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Titel:

Die Entwicklung im nahen Osten


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: ÜBERBLICK ÜBER DIE ENTWICKLUNG IM NAHEN OSTEN

Im 19. Jhdt. drangen die europäischen Kolonialmächte und die westliche Zivilisation stürmisch in den Orient ein. In ihrer Freiheit bedroht, mit ihrem Denken und Fühlen in Frage gestellt, erwuchsen den Arabern frische Kräfte, die gegen Ende des 19. Jhdts eine „Erneuerung“ des Islams und „des arabischen Geneinsinns“ einleiteten. Der größte Teil der Araber des Vorderen Orients waren Untertanen des türkischen Sultans. Sie schwankten damals noch zwischen osmanischem Reichspatriotismus und pan-arabischem Nationalismus.



I. Der 1.WK als Wende

Um die Araber im Ersten Weltkrieg zum Aufstand gegen die mit Deutschland verbündeten Türken zu bewegen, versprachen britische Politiker, in den arabischen Provinzen des Osmanischen Reiches einen unabhängigen arabischen Staat anzuerkennen. Kernraum sollte GROßSYRIEN sein. Darauf begann 1916 in einigen Gebieten der arabische Aufstand gegen die Türken. Gleichzeitig nahmen -hinter dem Rücken der Araber- die Briten mit den Franzosen im sogenannten Sykes-Picot-Geheimabkommen, 1916, eine Interessensaufteilung des Türkischen Reiches vor. da seit der Entdeckung der Erdölvorkommen die arabischen Gebiete wirtschaftspolitisch eine neue Bedeutung gewonnen hatten. Frankreich sollte den Nordwesten, England den Süden und Osten des Fruchtbaren Halbmondes als Interessensgebiet erhalten. Dagegen versprach 1917 Balfour, der britische Außenminister, den jüdischen „Zionisten“ Unterstützung bei der Errichtung einer jüdischen Nationalheimat in Palästina.

Als 1918 das Türkische Reich zusammenbrach. eroberten die Briten das Zweistromland und Palästina; die Franzosen besetzten ihre Interessenszone. Die Araber indes pochten auf das Selbstbestimmungsrecht bei der Neuordnung des Nahen Ostens. Doch sahen sie sich nach Abwendung der USA aus Europa von den Amerikanern im Stich gelassen.

Briten und Franzosen wurden vom Völkerbund als Treuhänder eingesetzt. Ihre Mandatsgebiete, deren Grenzen sich weder an historisch gewachsenen Provinzgrenzen noch an Naturgrenzen anlehnten, wurden willkürlich abgegrenzt. Zwar wurden Ägypten 1922 und der Irak 1932, dem Namen nach unabhängig und In Saudiarabien errichtete 1926 das unabhängige Königreich Saudi-Arabien, doch die übrigen arabischen Länder blieben unter westlicher Herrschaft.
II. Das Englische Mandatsgebiet Palästina

Die jüdische Einwanderung in Palästina setzte schon vor dem Ersten WK ein. Die meisten Neuankömmlinge stammten aus Rußland und waren Zionisten. Sie schufen KIBBUZIM, gründeten politische Parteien und eine Gewerkschaft und prägten eine neue jüdische Gesellschaft. Nach dem Erste WK verstärkte sich die jüdische Einwanderung. Die arabischen Grundbesitzer verkauften den Juden Land zu einem viel höheren Preis als zum Vorkriegswert. Auch erschien die Idee zu einer arabisch-jüdischen Koexistenz einem Zwei-Nationen-Staat nicht von vornherein aussichtslos. Als sich jedoch des Zahlenverhältnis zwischen Juden und Arabern rasch veränderte, verschlechterten sich die Beziehungen, zumal die jüdischen Einwanderer mit ihrem technischen Können den unterentwickelten Palästinenser (meist Fellachen) überlegen waren. Die Zionisten kündigten außerdem nach der Erwerbung arabischen Grundbesitzes den arabischen Pächtern und siedelten fast ausschließlich Juden an.

Als nach der nationalsozialistischen Machtergreifung die Einwanderung mittelständischer Juden sprunghaft zunahm, versteifte sich der arabische Widerstand. 1936 brach ein langer arabischer Aufstand aus. 1937 schlug eine englische Kommission (Peel-Kommission) eine Teilung Palästinas vor. Doch Juden wie Araber lehnten ab.

