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Titel:

Die Außenpolitik der USA


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Die Außenpolitik der USA

Die USA auf dem Weg zur Weltmacht
Der amerikanische Expansionismus

- um 1815 beherrscht England die Meere und das British Empire mit der Perle Indien

- die älteren Kolonien in Lateinamerika von Spanien und Portugal erkämpften unter Fernwirkung der französischen Revolution ihre Unabhängigkeit

- in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ungeheure Wachstumsphase in der USA

- erstreckte sich auf Land, Bevölkerung und Wirtschaft

- die amerikanische Bevölkerung ist von Optimismus und Nationalismus geprägt

Þ als neuer Konkurrent beanspruchte nun die USA das spanische und portugiesische Erbe in Lateinamerika als Einflußgebiet

Þ jedoch gleichzeitig nötig sich aus europäischer Kolonial- und Großmachtpolitik herauszuhalten, um USA weiter zu stabilisieren

- Grundsätze der Außenpolitik der USA wird in der Monroe-Doktrin festgelegt

- 2.12.1823 Monroe-Doktrin (1817-25):

· Kurzformel „Amerika den Amerikanern“

· europäischen Mächten soll weiterer Erwerb amerikanischer Kolonialgebiete und Einmischung in die inneren Angelegenheiten der unabhängigen amerikanischen Staaten verwehrt bleiben

· Betonung der Verschiedenheit der politischen Systeme der Alten Welt und der USA

· die USA wird nicht in die Streitigkeiten der Staaten Europas eingreifen (Farewell-Adress), erwartet jedoch gleiches auch von ihnen

- Bedeutung:

· die USA trat erstmals den europäischen Mächten auf gleicher Ebene gegenüber

· verdeutlichte politischen Gegensatz zwischen alter und neuer Welt

· veranschaulichte nationales und demokratisches Sendungsbewußtsein des jungen Staates USA

· europäisches System der restaurativen Monarchie wird als veraltet dargestellt

· das demokratisches System der USA als das überlegene und höher entwickelte angesehen

Þ Gefühl der Überlegenheit der amerikanischen Nation gegenüber „reaktionären, zurückgebliebenen“ europäischen Nationen

Þ Anspruch auf Hegemonie in der westlichen Hälfte der Welt war Tenor der Botschaft

- aus dem puritanischen Glaube ging ein Bewußtsein hervor, das amerikanische Volk sein ausgewählt und man müsse der rückständigen Alten Welt einen modernen und republikanischen Staat vorleben

- aus diesem Sendungsbewußtsein wird im Zusammenspiel mit macht- und wirtschaftspolitischen Erwägungen das Ziel, die eigene Staats- und Gesellschaftsform möglichst weit über Nordamerika auszudehnen

- daraus entwickelt sich die Vorstellung der ganze Kontinent gehört den Amerikanern

- 1845 „Manifest Destiny“; d.h. Ausdehnung der USA nach Westen in Richtung Pazifik wird als vorbestimmt angesehen

- damit konnte man Landgewinn rechtfertigen, auch wenn dessen Methoden nicht den verfassungsgemäßen Grundprinzipien des amerikanischen Staates entsprachen

- 1819 Florida wird von Spanien gekauft

- 1845 Angliederung von Texsas

- 1848 nach einem Krieg mit Mexiko Neumexiko und Kalifornien

- 1814 8,5 Mio. Þ um 1850 23,2 Mio.

Þ Periode ohne europäische Außenpolitik; Sezessionskriege (1861-1865), „Wilder Westen“


Der amerikanische Imperialismus



- in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts neue Phase der Außenpolitik

- Monroe-Doktrin und die Idee der „Manifest Destiny“ veränderten Verhältnissen angepaßt und auf Gebiete außerhalb der USA übertragen

- Gründe für imperialistische Außenpolitik der USA:

· Erschließung des „Fernen Westens“ war 1890 offiziell abgeschlossen Þ neue geistige und unternehmerische Energien wurden freigesetzt

· nach Sezessionskrieg folgte Phase der Konsolidierung („Reconstruction“) schuf politische Stärken und machte die USA zu einem modernen Industriestaat Þ neue Absatz- und Rohstoffmärkte für die florierende Industrie mußten gefunden werden

· Nationalistische und machtstaatliche Tendenzen fordern eine imperialistische Politik zum „Nutzen des amerikanischen Volkes“

· ausgeprägter Missionsdrang und starkes Sendungsbewußtsein lieferten moralische Grundlage

- seit 50er Jahren des 19. Jahrhunderts erwarben USA durch Kauf, Krieg und Annexion zahlreiche Gebiete

- in den 90er Jahren zielgerichtete imperialistische Politik in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik und im Pazifik

- die Industrialisierung steigerte Überseehandel Þ handelspolitische Ziele sollen durchgesetzt werden

· 1854: USA erzwingen durch Androhung von Gewalt die Öffnung der japanischen Häfen für den amerikanischen Handel

· 1867: Kauf von Alaska (für 7,2 Mio. Dollar) von Rußland

· 1867: Besetzung und Einverleibung der Midway-Inseln (Pazifik bei Hawaii)

· 1898: Wandel der US-Politik vom Expansionismus (Isolationismus) zum Imperialismus

