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Titel:

Die Invasion in der Normandie


  Note: 13 Punkte   Klasse: 13









Arbeit:
Die Invasion in der Normandie



D-Day Zeitleiste



5. Juni 1944

Die größte Invasion in der Militärgeschichte startete am 5 Juni 1944. Den Anfang bildeten die erst kürzlich ausgebildeten Airborne Divisionen ( Fallschirmspringer ).Ihnen voraus überflogen hunderte von Aufklärungsflugzeugen, sowie Markierungsflugzeuge die Normandie. Unterstützt wurden die Fallschirmspringer durch eine gewaltige Bomberstaffel, die in den Invasionstagen über 11912 Tonnen Tod und Verderben auf die deutschen Stellungen verteilte.
Die Fallschirmspringer der Alliierten ( Soldaten aus den USA, England, Kanada, Australien, Frankreich, Polen, Tschechien, Niederlande, Belgien, Norwegen und sogar Exildeutsche in britischer Uniform ) sollten in der Anfangsphase, die durch Bombardements geschwächten deutschen Stellungen einnehmen, wichtige Knotenpunkte besetzen, sowie Brückenköpfe aufbauen. Viele der Fallschirmspringer sprangen jedoch in den Tod. Dies kam dadurch, da viele Bomberpiloten in der Nacht um 6. Juni nur schlechte Sicht hatten. Sie konnten zwar zielgenau durch Berechnungen die Bomben abwerfen, aber sehr viele hatten Angst die eigenen Leute zu treffen, so dass sie die Bomben einige Sekunden später abwarfen als geplant. Diese Sekunden reichten aus, um die meisten deutschen Stellungen zu verfehlen. Auch verfehlten viele Fallschirmspringer ihren Zielpunkt und wurden in der gesamten Normandie verstreut. Die Verlustraten einiger amerikanischer Airborne Divisionen betrug fast 60%.
In dieser Nacht setzten die Alliierten ca. 24000 Fallschirmspringer, sowie ca. 10000 Flugzeuge ein. Auf See war eine riesige Armada von 7 Schlachtschiffen, 23 Kreuzer, 105 Zerstörer, 1073 kleinere Kriegsschiffe und 4126 Landungsboote schon auf dem Weg nach Nordfrankreich.
Auf der deutschen Seite begann die Invasion wie eine ganz „normale“ Nacht. Es wurden nur ein paar Bomberflüge gemeldet. Fast wie jeden Tag. Jedoch als um ca. 23.30 Uhr aus den Flugzeugen Fallschirmspringer heraussprangen und keine Bomben herunterflogen waren die Deutschen alarmiert. Die Deutschen hatten große Erfolge gegen die Invasoren aus der Luft, da diese sich erst neu formieren mussten und nicht das Terrain kannten. Auch hatten die meisten keine schweren Waffen, da diese in Sümpfe oder Seen gefallen waren. Viele Befehlshaber, die unmittelbar gegen die Alliierten kämpften erkannten sofort, dass dies die große Invasion war, da die Fallschirmspringer versuchten Knotenpunkte, bzw. Versorgungslinien der Wehrmacht einzunehmen. Jedoch die Führung in Berlin lies sich nicht dazu bewegen, sofort die Reserven aus dem Hinterland an die Küste zu schicken. So blieben die Reserven im Hinterland in Bereitschaft stehen und ihre Kameraden an der Küste kämpften gegen eine Übermacht.


