1918 Kommunistische Partei Rußlands, später der Sowjetunion. Die Union der Sozialistischen Sowjetrepnbliken (UdSSR) erhielt 1924 ihre erste Verfassung.

Bereits zu dieser Zeit kam es zu offener Feindschaft, als in Russland die Kommunisten die Macht übernahmen, die Sowjetunion gründeten und den kapitalistischen Ländern des Westens den ideologischen Krieg erklärten. Die USA verweigerte dem neuen Staat bis 1933 die Anerkennung.

2. Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg kämpften beide Länder gemeinsam gegen Deutschland, und waren sozusagen Waffenbrüder, aber bereits ab 1944 offenbarten sich erste Risse: Die Alliierten unter der Führung der USA unter Roosevelt waren nicht zu konkreten Garantien und Vereinbarungen mit der Sowjetunion, die immerhin die Hauptlast des Krieges getragen hatte, für die Nachkriegsordnung in Europa bereit. Deshalb suchte die Sowjetunion in ihrer Interpretation der Konferenz von Jalta ihre berechtigten Sicherheitsinteressen ohne Rücksprache mit ihren Alliierten zu behaupten und etablierte ab 1944 im Machtbereich der Roten Armee, in Mittel- und Osteuropa, prosowjetische, kommunistische Regierungen, zum Teil mit Gewalt.

Während US-Präsident Roosevelt noch auf Kooperation mit der Sowjetunion gesetzt hatte, schlugen die USA unter seinem Nachfolger Truman einen strikt antisowjetischen, antikommunistischen Kurs ein, gestützt auf ihre wirtschaftliche Überlegenheit. Ihr Konzept war ein freies, vereintes Europa und eine freie Welt unter amerikanischer Führung. Bereits die Nachkriegskonferenzen von 1945 ließen die Blockbildung ansatzweise erkennen: Die Sowjetunion wollte ihre Sicherheitssphäre in Ost- und Mitteleuropa nicht aufweichen lassen, die USA wollten sie nicht anerkennen. Die Frage nach der künftigen Gestaltung Deutschlands und nach den Reparationen, die der Sowjetunion bereits in Jalta zugesichert worden waren, wurden vertagt. Diese ungelösten Nachkriegsprobleme waren die Basis, auf der sich der Konflikt zwischen den beiden Mächten entwickelte.


Eine neue Waffe

Am 16. Juli 1945 wurde die erste Atombombe erfolgreich getestet. Durch die Atombombe hatte sich die Lage Amerikas grundlegend verändert. Die amerikanischen Militärs hatten eine Invasion Japans geplant. Die USA hatten gehofft, daß der Kriegseintritt der Sowjetunion die Japaner veranlassen würde, um Frieden zu bitten. Nun aber setzten sie darauf, daß der Krieg schnell beendet werden könnte, ehe die Sowjetunion darin verwickelt werden könne oder sich an der Besetzung Japans beteiligten.

Am 24. Juli ging Thruman zu Stalin und teilte ihm beiläufig mit, daß die Vereinigten Staaten über eine mächtige neue Waffe verfügten. Stalin entgegnete eben so beiläufig: „Fein, ich hoffe die Vereinigten Staaten werden sie einsetzen.“ Stalin hatte natürlich schon von sowjetischen Spionen von Bombe erfahren. Nur wenige Tage später befahl er, das sowjetische Atombombenprojekt voranzubringen.

Thruman zögerte nicht lange mit dem Einsatz der Atombombe. Er wußte, wie sehr die Machtposition der USA durch die Bombe verstärkt würde, vor allem gegenüber der Sowjetunion. Am 6. August 1945 startete ein Bomber mit der ersten Atombombe in Richtung Japan. Schätzungsweise 100000 Zivilisten starben sofort in Hiroschima und viele Tausende an den Spätfolgen. Am 9. August wurde die zweite Atombombe in Nagasaki abgeworfen, von dessen strategischer Notwendigkeit keine Rede sein konnte.

Der 2. Weltkrieg war zu Ende, das Atomzeitalter hatte begonnen. 50 Jahre lang sollte eine geteilte Welt unter dem Schatten des Atompilzes leben.



3. 1945 – 1947

Am Ende des Krieges hatte die Sowjetunion die größte Armee, die die Welt jemals gesehen hatte. Doch ihr Vaterland war verwüstet, beinahe ein Drittel des Volksvermögens war vernichtet.

Bei Kriegsende lag auch das übrige Europa größtenteils in Trümmern.