Nach längeren Auseinandersetzungen beschloß die UNO im November 1947 die Aufteilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Die Juden waren zu einem territorialen Kompromiß bereit. Die Araber wollten die Teilung verhindern, da der UNO-Plan das Selbstbestimmungsrecht der arabischen Bevölkerungsmehrheit mißachtete. Sie sahen auch darin einen Versuch der Imperialisten, mit sowjetischer Unterstützung den ölreichen Nahen Osten auch weiterhin in der Rolle des ausgebeuteten Objektes zu halten. Am 14. Mai wurde der Staat ISRAEL durch Ben GURION ausgerufen. Mit dem Angriff der Armeen aus Syrien, Libanon, Transjordanien, Ägypten und dem Irak begann am 15. Mai 1948 der 1.Nahost-Krieg, der mit mehreren Waffenstillstandsverträgen bis 1949 beendet wurde. Infolge des israelischen Sieges entsteht ein zusammenhängendes israelisches Staatsgebiet (78% Palästinas gegenüber 57% nach dem UNO-Teilungsplan), aber es gibt keinen Friedensvertrag. Die arabischen Reste Palästinas bestehen seitdem aus zwei unzusammenhängenden Gebieten, dem West-Jordanland und dem Gazastreifen. Das West-Jordanland wird von Transjordanien annektiert. Ägypten sperrt für Israel den Suezkanal und den Seeweg nach Eilat.

Im Jahre 1952 kam ferner die Frage der Jordan-Wässer in die Diskussion: die theoretisch sehr fruchtbaren Wüstenlandschaften Israels, v.a. der Negev, bedürfen lediglich des Wassers, um sehr viel größere Bevölkerungsmengen ernähren zu können, als Israel sie aufzuweisen hat; solange Arbeiten an nuklearen Entsalzungsanlagen für Meerwasser und Projekte, bestimmte Fruchtarten mit Salzwasser in Wüstengegenden zu tränken und zu ziehen, noch in den Anfangsstadien begriffen sind, ist es für Israel lebensnotwendig die Wässer des Jordans zur Befruchtung der wasserlosen Gebiete zu nutzen; erste Auseinandersetzungen fanden bereits 1951 mit Syrien statt.

Am 29.Oktober 1956 begann wegen neuerlicher Grenzzwischenfällen, insbesondere mit Syrien der 2.israelisch-arabische Krieg, der insbesondere das Ziel hatte, die Gefährdung der Schiffahrt durch den Golf von Akaba zum israelischen Hafen Eilat zu beseitigen. Er war mit einer französisch-britischen Aktion gegen Ägypten gekoppelt, um eine Verstaatlichung des Suezkanals zu verhindern. Intervention durch die USA und die Sowjetunion zwang die israelischen Truppen 1957 die eroberten Gebiete Ägyptens zu räumen.

1958 kam es zur Vereinigung der sich selbst als Vormacht der ostarabischen Völker fühlenden Republik Syrien mit dem fellachischen Ägypten. Die Spannungen zwischen den auf das Idealbild der arabischen wüstennomadischen Kultur eingeschworenen Syrern und der dieser Kultur völlig fremden, aus einer Vermischung semitischer Nomaden mit negriden Bauernstämmen stammenden ägyptischen Bevölkerung brachten diesen Zusammenschluß bereits 1961 wieder zum Zusammenbruch.

In der Folgezeit gewann die von Syrien ausgehende radikal-arabische Agitation sowie die von Nasser formulierte antizionistische Propaganda in den arabischen Länder bei ständiger Unterstützung der Sowjetunion immer mehr Gewicht. Einerseits distanzierten sich immer mehr arabische Staaten von der nasseristischen Politik, andererseits gingen immer mehr arabische Länder auf Zusammenarbeit mit der Sowjetunion oder anderen Staaten des europäischen Ostblocks ein, ständig mit dem Akzent eines Ausbaus einer arabischen Front gegenüber Israel, wobei das Argument immer wieder lautete, Israel sei die Speerspitze des von den USA gesteuerten und der BRD unterstützten kapitalistischen Imperialismus gegen das Lager der sozialistischen Araber.

1964 gründeten in Kairo die arabischen Staatschefs unter Nassers Führung die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO).