6. Juni 1944

Der 6. Juni ging dort weiter, wo der 5. Juni aufgehört hatte – mit hohem Blutzoll auf beiden Seiten. In der Nacht zum 6. Juni griffen die Fallschirmspringer weiter die deutschen Stellungen an, jedoch konnten viele ihre Ziele, also die Sicherung von bestimmten Brückenköpfen, nicht einhalten. Viele Fallschirmspringer wurden in der Nacht gefangen genommen.
In frühen Morgenstunden des 6. Juni war die größte Seearmada der Militärgeschichte auf dem Weg an die Küste der Normandie. Die deutschen Küstenstellungen wurden durch Bomber und durch die gewaltige Schiffsartillerie geweckt. Die so genannten Widerstandsnester der Deutschen erlitten meist schwere Schäden ohne auch nur einen Schuss abgegeben zu haben.
Gegen 6.30 Uhr startete die Invasion an der Küste durch Landungsboote. Hierfür wurden von den Alliierten fünf Küstenabschnitte festgelegt: Utah Beach, Omaha Beach, Gold Beach, Juno Beach und Sword Beach. An Utah Beach und Omaha Beach versuchten Amerikaner zu landen, an Gold Beach und Sword Beach die Engländer und an Juno Beach die Kanadier. Die Soldaten in den Landungsbooten sprangen mit der festen Auffassung aus den Landungsbooten, dass kein deutsches Geschütz, sowie kein Gewehr mehr schießen könnte. Ein Abschnitt bei dem dieser Gedanke nicht zutraf, war der Sektor Fox Green des Abschnittes Omaha Beach. Das Widerstandsnest 62, das die Amerikaner begrüßte zerstörte schnell die Hoffnung auf einen schnellen Sturm der Küste. Die amerikanischen Soldaten mussten an diesem Abschnitt fast 800 Meter lang den Strand hinauf rennen, bevor sie zurückschießen konnten.
Die Alliierten setzten neu entwickelte Raketenboote ein. Diese Raketenboote konnten aber wegen der deutschen Küstenartillerie nicht näher an die Küste herankommen, sodass sie ihre Raketen auf die eigenen Leute am Strand schossen.
Nach 10 Minuten war die A Kompanie des 1. Bataillons des Infanterieregiments total erschöpft. Alle Offiziere lagen entweder tot am Strand oder waren schwer verwundet. Viele der Soldaten ertranken auch im Meer, da sie dem Feuerhagel der MGs und Granaten entkommen wollten und ins Meer sprangen. Ihre Ausrüstung war allerdings zu schwer und sie versanken. Die Alliierten konnten aber auf solche Verluste keine Rücksicht nehmen und schickten Landungswelle gegen Landungswelle. Der Omaha Beach Abschnitt war 6 km lang und an ihm lagen nach vier Stunden schon 3000 Tote. Um 8.30 gab der Gefechtsbericht des 5. US Korps die ernüchternde Meldung, dass kein Durchkommen an Omaha Beach erreicht wurde.
Der Gefreite Hein Severloh ist durch eine traurige Bilanz bekannt geworden. Er war MG Schütze des Widerstandsnestes 62 und schoss 13000 Schuss auf die anrückenden Soldaten. Er tötete schätzungsweise an die 3000 Amerikaner. Eine traurige Bilanz, die er damit erklärte, dass es um Leben oder Tod ging. Hätte er nicht geschossen wäre er sehr wahrscheinlich selbst getötet worden.
Zum Nachmittag hin war der Atlantikwall der Wehrmacht größtenteils überwunden. Die Alliierten hatten in Europa Fuß gefasst. Nun hätte die Wehrmacht einen schnellen und schlagkräftigen Gegenschlag durchführen müssen, um die Alliierten wieder ins Meer zu treiben. Das OKW ( Oberkommando der Wehrmacht ) aber sah in diesem Angriff immer noch nicht die Invasion, sondern nur eine Ablenkungsinvasion. Hätte man aber nun die gesamten Reserven aus dem Hinterland sofort gesammelt und einen Gegenschlag durchgeführt, hätten die Alliierten Probleme gehabt, ihre Stellungen zu halten.
Bei der Landungsaktion verloren die Alliierten an diesem Tag ca. 10000 Soldaten. Auch die deutsche Seite hatte ungefähr die gleiche Zahl an Toten. Die Deutschen versuchten noch am Abend des 6. Juni schnelle Gegenangriffe durchzuführen, viele scheiterten aber an der materiellen und menschlichen Überzahl der Alliierten. Allerdings gab es auch viele Orte, die tapfer von deutschen Soldaten gehalten wurden. Ein Beispiel zum Fehlen von Reserven ereignete sich am Abend des 6. Juni zwischen den Landeköpfen Juno und Sword. Die beiden Landeköpfe sollten sich verbinden und so eine geschlossene Front errichten. Aber das 1. Bataillon des Panzergrenadierregiments 192 stieß voran bis zur Küste. Nun hätten Panzer folgen müssen um die Flanken zu sichern, aber das vorgesehene Panzerregiment 22 hatte sich bei britischen und kanadischen Stellungen festgefahren. Nun hätten Panzerreserven helfen können, wenn sie da gewesen wären. So musste sich das 1. Bataillon des Panzergrenadierregiments zurückziehen. Dadurch konnten sich die beiden Landeköpfe verbinden und eine geschlossen Front bilden.
Ein anderer großer Mangel war das Fehlen der deutschen Luftwaffe. Sie war zwar zahlenmäßig völlig unterlegen, aber hätte Unterstützung leisten können. war. Die größte Anzahl der deutschen Luftwaffe benötigte man zur Sicherung des Deutschen Reiches, deshalb gab es keine Luftunterstützung in der Normandie.
Der 6. Juni endete also mit einer unglaublichen Anzahl an Toten und dem Beginn des zwei Fronten Krieges gegen das Deutsche Reich.