- erstmals wurden nicht Stützpunkte geschaffen sondern Kolonien erworben

- die USA provozierte einen Krieg mit dem vergleichsweise schwachen Spanien

- Anlaß: kubanischer Aufstand Þ USA kam zur Hilfe

Þ besiegten es aufgrund einer überlegenen Kriegsflotte in Seeschlachten vor Kuba und den Philippinen

- ganz im Sinne der Monroe-Doktrin wurde Spanien von der amerikanischen „Haustür“ und aus der Karibik vertrieben

- große Gewinne für die USA: Kuba, Puerto Rico, die Insel Wake und die Philippinen wurden besetzt und gerieten in amerikanische Abhängigkeit

- Hawaii wurde annektiert Þ Sicherung des pazifischen Vorraums (Pearl Habour)

- (Zitat)

· 1899: Erwerb eines Teils der Samoa-Inseln (Süd-Pazifik)

· 1899: Politik der „offenen Tür“ (open door) gegenüber China

- US-Außenminister John Hay fordert für alle Großmächte (somit auch der USA) ungehinderter Zugang zu den Märkten Chinas

- so wollte man sich teure und militärisch aufwendige Kolonialherrschaft ersparen

Þ 1900 die USA beteiligte sich neben GB, Deutschland, Rußland, Frankreich, Italien an der Niederschlagung des Boxeraufstandes

· 1903: Kolumbien wurde gezwungen, die Souveränität Panamas anzuerkennen

- für 10 Mio. Dollar und 250.000 Dollar Jahrespacht erwarben die USA das Recht der „immerwährenden Nutzung, Besetzung und Kontrolle“ der 10 Meilen breiten Kanalzone

- großer wirtschaftlicher und strategischer Nutzen für die USA

- der Kanal (Baubeginn 1904) verkürzte die Route New York - San Francisco um 7.900 Seemeilen

- Panama wurde de facto Protektorat der USA

- 1904 Präsident Theodor Roosevelt weitet die Monroe-Doktrin auf Mittel- und Südamerika aus

- Roosevelt verkündet offiziell den Anspruch der USA, als Schutz- und Ordnungsmacht ihren Einfluß- und Machtbereich auf ganz Mittel- und Südamerika auszudehnen

- USA beansprucht Interventionsrecht in Lateinamerika

- Grundlage der Amerikanischen Politik in Süd- und Mittelamerika

- aufgrund Drohgebärden europäischer Mächte, denen die Dominikanische Republik und Venezuela viel Geld schuldeten

Þ Einführung der Dollardiplomatie Þwirtschaftlichen Stärke als Waffe

- Mittelamerika wurde den Interessen des US-Außenhandels unterworfen

- befreundeten Regierungen wurde Wirtschafts- und Finanzhilfe gewährt

- „speak softly and carry a big stick“ bedeutete wirtschaftlicher und militärischer Druck und „notfalls“ Krieg; jedoch weitestgehend indirekte Herrschaft („informal empire“)

· 1908-1913 Nicaragua und Honduras (Bürgerkrieg Þ Eingreifen der USA) werden abhängig

- amerikanischer Imperialismus entsprach in seinem Wesen, seinen Zielen und Mitteln weitestgehend dem Europäischen

- jedoch waren die imperialistischen Methoden in der Öffentlichkeit sehr umstritten, da sich diese mit dem „amerikanischen Geist“ nicht deckten

- wirtschaftliche und militärische Grundlagen der Weltmacht USA wurden geschaffen

- Gründe für den wirtschaftlichen Aufstieg der USA:

· Fehlen jeglicher feudaler Strukturen Þ begünstigt Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft

· die Masseneinwanderung brachte ausreichend billige Arbeitskräfte

· außergewöhnlich viele Bodenschätze und Naturreichtümer

· günstige geographische Lage Þ Fehlen von Rivalen im Norden oder Süden

· wirtschaftliche Kontrolle über „abhängige“ Länder

· flexibles und stabiles Zweiparteiensystem


Die USA im ersten Weltkrieg


Neutralitätsperiode



- 1913 der Demokrat Wilson zum Präsidenten gewählt

- seit 16 Jahren erstmals wieder ein Demokrat

- war Vertreter der politischen Bewegung des „Progressivismus“

- Politik des „New Freedom“

- mehr Demokratie (Frauenwahlrecht), Einschränkung der Macht der Trusts (Kontrolle des Konzentrationsprozesses: Antitrustgesetz) , soziale Reformen (Unfallversicherung, Verbot der Kinderarbeit, Progressivbesteuerung) und Ablehnung jeder Art von Imperialismus

- USA soll sich für Recht und Freiheit der anderen Völker einsetzen

- Beginn des 1. WK wurde zum Bewährungspunkt des „Progressivismus“

- Wilson vertrat Politik USA muß sich aus „europäischem Handeln“ heraushalten, sofern Interessen der USA nicht betroffen sind (Monroe-Doktrin)

Þ verkündete 1914 die Neutralität der USA; „...to be neutral in thought as well in action“

- sicherte außenpolitische Handlungsfreiheit

- dies brachte Absatzmärkte für amerikanische Waffen und Rohstoffe bei den Westmächten

- erlaubte die Vergabe von privaten Anleihen an die Westmächte

- die USA wurde jedoch immer weiter in das Kriegsgeschehen hineingezogen

- auf die britischen Blockade des Ärmelkanals und der Nordsee regierte Deutschland mit dem U-Bootkrieg