Nach zahlreichen Terroraktionen, erneuten Spannungen um die Jordanquellen, die Golanhöhen und Sperrung des Zugangs nach Eilat am Roten Meer für Israel, sowie ägyptische Truppenkonzentrationen auf der Sinai-Halbinsel beginnt am 5.Mai 1967 durch einen israelischen Präventivkrieg gegen Ägypten, Syrien und Jordanien. Die israelischen Truppen besetzen die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, den Gazastreifen, ganz Jerusalem und das Westjordanland. Erneute Fluchtwelle der Palästinenser. USA und UdSSR erzwingen einen Waffenstillstand. Der Zugang zum Roten Meer wird wieder geöffnet. Fast 1 Million Araber geraten zusätzlich unter israelische Verwaltung. Ein palästinensisches Nationalbewußtsein entsetht. Die PLO macht die Welt durch Terroraktionen auf das Palästinaproblem aufmerksam.

1969 wird Jassir Araft, der Führer der Guerillaorganisation El-Fatah zum Vorsitzenden des Exekutivkommitees der PLO gewählt.

1970 König Husseins Armee besiegt die PLO-Guerillas in einem Bürgerkrieg um die Vorherrschaft in Jordanien

Im Jahre 1973 waren es dann die Israelis, die überrumpelt wurden. Am Jom-Kippour, dem höchsten jüdischen Feiertag, marschierten die Ägypter auf dem Sinai ein und konnten einen schmalen Streifen des an den Suezkanal angrenzenden Gebietes, das sie im 6-Tage Krieg verloren hatten, zurückerobern, ehe sie von israelischen Gegenangriffen zum Halten gebracht wurden. Einer ägyptischen eingeschlossen Armee droht die Vernichtung. Die Araber sperren die Erdöllieferungen und somit veranlassen die USA und die UdSSR einen Waffenstillstand und einen Teilrückzug Israels auf der Sinai-Halbinsel und den Golanhöhen. UNO-Truppen kontrollieren die Waffenstillstandslinien. Es folgt die „Pendeltiplomatie“ des amerikanischen Außenministers Henry Kissinger und einer weitgehend ergebnislos verlaufenden internationalen Nahost-Friedenskonferenz in Genf.

1974 bestätigt die arabische Gipfelkonferenz in Rabat die PLO als „einzigen und legitimen Repräsentanten“ des palästinensischen Volkes. Noch im selben Jahr spricht Arafat vor der UNO. Die UNO-Vollversammlung verurteilt den Zionismus als Rassismus und erkennt mit Mehrheit das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit an.

1977/78 startet Ägyptens Präsident Anwar el-Sadat eine Friedensinitiative und besucht Israel, spricht vor der Knesseth und bietet einen umfassenden Frieden an, vorausgesetzt, Israel zieht seine Truppen vollständig aus dem Sinai zurück.



Im September 1978 wurden nach intensiven Bemühungen der USA in Camp David von Israel und Ägypten zwei Rahmenabkommen für eine Nahost-Friedensregelung und einen Friedensvertrag geschlossen. Im März 1979 wird der ägyptisch-israelische Friedensvertrag unterzeichnet. Das Abkommen wurde im April 1982 erfüllt, als Israel den Sinai an Ägypten zurückgab.

1982 begann mit der israelischen Invasion im Libanon der 5.Nahost-Krieg. Am 6.Juni überquerte eine starke israelische Panzertruppe die Nordgrenze in einem Feldzug, der den Namen „Operation Frieden für Galiläa“ trug und dazu bestimmt war, die PLO im Libanon zu liquidieren. Die Bombardierung Beiruts und die Einnahme zahlreicher PLO Stellungen führte schließlich zur Evakuierung von rund 8000 PLO-Anhängern. Fallangistenführer Beschir Gemayel fällt kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten des Libanon einem Attentat zum Opfer. Fallangistische Milizen ermorden Hunderte von Palästinenser in den von israelischen Truppen umzingelten Flüchtlingslagern. Soldaten des US.Marine Corps treffen als Teil einer multinationalen Friedenstruppe im Libanon ein. Der Krieg der syrischen Streitkräfte und libanesische Moslemkämpfer ging jedoch bis 1985 weiter, wobei die Verluste auf beiden Seiten eskalierten, selbst als sich die israelischen Truppen zurückzogen.