7. Juni bis 10.Juni 1944

Die Alliierten bauten ihre Gebiete aus und bildeten einen Streifen von 100 km Länge und 15 km Breite. Viele deutsche Stellungen hielten immer noch den Widerstand, der aber immer schwächer wurde.


10. Juni bis 18. Juni 1944

Die Wehrmacht versuchte nun überall aus dem Reich Truppen nach Frankreich zu schicken, aber bis zum 18.6.1944 hatten die Alliierten schon eine Streitmacht von ca. 619000 Soldaten, ca. 95000 Fahrzeugen und ca. 218000 Tonnen Material herangeschafft. Die Wehrmacht konnte so schnell keine gleich starke Streitmacht Zudem gab es praktisch keine deutsche Luftwaffe zur Unterstützung der Bodentruppen und zur Schwächung der alliierten Stellungen. Lediglich ein paar Flugzeuge kamen zum Einsatz, die schnell an die Invasionsfront versetzt wurden.



28. Juni 1944

Am 28. Juni 1944 kapitulierten die restlichen Truppen der Küstenfestung Cherbourg auf der Cotentin Halbinsel nach einer einwöchigen Schlacht. Durch diesen Sieg konnten die Alliierten ihre linke Flanke zum Atlantik hin sichern. Dieser Sieg war auch wieder ein Sieg der Alliierten, der größtenteils durch die Hilfe ihrer schlagkräftigen Schiffsartillerie und ihrer starken Luftflotte zu verdanken war.


9. Juli 1944

Nach einer einmonatigen Schlacht mussten sich die Deutschen in der Stadt Caen geschlagen geben. Sie war damals ein wichtiger Knotenpunkt, um weiter nach Paris vorzudringen. General Eisenhower hatte die Eroberung dieser Stadt schon einen Tag nach der Invasion festgesetzt. Durch den starken Widerstand der Deutschen dauerte diese Eroberung aber einen ganzen Monat.


Ende Juli 1944

Den Amerikanern gelang Ende Juli 1944 der Durchbruch der deutschen Front bei St. Lô. Durch diesen Durchbruch konnten sich die amerikanischen Truppen aus der Cotentin Halbinsel in den südlichen Raum bewegen und dadurch die Einkesselung der 7. deutschen Armee starten.


