Die Kontinentalsperre - schulnote.de 
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Titel:

Die Kontinentalsperre


  Note: 1   Klasse: 9









Arbeit: Napoleons Kampf gegen England seit Trafalgar

(Kontinentalsperre)
Gründe für die Kontinentalsperre
Nachdem am 21.10.1805 die französische Flotte bei Trafalgar durch Admiral Nelson vollkommen zerstört wurde, begann eine neue Phase im Kampf Napoleons gegen England. Zu dem Zeitpunkt war ganz West- und Mitteleuropa mit Ausnahme Schwedens unter seinem Einfluß. England kontrollierte mit seiner Marine die Weltmeere und hatte außerdem eine Vielzahl Kolonien erobert. Zudem richtete sich England gegen Frankreich, da England immer einen ausgeglichene Machtverhältnisse auf dem Kontinent erwirken wollte. Nach der Nieder-lage von Trafalgar gab Napoleon den Gedanken auf, England mit einer Invasionsstreitmacht in die Knie zwingen zu können. Stattdessen plante er die wirtschaftliche Isolierung Englands.
Durchführung der Kontinentalsperre
Immer war der Handel zwischen dem Kontinent und England intensiv gewesen. Napoleon hoffte, England in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben und so zu besiegen. Am 21.11.1806 erläßt Napoleon das „Berliner Dekret“, das alle französischen Häfen für englische Schiffe sperrte und jeden Handel zwischen dem Kontinent und Eng-land untersagte. Zusätzlich sollte jeder Engländer, der sich in Frankreich oder in einem mit Napoleon verbünde-ten Staat aufhielt, als Kriegsgegner behandelt und gefangen genommen werden.
Als erstes Land wurde die Kontinentalsperre in Frankreich Ende 1806 errichtet. Im Februar 1807 schließt auch Spanien seine Häfen für englische Schiffe. Preußen und Österreich mußten unter Napoleons Druck ebenfalls den Handel mit England aufgeben. Mit dem Frieden von Tilsit verbündete sich Napoleon am 7.7.1807 mit Rußland, das sich der Kontinentalsperre anschloß. Dies traf England hart, da aus Rußland bisher wichtige Rohstoffe wie Hanf, Flachs und Holz kamen. Italien und der Kirchenstaat wurden durch militärische Gewalt gezwungen, die Kontinentalsperre umzusetzen. Holland wehrte sich zwar lange gegen Napoleon, gab aber nach wiederholten Drohungen Napoleons nach. Im Herbst 1807 schließt auch Dänemark seine Häfen für englische Schiffe. Als letz-tes Land wird Portugal gezwungen, England zu isolieren. Nun war der Kontinent fast vollkommen abgeriegelt. In der zweiten Jahreshälfte lag der Handel zwischen England und dem Kontinent lahm.
Mitte 1807 erlaubte Napoleon französischen Piraten, alle englischen Schiffe zu kapern. Als Reaktion darauf blockiert England im November 1807 alle Häfen Frankreichs und die seiner Verbündeten. Zusätzlich mußten alle Schiffe aus Übersee den Engländern Schutzzoll in der Höhe von 25% ihrer Waren zahlen und englische Schmuggelware an Bord nehmen. Darauf hin verbietet Napoleon allen Schiffen, die in England waren, kontinen-tale Häfen anzulaufen. Napoleon erhoffte, die USA würden sich dem Embargo anschließen, um die englische Seemacht zu brechen. Als er aber Piraten auch erlaubte, auch neutrale Schiffe mit englischer Ware zu kapern, zog die USA alle Schiffe zurück. Daraufhin beschlagnahmte Napoleon alle Schiffe unter amerikanischer Flagge, da er diese für englische Tarnung hielt.
Auswirkung
Die Auswirkungen der Kontinentalsperre schadeten der englischen Wirtschaft zunächst stark. Da englische Waren nicht mehr verkauft werden konnten, gingen die Einnahmen Englands stark zurück (z.B. bei Baumwolle). Durch die Unterbrechung des Handels mit der USA konnte nicht mehr genug Getreide nach England importiert werden, dadurch verdoppelte sich die der Preis von Weizen zwischen 1803-1812. Deshalb kam es Mitte 1808 zu sozialen Unruhen. Auch die englische Produktion ging zurück, da nicht genug Rohstoffe in das Land kamen. Mit der Zeit gelang es England aber, das Ausbleiben der Exporte durch den Handel mit den Kolonien auszuzuglei-chen.
In Frankreich hingegen entwickelte sich die Lage schlimmer. Die Zinsen stiegen in Paris. Wegen mangelnder Exporte schloßen viele Manufakturen, besonders die Metall- und Textilindustrie litten darunter. Auch Waren aus Übersee wie Kaffee, Tee und Zucker fehlten. Für Zucker wurde aber ein Ersatz gefunden, nämlich die Zuckerrü-be, die nun verstärkt angebaut wurde. Ende 1807 eroberten die Engländer Dänemark ohne Kriegserklärung. Dies brachte eine Lücke in die Kontinentalsperre und ließ den Schmuggel aufblühen.
Ende der Kontinentalsperre
Im Endeffekt waren die negativen Auswirkungen auf den Kontinent größer als in England. Der starke Schmuggel machte eine richtige Sperre immer unmöglicher. Ebenso behielt England die Oberhand auf dem Meer. Nachdem Napoleon 1812 in Rußland eine Niederlage erlitt, mußte er die Kontinentalsperre aufgeben.

Johannes Wirtz, 9a









Quelle: Verwendete Literatur: Jean Tulard: Napoleon oder der Mythos des Retters. Eine Biographie. Tübingen 1978 Roger Dufraisse: Napoleon – Revolutionär und Monarch. Eione Biographie. München 1994 Kurt Kluxen: Geschichte Englands. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Stuttgart 1985 Heinz-Otto Sieburg: Geschichte Frankreichs. Vierte Auflage. Stuttgart u.a. 1989 Frankreich-Ploetz. Freiburg 1985 Unbekannt: Die Kontinentalsperre. 1806-1812/13. Internetseite http://www.hausarbeiten.de/rd/archiv/geschichte/ gesch-text158/gesch-text158.shtml vom 16.12.2001




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