Im Dezember 1987 begann als Antwort auf die forcierte Siedlungspolitik und die anhaltende Okkupation Israels in Gaza und im Westjordanland die „Intifada“, der Palästinenser-Aufstand in den besetzten Gebieten. 1988 rief der palästinensische Nationalrat einen „unabhängigen“ Palästinenserstaat aus. Die PLO erkannte das Existenzrecht Israels an und Arafat verurteilte jede Form von Terrorismus. Der amerikanische Außenminister George Schultz stimmt der Eröffnung eines Dialoges mit der PLO zu.

1989 Die UNO-Vollversammlung fordert in einer gegen die Stimmen der USA und Israels angenommenen Resolution die Einberufung einer internationalen Nahost-Friedenskonferenz und verurteilt zugleich die Menschenrechtsverletzungen der „Besatzungsmacht“ Israel.

1990 Die in der Frage des Nahost-Friedensprozesses zerstrittene israelische Regierungskoalition zerbricht. Am 31.1. entläßt Ministerpräsident Shamir (Likud-Block) Vize-Premier Shimon Peres (Arbeiterpartei), worauf alle Minister der Arbeiterpartei zurücktreten. Shamir erklärt, aufgrund der zu erwartenden Masseneinwanderungen von Juden aus der UdSSR könne Israel nicht auf die besetzten arabischen Gebiete verzichten. Am 8.6. gibt Shamir die Bildung einer neuen Koaltionsregierung bekannt.

Im Südlibanon kommt es zu heftigen Kämpfen zwischen der pro-iranischen Hisbollah und den Schiitenmilizen der von Syrien unterstützten Amal (Juni). Am 9.7. fliegen israelische Kampfbomber ihren 13. Angriff seit Jahresbeginn gegen Stellungen der Hisbollah.

1991 wurde Israel während des zweiten Golfkrieges Ziel irakischer Raketen. US-Außenminister Baker skizzierte die Grundzüge der amerikanischen Strategie für den Nahen Osten der Nachkriegszeit. US-Präsident Bush appellierte an Israel „Land für Frieden“ zu geben. Im März dieses Jahres begann Baker seine Sondierungsgespräche im Nahen Osten über die Einberufung einer regionalen Friedenskonferenz.

Diese Konferenz wurde am 30.November 1991 in Madrid eröffnet. An ihr nahm auch eine gemeinsame palästinensisch-jordanische Delegation teil. Nach dem Auftakt der Konferenz fanden bis Mitte 1993 neun Verhandlungsrunden in Washington statt. Israels Libanon-Operation schien im Juli 1993 den Nahost-Friedensprozeß zum Scheitern zu bringen, ehe die USA einen Waffenstillstand vermittelten. Zehn Runden lang trat die Nahost-Friedenskonferenz mehr oder minder auf der Stelle bis nun eine wage Übereinkunft für die Stadt Jericho und den Gaza-Streifen stattfand.
III. DIE ENTSTEHUNG DES STAATES ISRAEL

In den langen Jahrhunderten ohne einen eigenen Staat blieb in den Juden die Sehnsucht nach dem Gelobten Land stets lebendig. Die Rückkehr in das Land ihrer Väter war für „das Ende aller Tage“ vorherbestimmt und sollte unter der göttlichen Führung des Messias stattfinden, der dereinst kommen würde, das auserwählte Volk zu erlösen.

Der Begriff ZIONISMUS stammte von „ZION“, dem Hügel, auf dem der Tempel von Jerusalem stand, von dem die Stadt Jerusalem ihren symbolischen Namen „Tochter Zions“ erhielt. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert gab es zwei Richtungen innerhalb der Judenschaft; die eine betonte die geistige Seite des Judentums und trat für die Assimilierung der Juden bei Wahrung ihrer religiösen und moralischen Grudsätze mit der Bevölkerung der Länder ein, die für sie eine neue Heimat geworden waren. Die andere Richtung betonte das rassische und nationale Element des Judentums und erstrebte die Schaffung eines eigenen nationalen Heims im Ursprungsland Palästina, das seit 1517 unter türkischer Herrschaft stand. Die Zuneigung zu der einen oder anderen Richtung wurde durch die Lebensbedingungen mitbeinflußt, die den Juden in den Ländern ihres Wohnsitzes zugestanden wurden.