Anfang August 1944

In den Anfangstagen des Augustes 1944 versuchten die Deutschen durch Offensiven die Amerikaner von ihrer Versorgung abzubrechen. Diese Offensiven starteten vielerorts zunächst erfolgreich, trotz der materiellen und menschlichen Unterzahl der Deutschen. Jedoch zerschlug die alliierte Luftwaffe fast jede Offensive, sodass die Deutschen sich bald zurückziehen mussten.


20. August 1944

An diesem Tag sollten alle übrig geblieben deutschen Einheiten dem Kessel entkommen. Dazu versuchten die Deutschen in Richtung Osten einen Durchgang zu erkämpfen. Die Deutschen schafften ca. 50000 Soldaten aus der Einkesselung heraus. Der Rest konnte der Einkesselung nicht entkommen und wurde getötet oder gefangen genommen. An diesem Tag wurde die 7. deutsche Armee vernichtet und der Kampf um die Normandie war vorbei.


15. August 1944

Am 15.8 1944, ungefähr 2 Monate nach der Landung standen die Alliierten Truppen in Paris und wurden jubelt von dem französischen Volk begrüßt. Paris ist ohne schwere Kämpfe gefallen und Hitlers Gedanke Paris im Falle der Übernahme in die Luft zu sprengen, wurde nicht durchgesetzt. Bis zu diesem Tage verlor die Wehrmacht, bzw. die Heeresgruppe B 1300 Panzer, 20000 Lastwagen und PKW, 500 Sturmgeschütze, 1500 Feldkanonen und Haubitzen, mehrere tausend Pak- und Flakgeschütze. Die Verluste der Truppe betrugen 400000 Mann; Verwundete, Gefangene und Gefallene. 200000 marschierten in die POW Camps nach England, Kanada und den USA.



Warum verlor das Deutsche Reich bei der Invasion?


1. Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B Feldmarschall Erwin Rommel war bei der Geburtstagsfeier seiner Frau in Herrlingen. Feldmarschall Erwin Rommel war zuständig für die gesamte Küstenverteidigung und des Gebietes von Nantes bis zur Grenze des Deutschen Reiches. Er war einer der wichtigsten und erfolgreichsten deutschen Kommandeure. Er wurde bekannt als Wüstenfuchs, da er der Befehlshaber des Afrikakorps war. Außerdem hatte er besondere Militärtaktiken, die für den Feind oft nicht zu erkennen waren. Dadurch war er auch ein gefürchteter Befehlshaber für die Alliierten.
Rommel hatte in den Stunden der Invasion gefehlt, da er die Befehlsgewalt gehabt hatte, mit der er sofort hätte die Reserven aus dem Hinterland schicken können. Dadurch wären genug einsatzfähige Kräfte da gewesen, um den Feind ins Meer zurückzuwerfen. Außerdem wäre Rommel der richtige Führer für die Truppen gewesen, da er für die deutschen Soldaten eine mentale Stärkung gewesen wäre.


2. Der nächste dumme Zufall für die Deutschen war, dass viele Offiziere der Divisionen von der Küste bei einem Planspiel in Rennes waren. So waren die Soldaten ohne ihren normalen Führer auf sich allein gestellt. Durch das Fehlen der Offiziere fehlte ihnen auch die psychologische Unterstützung, denn die Offiziere waren für die Soldaten die mentale Stütze, die die Soldaten brauchten.

3. Den größten Fehler zum Verlieren der Invasion hat sich die Führung der Wehrmacht selbst zuzuschreiben. Zunächst behielt sich Hitler die Befehlsgewalt über die Truppen, was nur auf seine egoistische Ader zurückzuführen ist. Er hätte die Befehlsgewalt komplett einem Mann geben müssen, der direkt an der Küste sitzt und sofort nach eigenem Ermessen eingreifen kann. Hitler konnte in der fast 3000 km entfernten Wolfsschanze keine Befehle zur Invasion liefern.
Hitler und sein Führungsstab machten aber auch den Fehler sich durch die englischen Täuschungsmanöver ablenken zu lassen und die Invasion bei Calais sicher vorherzusagen. Sogar als die Gefechtsstände schon in der Nacht zum 6. Juni 1944 die Invasion in der Normandie als gestartet meldeten verharrte Hitler darauf es sei nur ein Ablenkungsmanöver und die Hauptlandung finde bei Calais statt. Ein folgenschwerer Fehler.