Großbritannien war vollkommen verarmt. Von der Normandie bis in die Ukraine waren riesige Landstriche durch Fliegerbomben und Bodenkämpfe verwüstet. Die NS-Besetzung hatte tiefe Narben hinterlassen. Im Gegensatz dazu beendeten die Vereinigten Staaten den Krieg als die größte Industriemacht der Geschichte. Ihre Wirtschaftskraft hatte sich seit 1949 verdoppelt. Während des Krieges hatten viele Länder bei den Vereinigten Staaten Schulden gemacht. Da der Dollar die einzige konvertierbare Währung auf der ganzen Welt war wurde sie zur Weltwährung. Da die USA außerdem die einzige Atommacht war, schien sie militärisch und wirtschaftlich so stark, daß sie bei der Gestaltung der künftigen Welt die Schlüsselrolle spielen würde. Die Sowjetunion sonnte sich ebenfalls im Triumph des Siegers. In Europa sympathisierten große Teile der Bevölkerung mit dem Kommunismus. Rußland wurde in den letzten 150 Jahren dreimal von Europa angegriffen. Stalin wollte daher eine Pufferzone vor der Westgrenze der Sowjetunion schaffen um dies unmöglich zu machen. Noch während die Rote Armee Gebiete befreite ließ Stalin in seinem Einflußgebiet prosowjetische Regierungen installieren. Dabei ging er in ganz Osteuropa gleich vor. Stalin bestand darauf, daß Kommunisten die Schlüsselressorts Wirtschaft, Justiz und Inneres besetzten. Damit lag die Kontrolle über die Polizei und die innere Sicherheit in den Händen seiner Helfershelfer. In ganz Osteuropa verschwanden wichtige Persönlichkeiten der nichtkommunistischen Parteien spurlos. In einem Land, das zu Stalins Einflußsphäre zählte, konnte der Westen nichts tun, um die unerbittliche Durchsetzung der kommunistischen Herrschaft zu verhindern.
Stalin riskierte mit seiner Taktik in Osteuropa eine offene Konfrontation mit dem Westen. Keine sechs Monate nach Kriegsende sah die USA in dem einstigen Verbündeten einen potentiellen Feind.

Das gegenseitige Mißtrauen wuchs, die Fronten verhärteten sich, und in der Folge häuften sich Mißverständnisse und Fehlinterpretationen. Die USA schätzte die Politik der UdSSR als aggressiv-expansionistisch ein und setzte ihr das Konzept der Eindämmung entgegen.



Containment – Policy (englisch, „Eindämmung“)

Das war die Bezeichnung für das theoretische Gesamtkonzept der Außenpolitik der Vereinigten Staaten gegenüber der Sowjetunion in der Zeit des Kalten Krieges zur Eindämmung des sowjetischen Expansionsstrebens bzw. des Weltkommunismus.

Der Ursprung des politischen Konzepts, das schließlich für die amerikanische Außenpolitik richtungweisend wurde, wird auf das so genannte Long Telegram zurückgeführt, das am 22. Februar 1946 von dem amerikanischen Diplomaten George F. Kennan verfaßt worden war. In Konzept wurde die Ansicht vertreten, daß die Expansionsbestrebungen der UdSSR in Europa und Asien „eingedämmt“ werden könnten, wenn diese mit entsprechendem Gegendruck beantwortet würden. Die Eindämmungspolitik stieß vielfach auf Kritik. Dennoch wurde die Politik des Containment von der Mehrheit der nichtkommunistischen Staaten unterstützt.



Zu diesem Konzept gehörten auch Kredite an die Staaten Westeuropas einerseits, der Abbruch der Kreditverhandlungen mit der Sowjetunion andererseits. Und im Zug ihrer Eindämmungspolitik nahmen die USA bereits ab 1946 ein geteiltes Deutschland in Kauf; die Sowjetunion dagegen wollte ein vereintes, neutrales Deutschland, in dem sie als eine der Siegermächte Mitspracherechte hätte. Ansonsten beschränkte sich die Sowjetunion darauf, ihren Einflußbereich mit allen Mitteln zu konsolidieren; angesichts ihrer innenpolitischen und wirtschaftlichen Lage war an Expansion gar nicht zu denken.



Die Truman-Doktrin:

Ist das von Präsident Truman in einer Kongressrede am 1947 vorgestellte außenpolitische Programm, in dem die USA anderen „freien“ Staaten materielle und wirtschaftliche Hilfe gegen Bedrohungen von innen oder außen zusagte. Die Truman-Doktrin war Bestandteil der Containment-Politik gegenüber der Sowjetunion bzw. allen kommunistischen Staaten.