Erst Ende des 19.Jahrhunderts begannen die Juden ernsthaft darüber nachzudenken, schon vor der Ankunft des Messias einen jüdischen Staat zu gründen. Der Antrieb dazu gab die verzweifelte Lage der Juden im zaristischen Rußland. Die russischen Juden lebten weiterhin unter ähnlichen Bedingungen wie ihre Vorfahren im Mittelalter. Da ihnen alle Bürgerrechte verweigert wurden, waren sie sowohl der Unterdrückung seitens des Staates als auch den Gewalttaten des Pöbels hilflos ausgeliefert.

Im Gegensatz zu den Verhältnissen in Osteuropa, wo die Judenschaft durch Unterdrückung und immer wieder aufflammende Pogrome stets stark gefährdet war, hatte sich in Westeuropa unter dem Geist der Aufklärung eine Entwicklung angebahnt, die zur Emanzipation der Juden führte. So konnte sich eine Persönlichkeit wie der britische Philanthrop Sir Moses Montefoire massiv für die Interessen der Glaubensgenossen in Osteuropa und im Osmanischen Reich einsetzten. Zwischen 1827 und 1866 unternahm der Lord, der durch Heirat mit dem Hause Rothschild verwand war, mehrere Reisen nach Palästina, wo er durch die Errichtung gewerblicher Betriebe und sozialer Einrichtungen versuchte, die Lage der dort lebenden Juden zu verbessern.



Der Umstand, daß sich Montefoire persönlich beim türkischen Sultan für die Belange seiner Glaubensbrüder einsetzten konnte, zeigt, daß er bei seinen philanthropischen Unternehmungen die Unterstützung seiner Regierung hatte, die sich als „Schutzmacht“ der Juden Einfluß sichern wollte.

Auch in anderen Ländern Europas fühlte sich das emanzipierte Judentum berufen, sich der Juden im Orient anzunehmen. Die Gründung der „Alliance Israelite Universelle“(1860) in Frankreich war ein Zeichen dafür. Als wichtigste Aufgabe sah die „Alliance“:

- Überall für die Gleichberechtigung und den moralischen Fortschritt der Juden zu wirken.

- Denjenigen, die in ihrer Eigenschaft als Juden leiden, eine wirksame Hilfe angedeihen zu lassen.

- Jeder Schrift Unterstützung zu gewähren, die geeignet ist, diese Resultate herbeizuführen.

In über 100 israelischen Schulen und Ausbildungsstätten, die die „Alliance“ im Osmanischen Reich unterhielt, sollte eine Grundlage für die Besserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Juden geschaffen werden. Eine besondere Bedeutung erlangte die 1870 gegründete Ackerbauschule Miqweh Yisrael bei Yaffa, in der später die ersten Einwanderer der „Liebe zu Zion“-Bewegung ihre erste vorübergehende Bleibe finden sollten.

Der „Alliance“ „Ähnliche Vereinigungen wurden später auch in Wien(1873) und in Berlin(1901) gegründet.

In den zahlreichen Judengemeinden Osteuropas konnte freilich die Idee von der Emanzipation durch Assimilation nur wenig überzeugend wirken. Wovon man dort träumte, war die Möglichkeit das Gelobte Land zu sehen und als Bauer ein bescheidenes Dasein in Palästina zu führen. Der aus Odessa/Rußland stammende Arzt Leon Pinsker(1821-1891) veröffentlichte 1882 eine Schrift, in der er zum Ausdruck brachte, daß es nicht die bürgerliche Gleichstellung der Juden in einem nichtjüdischen Staat sein könne, die den Juden Sicherheit und Vertrauen geben würde, sondern daß man ein eigenes Kolonistenwesen ins Leben rufen müsse.

Einige junge Anhänger Pinskers versuchten diese Idee in die Praxis umzusetzten, indem sie eine Bewegung gründeten mit dem Ziel, in der alten Heimat Zion eine auf Landwirtschaft beruhende Gesellschaft aufzubauen. Aber Palästina war fern; Geld war knapp und Freunde fehlten. Die erste Gruppe, die sich auf dem Weg machte, zählte genau 16 Personen.