- 7. Mai 1915 ein deutsches U-Boot versenkt das britische Passagierschiff „Lusitania“

- unter den 1.198 Toten waren 128 Amerikaner

Þ die Öffentlichkeit fordert zunehmend den amerikanischen Kriegseintritt an der Seite der Entente

- 1916 wird Präsident Wilson wiedergewählt (mit sehr knappen Vorsprung von 3%)

- sieht dies als Bestätigung seiner Neutralitätspolitik an

- im Februar 1917 entschloß sich das Deutsche Reich sich zur Aufnahme des „uneingeschränkten“ U-Bootkrieges

- in wenigen Wochen wurden sechs amerikanische Schiffe versenkt

Þ das Repräsentantenhaus sprach sich mit 372 zu 50 Stimmen dem Willen Wilsons an in den Krieg einzutreten

- am 6. April 1917 erklärten die USA den Mittelmächten den Krieg

- (Zitate)

- der Wandel der Politik Wilsons war zu erklären durch:

1. ethnisch und geistige Bindung an Großbritannien

2. ausgeprägtes amerikanisches Sendungsbewußtsein; der europäische Konflikt wurde als Krieg zwischen „Gut und Böse“ ; freiheitlicher Demokratie und diktatorische Monarchie angesehen; Deutschland gehörte dabei die Rolle des Bösen, aufgrund der Verletzung der belgischen Neutralität und der aggressiven Außenpolitik Wilhelm des II.

3. die Propaganda der Entente deckt sich mit den Einschätzungen vieler Amerikaner

4. Kriegsgewinnler sahen große Verdienstmöglichkeit und übten Druck auf die Regierung aus

5. durch die Materiallieferungen der USA gab es dort einen großen Wirtschaftsaufschwung; Großbritannien und Frankreich erhielten 2,3 Mrd. Dollar als Kredit, die bei einer Niederlage verloren gewesen wären


amerikanischer Kriegseintritt



- die überlegene Kriegsmaschinerie und 2 Mio. frische Solden brachten den entscheidenden militärischen Vorteil für die Entente

- im Februar 1918 stellte Präsident Wilson sein Programm einer neuen Friedens und Nachkriegsordnung vor

- Reaktion auf Lenins Friedenspolitik und die Oktoberrevolution

- 14-Punkte Programm von Wilson:

· Öffentlich beschlossene Friedensverträge und Abschaffung der Geheimdiplomatie

· absolute Freiheit der Schiffahrt auf der See

· Aufhebung sämtlicher wirtschaftlicher Schranken

· Herabsetzung der nationalen Rüstungen auf den niedrigsten Grad der inneren Sicherheit

· Schaffung der „Gesellschaft der Nationen“ (Völkerbund); sie soll internationales Recht, die Souveränität und territoriale Integrität aller Völker und Nationen garantieren

- verband traditionellen Forderungen der Open-Door-Politik mit Elementen des Selbstbestimmungsrechts der Nationen und pazifistischen Anklängen

- USA meldeten Anspruch auf Mitspracherecht bei einer Nachkriegsordnung in Europa an

- die USA begründete damit ihren Anspruch als führende Weltmacht

- im Oktober machte Deutschland ein Waffenstillstandsangebot aufgrund Wilsons 14-Punkte-Programms

- am 19. November 1918 erklärte Wilson, daß alles, wofür Amerika gekämpft hätten, erreicht worden sei

- Ende des 1. Weltkrieges


Isolationismus und wirtschaftlicher Führungsanspruch


„America first“



- Wilsons Vision der Nachkriegsordnung war ein fortschrittlicher, liberaler Frieden im Namen des Selbstbestimmungsrechts der Völker und die Völkerbundsakte als integraler Bestandteil des Friedensvertrages

- keine „Siegfrieden“ sondern „Frieden ohne Sieg“, d.h. Rückgabe der besetzten Gebiete durch die Mittelmächte; gleichzeitige Verschonung von Reparationen

- er mußte jedoch erkennen, daß seine Vorstellungen ein internationales System der Sicherheit zu schaffen, an den europäischen Verhältnissen scheiterte

- die Verbündeten blieben in der Frage der deutschen Reparationen und dem Prinzip der Freiheit der Meere bei ihren Vorbehalten

- Zitat

- um z.B. Frankreich für den Völkerbund zu gewinnen mußten zahlreiche Zugeständnisse gemacht werden, die Wilsons Friedensprogramm widersprachen

- Wilson konnten sich in seinen Verhandlungen nur teilweise durchsetzen und mußte viele Kompromisse eingehen

- viele einflußreiche Gruppierungen der USA sahen jedoch im Prinzip „America first“ das zukünftige Ziel der US-Außenpolitik:

· Verwirklichung der amerikanischen Vormachtinteressen in der Welt

· Garantie der Unantastbarkeit der Monroe-Doktrin

· internationale Anerkennung der Open-Door-Politik

· Verhinderung der weiteren Ausdehnung revolutionärer Prozesse

- diese Interessengruppen fürchteten eine „Superautorität“ des Völkerbundes und den Verlust der Entscheidungskompetenz über Krieg und Frieden; die Garantie der territorialen Integrität durch das Völkerbundstatut widersprach der traditionellen amerikanischen Neutralitätspolitik

