Die Leiden des jungen Werther Kurzinterpretation zu Brief 6 - schulnote.de 
Akzeptieren

Unsere Webseite nutzt Cookies. Wenn Sie auf dieser Webseite bleiben, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Sie können unsere Cookies löschen. Wie das geht, erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr erfahren



Impressum | Datenschutzerklärung Startseite




 Apache HTTP Server Test Page powered by CentOS

Apache 2 Test Page
powered by CentOS

This page is used to test the proper operation of the Apache HTTP server after it has been installed. If you can read this page it means that the Apache HTTP server installed at this site is working properly.


If you are a member of the general public:

The fact that you are seeing this page indicates that the website you just visited is either experiencing problems or is undergoing routine maintenance.

If you would like to let the administrators of this website know that you've seen this page instead of the page you expected, you should send them e-mail. In general, mail sent to the name "webmaster" and directed to the website's domain should reach the appropriate person.

For example, if you experienced problems while visiting www.example.com, you should send e-mail to "webmaster@example.com".

If you are the website administrator:

You may now add content to the directory /var/www/html/. Note that until you do so, people visiting your website will see this page and not your content. To prevent this page from ever being used, follow the instructions in the file /etc/httpd/conf.d/welcome.conf.

You are free to use the images below on Apache and CentOS Linux powered HTTP servers. Thanks for using Apache and CentOS!

[ Powered by Apache ] [ Powered by CentOS Linux ]

About CentOS:

The Community ENTerprise Operating System (CentOS) Linux is a community-supported enterprise distribution derived from sources freely provided to the public by Red Hat. As such, CentOS Linux aims to be functionally compatible with Red Hat Enterprise Linux. The CentOS Project is the organization that builds CentOS. We mainly change packages to remove upstream vendor branding and artwork.

For information on CentOS please visit the CentOS website.

Note:

CentOS is an Operating System and it is used to power this website; however, the webserver is owned by the domain owner and not the CentOS Project. If you have issues with the content of this site, contact the owner of the domain, not the CentOS Project.

Unless this server is on the centos.org domain, the CentOS Project doesn't have anything to do with the content on this webserver or any e-mails that directed you to this site.

For example, if this website is www.example.com, you would find the owner of the example.com domain at the following WHOIS server:

http://www.internic.net/whois.html





Titel:

Die Leiden des jungen Werther Kurzinterpretation zu Brief 6


  Note: keine   Klasse: 12









Arbeit: In seinem am 26. Mai 1771 verfassten sechsten Brief kritisiert Goethes Romanfigur Werther die bürgerliche Gesellschaftsordnung, indem er erkennt, dass Regeln den „Strom des Genies“ versickern lassen und damit schöpferischer Kunst, wie der Dichtung oder der Malerei sowie der authentischen Liebe ein schlagartiges Ende setzen.

Werther wird durch ein konkretes Ereignis dazu veranlasst diese Überzeugung zu Papier zu bringen. Auf der Handlungsebene steht im Mittelpunkt des Briefes, dass er in Wahlheim eine Szene aus seiner Umgebung zeichnet, welche zwei kleine Jungen zeigt, die unter einem Baum in einer ländlichen Gegend mitten in der idyllischen Natur gezeigt werden. Werther, dem das Ergebnis des Zeichnens wohlgefällt, realisiert dadurch, dass er solch ein Bild allein durch das Motiv und die Inspiration der Natur fertigen konnte. Nun wechselt Werther von der Handlungsebene auf die kommentierende Ebene, indem er zunächst das Verhältnis von Natur und Künstler herausstellt und klar macht, dass die Natur allein einen wahren Künstler zu dem macht was er ist und ihn weiterbildet. Seine Einstellung scheint dabei fast gegensätzlich zur gängigen Ansicht der Aufklärung, die versuchte die Welt bis ins kleinste Detail zu erklären, zu sein. Indem er die Natur als „unendlich reich“ (Z.9f) ansieht, macht er deutlich, dass diese dem Menschen überlegen ist, dieser sie schätzen sollte und auch eine noch so durchstrukturierte und geordnete Gesellschaft der ungestümen Natur nie überlegen sein wird.

Eine solche bürgerliche Gesellschaft mit ihren Normen, Pflichten und Konventionen ist für Werther das vollkommene Gegenteil der Natur. Er geht in seinem Gedankengang sogar noch weiter, indem er Regeln mit Zerstörung der wahren Impressionen von Natur und der damit verbundenen Expression der Natur durch den Künstler gleichstellt.