4. Eine neue Waffe, die die schon gelandeten Invasoren hätte stören können, wurde falsch eingesetzt. Es handelt sich um dien V-1. Die „Vergeltungswaffe“. Sie war eine Rakete, die mit 1000 kg Sprengstoff beladen war. Sie war die erste Fernrakete in der Kriegsgeschichte. Die erste Salve von V-1 Raketen wurde nach mehreren verschobenen Terminen auf die Nacht zwischen dem 15. und 16. Juni 1944 festgesetzt. Allerdings wurden die Raketen nicht auf die Invasionsfront geschossen, sondern auf London. Hitler wollte durch diesen Zug den englischen Kampfgeist brechen, denn Artilleriebeschuss und Bombardierungen sind die besten Mittel zur Einschüchterung. Allerdings hätte man die V-1 strategisch einsetzen können. Man hätte sie auf die südenglischen Einschiffungshäfen schießen können. Hier wäre der Nachschub der Alliierten zur Normandie empfindlich gestört worden. Auch hätten sich die alliierten Kriegsschiffe in Sicherheit bringen müssen. Dadurch wäre die oft pausenlose Bombardierung durch Schiffsgeschütze auf die deutschen Stellungen unterbrochen gewesen. Natürlich hätte man aber auch die direkte Invasionsfront beschießen können. Dies war wieder ein Fehler, der von Hitler ausging und nicht rational war.

5. Die Deutschen verfügten über keine einsatzbereite Luftwaffe. Dadurch hatten die Alliierten die Luftherrschaft und konnten ungehindert ihre Bomben auf die deutschen Stellungen werfen. Viele deutsche Offensiven wurden nur verloren, weil sie von der Luft zerbombt wurden.




Die Truppenverhältnisse in Nordfrankreich

In der Normandie waren zum Zeitpunkt der Invasion insgesamt ca. 104358 Soldaten stationiert. Es waren fünf
Infanteriedivisionen, eine Luftlandedivision, sowie zwei Panzerdivisionen. Sie mussten sich einer Streitmacht
von ca. 153315 Soldaten stellen. Die niedrigere Zahl der Deutschen war zwar hoch, wäre aber nicht
problematisch gewesen. Das größte Problem war die Luftherrschaft der Alliierten, wodurch jede Bewegung der
Deutschen zu einem großen Luftangriff der Alliierten führte. Durch diese ständigen Angriffe waren die
deutschen Truppen derart stark dezimiert worden, dass schon bald kein Material und Mensch mehr zur
Verfügung stand. Allerdings kämpften die stark dezimierten restlichen deutschen Truppen erbittert gegen den
Feind. Ein Beispiel hiefür ist die Stadt Caen. Die Alliierten planten schon am Zweiten Tag nach der Invasion
Caen gesichert zu haben, aber daraus wurde ein Monat. Allein in der Schlacht starben mehr alliierte Soldaten,
als die Oberkommandierenden dachten auf dem gesamten Feldzug nach Berlin zu verlieren. Die meisten Siege
haben die Alliierten aber nur durch ihre Luftwaffe und ihre Schiffsartillerie geschafft. Die Jabos ( Tiefflieger )
waren der Schrecken der Deutschen und das Rückgrat der Alliierten. Allerdings gab es mehrere Punkte, bei
denen Alliierten Einheiten kurz vor einer Niederlage waren, bzw. es gab viele punkte, bei denen die Alliierten
durch den unglaublichen Kampfgeist der Deutschen eine Niederlage einstecken mussten.



