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Titel:

Die Geschichte der Presse Medien


  Note: 1   Klasse: 11









Arbeit: Zur Geschichte der Presse

Es gab verschiedene Pressen: Olivenpresse, Weinpresse, Buchpresse und Folterpresse.
Das Prinzip war ähnlich: eine senkrecht durch einen Querbalken gehaltene Schraube wurde mit einem Bengel so gedreht, dass eine Platte (Tiegel) durch den Druck auf eine untere Platte gepresst wurde. (Schraubstockprinzip. Zwischen den Platten fand der eigentliche Pressvorgang statt.
Wann die erste Presse gebaut wurde kann man schlecht sagen.
Bei diesen Referat geht es nur um die Druckpresse.
Bei der Druckpresse fand eine ständige Änderung und Verbesserung statt, um schneller arbeiten zu können.
Viele von den damaligen Druckern bauten ihre Druckpresse selbst oder ließen nach ihren Entwurf bauen. Die Schraube der Presse war aus Holz. Da Holz bekanntlich arbeitet, gab es immer wieder Probleme mit der Presse. Auch die Holzschraube war nicht besonders gängig und folgedessen war das Drucken körperlich sehr ansträngend.
Um sich ein genaues Bild von dem Arbeitsaufwand zu machen: Ein Beispiel: Um1600 schaffte ein Drucker in 15 stündiger Arbeit gerade mal ca. 3200-3600 Drucke.
Eine entscheidenden Verbesserungen der Presse war im 16.Jahrhundert die Metallschraube und die Tiegelplatte aus Kupfer, Messing oder Eisen. Der Tiegel hatte ein Pfännchen aus härterem Metall damit die Spindelspitze sich nicht in den Tiegel bohrte. Dadurch, dass die Tiegelplatte aus Metall bestand, war sie viel schwerer und hatte sehr viel mehr Selbstniederdruck als der Holztiegel. Der Bengel wurde auch ständig verändert, einmal um den Kraftaufwand zu verringern und dann ein besseres Aussehen zu verschaffen.
1772 baute Wilhelm Haas nach dem Vorbild der Münzpresse eine Presse aus Metall. Sie nahm nicht so viel Platz ein, verzog sich nicht bei jeder Witterung und machte sauberere Drucke als die Holzpresse. Sein Sohn entwickelte die Presse noch weiter, so dass nur mit einem Zug am Bengel gedruckt werden konnte.
Bis ca. 1825 wurde trotzdem in Deutschland die Holzpressen weitergebaut.
Ab etwa 1820 fand regelrecht ein Konkurrenzbauen von Pressen statt.
Ca. 1914 wurde die Heidelberger Tiegelpresse erfunden. Sie konnte mechanisch Einfärben und mit einen Propellergreifer mechanisch Bogenzu-, und Abführen.


Steindruckpresse für Lithographie

1817 baute Alois Senefelder die Steindruckpresse für Lithographie. Bei der Presse ging das Anfeuchten und Einfärben mechanisch. Anstelle des Reibers war eine klein eiserne Walze angebracht. Die übrige Konstruktion der kleinen Presse (zum Abdruck von künstlichen Steintafeln) wich von sofern ab, dass der Reiber oder Walze an zwei Bändern befestigt war, die durch Drehung von außen um eine in der Presse parallel zum Reiber oder der laufenden Welle gewickelt werden konnte, dadurch den Reiber oder die Walze mit sich zogen und über das Papier und den Stein laufen ließen.
Das Druckprinzip des Senefelder`schen Steindrucks ab einer bestimmten Entwicklungsstufe beruhte nicht mehr auf mechanischen Wirkungen, sondern auf einem chemischen Prozess; dem wechselseitigen Abstoßverhalten zwischen Fett und Wasser. Somit ist Senefelder der Begründer des heutigen Offsetdrucks. („set off“=absetzen).
1907 wurde der Offsetdruck in Deutschland bekannt. Die Farbe wird von der Druckplatte zunächst auf ein flexibles Gummituch und dann erst auf das Papier abgesetzt.
Die Lithographie (Steindruck), die im gewerblichen Bereich weit verbreitet war, verlor ihre Vormachtstellung bald und wird heute ausschließlich für künstlerische Zwecke eingesetzt. Die dünne, biegsame Aluminiumplatte löste den Stein als Träger des Druckbildes ab. Schon Senefelder verwendete Kupfer- und Zinnplatten als Druckträger. Diese Methode setzte sich zu Senefelders Zeit nicht durch.

1812 baute Friedrich Koenig die Zylinderdruckmaschine, mit der schneller und mit weniger Aufwand gedruckt werden konnte. Das Prinzip der Maschine war, als statt „Fläche gegen Fläche“ , „Fläche gegen Zylinder“. Hier wurde das auf dem Druckzylinder fixierte Papier über den im Formbett befestigten und eingefärbten Satz geführt. Der erste Einsatz der Maschine war in London für die „Times“.
Der Amerikaner William Bullock baute 1846 die Rotationsmaschine, bei der die Druckform auch rund ist, also („Zylinder gegen Zylinder“).Diese Konstruktion wird heute noch für Hoch-, Flach,- und Tiefdruck angewandt.