Es war ein bescheidener Anfang. Es hätte aber auch das Ende sein können, wenn da nicht die Begeisterung und die Tatkraft eines einzelnen Mannes gewesen wären: des 1860 in Budapest geborenen Theodor Herzl. In jüngeren Jahren stand der Journalist Herzl dem Judentum so gleichgültig gegenüber, daß er die Meinung vertrat, die Antwort auf den Antisemitismus könnte die Massentaufe jüdischer Kinder sein.

Sein Schlüsselerlebnis hatte Herzl 1894, als er nach Paris ging, um über den berühmten Dreyfus-Prozeß zu berichten. Hauptmann Alfred Dreyfus, ein jüdischer Offizier der französischen Armee, wurde beschuldigt, ein deutscher Spion zu sein.

Das Beweismaterial für Hochverrat war dürftig, das für antijüdische Vorurteile überwältigend; was den jungen Herzl aber besonders erschüttete, war die Menschenmenge vor dem Gerichtssal in dem angeblich so aufgeklärten Frankreich, die „Tod den Juden!“ brüllte.

Mit der zielstrebigen Hingabe eines alttestamentarischen Propheten schrieb Herzl eine der einflußreichsten Abhandlungen aller Zeiten: der JUDENSTAAT. Er hatte weder von Pinsker noch von der Bewegung gehört. Ebensowenig wußte er von den Hindernissen, die vor ihm lagen, angefangen von den physischen Problemen bei der Besiedelung Palästinas bis hin zum Widerstand, auf den er bei seinen Glaubensbrüdern stoßen sollte, insbesondere bei den einflußreichsten und wohlhabensten.

Während der nächsten Jahre war Herzl unermüdlich tätig, klopfte an jede erdenkliche Tür, sucht die Unterstützung der Regierungen Frankreichs, Groábritanniens und Deutschland, verhandelte mit dem türkischen Sultan und wandte sich sogar an den Papst. Dennoch blieb der stolze Preis weiterhin unerreichbar. Von den Anstrengungen seiner Bemühungen und der Größe seiner Aufgabe erschöpft, verstarb Herzl 1904 im Alter von 44 Jahren.

1897 fand in Basel der erst zionistische internationale Kongreß statt. Es wurde als Ziel der zionistischen Bewegung erklärt, für das jüdische Volk ein Heim in Palästina zu schaffen, Palästina durch die Einwanderung landwirtschaftlicher und industrieller jüdischer Arbeiter zu kolonisieren, die Judenschaft in der ganzen Welt durch entsprechende Institutionen zusammenzufassen und die nationale Bewußtheit der Juden zu stärken und zu fördern. Erste Verhandlungen der Zionisten mit der türkischen Regierung führten zu keinem Ergebnis. Es wurde ein jüdischer Nationalfonds gegründet, der die Mittel für die Erwerbung von Land sammelte und zur Verfügung stellte.

Die zionistische Bewegung hatte wenig Zeit , ihn zu betrauern: Es gab viel zu tun, nicht zuletzt in Palästina selbst. Wie das gesamte Osmanische Reich war auch dieses Land in stetigen Verfall geraten, was zur Folge hatte, daß es nun weitgehend unfruchtbar war, ausgebeutet von korrupten türkischen Beamten und verheert von Dürreperioden, Räuberbanden und Seuchen. Doch die zionistischen Pioniere ließen sich nicht abschrecken, und im Jahre 1914 hatten sie bereits 44 Siedlungen, eine Landwirtschaftsschule und eine technischen Lehranstalt gegründet.

Im ersten Weltkrieg kam es zu Kämpfen in Palästina zwischen britischen und türkischen Truppen, da die Türkei an der Seite der Mittelmächte in den Krieg eingetreten war. Die Briten waren bestrebt sich bei diesen Kämpfen die Unterstützung der Juden in Palästina zu sichern; aber auch, durch ein Eintreten für die Aspirationen der jüdischen Zionisten die Juden in der ganzen Welt für die Sache der Alliierten zu gewinnen.

Einer der führenden Zionisten, Dr. Chaim Weizmann, ein russischer Jude, war ein Chemiker internationalen Ranges, der an der Universität Manchester lehrte. Eine Entdeckung, die er auf dem Gebiet der Waffentechnik gemacht hatte, brachten ihn mit höchsten britischen Regierungskreisen in Kontakt, und er nutzte jede Gelegenheit, die Sache seines Volkes voranzutreiben.