Truppenbezeichnung Truppenstärke

709. Inf.Div. 12653
243. Inf.Div. 12000
352. Inf.Div. 12000
716. Inf.Div. 8000
711. Inf.Div. 13000
91. L.L.Div. 10555
21. Pz.Div. 16000
12. SS Pz.Div. Hitlerjugend 20150
insgesamt 104358













Die deutschen Truppen in der Normandie zum Zeitpunkt der Invasion




Die Hauptkampfmittel in der Invasionsschlacht


Das Hauptkampfmittel in den Kämpfen in der Normandie waren die Panzer. Sie waren das Rückgrat der Infanterie und entschied über Sieg oder Niederlage. Allerdings wurden die Bodeneinheiten durch Flugzeuge und schwerer Artillerie unterstützt.
Die Wehrmacht verfügte über die wohl besten Panzer des Zweiten Weltkrieges. Die bekanntesten Panzer waren der Panther, der Jagdpanther, der Tiger, sowie der Königstiger. Diese Panzer waren der Schrecken der Alliierten,
da besten alliierten Panzer, wie der amerikanische Sherman Panzer im Vergleich zu den deutschen Panzern unterlegen waren. Ein Tiger konnte auf eine Entfernung von 2000 m die Panzerung aller Alliierten Panzer durchschlagen, wobei ein alliierter Panzer höchstens bei einer Entfernung von 900 m Schaden hätte anrichten können. Durch diesen Vorteil haben die deutschen Truppen noch lange gegen die Alliierten Widerstand geleistet, aber die materielle Übermacht hat sie zur Niederlage gezwungen.
Das Rückgrat der alliierten Truppen waren die Tiefkampfflieger. Sie hießen Jabos und waren der Schrecken
der deutschen Truppen, denn das einzige Mittel zum Schutz war in Deckung gehen und hoffen nicht getroffen zu werden.
Neben diesen Waffen gab es natürlich noch unzählige andere Waffen. Überall wurden z.B. Pak Geschütze gegen feindliche Panzer benutzt. Allerdings war der Zweite Weltkrieg fast ausschließlich ein Panzerkrieg, der durch Luft- und Artillerieangriffe unterstützt wurde.




Unterarzt Dr. Jakob S. – ein Augenzeuge der Kämpfe



„An der Invasionsfront, den 11. August 1944

Meine liebe Margot!