Gutenbergs Erfindung

Bis 1450 sind noch überwiegend Bücher in Klöstern mit der Hand geschrieben worden. Oder sie wurden auf Holztafeln als Holzschnitt illustriert. Sowie so wurden viele Geschichten in Bildern dargestellt. Das Holzschnittverfahren für Bildillustration wurde trotz der Erfindung der Letter weiter benutzt. Durch die Erfindung der beweglichen Letter konnte Wissen weiter verbreitet werden und machte es auch möglich weitern Personengruppen zu erreichen.
Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg hat 1452-1454 die Bleiletter und eine Holzpresse erfunden. Er druckte zuerst die 42-zeilige Bibel, noch weitere Exemplare der Bibel wurden gedruckt. Heute liegt das erste Exemplar im Gutenbergmuseum in Mainz.
Natürlich gab es viele andere Erfindungen die aber sich nicht so durchsetzen konnten wie die von Gutenberg.
Gutenberg arbeitete aus einem Stahlblock das Buchstabenbild wie ein Stempel (Patrize) heraus . Der Stempel wurde in ein Kupferblöckchen geschlagen, es instand die Matrize eine Negativform für den späteren Letter. Jetzt wurde die Gießform mit der unten eingespannten Matrize mit einer Bleilegierung aus Antimon, Zinn, Wismut und Blei gefüllt , fertig ist der Letter.290 Buchstaben einer Schrift stellte Gutenberg da. Heute sind es nur noch etwa 120 Buchstaben im Handsetzkasten zu finden.
Nachdem die Seite gesetzt war wurde sie in der Druckpresse verkeilt und mit Lederballen die Druckerfarbe aufgetragen. (Die Druckerfarbe bestand aus Ruß und Firnis.) Angefeuchtetes Papier oder Pergament wurde auf einen Rahmen fixier und unter den Tiegel geschoben. Mit dem Bengel, über die Druckspindel wurde der Satz gegen das Papier oder Pergament gepresst.
Gutenberg steckte nicht nur sein ganzes Vermögen in den Buchdruck sondern lieh sich noch zusätzlich Geld. Da er nicht dies zurückzahlen konnte ging sein Betrieb zu Johann Frust über.
J.Frust baute die Druckerei weiter aus.

Die Lebenserwartungen der Setzer und Drucker war nicht allzu lang ,da sie ständig Bleistaub einatmeten.
Der Weg zur Industrialisierung
Es entstanden immer mehr Druckereien und immer mehr Verbesserungen der Drucktechnik.
Es wurden nicht nur Bücher gedruckt sondern Ablassbriefe, Flugblätter, Kalender, usw. Durch Flugblätter konnte politische Meinung gebildet werden in einem größerem Umfang als zuvor. Somit hat dies auch zur Reformation und Bauernkriege beigetragen.
Wo früher die gehobene Schicht nur Zugang zum Wissen hatte, konnten jetzt auch die anderen unteren Schichten sich Informieren.
Natürlich wurden nicht nur Bibel, Flugblätter, und ähnliches gedruckt sonder auch Bücher über Hexen und Ketzer. Dies Buch unterstützte die Hexenverfolgung und ermöglichte die Ermittlungen der Hexen im weitem Umfeld.
Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde per Hand mit den beweglichen Bleilettern gearbeitet sowie mit der Holzpresse. Neue Drucktechniken entwickelten sich mit der Erfindung der Dampfmaschine und der Elektrizität.


Die Druckverfahren

Der damalige Buchdruck zählt zu den Hochdruckverfahren, dazu gehört auch der Holzschnitt. Zu dem Tiefdruck gehört Radierung und Kupferstich.
1772 wurde die erste eiserne Presse erfunden, die mehr Kraft hatte als die von Gutenberg. 1812kam die Zylinderschnellpresse bei der Times in London. Sie hatte ein Druckzylinder auf dem das Papier fixiert und gegen den mitfarbebenetzten Satz geführt wurde. So ging das Drucken um einiges schneller. In Amerika wurde Rotationsmaschine gebaut Druckzylinder und Druckform waren rund. Dieses Prinzip wird heute noch gebaut und für Hoch, Flach-, und Tiefdruck benutzt.
1796 wurde der Flachdruck mit Kalkstein (kohlesaurem Kalkschiefer) gedruckt. Dieser Stein war so feinporig, dass es Fett und Wasser aufnehmen konnte. Der Stein wurde abgeschliffen und mit fetthaltiger Farbe beschriftet. Die Farbe verband sich mit dem kohlesaurem Kalk zu fettsaurem Kalk , der Fett ansaugte aber Wasser abstieß. Der nicht beschriftete Teil wurde mit verdünnter Salpetersäure und Gummi arabicum wasseraufnahmefähig gemacht. Nun wurde der Stein befeuchtet. Wenn die Farbe auf den Stein aufgetragen wurde blieb sie an den Fettansaugenden Stellen hängen und an den wasseraufsaugenden Teil wurde sie abgestoßen. Dieses Verfahren nennt sich Lithographie und viel von Toulouse- Lautrec für seine Werke benutzt. Hieraus entstand später der Offsetdruck wobei die Steinplatte durch eine dünne, biegsame Metallplatte ersetzt wurde. Der Offsetdruck ist heute das meist angewandte Druckverfahren.
Der Rakeltiefdruck setzte sich auch durch. Die zu druckenden Elemente waren eingeätzt in der Kupferplatte. Wenn der Formzylinder in die Farbwanne eintauchte wurde die Kupferplatte mit Farbe benetzt und die überschüssige Farbe mit einem Rakel entfernt. Nun konnte auf das Papier gedruckt werden.( Die Farbe ist dünnflüssig, aus Harzen und Lösungsmitteln). Mit diesem Verfahren können auch Halbtonwerte gedruckt werden.