- die Ziele dieser Kreise wurden durch die Republikaner vertreten Þ republikanische Stimmenanteile in der Bevölkerungen wuchsen

- der republikanische dominierte Senat verweigerte 1919/20 die Ratifizierung des Versailler Vertrages und den Beitritt zum Völkerbund

- in den Präsidentschaftswahlen 1920 schlug die Stimmung endgültig zugunsten der Republikaner um

- mit dem neuen republikanischen Präsidenten Harding warnte sich die USA vom Progressivismus und einer Politik der weltweiten Verantwortlichkeit ab

- die USA konzentrierte sich von nun an wiederum auf ihren eigenen Kontinent

- es kam zur Rückkehr zum Isolationismus des 19. Jahrhunderts


Amerika Außenpolitik in der Zeit des Isolationismus



- die USA verzichteten jedoch damit keineswegs auf eine eigenständige Weltmachtpolitik

- die erhielt die angestrebte Handlungsfreiheit ihre wirtschaftlichen Ziele (Open-Door-Poltik) durchzusetzen

- die isolationistischen Prinzipien standen dabei in keiner Weise im Wege

- 25. August 1921 Friedensvertrag mit Deutschland

· garantierte der USA ausdrücklich alle Rechte und Privilegien des Versailler Vertrages

· band sie jedoch nicht an entsprechende Bündnisverpflichtungen

- ähnliche Verträge wurden auch mit Österreich und Ungarn unterzeichnet

- in Lateinamerika setzt die USA ihre „Dollardiplomatie“ und „big stick policy“ fort

- besonders gespannt gestaltet sich die Lage zu Mexiko, da Amerika dort vor allem seine aggressiven Ölinteressen verfolgte

- die USA verwendete zur Durchsetzung ihrer Ziele weitestgehend wirtschafts- und finanzpolitische Methoden

- es kam auch weiterhin zu Interventionen, wenn die ökonomischen Interessen der USA gefährdet waren (z.B. in Honduras (1924), Nicaragua (1926), China (1927))

- aggressive Hegemonialpolitik Japans im Fernen Osten

Þ amerikanisch-japanischer Gegensatz, aufgrund eines großen japanischen Flottenbauprogrammes, wurde auf der Washingtoner Konferenz thematisiert

- Washingtoner Konferenz (12.11.1921-6.2.1922)

· USA sichert ihre Vormachtinteressen im fernöstlichen und pazifischen Raum

· Vergrößerung ihrer internationalen Wirkungskreise

· Ausgleich von Positionsverlusten aufgrund des Nichtbeitritts zum Versailler Vertrages und des Völkerbundes

· bestand aus drei großen Teilen

· Viermächtepakt: USA, Frankreich, Großbritannien, Japan achten gegenseitig die insularischen Besitzungen der anderen Staaten im Stillen Ozean

· Open-Door-Vertrag: zwischen USA, Frankreich, Großbritannien, Japan u.a. die Grundsätze der Open-Door-Politik für China wurden niedergelegt

· Flottenvertrag: zwischen USA, Großbritannien, Japan, Frankreich, Italien setzte amerikanische und englische Seeflottenstärke auf gleiches Verhältnis fest (5:5:3)

- in die europäische Politik griff die USA nur noch ein, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu sichern

- die amerikanische Haltung zielte hauptsächlich auf das Erreichen von Stabilität ab

- nur ein wirtschaftlich stabiles Europa könnte vor revolutionären Erschütterungen sicher sein, einen zuverlässigen Markt für amerikanische Kapitalinvestitionen bilden und seine Kriegsschulden bezahlen

- die USA wollte die Stärkung Deutschlands und die Rückzahlung der Kriegsschulden durch Frankreich

- 1924 Daws-Plan

· Stabilisierung der deutschen Wirtschaft durch englische und amerikanische Kredite, um Zahlungsfähigkeit zu erhalten

· die ab 24/25 zu zahlenden Reparationen wurden der allgemeinen Wirtschaftslage Deutschlands angepaßt

· Gesamtbetrag der Reparationen wurde nicht festgelegt

- Ergebnis:

- Finanzkreislauf der Nachkriegszeit

- Frankreich wurde damit in seine Grenzen gewiesen und vor all zu hohen Reparationsforderungen gegenüber von Deutschland abgehalten

- für die USA brachte dies die Anerkennung ihrer internationalen finanziellen Führungsrolle und die Stärkung ihrer Position in Europa

- mit den westlichen „Schuldnerländern“ schloß man in den Jahren 23-26 Verträge zu deren Rückzahlung über einen Zeitraum von 62 Jahren und einem Zinssatz von 2% ab

- die isolotorische Politik der USA zeigte sich in der Folgezeit hauptsächlich in der Verweigerung von politischen Verpflichtungen

- 1924 weigerte man sich das Genfer-Protokoll zu unterzeichnen; Garantieabkommen zur friedlichen Regelung von Konflikten; man befürchtete politische Verbindlichkeiten

- 1925 lehnte man den Beitritt zur Genfer-Konvention über Waffen- und Munitionshandel ab, weil darin eine Einschränkung Entscheidungsfreiheit der Waffenlieferung an kriegführende Staaten bestand

- 1925 USA unterzeichnete als einzige Großmacht nicht das Genfer-Protokoll über das Verbot der Verwendung von erstickenden oder giftigen Gasen, sowie bakteriologischen Mitteln im Krieg

