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Titel:

Die Englische Industrialisierung


  Note: 1-2   Klasse: 9









Arbeit: Die Englische Industrialisierung

Global gesehen begann die Industrialisierung Europas Ende des 18. Jahunderts. Der Grund dafür lag in den vorhandenen wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen, die hier knapp 100 Jahren früher vorhanden waren, als beispielsweise in Deutschland. In England konnte man am Anfang der Industrialisierung große Fortschritte im Bereich der Wirtschaft beobachten. Es wurde zum sogenannten Mutterland der industrielle Revolution Europas.

Folgende Punkte zeigen deutlich die Veränderung, die zur industriellen Revolution führten:

- Veränderung der Feldwirtschaft
- Sehr hoher Bevölkerungszuwachs ( u. a. wegen medizinischer Fortschritte)
- Extremer Anstieg der Textilindustrie
- Ausarbeitung des Fabriksystems
- Verwendung neuer Techniken und Maschinen
- Die massenhafte Nutzung von bislang wenig benötigten Rohstoffen
- die Lohnarbeit wurde zur überwiegenden Erwerbsform

Wenn man nun einen näheren Einblick auf die Feldwirtschaft wirft, kann man eine wesentliche Veränderung feststellen: aus kleinen Feldern der Bauern, die sich bisher selbst mit ihren Ernten versorgt hatten, wurde durch Verkauf und Zusammenschluss große Anbauflächen. Es fand also eine Flurbereinigung statt. Auf den Feldern wurde jetzt er fruchtwirtschaftswechsel betrieben , der den Boden weitaus ertragreicher machte, als bisher.

Die nun arbeitslosen Bauern in den Städten wanderten aus, was zu einer raschen Zunahme der Städtebevölkerung führte. Somit wurde London um 1750 mit ca. 750 000 Einwohnern zur weltgrößten Stadt. Durch diesen Bevölkerungszuwachs stieg automatisch auch die Nachfrage nach Textilien und die bisherigen Spinnräder reichten nicht mehr aus, den jetzt gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Dies wiederum förderte den Bau der ersten Fabriken, welche meist an Flüsse errichtet wurden, da das Wasser zu dieser Zeit die einzige Energiequelle war. Dieses Fabriksystem hatte zur Folge, dass auf ein Spinnrad beispielsweise jetzt mehr als 5 Spindeln passten und die damit enstandene Wolle sogleich mit mechanischen Webstühlen weiterverarbeitet wurde. Da die Spindeln, wie auch die Webstülen durch Wasserräder angetrieben wurden, jedoch diese Kraft aber bald nicht mehr ausreichte die erforderlichen textilien zu produzieren, musste man auf eine energiestärkere Methode umsteigen. Man barchte die Dampfmaschine zum Einsatz, welche durch Verbrennung von Kohle angetrieben wurde. Das hatte zur Folge, dass der Abbau von Kohle von 50 auf 228 Millionen Tonnen stieg; das entspricht einer Steigerung von 456 %.

Schlussfolgernd waren also die Bevölkerungsexplosion, die darauffolgende Argrarwirtschaft und die dadurch entstandene wirtschaftliche Ideologie die 3 Grundvorraussetzungen der industriellen Revolution Englands.


Der Aufstieg der Fabrikindustrie hatte allerdings nicht nur positive Folgen. Die Fabrikanten waren regelrechte Diktatoren, die die absolute Herrschaft und Macht über die Arbeiter besaßen und somit ihr Tun und Sein bestimmten. Es war keine Seltenheit, dass den Arebitern für angeblich mangelhafte Arbeit, eine Lohnkürzung auferlegt wurde, die sie ohne die Möglichkeit einer Rechtfertigung hinnehmen mussten. Das Gericht hatte ebenfalls keinen Einfluss auf die diktatorischen Handlungen der Fabrikanten. Die Richter wehrten jegliche Beschwerde mit der Begründung ab, der Arbeiter hätte sich freiwillig untergeordnet und müsste sich den Regeln nun auch beugen. Einer dieser Regeln besagte, dass ein Arbeiter solange er engagiert war, nicht in einer anderen Fabrik arbeiten durfte, auch wenn er nicht gebraucht wurde und somit kein Geld verdienen konnte. Sollte ein Arbeiter diese Vereinbarung brachen, so wurde er zur Strafe für mehrere Wochen in die Tretmühle geschickt.