Seine These verdeutlicht Werther an einem Beispiel in Form eines Gleichnisses. Das Thema dieses Gleichnisses ist die Gegensätzlichkeit von Natur, Kunst und Liebe zu gesellschaftlichen Regeln. Kurz gesagt, ist der Inhalt des Gleichnisses, dass ein Philister einem leidenschaftlichen Liebenden, der quasi „Feuer und Flamme“ für seine Angebetete ist, rät „menschlicher“ zu lieben. „Menschlicher“ bedeutet für dieses kalkulierter und nach gewissen Regeln, wie z.B. die Arbeit bei aller Verliebtheit nicht zu vernachlässigen. Damit endet das kurze Gleichnis. Werther interpretiert es, indem er im Sinn und Zweck der empfohlenen „Beherrschung“ die Reifung zu einem „brauchbaren Menschen“ sieht. Das beurteilt er allerdings negativ, da durch die Beherrschung das eigene, natürliche Gefühl eingedämmt und zerstört wird und ein solch beherrschter Mensch, der es zulässt sich in dieser Art und Weise einschränken zu lassen, niemals wirkliche Liebe empfinden und ausdrücken können würde und niemals ein Künstler sein könnte.

Werther sieht folglich den Regeln und Zwängen die Hauptursache dafür, dass der sogenannte „Strom des Genies“ sich so selten entfalten kann. Mit diesem Ausdruck, meint er die angeborene Urkraft der Seele, die in jedem Menschen vorhanden ist und ihm die Fähigkeit gibt zu schaffen, zu kreieren, zu ahnen, intuitiv zu empfinden und zu lieben, also all das, was den Idealmenschen des Sturm und Drang ausmacht. Diese Eigenschaften gehen laut Werther durch Anpassung an die Regeln der Gesellschaft verloren. Paradox ist gerade, dass stark rational gesteuertes, kontrolliertes, vorrausschauend geplantes Verhalten in dem Gleichnis als besonders human bezeichnet wird: „Lieben ist menschlich, nur müsst Ihr menschlich lieben!“ (Z.27f) Der Philister, der der fiktive Sprecher des Gleichnisses ist, hat anscheinend eine vollkommen andere Vorstellung von Menschlichkeit als Werther. Er scheint damit zielgerichtetes Verhalten zu meinen, bei dem man die eigenen Impulse am besten so gut wie möglich unterdrückt. Werther hingegen sieht als Menschlichkeit die Fähigkeit seine Gefühle ungeniert zu zeigen und den Augenblick zu genießen ohne sich Sorgen über die Zukunft zu machen.

Ich kann nachvollziehen, was genau Werther mit seiner Gesellschaftskritik meint. Allerdings führt seine Theorie letztendlich zu der Schlussfolgerung, dass derjenige, der sich den Regeln der Gesellschaft unterordnet um Erfolg zu haben, nicht mehr dazu fähig ist echte Liebe zu empfinden, seiner Leidenschaft zu folgen und sie auszudrücken. Dabei berücksichtigt Werther meiner Meinung nach nicht, dass es auch möglich ist Kompromisse zwischen den Emotionen des Individuums und den Pflichten der Gesellschaft zu schließen und dass es durchaus auch Menschen gibt, die sich den Regeln aus freiem Willen unterordnen.

Obwohl ich mit Werther generell darin übereinstimme, dass in der Kunst und in der Liebe Regeln fehl am Platz sind, muss man bedenken, dass zum Überleben und Zusammenleben in der Gesellschaft zwangsläufig gewisse Regeln von Nöten sind.








Quelle: Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther




ähnliche Referate Die Leiden des jungen Werther - Werther und sein Menschenbild
Die Leiden des jungen Werther - Charakteristik von Lotte
Die Leiden des jungen Werther: Kurzinterpretation zu Brief 6
Johann Wolfgang von Goethe wichtigste Werke
Die Leiden des jungen Werther - Werther und die Kunst



Hier könnt Ihr die DRUCKANSICHT für das Referat öffnen




Tipp:







(c) schulnote.de 2004-2018

MEDIADATEN --- Besucher seit dem 01.09.2006
gesamt: 6725441 - heute: 101 - gestern: 1082 - online: 8 - Rekord online: 340 - Rekord Tag: 2801


ID: 2462      Aufrufe seit dem 02.08.2011: 764