- 1928 auch im Kriegsächtungspakt (Briand-Kellogg-Pakt) konnte die USA ihre Interessen durchsetzen

· internationaler Vertrag über die Ächtung des Krieges

· USA wollte Stabilisierung der Beziehungen zwischen den Großmächten, um eigene Position außerhalb des Völkerbundes zu stärken und eigene Handlungsfreiheit auszubauen

· wichtiger Schritt bei der Formulierung des Gewaltverzichts als Völkerrechtsnorm
Neuorientierung im Mächtesystem
Amerikanische Außenpolitik in Folge der Weltwirtschaftskrise


Abschwächung der Monroe-Doktrin



- die Weltwirtschaftskrise 1929 brachte eine Schwächung der amerikanischen Weltmachtstellung, da ökonomischer Druck nicht mehr wie gewohnt eingesetzt werden konnte

- es kam vor allem gegenüber von Süd- und Mittelamerika zu einem Wandel in der Außenpolitik

- die „Dollardiplomatie“ und die „big stick policy“ stießen zunehmend auf wachende Ablehnung in Süd- und Mittelamerika

- auch innerhalb der USA kam es zunehmend zu Unzufriedenheit und Skepsis zu

- die traditionelle Lateinamerikapolitik bestehend aus Monroe-Dokrin und Rooseveltzusatz wurden in eine Politik der panamerikanischen Einvernehmlichkeit umgewandelt

- man wollte Bindung Lateinamerikas an die USA festigen und möglichem europäischem Einfluß vorbeugen

- 1928 bis 1930 geheimgehaltenes Clark-Memorandum:

· Rooseveltzusatz zur Monroe-Doktrin wurde entschärft

· Interventionsrecht zum nationalen Selbstschutz der USA wurde jedoch bekräftigt

- Folgen waren eine Entkrampfung der Beziehungen zu den lateinamerikanischen Staaten

- die Selbständigkeit dieser Staaten wurde wieder stärker respektiert

- amerikanische Truppen verließen z.B. Haiti, San Domingo, Nicaragua und Kuba

- die Philippinen wurden souverän

- die USA behielt jedoch den wirtschaftlichen Einfluß und damit die Kontrolle über diese Gebiete

- somit konnte die USA auch in diesen Regionen ihre Führungsrolle verteidigen

- man bediente sich jedoch auch weiterhin des Druckmittels Interventionsdrohungen auszusprechen (z.B. El Salvador 1932)


Das europäische Reparationsproblem



- durch die Weltwirtschaftkrise geriet auch das Problem der Rückzahlung der Reparationen durch Deutschland wieder ins internationale Blickfeld

- 1929 verschlechterte sich die Wirtschaftslage Deutschlands so rapide, daß die Regelungen des Daws-Plans drohten hinfällig zu werden

- Deutschland drängte auf Revision der Reparationsvereinbarungen

- 7. Juni 1929 Young-Plan vorgelegt und auf zweiter Haager Friedenskonferenz 1930 angenommen

· orientierte sich am Daws-Plan

· Gesamtsumme der Reparationen wurde auf 27 Mrd. Dollar eingegrenzt

· durchschnittliche Jahresraten wurden auf 488 Mill. Dollar reduziert

- hatte jedoch nicht lange Bedeutung

- die Auswirkungen der finanziellen und ökonomischen Krise wurden so verheerend, daß Deutschland 1931 erklärte, daß es seine Reparationen nicht mehr bezahlen könne

- ein Ruin des deutschen Staates hätte zu weitreichende Folgen gehabt, so daß Amerika dies nicht zulassen wollte

- 1932 fand die Reparationskonferenz in Lausanne statt

- Aufhebung des Young-Planes

- Deutschland muß eine letzte Reparationsrate zahlen

- auch die Großbritannien und Frankreich stellten daraufhin ihre Schuldenzahlungen an die USA ein

- zentrales Anliegen der US-Nachkriegspolitik war hinfällig geworden

- das trotz der Washingtoner Konferenz stattfindende Flottenwettrüsten zwischen Großbritannien, der USA und Japan belastete die US-Finanzlage schwer

- das Wettrüsten verschlechterte die ökonomische Situation

- 1930 Londoner Flottenkonferenz zwischen USA, GB, Japan

· die Beschränkungen des Schlachtschiffbaues der Washingtoner Konferenz wurden verlängert

· USA und GB einigten sich auf gleiche Zahlen bei Kreuzern, Zerstörern und U-Booten

- Englands Herrschaft über die Meere gehörte damit der Vergangenheit an

- die USA baute ihre Stellung als internationale Seemacht erfolgreich aus


New Deal



- Präsidentschaftswahlen von 1932 gewann der demokratische Gouverneur des Staates New York, Franklin Delano Roosevelt, mit überwältigender Mehrheit

- klares Programm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise

- zeigte sich als Garant für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Initiativen

- in seiner Regierungserklärung vom 4. März 1933 verglich er die wirtschaftliche Situation mit dem Ausbruch eines Krieges, der energische und drastische Maßnahmen erfordere

- er formulierte seine Politik mit dem Pokerbegriff, die Karten neu mischen („to give a new deal“)