Die Reproduktion

Nur durch Holzschnitt, Holzstich, Stahlstich, Schrotschnitt, Kupferstich oder Radierung konnte Bilder dargestellt werden. Erst als die Fotografie und Rasterautotypie erfunden wurde änderte sich dies. 1822/37 entdeckte Daguerre und Niepce ein neues Verfahren. Eine versilberte, polierte Kupferplatte wurde mit Joddämpfe Lichtempfindlich gemacht, das Belichtete wurde mit Quecksilberdämpfe entwickelt. Blasius Hoefel (Firmin Gillot) erfand 1867 die Strichätzung. Mit Ätzfeste Farbe wurde spiegelbildlich das Bild auf einer Kupferplatte aufgezeichnet und dann ausgeätzt. Etwas Später gelang es mit einer Reproduktionskamera eine Strichvorlage zu fotografieren und dies zu vergrößern und verkleinern. Das Negativ wurde auf eine lichtempfindliche Zink- oder Kupferplatte kopiert .
Mit einem Farbüberzug oder Farbbad wurde die Platte eingefärbt, unter dem Wasser entwickelt und mit einer leichten Salpetersäure ausgeätzt. Mit der hochliegenden Ebene wurde gedruckt.1881 Georg Meisenbachentwickelte daraus die Autotypie , Halbtonvorlage Ein Raster wurde zwischen geschaltet, die Fotografie war in verschieden großen Pünktchen aufgeteilt. Die Punkte verjüngten sich in Richtung Helligkeit des Originals. Nach der Kopie auf die Metallplatte und Ausätzung war auf der Druckebene an den dunklen Stellen große Punkte und bei den hellen kleine Punkte. So das beim Druck in Form von verschiedengroßen Punkten das Bild dargestellt wurde, also es lässt das Bild in verschiedenen Graustufen erscheinen.


Das Papier

Früher wurde als beschreibbarer Stoff Holz-, Stein-, Ton-, oder Wachstafeln, Tierhäute, Pergament, und Papyros benutzt. Das Wort Papier wurde von Papyros abgeleitet. Schon 105 n. Chr. haben die Chinesen aus gelöster Baumrinde, Lumpen und Hanf einen Faserbrei verarbeitet und über ein Sieb gegossen als es trocken war hatte man ein Blatt Papier. Es dauerte also ziemlich lange. Durch Kriege und Gefangenschaften verbreitete sich die Kunst. Schließlich wurden hauptsächlich Leinen-, Woll-, und andere Lumpen genommen. Diese wurden sortiert und in die Keller zum Faulen gebracht, sie ließen sich dann besser verarbeiten und das Papier war Hochwertiger. Auch der Trockenvorgang wurde mit Hilfenahme von Filz und Pressen beschleunigt. 1390 gab es bei Nürnberg die erste Papiermühle wertere folgten. 1799 entstanden die ersten Papiermaschinen bei denen nicht jedes einzelne Blatt hergestellt wurde sondern der Papierbrei wurde auf ein entlos rotierendes Metallsieb gegossen. Das entstandene Papierband wurde durch eine Walze abgenommen und feucht aufgerollt.1865 wurde das Papier auch mit Holzspänen hergestellt.


Der Handsatz

Der Drucker und der Setzer gossen in der Regel ihre Letter selbst. 1737/1780 sorgten franz. Schriftgießer Fournier und Didot für eine Einheitsschriftgröße und ein typographisches System. Sie rechneten 1 Zoll= 72 typografische Punkte. 1879 wurde als statt Zoll auch Meter genommen. 2660 Punkte ergab 1 Meter. (1Punkt=0,376mm). In Amerika wurde weiter Zoll benutzt , (1Punkt= 0,351mm) Man gab auch den verschiedenen Schriftgrößen Namen, die von Werken Stammen die in dieser Größe gedruckt wurden. Viele Namen kommen aus kirchlichen Gesang oder Messbücher.
Name Punkt mm
Nonpareille 6 2,256


Kolonel 7 2,632
Petit 8 3,008
Borgis 9 3,384
Korpus 10 3,761
Cicero 12 4,513
Mittel 14 5,265
Tertia 16 6,017
Textura 20 7,521
Kanon 36 13,538
Missal 48 18,050
Sabon 60 22,563








Quelle: keine Angaben




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