Die Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone - schulnote.de 
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Titel:

Die Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone


  Note: 2   Klasse: 9









Arbeit: Bedeutung:

Die Bodenreform ist ein zwangsweiser Eingriff in die Eigentumssituation von Grund und Boden aus sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gründen. Die aus sozialistischen und kommunistischen Ideen hervorgegangene Bestrebung, den gesamten Grund und Boden in Gemeineigentum zu überführen siht hierin die Vorraussetzung für eine gerechte (sozialistische) Gesellschaftsordnung.
Einige Bodenreformer dagegen wenden sich nicht gegen das Privateigentum, sindern fordern nur vom Staat scharfe Maßnahmen gegen die aus einer Monopolsituation entsprungene (ungerechtfertigte) Bereicherung der Bodenbesitzer durch die Grundrechte. Sie sind hauptsächliche Vertreter der städtischen Bodenreform, die sich gegen die Bodenspekulation wendet.
Von größerer Bedeutung ist die ländliche Bodenreform (Agrarreform), die gegen die Grundbesitzer gerichtet ist. In den sozialistischen Ländern Europas wurde nach 1945 der Großgrundbesitz (ab 100 ha) ohne Entschädigung enteignet und auf etwa 400000 Neubauernstellen von 4-8 ha Größe aufgeteilt (Agrarrevolution). Kommunisten drängten auch auf wirtschaftlichem Gebiet auf Reformen.

Wer wurde enteignet?

- die Kriegsverbrecher und Kriegsschuldigen
- die Naziführer
- die führenden Personen, die dem Hitlerstaat
angehörten
- gleichfalls wird der gesamte Großgrundbesitz
über 100 ha enteignet
- enteignetes Land wurde anschließend neu verteilt

Wer bekam es?

- landlose Bauern und Landarbeiter
- landarme Bauern
- Umsiedler

Allgemeines:

Die Bodenreform bevorteilte fast ausschließlich nur ehemalige Flüchtlinge aus Schlesien und Ostpreußen und Landarbeiter der Region als Neusiedler. Insgesamt war sie vom rechtlichen Standpunkt nicht immer korrekt durchgeführt worden, sondern es wurde willkürlich und unterschiedlich entschieden. Viele ehemaligen Bauern (Kleinbauern, Grundbesitzer) verließen die ehemalige SBZ und wanderten nach Westen Deutschlands aus.
Viele resignierten und traten mehr oder weniger unfreiwillig in die damals vom kommunistischen Regime gegründete LPG (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) ein. Sie brachten ihr gesamtes Inventar (landwirtschaftliche Maschinen und Vieh) mit in die LPG ein.
Viele traten nur ein, weil die Abgaben der Produkte zu hoch und der Gewinn zu niedrig gerechnet wurde, so dass die Einzelbauern nicht überleben konnten. Während der Bodenreform mussten viele Einzelbauern unentgeltlich Arbeit leisten, z.B. wochenlang mit einem Pferdegespann zu verschiedenen Orten fahren und aus dem Wald Holz holen. Die SBZ lieferte dann das Holz nach England.








Quelle:




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