Ausgangspunkt waren Griechenland und die Türkei, die vor der befürchteten kommunistischen Expansion bewahrt werden sollten. Die politische und finanzielle Unterstützung für diese Doktrin sowie seine Politik gegenüber der Sowjetunion in den folgenden Jahren überhaupt fand Truman im amerikanischen Kongreß und in der Öffentlichkeit, indem er die Bedrohung der freien Welt durch die Kommunisten beschwor.



Der Marshall-Plan

Der Marshall-Plan war ein weiteres Instrument der Eindämmungspolitik der Vereinigten Staaten. Er war ein finanzielles Hilfsprogramm zum Wiederaufbau der europäischen Länder nach dem 2. Weltkrieg.

Nach dem Krieg waren Landwirtschaft und Industrie in weiten Teilen Europas fast ganz zum Erliegen gekommen, und ein großer Teil der Bevölkerung war vom Hunger bedroht. Mit ihrem Hilfsprogramm verfolgten die USA drei Ziele:

· Erstens war Europa potentiell ein großer Absatzmarkt für amerikanische Waren. Durch den Wegfall der Kriegsgüterproduktion nach 1945 drohte der Wirtschaft in den USA ein massiver Einbruch, der sowohl durch Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Wiederaufbauprogramms als auch durch eine rasche wirtschaftliche Gesundung des Absatzmarktes Europa umgangen werden sollte.

· Zweitens bestand aus Sicht der USA die Gefahr, daß Westeuropa ohne amerikanische Hilfe in den Einflußbereich der Sowjetunion geraten könnte, was die USA als Bedrohung für die amerikanischen Sicherheitsinteressen betrachteten und durch den Marshallplan zu verhindern suchten.

· Drittens mußte Deutschland als Puffer gegen die sowjetische Expansionspolitik wieder aufgebaut werden und in ein gegen die Sowjetunion und ihren Einflußbereich geeintes Europa integriert werden

Am 5. Juni 1947 stellte Marshall in einer Rede das Europäische Wiederaufbauprogramm der Öffentlichkeit vor. Großbritannien und Frankreich luden alle europäischen Staaten einschließlich der Sowjetunion zu einer Konferenz in Paris ein. Die Sowjetunion lehnte die Teilnahme an dem Programm, das sie als „Instrument des Dollarimperialismus“ interpretierte, ab, und in ihrer Gefolgschaft zogen auch Polen und die Tschechoslowakei ihre bereits gegebenen Zusagen wieder zurück.

Die Sowjetunion antwortete auf den Marshall-Plan mit der Gründung des COMECON (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) 1949. Ihre Ziele waren:

· Isolierung der Ost Staaten von der westl. Welt

· Austausch von wirtschaftlichen Erfahrungen und gegenseitige technische Hilfe

· Rohstoff-, Nahrungsmittel-, Maschninenaustausch innerhalb der Ost Staaten

· sollte Wiederaufbau bewerkstelligen und die natürliche Wirtschaftsentwicklung beschleunigen.



4. Die Berliner Blockade (1948 – 49)

Unmittelbarer Auslöser für die Blockade war die Währungsreform in den drei Westzonen Deutschlands. In dem von den Alliierten gemeinsam verwalteten Berlin, das innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone lag, gab es eine Auseinandersetzung über die neu einzuführende Währung. Als in den Westsektoren der Stadt – wie bereits in den westlichen Besatzungszonen in Deutschland – am 20. Juni 1948 die Westmark zum offiziellen Zahlungsmittel wurde, reagierte die UdSSR am 24. Juni 1948 mit der vollständigen Blockade Westberlins (Sperrung des Personen- und Güterverkehrs; Einstellung der Lieferungen von Kohle, Strom und Lebensmitteln aus den bzw. durch die sowjetisch besetzten Gebiete). Die Sowjetunion wollte durch Aushungern der Bevölkerung Berlin dem Einfluß der Westmächte entziehen. Die USA und Großbritannien errichteten im Gegenzug eine Luftbrücke, durch die die Versorgung der Westberliner Bevölkerung sichergestellt wurde. Nach einem Abkommen aller vier Besatzungsmächte, das am 4. Mai 1949 in New York geschlossen wurde, beendete die Sowjetunion – ohne ihr Ziel erreicht zu haben – am 12. Mai 1949 offiziell die Blockade Westberlins.



5. Reaktionen auf die Berliner Blockade

Der Westen reagierte auf die Blockade Berlins mit verstärkter Furcht vor einer möglichen sowjetischen Expansion auf Westdeutschland und in der Folge, 1949, mit der Konsolidierung der drei Westzonen zur Bundesrepublik Deutschland und ihrer Westintegration. Außerdem kam es 1949 zur Gründung der NATO (North Atlantic Treaty Organization: Nordatlantikpakt) als Reaktion auf die steigende Bedrohung des Ostens in Europa. Die Sowjetunion antwortete mit der Gründung des Warschauer Paktes 1955. Die Teilung der Welt in zwei Machtblöcke war damit endgültig vollzogen.