Im Winter 1916 waren die Briten dann bereit, mehr zu tun als nur zuzuhören. Die Kriegslage war prekär: Die deutsche U-Boot Blockade hatte die britischen Inseln abgeriegelt; Rußland stammte am Rande der Revolution und des Zusammenbruchs; und die Vereinigten Staaten zögerten immer noch. in den Krieg einzutreten. Wenn jedoch die amerikanischen und russischen Juden dafür gewonnen werden konnten, ihren Einfluß zugunsten der Entente geltend zu machen, dann konnte sich die Lage durchaus ändern.

So jedenfalls dacht die britische Regierung. Am 2.November 1917 gab Außenminister Arthur Balfour jene Deklaration ab, die für alle Zeit mit seinem Namen verbunden bleiben wird.

Die entscheidende Passage lautet: „Die Regierung ihrer Majestät faßt mit wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina ins Auge. Sie wird sich mit besten Kräften dafür einsetzten, daß dieses Ziel erreicht wird. Festgestellt wird, daß nichts unternommen wird, was die zivilen und religiösen Rechte der bestehenden nichtjüdischen Gemeinden in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern berührt.“

Der Text war bewußt wage formuliert- mit gutem Grund. Die Briten hatten auch den Arabern des Osmanischen Reiches Versprechungen gemacht, um sie (mit Erfolg wie sich herausstellte) zu veranlassen, sich gegen ihre Beherrscher zu erheben. Es sollte in den Nachkriegsjahren schwierig werden, diese Zusagen miteinander in Einklang zu bringen.

Knapp 5 Wochen nach der Veröffentlichung der Balfour-Deklaration zogen bereits britische Truppen in Jerusalem ein. Im darauffolgenden September brachte ein zweite Offensive das ganze Osmanische Reich zum Einsturz. Es kapitulierte Ende Oktober, wenige Tage vor dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Überall auf der Welt sahen Zionisten optimistisch in die Zukunft, von der sie sich ihren verdienten Lohn erhofften.

Zwischen den Arabern und den Zionisten sah es zumindest so aus, als ob ein Kompromiß möglich wäre. In den letzten Kriegsmonaten hatte eine zionistische Kommission unter der Leitung Wizmanns Palästina besucht. Weizmann hatte selbst mit Emir Feisal verhandelt, dem Führer des arabischen Aufstands. Der Emir, schrieb Weizmann, „war lebhaft daran interessiert, Juden und Araber in Einklang miteinander arbeiten zu sehen“, und bis an sein Lebensende blieb der große Zionist davon überzeugt, daß die bitteren Konflikt der Zukunft hätten vermieden werden können.

Die Zionisten befanden sich in einer schwierigen Lage. Bei Kriegsende stellten die Juden knapp 10% der 750000 Einwohner Palästinas. Nur ein Bruchteil von ihnen sympathisierte mit dem Zionismus: Die meisten lebten in frommen Gemeinschaften, die sich dem Studium des Talmud widmeten, von den Spenden der Diaspora unterhalten wurden und an etwas so weltlichem wie einem jüdischen Staat völlig uninteressiert waren. Um den zionistischen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, war eine umfangreiche Einwanderung erforderlich.

Aus Angst vor arabischen Reaktionen waren die Engländer allerdings nicht bereit dies zuzulassen.

Das unmittelbare Problem war nicht das Verbot einer Einwanderung großen Stils, sondern daß die Einwanderung an sich nicht mit dem nötigen Nachdruck betrieben wurde. Ende der 20er Jahre sah die Zukunft der nationalen Heimsstätte in der Tat düster aus. 1927 lag die Zahl derer, die das Land verließen, um 2000 höher als die Zahl der Neuankömmlinge. 1928 betrug der Überschuß ganze 10 Personen.

Der zionistische Weltkongreß billigte Weizmanns Empfehlungen für eine Erweiterung der Jewish Agency, um die gesamte Diaspora in die Zukunft Palästinas einzubeziehen. Die Besorgnis der Araber wuchs, als Wladimir Jabotinsky, Kritiker Weizmanns, einen Zustrom großer Massen von Siedlern forderte, um auf beiden Seiten des Jordans einen jüdischen Staat zu gründen.

Ausbruch der Gewalt folgte. 133 Juden wurden von Arabern getötet. Das Ergebnis war nicht nur der Anstieg der arabisch-jüdischen Feindseligkeiten, sondern auch ein tiefer Groll der Juden gegen die britische Verwaltung, da diese die Schuld auf beide Seiten verteilte.