Eine kurze Gefechtspause nutze ich aus, um Dir zu schreiben. Gestern Abend hatten wir die erste
Gefechtsberührung mit dem Feind und es hat gleich anständig hingehauen.
Wir stehen Amerikanern gegenüber und der Materialeinsatz derer ist nicht vergleichlich höher als bei uns. Bis
jetzt konnte der Amerikaner jedoch noch nicht weiterkommen, wir haben ihn sogar etwas zurückgedrängt. Es ist
nur gut, dass die rote / Kreuz Fahne respektiert wird, natürlich schützt uns das nicht vor der Artillerie. Heute
Nacht sind bei uns die schwersten Granaten krepiert, während ich die Verwundeten in einem französischen
Bauernhaus versorgt habe. Unser Bedarf ist gedeckt und es ist zu hoffen, dass recht bald die neuen Waffen
kommen. Wie ich schon zu Anfang erwähnte, ist gerade eine kleine Gefechtspause. Über uns hinweg schießt die
eigene Artillerie uns im Moment haben und die Amerikaner auch wieder eine Salve hingelegt. Ich schreibe Dir
im Stahlhelm und muss jeden Moment auf dem Sprung sein, um in Deckung gehen zu können. So lange hier ins
Haus kein Volltreffer geht, kann mir nichts passieren. Aber damit habe ich von vornherein nicht gerechnet und
vertraue auf mein Kriegsglück. Ich wünsche mir nur, dass ich nicht allzu lange hier drinnen sein muss.
Einzelheiten muss ich Dir später erzählen. Wenn ich nur im Oktober in Urlaub komme kann und das wird auch
gehen, weil ich immer noch damit rechne, dass noch in diesem Monat die neuen Waffen kommen. Geredet wird
darüber ja viel an der Front und ich glaube, dass man hier diese ganze Frage ernster nimmt, als in der Heimat.
Ich glaube und hoffe es auch noch, dass diese neuen Waffen kommen, denn sonst ist ein Sieg bei dieser
Überlegenheit an schweren Waffen für uns unmöglich. Wenn wir es nur mit Infanterie zu tun hätten, wäre der
Krieg mit Amerika schon aus, denn die sind feige. Und nun zu Dir. Post bekomme ich kaum, denn sie kann nicht
herankommen. Dabei warte ich hier so sehr darauf. Ich hoffe, dass es Dir auch in den letzten 2 Monaten Deiner
Schwangerschaft gut geht. Bis Dich der Brief erreicht, brechen schon bald die letzten 4 Wochen an. Angst
brauchst Du nicht zu haben, das Zweite geht normalerweise immer besser als das Erste und bei Dir wird es
bestimmt normal verlaufen. Nur möchte ich dabei sein, wenn Hans-Jürgen zum ersten Male sein Schwesterchen
oder Brüderchen sieht. Wir sollen hoffen, dass es ein Schwesterchen wird, denn ich hätte jetzt auch noch Freude
an einer Tochter. Aber wie es kommt, so wird es genommen und da Du schon so felsenfest überzeugt bist, das es
ein Mädchen wird, wollen wir es einmal glauben. Unser Hans –Jürgen wird sich ja auch bester Gesundheit
erfreuen und ich will hoffen, dass er brav ist. Ich freue mich so sehr darauf, ihn bald wieder einmal zu sehen und
habe mich schon zum Oktober eingerichtet. Wenn es nur wahr wird, dass die Urlaubsspeere aufgehoben wird.
Und dann habe ich noch einen Wunsch an Dich. Vergiss nicht, öfters einmal nach Kastel zu gehen, denn
meine Eltern machen sich auch Sorgen. Außerdem muss ich froh sein, wenn ich dazu komme, Dir
Zurückzuschreiben. Dass ich Dir heute Mittag so viel schreiben kann, ist eine Ausnahme, ganz davon abgesehen,
dass ich 3 Mal unterbrechen musste, um in Deckung zu gehen. Mit den Fliegern wird es in Mainz ja nicht so
schlimm sein. Ist Ilse Dor noch in Kastel?
Und nun will ich schließen und hoffe dass Dich der Brief erreicht, denn ich schicke ihn über eine andere Einheit.
Dir und Hansimann viele liebe Grüße und ein Kuss von
Deinem Mann und Papa.“

Dieser Brief wurde in der Nähe von Falaise geschrieben während den schweren Kämpfen im Kessel von Falaise.
Man kann sehen, die Soldaten noch an einen Sieg glaubten durch neue Waffen, die es nicht gab. Allerdings kann
man auch sehen, dass den Soldaten klar war, dass wenn sie gegen die Alliierten verlieren, dass der Krieg
verloren ist.
Dr. Strauch wurde 7 Tage, nachdem er diesen Brief geschrieben hatte, von den Engländern gefangen genommen
worden. Er blieb bis Ende 1947 in einem POW Camp in der Nähe von London. Dort war er Lagerarzt.



Das letzte Wort

Ein kanadischer Berichterstatter urteilte über die Stärken Verhältnisse der Soldaten, die die Niederlage der Deutschen widerspiegelt: „ Die deutschen Soldaten und ihre Truppenkommandeure waren die besseren Praktiker. Der deutsche Frontsoldat war tapfer, zäh und geschickt. Er war zuweilen fanatisch, gelegentlich brutal, aber er war immer und überall ein formidabler Kämpfer, selbst unter so schwierigen Bedingungen wie in der Normandie. Vom Mann und von der kämpfenden Front gesehen, kann man nicht sagen, dass wir durch taktische Überlegenheit die Schlacht um die Normandie gewonnen haben.“










Quelle:




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