1949 zündete die Sowjetunion ihre erste Atombombe, und in China übernahmen die Kommunisten die Macht – Gründe für die USA, ihre Eindämmungspolitik noch zu verschärfen: Sie erkannten die neue chinesische Regierung nicht an und ließen sie nicht zur UNO zu, obwohl China sehr viel an einem guten Verhältnis zu den USA als Gegengewicht zur Sowjetunion gelegen war. Die USA engagierten sich dafür um so mehr in Japan, um dort einen antikommunistischen Gegenpol zu schaffen.

Vorläufiger Höhepunkt und Eskalation des Kalten Krieges war der Koreakrieg 1950 bis 1953. An der Teilung Koreas änderte der Krieg nichts, aber er bereitete den Boden für die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland, die dann 1955 in die Tat umgesetzt wurde. Und in den USA entstand in Reaktion auf den Krieg die Strategie der „massiven Vergeltung“, d. h. der Androhung von Atomwaffeneinsatz.

Angesichts der fortschreitenden Westintegration und der drohenden Wiederbewaffnung Westdeutschlands hatte Stalin nochmals 1952 in seinen Deutschland-Noten dem Westen Vorschläge für ein vereinigtes, neutralisiertes Deutschland unterbreitet – ohne Erfolg.

Nach Stalins Tod 1953 schlug die Sowjetunion, konfrontiert mit massiven innenpolitischen Problemen, einen Entspannungskurs ein, der auch das Konzept der „friedlichen Koexistenz“ beinhaltete. Währenddessen schrieb die Bundesrepublik Deutschland ihre Westintegration fest: In den Pariser Verträgen von 1955 erhielt sie weitgehende Souveränität und wurde in die NATO aufgenommen.

Die beiden Blöcke hatten sich jetzt mehr oder weniger konsolidiert und ein relatives Gleichgewicht erreicht. Trotzdem gingen Rüstungswettlauf und ideologische Auseinandersetzung vorerst weiter.

In den sowjetischen Staaten kam es immer wieder zu schweren Krisen, und immer mehr Bürger flohen aus der DDR. Um dies zu stoppen ergriff die Staatsführung am 13.8.1961 die drastische Maßnahme und baute trotz Protest der NATO – Staaten, zwischen Ost- und West-Berlin eine Mauer.



6. Kubakrise

In Kuba direkt vor der amerikanischen Küste hatte Fidel Castro das korrupte autoritäre Regime gestürzt und selbst die Macht übernommen. Er verstaatlichte die Zuckerindustrie, die zu 70 % von amerikanischen Firmen kontrolliert wurden, die Ölraffinerien, und beschlagnahmte das gesamte US-Vermögen. Zusätzlich versuchte er sich der Sowjetunion anzunähern, was zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen im Sommer 1960 führte. Anhand der Weltkarte kann man deutlich sehen, welche Gefahr auf die USA ausgeht, wenn in Kuba Raketen stationiert sind. Aufgrund der kurzen Distanz, die Raketen bis zum Aufschlag benötigten, hätte die USA keine Möglichkeit der Abwehr der Raketen, wie sie bei einem Abschuß aus größerer Distanz (etwa über den Pazifik) möglich wäre.

1962 begannen dann sowjetische Arbeiter, die von Castro ins Land gerufen wurden, auf Kuba Raketen zu stationieren. Doch die Vereinigten Staaten nahmen ein solches Vorgehen nicht hin, und ließen keinen Zweifel daran ein solches Vorgehen notfalls mit Gewalt zu verhindern. So stand die Welt für Stunden vor der drohenden Gefahr eines (atomaren) Krieges. Schließlich gab Chruschtschow nach und zog die russischen Waffen zurück.



7. Vietnamkrieg

Indochina näherte sich schon während des 2. Weltkriegs der kommunistischen Welt an, daß 1945 nach dem Zusammenbruch Japans wieder von Frankreich besetzt wurde. 1949 wurden aus dem ehemaligen Kolonialgebiet die drei unabhängigen Staaten Vietnam, Laos und Kambodscha. Es kam dann schnell zu ersten Spannungen:

Ho Chi Minh, ein in Moskau geschulter Parteifunktionär, begann einen Guerillakrieg gegen die von Frankreich unterstütze Regierung. Dieser Krieg führte zur allmählichen Verdrängung Frankreichs aus Nordvietnam.

