Die Brücke - schulnote.de 
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Titel:

Die Brücke


  Note: 1   Klasse: 11









Arbeit: Die Brücke

Es ist passiert. Sie haben mich endlich zu den Pferdewagen beordert und da wir 4 Uhr haben darf ich Pause machen. Zwischen 4 und 6 dürfen keine Pferdewagen fahren, herrlich. Ich habe so viel Zeit für mich und ich weiß auch schon wo ich meine neugewonnene Freizeit verbringen werde. In der Eisdiele. Ja natürlich, ich liebe Eis, Schokolade, Vanille und Erdbeere, ja Eis essen ist eine gute Idee. Und wenn ich ihr begegnen sollte? Na ja, es ist nun einmal die einzige Eisdiele in der nähe und ich liebe Eis über alles.
Also werde ich hingehen. Es ist einer der schönsten Tage im Jahr sonnig, hell und warm aber nicht zu warm und der Wind weht mir sanft und kühl um die Nase. "Ein schöner Tag," flüstere ich leise. "Perfekt zum Eis essen." Ich schlendere gemütlich die Straße entlang und überlege mir dabei, welches Eis ich nun essen will, doch je mehr ich mich der Eisdiele nähere, desto weniger gehorchen mir meine Gedanken. Ich konzentriere mich auf leckeres Schokoladeneis aber das einzige Bild das vor meinem inneren Auge erscheint sind wunderschöne braune Locken. Ihre Locken. Ich versuche es mit Erdbeereis, und wieder sehe ich nur ihre rosigen Lippen die ich.......Nein....Benommen schüttle ich meinen Kopf und versuche meine verräterischen Gedanken wieder einzufangen bevor sie sich erneut selbstständig machen können. Ich bin bald an der Brücke. Sehe das verdammte Ding schon. Und ich weiß das am anderen Ende jemand sitzt und zählt, so wie ich es bis gestern getan habe. Gleich werde ich sie betreten und man wird auch mich in die Statistik aufnahmen, aber das ist mir egal. Doch plötzlich läuft mir ein kalter Schauer den Rücken herunter. Ich schaue über die Brücke hinaus und da sehe ich sie. Meine Geliebte. Sie biegt gerade aus der Seitenalee und schlendert fröhlich Richtung Brücke. Brücke, Nummer, Statistik Nein! Mir wird gleichzeitig heiß und kalt. Meine Hände zittern unkontrolliert. Und dann, sieht sie mich. Sie lächelt, winkt mir und mit jedem Schritt nähert sie sich der Brücke. Mir bricht kalter Schweiß aus. Sie darf die Brücke nicht überqueren, schreit eine Stimme tief aus meinem Innern, denn ich bin Stumm geworden. Mein Mund formt Worte, aber kein Ton kommt über meine Lippen. Was soll ich nur tun? Und dann plötzlich sehe ich ihn. Er sitzt auf einem Stuhl und sieht mich mit einem ekelhaften Grinsen, in einer undefinierbaren Fratze, höhnisch an. Er dreht sich langsam nach ihr um und betrachtet sie wie ein Wolf den es nach frischem Fleisch gelüstet. Sie sieht ihn nicht, oh mein Gott, sie sieht ihn nicht. Ich renne los, doch meine Beine gehorchen mir nicht mehr. Sie fangen an zu zerfallen, diese verdammten Ärzte, egal ich renne weiter. Muss sie erreichen. Brauche keine Beine. Die Zeit vergeht im Zeitlupentempo. Ich nehme nichts mehr war außer meiner Geliebten, die die Brücke gleich passieren wird. Ich renne schneller. Kann sie noch erreichen. Sie retten. Ich bin gleich bei ihr. Doch wie aus dem Nichts erschall plötzlich ein ohrenbetäubendes Gelächter. Die Welt um mich heru´m versinkt in Dunkelheit. Nein! Ich komme zu spät. Ich sehe Zahlen auf mich zufliegen. Dreistellige, vierstellige, fünfstellige und jede so groß wie ein Haus. Und immernoch höre ich das Gelächter aber diesmal gemischt mit einem schrillen Schrei. Ihr Schrei. Ich habe es nicht geschafft. Konnte sie nicht retten. Ich falle, falle in ein tiefes Loch der Verzweiflung und Hilflosigkeit. Meine Glieder sind taub geworden. Mein Kopf ist leer. Nur vier Wörter sind mir als Gedanken geblieben. Habe es nicht geschaft.

Mit einem jähen Ruck, fuhr er hoch. Schweiß überströmt setzte er sich auf und blickte sich immrenoch keuchend in seinem Zimmer um. Nur ein Traum. Diese Feststellung erleichterte ihn so sehr, dass er anfing hysterisch zu lachen. Als er sich nach einer Weile wieder beruhigt hatte, nahm er sich vor Morgen in die Eisdiele zu gehen, aber sicher nicht um Eis zu essen. Dieses kalte Zeug mochte er noch nie.








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