- seine neue Wirtschaftspolitik stand unter dem Schlagwort „New Deal“

- Abkehr vom Wirtschaftsliberalismus hin zum Staatsinterventionismus

- New Deal verlief in zwei großen Phasen

- Juni 1933: 1. Phase: Die „hundert Tage“

- sollte erste Not lindern und Wirtschaft durch schnell wirkende Maßnahmen wieder in Schwung bringen

· Staatliche Banken- und Börsenaufsicht Þ Stärkung des Vertrauens in die Banken

· Verbot des privaten Hortens und der Ausfuhr von Gold

· Abwertung des Dollars (zur Ankurbelung des Exports)

· Staatlich geregelte Schuldentilgung für Farmer

· Produktionsdrosselung von wichtigen Agrarprodukten (z.B. Baumwolle, Tabak) durch Prämienzahlungen für nicht bebaute Flächen (= Agricultural Adjustment Act) Þ Senkung der Überproduktion

· Ersetzung des ruinösen Wettbewerbs durch einen fairen Wettbewerb; Unternehmer und Arbeitgeber sollten freiwillig zusammenarbeiten, um Preise und Löhne zu stabilisieren (Industrial Recovery Act)

· Aufbau eines freiwilligen Arbeitsdienstes (Civilian Conservation Corps)

- 1935: zweite Phase des New Deal

- Roosevelt verstärkte seine Bemühungen, da die ersten Maßnahmen Verbesserungen in den einzelnen Bereichen gebracht hatten, aber zu keinem grundlegenden Wandel geführt hatten

· Arbeitsbeschaffungsprogramme durch Ankurbelung der Wirtschaft durch Staatsaufträge (Wohnungs-, Straßen-, Brückenbau) Þ Senkung der Arbeitslosigkeit

· Regelung der Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch Einrichtung eines Schlichtungsausschusses; die Arbeitnehmer erhielten Organisations- und Verhandlungsfreiheit sowie das Streikrecht

· Stützpreise für landwirtschaftliche Produkte

· Sanierung von Großstädten und Förderung des Wohnungsbaus („Housing Act“)

· Einrichtung einer Arbeitslosen-, Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenversicherung („Sozial Security Act“); Progressivbesteuerung

· beste Beispiel der Rooseveltschen New-Deal-Politik ist die Erschließung und Elektrifizierung des Tennessee-Tales durch den freiwilligen Arbeitsdienst, der aus Arbeitslosen rekrutiert wurde; Diese wurden vom Staat versorgt und erhielten ein geringes Entgelt; der Bau von Staudämmen, Kanälen, Straßen, die Förderung des Handels und Erschließung des gesamten Gebiets für den Fremdenverkehr leitete ein Amt, das die Rechte von sieben Staaten (im Einzugsbereich des Tennessee-Tales) einschränkte und weitestgehende Vollmachten besaß („Tennessee Valley Authority“); dieses glückliche Projekt fand groß nationale und internationale Beachtung und Nachahmung

- die Maßnahmen wirkten nicht sofort

- die Sanierung der Verhältnisse war innenpolitisch sehr umstritten (7 von 9 wichtigen Gesetzen des New Deal wurden vom Supreme Court zurückgewiesen)

- große Unternehmer und Konzerne, aber auch kleine Geschäftsleute kritisierten die Wirtschaftspolitik Roosevelts

- es wurde ihm der Ausverkauf und Verrat traditioneller amerikanischer Werte vorgeworfen (z.B. des „Rugged Individualism“ = freie Konkurrenz, in dem der einzelne sich mit allen Mitteln der „Cleverness“ durchsetzen muß) und die Anwendung sozialistischer Ideen und Maßnahmen vorgeworfen und auf die unverändert hohe Arbeitslosenquote hingewiesen

- Roosevelt und seine Anhänger betonten dagegen die Verpflichtung des Staates, die Grundvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben dann durch starkes Eingreifen zu sichern, wenn die traditionelle Wirtschaft dies nicht mehr ermögliche

- heutige Beurteilung des New Deal orientiert sich vor allem an dessen positiven Aspekten

· die Rooseveltsche Wirtschaftspolitik führte trotz einer Reihe von Rückschlägen (erneute Rezession 1937) die USA bis zum Ende der 30er Jahre aus der Wirtschaftskrise

· Roosevelt ist es dabei im Gegensatz zu anderen Staatsmännern (Brünnig) gelungen, dieses Ziel ohne Einschränkung der Demokratie und ohne autoritären Dirigismus zu erreichen

· langfristig war von großer Bedeutung, daß die Regierung in Washington zum ersten Male die Verantwortung für die soziale Sicherheit aller Bürger übernahm und daß Mechanismen zur Stabilisierung der Wirtschaft entwickelt wurden, die bis heute noch zu den Grundlagen staatlicher Wirtschaftspolitik gehören; (Staatliche Überwachung des Finanzmarktes, gezielte Ausgaben der öffentlichen Hand, Ausbau des sozialen Netzes und Integration von Randgruppen)

· durch die Reform des Kapitalismus entwickelte sich die USA zu einem modernen Sozial- und Interventionsstaat, in dem benachteiligte Gruppen (Arbeiter und ethnische Randgruppen) zunehmend Gleichberechtigung erkämpfen konnten


Außenpolitik bis zum Kriegseintritt in den zweiten Weltkrieg


Politik der guten Nachbarschaft



- aufgrund der Verschlechterung ökonomischen und politischen Weltmachtstellung war es Ziel der Roosevelt Regierung die Position der USA in der Welt wirtschaftlich und moralisch zu stärken