Undenkbar ist heute, was damals während der industriellen Revolution zur Norm wurde. Fast die Hälfte aller Arbeiter in England bestand aus minderjährigen Jungen und Mädchen unter 18 Jahren.
In den Bergwerken mussten bereits 4- bis 5-jährige Jungen in Schächten arbeiten, da Erwachsene zu groß dafür waren. Die gewöhnliche Arbeitszeit lag bei 14 Stunden und sehr häufig wurde doppelte Zeit gearbeitet. Regelmäßige Pausen gab es nicht und es wurde gegessen, wenn die Zeit es erlaubte.
Frauen und Mädchen wurde wegen ihrer besseren Fingerfertigkeit in den Farbiken gebraucht. Dabei handelte es sich hauptsächlich um das Zusammenknüpfen einzelner Fäden, da die Maschinen sonst alles erledigten. Auch hier wurde teilweise bis zu 36 Stunden gearbeitet.
Für Kinder war es also Alles in Allem ein nicht sehr schönes und angenehmes Leben. Denn wenn sie nicht gerade der Lohnarbeit nachgingen, kam es oft vor, dass sie völlig allein zu Hause waren und sich selbst versorgen mussten, da beide Elternteile in den Fabriken bzw. Bergwerken schuften mussten. In den meisten Familien war es jedoch glücklicherweise nur so, dass das bisher so gewöhnliche Familien auf den Kopf gestellt war. Denn nicht selten kam es vor, dass nicht, wie üblich, die Mutter den Haushalt und die Kindererziehung übernahm, sinder jetzt der Vater diese Aufgaben erledigen musste. Für ihn fand sich ab einem bestimmten Alter keine Arbeit mehr und so war die Frau gezwungen, in den fabriken das Geld zu verdienen.

Wenn man nun all diese Faktoren betrachtet, so wundert es nicht im geringsten, dass die Arbeiter keinen Spaß mehr am Leben fanden. Die ständige Unterdrückung, ein karges, ungemütliches Zuhause, sowie trotz der vielen Arbeit wenig Geld zu besitzen, trieb die Männer zum Alkohol. Samstag, wenn etwas früher Feierabend gemacht wurde und der Lohn ausbezahlt war, drängte es die Männer dazu, ihre Freunde in Wirtshäusern zu terffen, um das elendige Leben wenigsten für einige Augenblicke zu vergessen. Das gelang allen am besten und einfachsten durch den Alkohol. Dass dies wiederum in einen Teufelskreis führte, ist eine logische Schlussfolgerung. Denn durch ihre Alkoholabhängigkeit ging es den Männern körperlich wie auch finanziell schlechter als zuvor.

Die Situation spitze sich zu, als der Getreidepreis, infolge der hohen Einfuhrzölle massiv anstieg und sich die Arbeitslosigkeit rasch ausbreitete. Die Familien besaßen bald nicht mehr als das eigene Hemd auf dem Leib un ein Massensterben begann. Denn durch die extreme Armut und die dementsprechende hygienischen Umstände brachen Seuchen und Epidemien aus. Dieses schreckliche Elend ging dann soweit, dass das Aussterben der englischen Bevölkerung drohte. Im Jahre 1840 hatte in Liverpool zum Beispiel ein Tagelöhner gerade einmal eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren!



Rückblickend muss man sagen, dass dem steilen und hochgelobten Anstieg der Industriellen Revolution Englands ein schrecklicher und tiefer Fall folgte. Denn leider mussten viele Kinder ihr Leben lassen, um andere reich zu machen...








Quelle: keine Angaben




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