In einem Abkommen wurde das Land 1954 in eine nördliche, kommunistische, Provinz und eine Südliche vom Westblock unterstütze Provinz geteilt.

1955 wurde das Kaiserreich Südvietnam durch einen Staatsstreich zur Republik umgewandelt. Da aber Südvietnam Verhandlungen mit Nordvietnam ablehnte, ließ Ho Chi Minh den Guerillakrieg, von der UdSSR unterstützt, wieder entfachen. Im März 1962 erhielt Südvietnam Hilfe von den Amerikanern. Die US -Hilfstruppen waren eigentlich als “Beratereinheiten" gedient.



8. Beginn der Entspannungspolitik

Entscheidend für den Beginn echter Entspannungspolitik und die allmähliche Beendigung des Kalten Krieges ab Anfang der siebziger Jahre – trotz Weiterbestehens des Ostwest-Konflikts – waren mehrere Faktoren:

· das atomare Patt

· der Schock der Kubakrise

· der Rückschlag der USA in Vietnam

· die Bereitschaft der Sowjetunion zur wirtschaftlichen Kooperation mit den westlichen Industrienationen

· das Aufweichen des kommunistischen Blockes durch die Absage Chinas an die Sowjetunion und die Verständigung Chinas mit den USA

· der Entspannungswille und die Entspannungspolitik der Bundesrepublik Deutschland.



Einen Rückfall in den Kalten Krieg gab es noch einmal, als der US-Präsident Reagan auf den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan 1980 mit einem immensen Aufrüstungsprogramm reagierte.



9. Das Ende des Kalten Krieges


Michail Gorbatschow

Michail Gorbatschow setzte auf die Politik der Entspannung mit der USA, dazu gehörten Abrüstungsverträge und Besuche in den USA, die Mißtrauen abbauten. Durch die Reformen Gorbatschows wurden auch die führenden Politiker in den Satellitenstaaten ermutigt Reformen durchzuführen. Die Forderung nach Demokratie wurde laut. 1989 begann dann die politische Veränderung in Osteuropa:

In Polen begannen im Februar 1989 politische Gespräche mit der noch verbotenen Opposition. Im April wurde die Partei dann wieder zugelassen. In Wahlen errangen sie dann große Erfolge.

In Ungarn verlief es ähnlich: Man einigte sich auf ein Mehrparteiensystem. Im Mai wurden dann die Grenzbefestigungen nach Österreich geöffnet. Der "Eiserne Vorhang" war somit geöffnet.

In der Tschechoslowakei wurde ebenfalls eine neue Regierung gebildet. Zuvor waren Versuche die Widerstandsbewegung blutig zu beenden gescheitert.

Die Reformpolitik Gorbatschows wurde im Herbst 1990 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.

Abrüstung

Zwar wurde schon immer während des Wettrüstens über Abrüstung verhandelt, um einen Atomkrieg zu verhindern, doch lange Zeit blieben diese Verhandlungen erfolglos oder wurden wegen Krisen unterbrochen.

Mit der Wahl Michail Gorbatschows zum Generalsekretär der KPdSU 1985 kamen die Abrüstungsgespräche wieder in Gang. Zwar setzte die USA das Wettrüsten fort, verhandelte aber gleichzeitig mit der UdSSR über gegenseitige Abrüstung. 1987 wurde dann auch mit dem INF- Abkommen der Abbau der atomaren Mittelstreckenwaffen in Europa vereinbart. Diesem Abkommen folgten später weitere Vereinbarungen. Bei einem KSZE-Treffen in Paris wurde der bisher umfangreichste Abrüstugnsvertrag beschlossen. Er beinhaltet die Reduzierung der Truppen in Europa und die Beibehaltung des Kräftegleichgewichts.

Abrüstungsverhandlungen zwischen den beiden Supermächten brachten jetzt tatsächlich greifbare und einschneidende Ergebnisse; beide Seiten kooperierten jetzt in Fragen der globalen Sicherheit, so etwa im Golfkrieg 1991 gegen den Irak. Die politische Teilung Deutschlands, Europas und der Welt wurde beendet. Die ideologische Auseinandersetzung, die schon lange in den Hintergrund getreten war, erübrigte sich ab 1989/90 mit der Auflösung des Ostblockes von selbst.








Quelle:




ähnliche Referate Auswirkungen des Potsdamer Abkommens auf Deutschland in den ersten Nachkriegsjahren
Kubakrise
Reform der Vereinten Nationen United Nations
Jean-Paul Sartre
Die-DDR



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