- dabei hatten jedoch die innenpolitischen Probleme zunächst Vorrang

- 1933 kam es zur völkerrechtlichen Anerkennung der UdSSR und der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen den Staaten

- man sah die UdSSR als möglichen Gegengewicht zu Japan im Fernen Osten und als Stabilisierungsfaktor in Europa an

- somit war die Herstellung von normalen politischen Beziehungen zur UdSSR notwendig geworden

- November 1933 Washingtoner Vereinbarungen

· Einhaltung des Prinzips der Nichteinmischung

· Gleichberechtigung in bilateralen (zweiseitig) Beziehungen

Þ USA gab Druck auf Veränderung des politischen Systems der UdSSR auf

- die Lateinamerikabeziehungen wurden von nun ab durch die Politik der guten Nachbarschaft geprägt

- die Vormachtstellung der USA wurde in diesen Gebieten gefährdet durch

· anwachsendes Nationalbewußtsein und Unabhängigkeitsstreben der lateinamerikanischen Völker

· Wirtschaftskonkurrenz durch England, Deutschland und Japan auf den Märkten von Mittel- und Südamerika

Þ Interventionspolitik der USA schien zunehmend fragwürdig

- die Politik der guten Nachbarschaft bedeutete:

· Gleichberechtigung zwischen den lateinamerikanischen Staaten und der USA

· wirtschaftliche Zusammenarbeit

· Abbau von Handelsbarrieren

· Verzicht auf Interventionen

- 26.12.1933 treten die USA auf der 7. Interamerikanischen Konferenz in Montevideo der Konvention über Rechte und Pflichten der amerikanischen Staaten bei, die ein gegenseitiges Interventionsverbot und die friedliche Regelung von Konflikten vorsah

- Juli 1934 USA tritt dem Saavedras-Lamas-Pakt

· Kriegsächtung

· Nichtangiffsvertrag

· Vergleichsvertrag

- 1936 verzichtet die USA auf das Recht zur Intervention in Panama

- mit bilateralen Handelsabkommen sicherte man eine stärkere Bindung zwischen den lateinamerikanischen Staaten und der USA

- die Politik der guten Nachbarschaft war nicht nur verbaler Natur, sondern eine echte Veränderung

- stärkte politischen und ökonomischen Einfluß der USA auf Lateinamerika

- gleichzeitig trug diese flexible Politik dazu bei, den deutschen und italienischen Einfluß in diesen Regionen zurückzudrängen


Neutralitätspolitik und deren Preisgabe



- in der amerikanischen Außenpolitik gab es zwei große Gruppierungen:

· Internationalisten (Roosevelt): sahen faschistischen Mächte als ernste Bedrohung für die USA an und hielten deshalb ein Zusammengehen mit den europäischen Westmächten England, Frankreich, aber auch der UdSSR für erforderlich, um einen kriegerischen Konflikt zu vermeiden

· Isolationisten: Konservative traten für außenpolitische Handlungsfreiheit ein, Krieg zwischen Deutschland und UdSSR könnte sich günstig für USA auswirken; Demokraten und Pazifisten

- Bewegung des Isolationismus in der Bevölkerung stark verwurzelt Þ setze sich durch und stellte im Parlament die Mehrheit

- in den europäischen Beziehungen blieb zunächst die Neutralitätspolitik bestimmend

- man hielt sich weitestgehend aus allen internationalen Konflikten in Europa und dem Fernen Osten heraus

- die bestimmende amerikanische Politik bis zum Zweiten Weltkrieg enthielt folgenden Hauptziele:

· keine Beteiligung der USA an verpflichtenden Bündnissen oder Verwicklungen mit anderen Staaten; keine Beteiligung an Verträgen der kollektiven Sicherheit

· keine Verwicklung in Kriegerische Konflikte zwischen anderen Nationen; dies bedeute auch keine Hilfe für angegriffene Länder

· Neutralität im Falle eines Krieges

- 1935-1937 Neutralitätsgesetze des Kongresses als Reaktion auf den

· Abesinienkrieg Italiens (1935/36)

· Spanischen Bürgerkrieg (1936-39)

· verbot die Lieferung von Waffen, Munition und Krediten an die kriegführenden Parteien

Þ es kam zu einer Duldung bzw. Vergünstigung der faschistischen Politik

Þ verhinderte ein kollektives Sicherheitssystem für Europa

- die USA schlossen sich also weitestgehend der englischen und französischen Appeasement-Politik an

- Roosevelt selbst war jedoch kein Befürworter dieser Politik

- er fordert ein entschiedeneres Auftreten gegenüber den faschistischen Staaten; er wollte die Mehrheit der Amerikaner für die Notwendigkeit eines stärkeren Engagements für die Westmächte überzeugen

- 5. Oktober 1937 „Quarantäne Rede“:

· deutliche Kritik an den Neutralitätsgesetzen

· wenn die Welle der Aggression nicht gestoppt wird können sich auch die USA nicht diesem Verhängnis entziehen

· friedliebenden Nationen müssen dem internationalen Recht Geltung verschaffen

· man müsse Verletzung von Verträgen entgegentreten

· die Staaten, die Völkerrecht und Ordnung unterdrücken müssen unter Quarantäne gestellt werden