Die Engländer wußte, daß die Balfour-Deklaration unmöglich durchzusetzen sei. Sie schickten zwar Royal Commissions, um das Problem zu lösen, jedoch standen sie unter Zeitdruck.

1933 kam Adolf Hitler an die Macht. Ein gewaltiges Ansteigen der Einwanderung war die Folge. Der Flüchtlingsstrom löst 1936 einen regelrechten Aufstand aus.

Ein 1937 veröffentlichter Berich der Engländer empfiehlt die Teilung Palästinas in ein autonomes jüdisches und arabisches Gebiet. Die Juden nahmen diese Plan an, doch die Regierung hielt ihn für undurchführbar.

IV. 1937 bricht ein zweiter Aufstand aus, der zwei Jahre dauert.

Da die Briten auf die Militärbasen und den Ölversorgungslinien im Nahen Osten angewiesen waren, brachten sie im Mai 1939 ein Weißbuch heraus, das bei der jüdischen Öffentlichkeit Empörung und Bestürzung auslöste. Es sollte die Einwanderung, nämlich 10000/Jahr, regeln. Nach 10 Jahren sollte ein unabhängiges arabisches Palästina gegründet werden, in dem nur 5% der Landfläche für jüdische Siedler vorgesehen war.

Nach und nach bildeten sich israelische Geheimarmeen, wie die Hagana, ein militärischer Zweig der Jewish Agency, die illegale Irgun, oder die „Freiheitskämpfer für Israel“, die aus der Irgun hervorgegangen war. Von der britischen Politik mehr und mehr enttäuscht, gingen sie zum Terrorismus über.

Die Kernfrage der Eiwanderung wurde noch dazu im Jahr 1942, als die „Endlösung“ der Nazis bekannt wurde, verschärft.

Die wachsenden Spannungen hätten fast zur Spaltung der zionistischen Bewegung geführt. Einerseits Weizmann, andererseits eine zornige Fraktion, motiviert von einem leidenschaftlichen Gefühl der Dringlichkeit und angeführt von David Ben Gurion.

Während hohe englische Regierungsvertreter unter Außenminister Bevin eine lange Reihe ergebnisloser Verhandlungen führten, verschlechterte sich die Lage in Palästina.

Nun forderte der amerikanische Präsident Truman 100000 Flüchtlingen die Einreise zu gestatten. Ein anglo-amerikanischer Ausschuß veröffentlichte, daß die Flüchtlinge unter dem Schutz Großbritanniens einreisen dürften. Die Situation eskalierte. Sowohl Araber, als auch Juden, als auch Engländer kamen in den darauffolgenden Ausschreitungen ums Leben.

Man hofft immer noch auf einen 2-Nationen Staat.

Im Februar 1947 übergaben die Briten das ganze Problem den Vereinten Nationen. Ein Mehrheitsbericht empfahl, das Land in einen Kleinen jüdischen und einen großen arabischen Staat zu teilen und Jerusalem internationaler Verwaltung zu stellen. Die Juden waren damit einverstanden. Die Araber und Briten nicht.

Als die Nachricht von der Entscheidung der Vollversammlung die palästinensischen Araber erreichte begann man mit Mord, Brandstiftung und Plünderung. In dem Chaos der Unruhen verkündeten die Briten im Dezember, daß sie ihr Mandat am 15.Mai 1948 niederlegen würden.

Nun galt es keine Zeit zu verlieren. Die Kämpfe in Palästina wurden immer heftiger. Es war ein Bürgerkrieg; es ging um jedes Dorf, jede Stadt. Bis zur letzten Aprilwoche verließen 300000 Araber das Land. Doch jenseits der Grenzen warteten die Armeen von 5 arabischen Staaten nur auf den Abzug der Briten, um einzumarschieren.

Am 14.Mai verließ der letzte britische Hochkommisar Palästina. Um 4 Uhr nachmittag verlas Ben Gurion vor jüdischen Führern die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel. Trumann erkannte den neuen Staat umgehend an; die Sowjetunion folgte wenige Stunden später.

Nach annähernd 2000 Jahren hatten die Juden das Gelobte Land zurückerlangt. Die entscheidende Frage war nun, ob sie es verteidigen könnten.








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