Þ Neutralität ist nicht mehr möglich

- 4. Januar 1939 Kongreß-Jahresbotschaft

· Roosevelt kritisierte erneut die Neutralitätsgesetze

· kündigte Erhöhung der Verteidigungsausgaben an

- in den Jahren 1938 und 1939 erreichte Roosevelt die schrittweise Aufgabe der Neutralitätspolitik

- die USA begann mit einer zielgerichteten Aufrüstung
Die USA im zweiten Weltkrieg



- mit Beginn des Zweiten Weltkriegs verhielt sich die USA zunächst militärisch neutral

- die Haltung der USA war zu diesem Zeitpunkt durch folgende Grundsätze geprägt:

· Nichtbeteiligung am europäischen Krieg und Erhaltung der politischen Handlungsfreiheit

· politische, wirtschaftliche und ideologische Unterstützung der Westmächte Großbritannien und Frankreich, da man den Sieg der faschistischen Staaten, als eine Bedrohung der globalen Interessen der USA betrachtete; (bei einer Niederlage könnten diese ihre Schulden nicht zurückzahlen)

Þ Abänderung der Neutralitätsgesetze zugunsten der Westmächte:

- November 1939 „Cash-and-Carry“-Gesetz

· der amerikanische Kongreß genehmigte die Lieferung von kriegswichtigen amerikanischen Gütern unter zwei Voraussetzungen:

1. sie mußten aus amerikanischen Häfen mit nichtamerikanischen Schiffen abgeholt werden

2. es mußte bar gezahlt werden

· dieses Gesetz begünstigte eindeutig die Westmächte, besonders GB, aufgrund seiner überlegenen Handels- und Kriegsflotte und der Kontrolle über den atlantischen Ozean; die Wirtschaft stützte dieses Gesetz

- November 1940 Präsidentschaftswahlen:

· Präsident Roosevelt wurde zu dritten Mal wiedergewählt

· aufgrund des Versprechens die „Söhne der Nation“ würden in keinen Krieg in die Ferne geschickt

- 29. Dezember 1940 erläuterte der Präsident seinen außenpolitischen Standpunkt

· die faschistischen Aggressoren bilden eine ernste Gefahr für die USA

· Großbritannien bildet den Hauptpfeiler im Widerstand gegen den Faschismus

· die „Achsenmächte“ können den Krieg nicht gewinnen

· Großbritannien muß die Unterstützung der USA erhalten

- im Januar 1941 gab er in einer Kongreßbotschaft die Zukunftsziele der USA bekannt:

· Prinzip der „Vier Freiheiten“ (Rede- und Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, Freiheit von Not und Freiheit von Furcht)

· diese Freiheiten seien durch die Diktaturen bedroht und müssen erhalten bleiben

- 11.3.1941 Leih- und Pachtgesetz (Lend-Lease-Act)

· ermächtigt den Präsidenten jedem Staat Waffen oder Kriegsgerät zu leihen oder zu verpachten, dessen Verteidigung der Präsident für die Verteidigung der USA als lebenswichtig erachtet

· die Güter müßten jedoch erst nach Kriegsende bezahlt werden

Þ wirtschaftliche und militärische Hilfsleistungen an die Gegner der Achsenmächte in einer Höhe von ca. 50 Mrd. Dollar

- April 1941 amerikanische Truppen besetzen Grönland und Island, um die Nordatlantikroute und damit massive Hilfelieferungen an die Westmächte zu sichern

- 12. August 1941 Roosevelt und Churchill vereinbaren die „Atlantikcharta“

· geheimes Treffen auf einem amerikanischen Kriegsschiff vor der Küste von Neufundland

· beinhaltete die Kriegsziele, die ihren Ursprung teilweise in dem 14-Punkte-Programm von Wilson hatten

· u.a. Selbstbestimmungsrecht der Völker, Freiheit der Meere, Abrüstung

· forderte „endgültige Zerstörung der Nazityrranei“

· bedeutete de facto für die USA den Zustand des „nicht-erklärten Krieges“

· eines der Hauptdokumente der Antihitlerkoalition

· die UdSSR schloß sich diesem Dokument am 24. September 1941 an

- aufgrund der aggressiven Hegemonialpolitik Japans in Pazifikregion verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den USA und Japan deutlich

- nach der Besetzung von Südindochinas und Saigons durch Japan, verhängte die USA im Juli 1941 ein vollständiges Ölembargo

- am 7. Dezember starteten japanische Flottenverbände und Luftstreitkräfte einen Angriff auf den amerikanischen Stützpunkt Pearl Habour, ohne vorherige Kriegserklärung

- die daraus resultierende nationale Empörung Amerikas überzeugte innerhalb US-Bevölkerung eine aggressive Kriegsstimmung

- am 7.12.1941 erklärten die USA Japan den Krieg und traten offiziell in den zweiten Weltkrieg ein


Quellenabgabe



1. Geschichte der USA 1914-1945; VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften

2. Kurswissen Geschichte, Die Supermächte USA und Sowjetunion; Klett

3. Epochen und Strukturen, Band 2; Diesterweg Verlag

4. USA, Verlag C. H. Beck

5. Weltgendarm USA; Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik

6. Der Neue Brockhaus; Brockhaus-Verlag








Quelle:




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